Bester Kombiwetten Bonus 2026: Was der Kombiboost in der Schweiz wirklich bringt

Updated Oktober 2026
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Ladevorgang...

Ein Turm aus vier Holzklötzen steht auf einem Tisch, der oberste Klotz wird gerade vorsichtig aufgesetzt.

Oktober 19, 2026 – Daten geprüft gegen die Spielregeln von Sporttip (Version 4.2) und die Teilnahmebedingungen von Swisslos sowie gegen das Reglement der Loterie Romande.

Der Sporttip-Kombiboost verlangt mindestens vier Voraussagen mit Quote von je mindestens 1.50; der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 % bei vier, 20 % bei sieben.

Eine Kombiwette verbindet mehrere Voraussagen zu einem einzigen Wettschein, und ein Bonus auf den Gewinn ändert daran nichts, dass alle Tipps einzeln eintreffen müssen. Wer nach dem «besten Kombiwetten Bonus» sucht, sucht in Wirklichkeit nach zwei verschiedenen Dingen: nach dem Angebot, das den höchsten Prozentsatz auf den Nettogewinn verspricht, und nach den Bedingungen, die darüber entscheiden, was am Ende tatsächlich übrig bleibt. In einem Sortiment, in dem die Auszahlungsquote jedes Marktes unter 100 Prozent liegt, ist der zweite Blick der entscheidende.

Die Schweiz hat für Sportwetten ein geschlossenes System: Nur zwei Veranstalterinnen dürfen Grossspiele anbieten, beide unter Aufsicht der Gespa und beide mit eigener Bewilligung. Swisslos betreibt Sporttip in der Deutschschweiz, in Teilen des Tessins und in Liechtenstein, die Loterie Romande betreibt Jouez Sport in der Romandie. Alles, was in der Schweiz an Sportwetten-Boni von inländischen Anbietern beworben wird, läuft über diese beiden Marken oder über Aktionen, die sie zusammen mit Stadionpartnern und Sponsoren durchführen. Alles andere, was Schweizer Spielende im Netz treffen, kommt von ausländischen Anbietern ohne Schweizer Bewilligung.

Die Top-Anbieter für Kombiwetten-Boni im Vergleich

Die folgenden zehn Marken werden im weiteren Verlauf einzeln bewertet. Sie sind nach dem gleichen Raster beurteilt: nach der Schweizer Bewilligung, nach der Veranstalterin und nach dem, was jeder Anbieter tatsächlich an Kombi-Boni liefert. Zwei davon – Sporttip und Jouez Sport – sind die einzigen in der Schweiz bewilligten Marken, die übrigen acht sind ausländische Plattformen ohne Schweizer Bewilligung. Beide Gruppen werden beschrieben, nicht zusammengeführt, weil sie unter fundamental verschiedenen Regeln laufen.

Ein Sägemehlring zwischen Tribünen aus Holz vor Alpenkulisse, ruhig und menschenleer unter bewölktem Himmel.
Spielguthaben auf dem Swisslos-Wallet kann per Online-Zahlungsmöglichkeit oder Einzahlungsschein gekauft werden (Mindestbetrag CHF 20).
Marke Schweizer Bewilligung Veranstalter / ausgewiesene Lizenz
Swisslos Sporttip Ja Swisslos Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft (Basel); Aufsicht Gespa
Loterie Romande Jouez Sport Ja Loterie Romande (Lausanne); Aufsicht Gespa
Cloudbet Nein Curaçao, ohne Schweizer Bewilligung
bet-at-home Nein Malta, ohne Schweizer Bewilligung
BetFury Nein Curaçao, ohne Schweizer Bewilligung
Rabona Nein Curaçao, ohne Schweizer Bewilligung
Betwinner Nein Curaçao, ohne Schweizer Bewilligung
Funbet Nein Curaçao, ohne Schweizer Bewilligung
BillyBets Nein Curaçao, ohne Schweizer Bewilligung
BC.Game Nein Curaçao, ohne Schweizer Bewilligung

Die Tabelle ist absichtlich knapp: Eine Bewilligung ist in der Schweiz keine Sache, die sich in drei Spalten relativieren lässt, und ein fehlender Eintrag bedeutet, dass die Gespa-Sperrliste das Risiko der DNS-Sperre trägt. Details zu den Kombi-Boni jedes Anbieters finden Sie im Abschnitt «Die zehn Anbieter einzeln bewertet».

