Lucky 31 Wetten – wie das System funktioniert und was es in der Schweiz kostet

Updated Oktober 2026
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Ein Volleyball liegt am Fuss des Netzes auf Sand, im Hintergrund glitzert ein See und ein Bergzug steht im Dunst.

Wer in der Schweiz eine Lucky 31 spielen will, kann das nur bei einem von zwei Veranstaltern tun – und gerade weil das Angebot so schmal ist, lohnt sich der Vergleich zwischen ihnen umso mehr. Eine Lucky 31 ist eine Vollabdeckungs-Wette auf fünf Auswahlen, die 31 einzelne Wetten bündelt: fünf Einzelwetten, zehn Doppel, zehn Dreifach, fünf Vierfach und eine Fünffachwette. Das System unterscheidet sich von einer normalen Kombiwette vor allem durch die Streuung des Risikos: Selbst wenn einzelne Beine verlieren, können andere Stufen noch treffen und einen Teil des Einsatzes zurückholen. Die folgenden Abschnitte beleuchten, wie die 31 Wetten rechnerisch zusammenhängen, was ein Beispielsatz bei realistischen Quoten zurückzahlt und wo die Limits für ein solches Paket überhaupt tragbar sind.

Eine Lucky 31 ist eine Systemwette auf 5 Auswahlen mit insgesamt 31 einzelnen Wetten: 5 Einzelwetten, 10 Doppelwetten, 10 Dreierwetten, 5 Vierfachwetten und 1 Fünffachwette.

Stand: Oktober 19, 2026 · geprüft gegen die Spielregeln von Sporttip (Swisslos, Version 4.2) und das Règlement Jouez Sport (Loterie Romande, 17. Ausgabe).

Was eine Lucky 31 ist und wo sie im System sitzt

Eine Lucky 31 gehört zur Familie der «Full-Cover»-Wetten, bei der aus jeder möglichen Kombination der ausgewählten Tipps eine eigene Wette wird. Bei fünf Auswahlen gibt es 2⁵ − 1 = 31 mögliche Kombinationen, wenn man die leere Menge weglässt – und genau diese 31 Kombinationen deckt die Lucky 31 ab.

Eine rote Laufbahn im Morgenlicht, die Startblöcke stehen leer am Rand und auf den Linien glitzert der Tau.
Eine Lucky 31 umfasst eine Auswahl mehr als die Lucky 15 (4 Auswahlen, 15 Wetten) und eine weniger als die Lucky 63 (6 Auswahlen, 63 Wetten).

Die Familie ist nach einem einfachen Muster benannt: Lucky 15 fasst vier Auswahlen zu 15 Wetten zusammen (2⁴ − 1), Lucky 31 fünf Auswahlen zu 31 Wetten (2⁵ − 1), Lucky 63 sechs Auswahlen zu 63 Wetten (2⁶ − 1). Jede Stufe addiert eine vollständige Auswahl samt aller Mehrfachkombinationen, die sie eröffnet. Wer von der Lucky 15 aufsteigt, verdoppelt ungefähr die Zahl der Wetten und mit ihr den Gesamteinsatz – vorausgesetzt, pro Linie wird der gleiche Betrag gesetzt.

Die fünf Auswahlen dürfen aus verschiedenen Sportarten und Wettbewerben stammen, dürfen aber nicht voneinander abhängige Ereignisse derselben Sportveranstaltung sein. Solche Wetten werden nur über die «Bet-Builder»-Funktion zusammengeführt; nimmt ein Veranstalter eine unzulässige Mehrfachkombination irrtümlich an, kann er die ganze Kombination für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten.

Aufteilung der 31 Wetten nach Stufe

Die 31 Wetten teilen sich so auf die Stufen auf:

Stufe Wetten pro Stufe Was es bedeutet
Einzel 5 Jede der fünf Auswahlen allein
Doppel 10 Je zwei Auswahlen kombiniert
Dreifach 10 Je drei Auswahlen kombiniert
Vierfach 5 Je vier Auswahlen kombiniert
Fünffach 1 Alle fünf Auswahlen kombiniert

Die Addition ergibt 5 + 10 + 10 + 5 + 1 = 31. Diese Zerlegung ist nicht nur buchhalterisch interessant: Sie erklärt, warum die Lucky 31 selbst dann noch etwas zurückzahlen kann, wenn nur eine oder zwei Auswahlen verlieren – über die Einzelwetten, die unabhängig von allen anderen Beinen stehen.

Warum die Stufen einzeln zählen

Bei einer normalen Kombiwette gewinnt oder verliert der gesamte Wettschein am Stück. Bei der Lucky 31 wird jede der 31 Wetten einzeln ausgewertet. Das bedeutet: Verliert eine Auswahl, fallen die Wetten weg, an denen dieses Bein beteiligt war – also alle Doppel, Dreifach, Vierfach und die Fünffachwette, in denen sie vorkommt. Die anderen Einzelwetten und Kombinationen ohne das verlorene Bein laufen aber weiter.

Das hat zwei Konsequenzen, die in der Werbung gerne unterschlagen werden:

Wer mit kleinen Einsätzen spielt, kann das durch die Streuung auf 31 Linien abfedern. Wer mit grösseren Einsätzen spielt, zahlt diesen Vorteil mit einem Vielfachen des Grundbetrags.

Die 31 Wetten im Vergleich zu Lucky 15 und Lucky 63

Die Lucky 31 steht in der Mitte zwischen zwei bekannteren Stufen. Sie unterscheidet sich nicht durch die Mechanik – jede Auswahl erzeugt die gleichen 31 Kombinationen – sondern durch die Zahl der Auswahlen und damit die Zahl der Wetten.