Was eine Kombiwette in der Schweiz überhaupt ist

Eine Kombiwette verbindet mehrere Voraussagen – ein Tipp auf Heimsieg, einer auf Über 2.5 Tore, einer auf «Both Teams to Score» – zu einem einzigen Wettschein. Die Gesamtquote ist das Produkt der Einzelquoten, und der mögliche Gewinn ist Einsatz mal Gesamtquote. Wer eine Vierer-Kombi zu Quoten 1.60, 1.70, 1.80 und 2.00 abschliesst, wettet auf eine Gesamtquote von 9.79. Bei einem Einsatz von zehn Franken liegt der Bruttogewinn bei rund CHF 97.90, der Nettogewinn – also Gewinn abzüglich Einsatz – bei rund CHF 87.90.

Das Produkt der Einzelquoten ist gleichzeitig der Grund, weshalb Kombiwetten lukrativ aussehen und weshalb sie in der Statistik teuer sind. Mit jeder weiteren Voraussage multipliziert sich nicht nur die Quote, sondern auch die Wahrscheinlichkeit, dass irgendwo ein Fehler passiert. Wer vier Auswahlen mit jeweils 60 Prozent Trefferchance trifft, landet rechnerisch bei rund 13 Prozent – und der Buchmacher schlägt das zu jedem Markt mit einem Anteil von typischerweise fünf bis zehn Prozent obendrauf. Eine höhere Quote heisst nicht mehr Sicherheit, sie heisst mehr Risiko.

Der Unterschied zwischen Einzelwette, Kombiwette und Systemwette

Die Einzelwette ist eine Voraussage auf einem Wettschein, die Kombiwette verbindet mehrere, und die Systemwette kombiniert mehrere Wetten in einer Struktur, in der nicht jede Voraussage zwingend treffen muss. Bei Sporttip ist der Höchsteinsatz pro Einzel- oder Kombinationswette auf CHF 1’000 begrenzt, pro Systemwette auf CHF 10’000. Der Mindesteinsatz liegt bei einem Franken. Diese Limiten sind Haushaltsregeln der Veranstalterin, keine Vorschriften aus dem Geldspielgesetz.

Ein wichtiger Punkt, der in der Werbung regelmässig verschwindet: Bei einer Kombiwette wird der Gewinn nur ausgezahlt, wenn alle Voraussagen stimmen. Ein «Kombibonus», der den Gewinn um einen Prozentsatz erhöht, verstärkt nur, was eine volle Trefferquote voraussetzt. Eine einzige falsche Voraussage macht den ganzen Bonus zunichte – und ihn mehrfach zu spielen, erhöht die Wahrscheinlichkeit, irgendwo zu verlieren, nicht die, alles zu treffen.

Cash-Out und was es mit Kombi-Bonaten macht

Cash-Out gibt es bei Sporttip für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur online und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Der Betrag liegt unter dem möglichen Gewinn bei voller Auszahlung und hängt vom Spielstand ab. Bei einem ausgeführten Cash-Out lässt sich der Wettausgang nicht mehr rückgängig machen, und ein bereits gewährter Boost verfällt, wenn das Cash-Out vor dem Ergebnis greift. Wer auf den Bonus mitnimmt, muss also entweder auf das Cash-Out verzichten oder den Boost abschreiben.

Wie der Sporttip-Kombiboost funktioniert und was er kostet

Der Sporttip-Kombiboost ist die wichtigste Schweizer Aktion, die direkt auf den Gewinn einer Mehrfachauswahl geht. Er gilt nur online, für Prematch, Live und Systemwetten, und verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Einzelquote von je mindestens 1.50. Der Bonus auf den Nettogewinn staffelt sich nach der Zahl der Voraussagen: 5 Prozent bei vier, 20 Prozent bei sieben, 40 Prozent bei zehn und 100 Prozent bei fünfzehn. Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert.

Diese Bedingungen klingen grosszügig, sind aber an drei Stellen enger, als sie auf den ersten Blick wirken. Erstens gilt die Mindestquote 1.50 pro Auswahl – eine Voraussage, die in jedem Buchmacher-Markt unter 1.50 liegt, zählt für den Boost nicht mit. Wer den Boost mit acht Auswahlen aktivieren will, muss alle acht über dieser Schwelle halten, und das schränkt die Strategie ein. Zweitens gibt es keine Belohnung für vier bis sechs Auswahlen, die zwischen den Stufen liegen – sechs Voraussagen erhalten nur den 5-Prozent-Satz, nicht einen Mittelwert. Drittens sind Einsatz und Gewinnerhöhung begrenzt, und das ist eine Klausel, die in der Werbung selten erwähnt wird.