Merkmal Lucky 15 Lucky 31 Lucky 63
Auswahlen 4 5 6
Wetten insgesamt 15 31 63
Einzelwetten 4 5 6
Dreifachwetten 4 10 20
Fünffachwetten 0 1 6
Sechsfachwette – – 1

Die Steigerung wirkt harmlos: Von 15 auf 31 Wetten ist ein Sprung um Faktor 2, von 31 auf 63 noch einmal. Aber jede neue Auswahl erhöht die Chance, dass die Fünf- oder Sechsfachwette nie ausbezahlt wird – denn je mehr Beine, desto mehr kann kippen.

Wann die Lucky 31 zur Lucky 15 wird

Wer auf der gleichen Auswahlpalette bleibt und nur vier Tipps behält, kann jede Lucky 31 in eine Lucky 15 umwandeln, indem die fünfte Auswahl wegfällt. Umgekehrt: Wer sechs Tipps hat, kann aufstocken und gewinnt 32 zusätzliche Wetten, verliert dafür aber die Möglichkeit, das Paket bei kleineren Treffern günstiger abzuschliessen.

Das macht die Wahl zwischen den drei Stufen zu einer Frage des Verhältnisses zwischen Risiko (Einsatz) und Trefferquote (Anteil Beine, die stimmen müssen). Die Lucky 31 ist der Mittelweg: genug Streuung, um auch bei einem Verlust noch etwas zurückzubekommen, ohne den vollen Multiplikator-Effekt einer Lucky 63 zu beanspruchen.

Wie der Gesamteinsatz entsteht

Eine Lucky 31 verlangt einen Einsatz pro Linie. Wer pro Linie einen Franken setzt, zahlt 31 Franken für den ganzen Wettschein – nicht für eine einzelne Wette, sondern für alle 31 gleichzeitig. Diese Buchführung ist in den Schweizer Systemwetten-Regeln beider Veranstalter verankert: Der «Einsatz» einer Systemwette ist die Summe aller Linieneinsätze.

Drei Grössen bestimmen die Rechnung:

Wer den Gesamteinsatz klein halten will, hält den Linieneinsatz klein. Wer den möglichen Gewinn heben will, hebt die Quoten oder den Linieneinsatz – oder beides. Allerdings zahlen die Schweizer Veranstalter für jedes Bein die Marge des Marktes ein; die Quoten liegen also merklich unter dem, was ein mathematisch faires Modell liefern würde.

Beispielrechnung mit fiktiven Quoten

Das folgende Beispiel ist eine Illustration, kein zitiertes Angebot: Eine Auswahl mit Quote 1.50, eine mit Quote 2.00, eine mit Quote 2.50. Pro Linie wird 1 CHF gesetzt. Der Gesamteinsatz beträgt dann 31 CHF.

Für die Stufen mit konkreten Quoten:

Eine Fünffachwette aus allen drei Beinen lässt sich mit nur drei Auswahlen nicht bilden – sie bräuchte fünf. Das Beispiel zeigt aber, wie die Quoten multiplizieren: Die Dreifachwette zahlt 7.50, fast das 4,8-fache der höchsten Einzelquote.

In der Realität stehen die Quoten nicht so klar im Raum. Sie hängen vom Markt, vom Zeitpunkt der Wette und von der Veranstaltung ab. Wer das Beispiel nachrechnet, sieht aber, dass eine Lucky 31 selbst dann noch einen Rückfluss liefert, wenn nicht alle Beine treffen – über die Einzelwetten und über die niedrigeren Stufen, in denen die Mehrfachkombinationen noch aufgehen.

Warum eine Fünffachwette selten reicht

Bei einer Lucky 31 ist die Fünffachwette nur eine von 31 Wetten, aber sie ist diejenige, die den grössten Gewinn verspricht – und gleichzeitig die unwahrscheinlichste, weil alle fünf Beine stimmen müssen. In der Beispielrechnung oben zahlt sie das Produkt aller fünf Quoten; bei Quoten zwischen 1.5 und 3.0 bewegt sich das schnell zwischen 7.5 und 243.

Der psychologische Effekt: Wer die Fünffachwette eines Lucky 31 gewinnt, hat oft das Gefühl, «das System» habe sich gelohnt. Tatsächlich ist die Fünffachwette statistisch nur ein kleiner Teil des Pakets – 31 CHF Gesamteinsatz, davon 1 CHF auf die Fünffachwette, der Rest auf alles, was mit weniger Beinen auskommt. Wer die Trefferwahrscheinlichkeit der Fünffachwette mit der einer Einzelwette vergleicht, sieht den Preis der Vollabdeckung.

Quoten, Marge und das, was die Werbung nicht zeigt

Jede Quote, die ein Veranstalter anbietet, enthält eine Marge. Die Marge ist der Anteil jedes eingesetzten Frankens, der im Schnitt beim Veranstalter bleibt. Sie wird aus den Quoten aller möglichen Ausgänge eines Marktes berechnet:

Auszahlungsquote = 1 / (1/Quote₁ + 1/Quote₂ + … + 1/Quote_n)

Marge = 100 % − Auszahlungsquote

Ein einfaches Fussball-Beispiel: Quote 1.85 für Heimsieg, 3.60 für Unentschieden, 4.20 für Auswärtssieg. Die Auszahlungsquote wäre:

1 / (1/1.85 + 1/3.60 + 1/4.20) = 1 / (0.5405 + 0.2778 + 0.2381) = 1 / 1.0564 = 0.9466, also etwa 94.66 %.

Die Marge liegt entsprechend bei rund 5.34 %.

Für eine Lucky 31 ist das relevant, weil 31 Wetten gespielt werden – jede einzelne trägt ihre eigene Marge. Über alle 31 Linien akkumuliert sich der Nachteil gegenüber einem «fairen» Modell. Wer auf fünf 1X2-Märkten gleichzeitig spielt, bezahlt die Marge fünfmal als Einzelwette, zehnmal als Doppel, zehnmal als Dreifach, fünfmal als Vierfach und einmal als Fünffachwette.

Die Veranstalter nennen die Auszahlungsquote gelegentlich «Quotenschlüssel». Im Markt sind 93 % bis 96 % üblich; bei Nischenmärkten oder Livewetten kann sie deutlich tiefer liegen. Eine Lucky 31 mit niedrigem Quotenschlüssel auf den Beinen wird sehr schnell zum Verlustgeschäft – selbst wenn die Trefferquote hoch ist.

Warum das bei einer Lucky 31 schwer wiegt

Bei einer einzelnen Kombiwette auf zwei Auswahlen liegt die kombinierte Marge noch in der Nähe der einzelnen Margen. Bei 31 Wetten aus fünf Auswahlen entspricht die effektive Marge etwa der eines Marktes, in dem alle 31 Kombinationen gehandelt würden – was in der Praxis sehr selten angeboten wird. Der Buchmacher-Effekt pro Franken Einsatz ist also höher als bei einer vergleichbaren Einfach- oder Doppelwette.

Konkret: Wer für 31 CHF spielt und im Schnitt 95 % des Einsatzes zurückerhält, verliert statistisch 1.55 CHF pro Schein – ohne jeden Treffer einer Auswahl. Bei 94 % wären es 1.86 CHF. Bei 93 % schon 2.17 CHF. Die Marge ist also keine Fussnote, sondern eine der grössten Kostenpositionen im Spiel.

Vergleich: Gesamtgewinn versus Trefferwahrscheinlichkeit

Ein häufiges Missverständnis: Wer mit einer Fünffachwette Quote 100 trifft, hat «das Hundertfache» gewonnen. Richtig ist: Er hat 1 CHF × 100 = 100 CHF auf dieser einen Linie gewonnen, der Gesamteinsatz von 31 CHF ist zurückbezahlt plus 69 CHF Nettogewinn – sofern die Fünffachwette die einzige ausbezahlte Linie ist und die tieferen Stufen leer ausgingen. In der Praxis gewinnen bei fünf richtigen Beinen alle Stufen aus: fünf Einzelwetten, zehn Doppel, zehn Dreifach, fünf Vierfach, eine Fünffachwette. Das ist dann nicht mehr ein Hundertfaches, sondern das Vielfache davon, je nach Quotenmix.

Diese Mechanik ist auch der Grund, warum «System»-Wetten als «sicherer» angepriesen werden: Sie sind nicht sicherer im Sinne von wahrscheinlicher, sondern breiter gestreut im Sinne von mehr Treffern. Die höhere Trefferzahl wird mit einem höheren Einsatz erkauft, und der höhere Einsatz wird mit der Marge belastet, die sich über 31 Linien akkumuliert.

Rechtslage in der Schweiz: was erlaubt ist und was nicht

Sportwetten sind in der Schweiz ein «Grossspiel» im Sinne des Geldspielgesetzes (BGS, SR 935.51, in Kraft seit 1. Januar 2019). Das heisst: Sie unterliegen einer Konzessionspflicht und dürfen nur von Veranstaltern angeboten werden, die eine Bewilligung der interkantonalen Aufsichtsbehörde Gespa erhalten haben.

Ein Ruderboot liegt an einem Steg am Ufer eines Sees, über dem Wasser steigt dünner Nebel auf.
Bei Jouez Sport beträgt der Mindesteinsatz online CHF 2 und der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten CHF 500; ein Wettschein mit Multiples darf höchstens CHF 7'500 Einsatz enthalten.

Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter für Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt:

Diese beiden sind die einzigen Anbieter, die in ihrem jeweiligen Vertragsgebiet Sportwetten durchführen dürfen. Eine «Lizenz» ausländischer Regulierungsbehörden – Malta, Curaçao, Deutschland, das Vereinigte Königreich – hat in der Schweiz keine rechtliche Wirkung.

Vertragsgebiete und Wohnsitzpflicht

Ein Online-Konto bei einem der beiden Veranstalter können nur Personen mit Wohnsitz oder gewöhnlichem Aufenthalt im Vertragsgebiet eröffnen. Swisslos bedient die Deutschschweizer Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG, ZH, dazu den Kanton Tessin und das Fürstentum Liechtenstein. Loterie Romande bedient die Westschweiz mit FR, GE, JU, NE, VD, VS.

Wer im falschen Kanton wohnt, kann sich beim anderen Veranstalter nicht registrieren. Wer umzieht, muss unter Umständen das Konto wechseln. Diese Aufteilung ist nicht nur eine Marketingfrage – sie ist die direkte Folge der interkantonalen Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019 (IKV 2020).

Was beworben werden darf – und was nicht

Werbung für Geldspiele darf in der Schweiz nicht aufdringlich oder irreführend sein und sich nicht an Minderjährige oder gesperrte Personen richten. Werbung für nicht in der Schweiz bewilligte Glücksspiele ist verboten und kann mit einer Busse bis zu CHF 500’000 geahndet werden. Das bedeutet: Bonusangebote ausländischer Anbieter dürfen in der Schweiz gar nicht beworben werden, und die ausländischen Anbieter selbst dürfen nicht aktiv auf Schweizer Kundinnen und Kunden zugehen.

Was hier beschrieben wird, ist die Bewertung solcher Angebote aus Schweizer Optik – nicht ihre Bewerbung. Werbung und Analyse sind zwei Paar Schuhe.

Was auf der Gespa-Liste steht

Die Gespa führt eine Liste der bewilligten Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten. Nur was dort steht, darf angeboten werden. Die Liste (Stand 10.09.2026) zeigt keine Eckstoss- oder Kartenmärkte, keine Esports-Sektion; Qualifikationsrunden sind nur bewilligt, wenn sie ausdrücklich aufgeführt sind, Damenwettbewerbe ebenso, und Ranglistenwetten nur, wenn sie über die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb oder das Podium entscheiden.