Was der Kombiboost auf eine konkrete Wette konkret bringt

Vier Auswahlen zu Quoten 1.60, 1.70, 1.80 und 2.00 ergeben eine Gesamtquote von 9.79. Bei einem Einsatz von zehn Franken liegt der Bruttogewinn bei rund CHF 97.90 und der Nettogewinn vor Boost bei rund CHF 87.90. Der 5-Prozent-Boost addiert rund CHF 4.40, womit der Nettogewinn rund CHF 92.30 erreicht.

Eine Siebner-Kombi zu vergleichbaren Quoten – nehmen wir 1.55, 1.60, 1.65, 1.70, 1.75, 1.85, 2.00 – erreicht eine Gesamtquote von rund 35.95. Mit einem Einsatz von zehn Franken liegt der Bruttogewinn bei rund CHF 359.50, der Nettogewinn vor Boost bei rund CHF 349.50. Der 20-Prozent-Boost schlägt rund CHF 69.90 drauf, was den Nettogewinn auf rund CHF 419.40 bringt.

Die Bandbreite, die diese Rechnung zeigt, ist gross – das liegt an der Quote und an der Zahl der Voraussagen. Wer mit niedrigen Quoten kombiniert, sieht am Ende weniger vom Boost; wer auf hohe Quoten und viele Auswahlen setzt, sieht nominal mehr, riskiert aber auch entsprechend mehr Fehlerquellen. Der Boost belohnt Volumen, nicht Treffsicherheit.

Was eine Kombi ohne Boost kostet

Ein Beispiel ohne Boost zeigt, wo das Geld tatsächlich hingeht. Eine Wette zu Quote 9.79 mit Einsatz CHF 10 zahlt im Gewinnfall rund CHF 97.90 aus. Was viele nicht sehen: Der Buchmacher kassiert auf jedem Markt eine Marge. Liegt die Auszahlungsquote bei 95 Prozent, behält die Veranstalterin auf lange Sicht fünf Prozent der Einsätze. Bei einem Markt mit 90 Prozent Auszahlung sind es zehn Prozent. Bei Kombiwetten addieren sich die Margen der Einzelmärkte, was die effektive Auszahlungsquote einer Kombination weiter drückt.

Ein 5-Prozent-Boost gleicht also einen Teil der Marge aus, nicht den Gewinn selbst. Wer mit dem Boost spielt, spielt gegen eine Quote, die bereits den Hausanteil enthält. Das ist der Punkt, an dem das Marketing-Vokabular «gratis Bonus» oder «Gewinnverdopplung» regelmässig die Mechanik verschleiert.

Die übrigen Bonusformen bei Sporttip und Jouez Sport

Der Kombiboost ist nicht die einzige Aktion, die Sporttip online anbietet. Quotenboosts gelten für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage und erhöhen die ausgewählte Quote um einen Faktor; Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide Aktionen sind pro Wettende nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert. Bei einem Cash-Out vor dem Ergebnis verfällt der Boost.

Jouez Sport – Aktion «Patinoires et Stades»

Die Loterie Romande hat zwischen dem 17. Dezember 2025 und dem 10. März 2026 an sieben Aktionstagen in National-League-Stadien Codes verteilt. Wer den Code innerhalb von sieben Tagen im verifizierten Konto eingab, erhielt CHF 10 Gratisspielguthaben – insgesamt 7’000 Stück, 30 Tage gültig, nicht auszahlbar. Das ist keine laufende Aktion mehr, sondern ein Beispiel für die Form, die Romandie-Aktionen annehmen: kleine Gratisspielguthaben aus Promotionen, die in der Romandie gestreut werden. Wer heute nachschauen will, was aktuell läuft, prüft das Promotionsfenster im eigenen Konto, weil Aktionen dort ausgewiesen werden.

Was Gratisspielguthaben bedeutet

Beide Veranstalterinnen verwenden den Begriff «Gratisspielguthaben» für Spielguthaben aus Promotionen. Solches Guthaben ist nicht auszahlbar: Es lässt sich nur für Wetten einsetzen, und ein Gewinn daraus wird wie ein normaler Gewinn behandelt, das Guthaben selbst wird aber nicht als Bargeld zurückgebucht. Wer ein Promotion-Guthaben in der Hand hält, hält einen Wetteinsatz, kein Geld. Die Unterscheidung ist im Kleingedruckten versteckt und gehört zu den Punkten, die ein Bonus-Vergleich in der Schweiz regelmässig unterschlägt.

Die Rechtslage in der Schweiz für Kombiwetten und Boni

Online-Sportwetten sind in der Schweiz ein Grossspiel im Sinne des Geldspielgesetzes (BGS, SR 935.51, in Kraft seit dem 1. Januar 2019) und werden von der Gespa, der interkantonalen Geldspielaufsicht in Bern, beaufsichtigt – nicht von der ESBK, die nur Casinos überwacht. Eine Bewilligung braucht sowohl eine Veranstalterbewilligung als auch eine Spielbewilligung pro Spiel (Art. 21–25 BGS) und gilt ausdrücklich «nur in der Schweiz» (Art. 4 BGS).