Diese Liste ist der Grund, warum ein Schweizer Sportwetten-Angebot tendenziell schmaler wirkt als das eines ausländischen Anbieters: Es ist nicht «konservativ», es ist gesetzlich beschränkt.

Steuerliche Lage

Gewinne aus bewilligten Grossspielen in der Schweiz sind einkommenssteuerfrei bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn. Der Bund hat die Schwelle ab dem 1. Januar 2026 auf CHF 1’071’000 festgelegt (2025: CHF 1’070’400); die kantonalen Schwellen weichen davon ab, weshalb eine verbindliche Antwort nur die kantonale Steuerverwaltung oder ein Steuerberater geben kann. Über der Schwelle zieht der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ab, die über die Steuererklärung zurückgefordert werden können.

Für Gewinne ausländischer Anbieter gilt keine Verrechnungssteuer. Im Kanton Thurgau werden Gewinne aus ausländischen Grossspielen jedoch unabhängig von der Höhe als Einkommen besteuert – eine kantonale Besonderheit, die bei anderen Kantonen so nicht gilt.

Die übliche Gewinnhöhe eines Freizeitspielers liegt weit unter jeder dieser Schwellen. Die Frage, ob ein Lucky-31-Gewinn versteuert werden muss, stellt sich in den meisten Fällen also gar nicht.

Was die Sperrliste bedeutet

Die Gespa führt zusätzlich eine Sperrliste von Domains ausländischer Anbieter, die in der Schweiz über DNS gesperrt werden können. Stand Ende 2025 waren 671 Domains aufgeführt; gesperrte Domains werden im Schnitt innerhalb weniger Stunden ersetzt («Domain-Hopping»). Das bedeutet: Eine Sperre ist keine dauerhafte Lösung, sondern eine Momentaufnahme.

Spielerschutz und verantwortungsvolles Spielen

Eine Lucky 31 mit 31 Linien ist kein Nebenbei-Schein. Bei einem Linieneinsatz von 5 CHF liegt der Gesamteinsatz bereits bei 155 CHF – und das auf einem einzelnen Wettschein. Wer das nicht im Voraus plant, kann mit einer einzigen Eingabe deutlich mehr Geld binden, als die ursprüngliche Absicht war.

Die Schweizer Gesetzgebung setzt beim Spielerschutz auf drei Ebenen an:

Verlustlimiten bei Swisslos

Wer bei Swisslos online spielt, muss vor der ersten Sporttip-Teilnahme Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen. Die Obergrenze liegt bei CHF 9’999, bei unter 21-Jährigen bei CHF 1’000. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden – eine Schutzregel, die spontane Erhöhungen verhindern soll. Zusätzlich kann eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage gesetzt werden.

Diese Limite gilt für das gesamte Sporttip-Spiel, nicht für einzelne Wetten. Eine Lucky 31 mit hohem Linieneinsatz kann die Tageslimite mit einem einzigen Wettschein erreichen – was eine gute Sache ist, wenn das Limit bewusst gewählt wurde, und ein Risiko, wenn es nicht.

Spielsperre und Sperrregister

Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Möglichkeit der vorzeitigen Aufhebung. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos (inklusive Online-Casinos) und in Liechtenstein. Eine freiwillige Sperre kann erst nach drei Monaten aufgehoben werden, mit Einbezug einer Fachstelle.

Wer sich sperrt, hat keinen Anspruch auf Auszahlung von Guthaben oder Gewinnen aus Wetten, die während der Sperrzeit platziert wurden. Diese Konsequenz ist hart, aber gesetzlich verankert – sie soll verhindern, dass eine Sperre umgangen wird.

Tests der Gespa

Die Gespa führt regelmässig Testkäufe durch, um den Jugendschutz an Verkaufsstellen zu überprüfen. Im Jahr 2025 wurde in 47.5 % von 200 Testfällen an Verkaufsstellen eine Sportwette an Minderjährige verkauft. Das ist kein Grund, den Online-Schutz für unnötig zu halten – im Gegenteil: Die Verkaufsstellen-Zahlen zeigen, warum die Online-Identitätsprüfung mit Ausweis und Adressdatenbank ein so zentrales Element des Spielerschutzes ist.

Was das für eine Lucky 31 bedeutet

Drei praktische Folgen:

Einsatzlimits im Vergleich: was die zwei Veranstalter zulassen

Wer eine Lucky 31 mit normalem Linieneinsatz spielen will, stösst bei beiden Schweizer Veranstaltern an klare Grenzen. Die Limits sind nicht verhandelbar und können vom Veranstalter jederzeit ohne Angabe von Gründen geändert werden. Eine Wette über der Limite wird nicht angenommen.

Sporttip: Mindesteinsatz, Höchsteinsatz und Systemdeckel

Bei Sporttip gelten folgende Mindest- und Höchsteinsätze:

Für eine Lucky 31 als Systemwette gilt also der Systemdeckel von CHF 10’000 – nicht der Kombi-Deckel von CHF 1’000. Das ist einer der seltenen Fälle, in denen das System pro Linie einen höheren Einsatz erlaubt als eine Einfachkombi.

CHF 10’000 ist mehr, als die meisten Freizeitspieler pro Wettschein riskieren. Für den privaten Spitzenton in einer Runde unter Freunden reicht es allemal; wer höhere Summen bewegen will, muss zu anderen Wettformen greifen.

Jouez Sport: andere Limits, andere Logik

Bei Jouez Sport gilt eine andere Aufteilung:

Wichtig: Der Höchsteinsatz von CHF 500 gilt pro Einzel- oder Kombiwette. Auf einem Wettschein mit Multiples darf die Summe aller Einsätze CHF 7’500 nicht übersteigen. Bei einer Lucky 31 mit 31 Linien entspricht das einem maximalen Linieneinsatz von etwa CHF 241 – deutlich weniger als bei Sporttip.

Zusätzlich:

Die Mindestquote von 1.10 ist eine harte Untergrenze. Wer sehr kurze Quoten kombiniert, kann an dieser Hürde scheitern, obwohl die Logik der Wette aufgeht.

Was das für die Wahl des Veranstalters bedeutet

Wer in der Deutschschweiz oder im Tessin spielt, hat bei einer Lucky 31 einen Systemdeckel von CHF 10’000 zur Verfügung – mehr, als die meisten Freizeitspieler je riskieren werden. Wer in der Westschweiz spielt, ist mit dem Multiple-Gesamteinsatz von CHF 7’500 unterwegs, was bei 31 Linien etwa CHF 241 pro Linie entspricht.

Der tiefere Maximalbetrag bei Jouez Sport ist kein Nachteil für den durchschnittlichen Spieler – er ist eine Einschränkung, die nur High Roller spüren. Für die meisten Wettscheine ist CHF 500 pro Linie bei einer normalen Lucky 31 ohnehin kein hinderlicher Wert.

Was Cash-Out für eine Lucky 31 bedeutet

Cash-Out heisst: Eine laufende Wette wird vor dem Ende aller Beine zu einem vom Veranstalter festgelegten Betrag abgerechnet. Das ist praktisch, wenn ein Teil der Beine schon gewonnen hat und der Rest riskant erscheint – man lässt sich einen Betrag vorzeitig auszahlen, statt auf den vollen Ausgang zu warten.

Bei Sporttip ist Cash-Out verfügbar für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur online und nur als vollständiges Cash-Out – es gibt keine Teilauszahlung. Ein ausgeführtes Cash-Out ist endgültig und lässt sich nicht rückgängig machen. Der Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche Wettgewinn bei vollem Ausgang und hängt vom Stand der Sportereignisse ab; der Veranstalter kann den Betrag jederzeit ändern und muss Cash-Out nicht für jeden Markt anbieten.

Für eine Lucky 31 hat das zwei Konsequenzen:

Wann Cash-Out Sinn ergibt

Cash-Out ist sinnvoll, wenn der rechnerische Wert einer offenen Wette unter den Betrag sinkt, den der Veranstalter bietet – und wenn die eigene Risikobereitschaft kleiner ist als die Differenz. Wer mit kleinen Einsätzen spielt und das System als Lotterie versteht, kann den Cash-Out als Versicherung betrachten. Wer das System als Wettstrategie nutzt, sollte den Cash-Out in der Regel ablehnen und stattdessen die einzelnen Beine laufen lassen.

Bei Sporttip verfällt der Boost, wenn ein Wettschein mit Cash-Out abgerechnet wird – das gilt für Quotenboosts ebenso wie für Profitboosts.

Bonus- und Boost-Mechaniken bei Sporttip

Sporttip kennt zwei nennenswerte Aufschläge auf den normalen Wettgewinn: den Kombiboost und die Quoten- bzw. Profitboosts. Beide sind an klare Bedingungen geknüpft.

Kombiboost: Aufschlag auf den Nettogewinn

Der Kombiboost gilt nur online (Prematch, Live, Systemwetten) und verlangt mindestens vier Voraussagen mit Einzelquote von je mindestens 1.50. Der Bonus auf den Nettogewinn ist gestaffelt:

Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert. Bei einer Lucky 31 sind bereits 31 Wetten enthalten, davon 1 Vierfach-, 1 Fünffach- und 10 Dreifachwetten, deren Einzelprodukt die Quote 1.50 pro Bein erreicht – die Mindestquote ist also für die meisten Beine kein Problem. Die Voraussagezahl 4, 7, 10 oder 15 bezieht sich auf einzelne Auswahlen, nicht auf die Zahl der Wetten im System.

Quotenboosts und Profitboosts

Quotenboosts erhöhen die Quote einer Prematch-Einzelwette auf eine Voraussage. Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide sind pro Wettenden nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert. Bei einem Cash-Out verfällt der Boost.

Eine Lucky 31 kann nicht selbst von einem Quotenboost profitieren, weil Boosts nur auf Einzelwetten gehen. Profitboosts sind an spezifische Sportereignisse gebunden und nicht auf alle Beine einer Lucky 31 anwendbar. Wer Boosts nutzen will, spielt sie auf den Einzelwetten, die parallel zur Lucky 31 laufen – nicht im System selbst.

Was die Boosts wert sind

Ein 5 %-Bonus auf den Nettogewinn bei vier Auswahlen entspricht rechnerisch einer Reduktion der Marge um 5 % – was bei einer angenommenen Marge von 5 % schon einen erheblichen Unterschied macht. Bei 7 Auswahlen (20 %) wird der Effekt deutlich sichtbarer. Wer mit einer Lucky 31 spielt und die Mindestbedingungen für den Boost erfüllt, bekommt einen Teil der Marge zurück.

Das gilt allerdings nur, wenn der Nettogewinn überhaupt hoch genug ist, damit der Bonus ins Gewicht fällt. Bei kleinen Linienäquatoren oder bei vielen verlorenen Beinen bleibt der Aufschlag marginal.

Spezifische Regeln, die eine Lucky 31 betreffen

Einige Regeln aus den Sporttip-Spielregeln sind für eine Lucky 31 besonders relevant und werden hier zusammengezogen.

Berechnung des Gewinns

Der Gewinnbetrag einer Sporttip-Wette ergibt sich aus Einsatz mal Quote. Bei Kombinationen wird die Gesamtquote als Produkt der Einzelquoten berechnet. Der Gewinn wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen genau abgerundet – das ist die typische Rundungslogik für Bargeldtransaktionen in der Schweiz und führt gelegentlich zu kleinen Differenzen gegenüber dem rechnerischen Erwartungswert.

Reguläre Spielzeit und Nachspielzeit

Die reguläre Spielzeit umfasst die reguläre Spieldauer (Fussball etwa 90 Minuten) plus Nachspielzeit. Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Für eine Lucky 31, die Beine aus verschiedenen Sportarten enthält, gilt diese Regel pro Bein einzeln – ein Fussball-Bein läuft 90 + Nachspielzeit, ein Eishockey-Bein nach den Regeln der jeweiligen Liga.

Annullierte Spiele und Wiederholungen

Wird ein Wettereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn (oder im Rahmen eines Turniers) nachgeholt, ist die Wette ungültig: Einzelwetten werden zurückbezahlt, in Kombinationswetten erhält die Voraussage Quote 1.00. Bei einer Lucky 31 wirkt sich das kombiniert aus: Eine Auswahl mit Quote 1.00 in einer Mehrfachwette reduziert die Mehrfachquote entsprechend. Die Fünffachwette wird zur Vierfachwette, eine Vierfachwette zur Dreifachwette, und so weiter.

Livewetten und zeitliche Grenzen

Bei Sporttip-Livewetten gilt die Wette unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00; in spielentscheidenden Situationen (Elfmeter, Rote Karte, Schiedsrichter-Entscheidung nach Videobeweis) kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten.

Frist für Gewinnauszahlung

Sporttip-Gewinne, die nicht innerhalb von 26 Wochen nach der öffentlichen Bekanntmachung der Wettauswertung geltend gemacht werden, verfallen zugunsten des Zwecks der Swisslos. Eine Einsprache bei verweigerter Auszahlung ist innert 10 Tagen per eingeschriebenem Brief zu erheben.

Vergleich der zwei Schweizer Veranstalter auf einen Blick

Merkmal Swisslos Sporttip Loterie Romande Jouez Sport
Bewilligung Grossspiel-Bewilligung BGS, Aufsicht Gespa Grosspiel-Bewilligung BGS, Aufsicht Gespa
Verbreitungsgebiet Deutschschweiz, Tessin, Liechtenstein Westschweiz (FR, GE, JU, NE, VD, VS)
Mindesteinsatz online CHF 1 CHF 2 (Multiples CHF 2)
Höchsteinsatz Einzel/Kombi CHF 1’000 CHF 500
Höchsteinsatz Systemwette CHF 10’000 CHF 7’500 (Summe aller Multiples)
Höchstgewinn Kombiwette nicht separat ausgewiesen CHF 300’000
Höchstgewinn Multiple nicht separat ausgewiesen CHF 1’000’000 (Summe)
Mindestquote Kombi nicht separat ausgewiesen 1.10
Höchstquote nicht separat ausgewiesen 100’000
Cash-Out online, voll, nicht garantiert pro Markt nicht in den Spielregeln beschrieben

Die Tabelle zeigt: Beide Veranstalter sind bewilligt, beide gehören zu den zwei einzigen in der Schweiz zugelassenen Anbietern, beide unterliegen der Gespa. Der Unterschied liegt in den Einsatzlimits und im Verbreitungsgebiet. Wer in der Deutschschweiz spielt, kann nicht zu Jouez Sport wechseln; wer in der Westschweiz spielt, kann nicht zu Swisslos wechseln. Wer den Wohnsitz wechselt, muss unter Umständen das Konto wechseln.

Ausländische Anbieter ohne Schweizer Bewilligung

Neben den zwei Schweizer Veranstaltern gibt es eine Reihe internationaler Marken, die in der Schweiz nicht bewilligt sind, aber Spielern aus dem deutschsprachigen Raum bekannt vorkommen. Diese Marken – von Curaçao bis Malta lizenziert – haben in der Schweiz keine rechtliche Grundlage: Eine ausländische Lizenz hat hier keine Wirkung, die Anbieter dürfen nicht in der Schweiz aktiv werben, und ihre Domains können auf der Gespa-Sperrliste landen.

Das bedeutet konkret:

Im Folgenden werden einige bekannte internationale Marken kurz eingeordnet. Diese Einordnung ersetzt keine eigene Recherche und keine Anmeldung – sie zeigt nur, was an verlässlichen Informationen über sie vorliegt und was eine Schweizer Spielerin erwarten kann.

IviBet

IviBet wird international mit einer Lizenz aus Curaçao betrieben. Eine Schweizer Bewilligung ist nicht ausgewiesen; die Marke steht in der Schweiz weder unter Aufsicht der Gespa noch unter den Schutz des Schweizer Sperrregisters. Für Schweizer Spieler bedeutet das: keine Schweizer Rechtsmittel, mögliche Aufnahme auf die Gespa-Sperrliste, keine Anwendung der Schweizer Verlustlimiten und Spielsperren. Wer sich für diese Marke interessiert, sollte sich bewusst sein, dass die Marge und die Limits vom Anbieter selbst festgelegt werden und keiner Schweizer Aufsicht unterliegen.

bet365

bet365 ist eine der grössten internationalen Sportwetten-Marken, lizenziert im Vereinigten Königreich und in weiteren Jurisdiktionen. Die Marke ist in der Schweiz nicht bewilligt; die Domain kann auf der Gespa-Sperrliste stehen, was den Zugang aus der Schweiz via Schweizer DNS-Server erschwert. Für Schweizer Spielerinnen und Spieler gilt: keine Schweizer Bewilligung, keine Schweizer Aufsicht, keine Schweizer Rechtsmittel. Die Marktbreite und Quotenmarge sind eigene Daten des Anbieters.

Jackbit

Jackbit wird international mit einer Lizenz aus Curaçao betrieben. Eine Schweizer Bewilligung ist nicht ausgewiesen. Der Anbieter wirbt international mit Kryptowährungen als Ein- und Auszahlungsmethode – was in der Schweiz ohne ausdrückliche Gespa-Bewilligung nicht möglich wäre und bei einem bewilligten Anbieter ausgeschlossen ist. Für Schweizer Spieler: Dieser Anbieter besitzt keine Schweizer Bewilligung und untersteht somit nicht der Aufsicht der Gespa; der Spielerschutz nach Schweizer Geldspielgesetz kommt hier nicht zur Anwendung.

Sportaza

Sportaza ist eine internationale Marke mit Lizenz aus Curaçao. Eine Schweizer Bewilligung ist nicht ausgewiesen. Die Marke setzt im internationalen Vergleich auf eine breite Sportartenpalette und Casino-Spiele parallel – was in der Schweiz unter den zwei bewilligten Veranstaltern so nicht angeboten wird. Für Schweizer Spieler: Da keine Schweizer Bewilligung vorliegt, können Schweizer Kunden nicht auf den rechtlichen Schutz durch die Schweizer Behörden oder auf nationale Streitbeilegungsmechanismen zurückgreifen.

HornetBet

HornetBet ist eine weitere internationale Marke mit Lizenz aus Curaçao. Eine Schweizer Bewilligung ist nicht ausgewiesen. Die Marke wird international mit Fokus auf Fussball- und Eishockey-Märkte beworben.

Bahigo

Bahigo ist eine internationale Marke, die in mehreren europäischen Märkten aktiv ist. Eine Schweizer Bewilligung ist nicht ausgewiesen. Die Marke richtet sich international an europäische Spielerinnen und Spieler, mit Fokus auf Fussball und Livewetten. Für Schweizer Spieler: Ohne Schweizer Bewilligung operiert der Anbieter ausserhalb des legalen Rahmens; die Sperrliste der Gespa kann den Zugriff jederzeit einschränken.

FortuneJack

FortuneJack ist eine internationale Marke, die ursprünglich auf Kryptowährungen ausgerichtet war. Eine Schweizer Bewilligung ist nicht ausgewiesen; der Anbieter ist international bekannt für Bitcoin-Wetten. Kryptowährungs-Einzahlungen und -Auszahlungen unterliegen in der Schweiz zusätzlichen geldspielrechtlichen und geldwäscherechtlichen Regeln, die bei einem nicht bewilligten Anbieter nicht greifen.

Coolzino

Coolzino ist eine weitere internationale Marke mit Lizenz aus Curaçao. Eine Schweizer Bewilligung ist nicht ausgewiesen. Die Marke wird international mit Casino-Spielen und Sportwetten parallel beworben.

Was diese Marken gemeinsam haben

Alle hier genannten internationalen Marken teilen drei Eigenschaften in Bezug auf die Schweiz:

Diese Eigenschaften bedeuten nicht, dass eine Marke «unsicher» ist im allgemeinen Sinne – sie bedeuten, dass die Mechanismen, die in der Schweiz für Spielerschutz sorgen, dort nicht greifen. Wer mit einer dieser Marken spielt, spielt ohne den Schutzrahmen, den eine Schweizer Bewilligung bietet.

Was eine Lucky 31 in der Schweiz konkret kostet

Die folgende Aufstellung bündelt die Zahlen, die für eine Lucky 31 in der Schweiz relevant sind. Sie ist eine Sammlung der harten Grössen, nicht eine Empfehlung.

Der Blick auf den Mindest- und Höchsteinsatz zeigt: Eine Lucky 31 ist bei Sporttip ab CHF 31 spielbar, bei Jouez Sport ab CHF 62. Das Maximum ist bei Sporttip CHF 10’000, bei Jouez Sport durch die Wettschein-Obergrenze von CHF 7’500 limitiert.

Für die Frage «was kostet eine Lucky 31» gibt es keine pauschale Antwort, weil der Kostenpunkt der Gesamteinsatz ist – und der skaliert linear mit dem Linieneinsatz. Was die Wette zusätzlich kostet, ist die Marge über alle 31 Linien; was sie einbringen kann, hängt von den Quoten der fünf Auswahlen ab.

Wie die Marge über 31 Wetten wirkt

Wer auf einer typischen Marge von 5 % pro Markt spielt, bezahlt diese 5 % auf jeder der 31 Wetten einzeln. Über den Gesamteinsatz hinweg entspricht das einer durchschnittlichen Marge von ebenfalls etwa 5 % – aber die effektive Kostenstruktur ist heterogen: Einzelwetten tragen 5 %, Kombiwetten tragen das Produkt der Einzelmargen, was tendenziell zu einer höheren kombinierten Marge führt.

Anders gesagt: Wer fünf Beine à 1.5 nimmt, zahlt auf jeder Einzelwette etwa 5 % Marge, auf der Fünffachwette ungefähr 1 − (1 − 0.05)⁵ ≈ 22.6 %. Die Fünffachwette ist also die teuerste Linie im Paket – und gleichzeitig die am seltensten gewonnene.

Wann eine Lucky 31 trotzdem sinnvoll ist

Eine Lucky 31 ist nicht «besser» oder «schlechter» als andere Wettformen – sie ist eine Streuungsvariante für Spielerinnen, die das Risiko auf mehrere Beine verteilen wollen. Drei Konstellationen, in denen das System Sinn ergibt:

In allen drei Fällen bleibt die Marge das Thema. Wer das ignoriert, spielt gegen ein Haus, das seinen Vorteil über 31 Linien realisiert.

Praktische Hinweise für die Platzierung einer Lucky 31

Ein paar Hinweise, die über die Mechanik hinausgehen und in der Praxis relevant werden.

Auswahl der fünf Beine

Die fünf Auswahlen sollten aus verschiedenen Märkten kommen, wenn das Risiko gestreut werden soll. Wer alle fünf aus dem gleichen Spiel nimmt – etwa Heimsieg, Unentschieden, Auswärtssieg – erzeugt abhängige Wetten, die je nach Veranstalterregel nicht zugelassen sind. Auch Wetten aus verschiedenen Ligen sind möglich; bei Sporttip gilt die Mindestbehandlung für jede einzelne Wette nach deren Regeln.

Beim Kombinieren verschiedener Sportarten ist zu beachten, dass die Quote pro Bein stark schwanken kann. Ein Fussball-Heimsieg mit Quote 1.9 multipliziert mit einem Tennis-Match mit Quote 1.7 ergibt eine Doppelwette mit Quote 3.23 – was im Bereich des Üblichen liegt. Wer ein Bein mit Quote 10 einbaut, hebt die Kombiquote deutlich, aber das Bein wird auch deutlich seltener treffen.

Verwaltung des Wallet-Guthabens

Bei Swisslos lässt sich Spielguthaben per Online-Zahlungsmöglichkeit oder Einzahlungsschein auf das Wallet laden, Mindestbetrag CHF 20, maximal CHF 10’000 in 30 Tagen, und der Kauf ist nur möglich, solange das Wallet-Guthaben CHF 9’999 nicht übersteigt. Eine Lucky 31 wird aus dem Wallet-Guthaben bezahlt; wer den Wettschein direkt aus einer Einzahlung finanzieren will, muss das Guthaben vorab aufladen.

Bei Loterie Romande gelten die Regeln des eigenen Wallet-Systems.

Wann nicht spielen

Drei Konstellationen, in denen eine Lucky 31 nicht angebracht ist:

Wer sich unsicher ist, ob das eigene Spielverhalten noch im Rahmen liegt, kann sich an die Fachstellen wenden, die im Schweizer System hinterlegt sind. Die Spielsperre ist im Übrigen keine Schande – sie ist ein Instrument, das die Schweiz gesetzlich verankert hat, damit Spielerinnen und Spieler sich selbst schützen können.

Häufige Fragen zu Lucky 31 Wetten

Was ist eine Lucky 31 Wette, und wie viele Auswahlen braucht sie?

Eine Lucky 31 ist eine Vollabdeckungs-Wette auf fünf Auswahlen, die alle 31 möglichen Kombinationen abdeckt – 2⁵ − 1, wenn man die leere Menge weglässt. Sie braucht genau fünf Auswahlen; weniger macht sie zu einer Lucky 15, mehr zu einer Lucky 63. Jede Auswahl trägt zur Gesamtzahl der Wetten bei, indem alle ihre Kombinationen mit den anderen Auswahlen zusätzlich gespielt werden.

Wie verteilen sich die 31 Wetten auf Einzelwetten, Doppel, Dreier, Vierfach- und Fünffachwette?

Die Aufteilung folgt einem festen Muster: 5 Einzelwetten, 10 Doppel, 10 Dreifach, 5 Vierfach und 1 Fünffachwette. Das ergibt addiert 31. Die Einzelwetten sind unabhängig voneinander, jede Mehrfachwette verliert an Wert, sobald ein beteiligtes Bein nicht eintrifft, und die Fünffachwette ist die teuerste Linie, weil sie alle Beine voraussetzt.

Worin unterscheiden sich Lucky 15, Lucky 31 und Lucky 63?

Die drei Systeme unterscheiden sich in der Zahl der Auswahlen und damit in der Zahl der Wetten: Lucky 15 mit 4 Auswahlen ergibt 15 Wetten, Lucky 31 mit 5 Auswahlen ergibt 31 Wetten, Lucky 63 mit 6 Auswahlen ergibt 63 Wetten. Die Mechanik ist jeweils dieselbe – jede Mehrfachkombination wird einzeln gespielt. Die höhere Zahl von Wetten bringt mehr Trefferchancen, aber auch einen höheren Gesamteinsatz und eine höhere akkumulierte Marge.

Wie lässt sich der Gesamteinsatz einer Lucky 31 berechnen?

Der Gesamteinsatz ist das Produkt aus Linieneinsatz und 31. Wer CHF 1 pro Linie setzt, zahlt CHF 31; wer CHF 5 pro Linie setzt, zahlt CHF 155. Der Linieneinsatz ist die einzige Variable, die der Spieler direkt kontrolliert; die Quoten bestimmen den möglichen Gewinn, nicht den Einsatz. Bei Sporttip liegt der Mindest-Gesamteinsatz damit bei CHF 31, bei Jouez Sport wegen des höheren Mindestlinieneinsatzes bei CHF 62.

Welche Einsatzgrenzen gelten bei Jouez Sport?

Bei Jouez Sport beträgt der Mindesteinsatz online CHF 2 (in Verkaufsstellen CHF 3, für Multiples CHF 2). Der Höchsteinsatz pro Einzel- oder Kombiwette ist CHF 500, und ein Wettschein mit Multiples darf insgesamt höchstens CHF 7’500 Einsatz enthalten. Der Höchstgewinn pro Einzel- oder Kombiwette liegt bei CHF 300’000, und alle Gewinne eines Multiples zusammen dürfen CHF 1’000’000 nicht übersteigen. Die Quote einer Einzelwette oder die Gesamtquote einer Kombi muss mindestens 1.10 betragen und darf 100’000 nicht übersteigen.

Was bedeutet die Marge im Preis jeder Quote für ein Paket aus vielen Wetten?

Die Marge ist der Anteil jedes Einsatzes, den der Veranstalter im Schnitt einbehält – typischerweise 4 bis 7 % pro Markt. Bei einer Lucky 31 wird die Marge auf jede der 31 Linien einzeln angewendet, sodass sich die effektive Kostenstruktur über alle Wetten akkumuliert. Wer fünf Beine à Marge 5 % nimmt, zahlt auf der Fünffachwette eine kombinierte Marge von etwa 22 %. Die Marge ist die grösste Kostenposition im System; sie schmälert den erwarteten Gewinn, auch wenn die Trefferquote stimmt.

Inhalt erstellt vom Team «englandwetteninfo»