Ein Richterhammer aus Holz liegt auf einer polierten Tischplatte, daneben fällt weiches Licht aus einem Fenster.
Sporttip-Wetten stehen Personen ab 18 Jahren offen; Personen unter 18 Jahren sind von der Teilnahme ausgeschlossen.

Die Kantone haben die Zahl der Veranstalterinnen für Lotterien und Sportwetten auf zwei beschränkt: Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit dem Produkt Jouez Sport. Die Geschäftsgebiete sind geografisch getrennt – Swisslos in den Deutschschweizer Kantonen, im Tessin und in Liechtenstein, die Loterie Romande in den sechs Westschweizer Kantonen Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Ein Online-Konto lässt sich nur für Personen mit Wohnsitz oder gewöhnlichem Aufenthalt im jeweiligen Vertragsgebiet eröffnen, und die Veranstalterinnen prüfen die Ausweisdaten gegen Adressdatenbanken.

Welche Wetten erlaubt sind

Erlaubt sind ausschliesslich Sportereignisse. Wetten auf Wettergebnisse, politische Ereignisse oder TV-Shows sind im Schweizer Sportwettenrecht nicht zugelassen. Die erlaubte Palette ist eine geschlossene Liste: Die Gespa-Liste der bewilligten Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten (Stand 10.09.2026; Art. 25 BGS, Art. 29 VGS) – Qualifikationsrunden nur, wenn sie gelistet sind, Frauenwettbewerbe nur, wenn sie gelistet sind, Rangwetten nur, wenn die Rangierung über die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb oder über das Podium entscheidet. Die Liste kennt keine Eckball- oder Kartenmärkte und keinen Esport-Bereich. Veranstaltungen mit überwiegend Minderjährigen sind ausgeschlossen (Art. 25 Abs. 2 BGS).

Live-Wetten sind erlaubt, Prematch und Live, soweit die Veranstalterin über eine entsprechende Bewilligung verfügt; das BGS enthält keine Einschränkung bestimmter Live-Märkte. Cash-Out ist nicht reguliert; es ist eine Eigenschaft jedes Anbieters. Virtuelle Sportwetten sind nicht abschliessend geregelt, weshalb hierzu keine Aussage gemacht wird. Esportwetten erscheinen nicht in der Gespa-Liste, und damit ist die Aussage «kein Esport-Angebot in der bewilligten Schweizer Palette» die einzig haltbare.

Werbung für Kombi-Boni

Werbung darf nicht aufdringlich oder irreführend sein und nicht an Minderjährige oder gesperrte Personen gerichtet werden (Art. 74 BGS). Werbung für in der Schweiz nicht bewilligtes Geldspiel ist verboten (Art. 74 Abs. 3) und wird mit einer Busse von bis zu CHF 500’000 bestraft (Art. 131 BGS) – beschreiben, nicht bewerben. Gratiswetten oder Gratisguthaben brauchen die vorgängige Zustimmung der Gespa (Art. 75 Abs. 2 BGS); im Jahr 2025 hat die Gespa 24 Zustimmungen für die Loterie Romande und 8 für Swisslos erteilt. Die Bonushöhen und -bedingungen kommen ausschliesslich aus den Bedingungen der jeweiligen Veranstalterin.

Spieler- und Kontoschutz: Wer in der Schweiz wettet, ist nicht frei

Beide Schweizer Veranstalterinnen setzen Spielende unter eine Verlustlimite, bevor sie überhaupt spielen. Bei Swisslos müssen vor der ersten Sporttip-Teilnahme Limits für 1, 7 und 30 Tage gesetzt werden, mit einer Oberlimite von CHF 9’999 pro 30 Tage und CHF 1’000 für unter 21-Jährige. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden – was länger ist als die im Gesetz (Art. 87 VGS) vorgesehenen 24 Stunden und im Sinne der Spielerin geht, aber die Erhöhung damit auch verzögert. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für 30 Tage möglich.

Wer sich selbst ausschliessen will, kann bei Swisslos den Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage sperren, ohne vorzeitige Aufhebung. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos und in Liechtenstein. Bei der Loterie Romande sind die Einzahlungen auf das Spielerkonto auf höchstens CHF 10’000 pro 30 Tage beschränkt, das Wallet-Guthaben darf höchstens CHF 10’000 betragen. Gewinne bis CHF 1’000 netto werden direkt dem Wallet gutgeschrieben, Gewinne darüber auf das Konto der angegebenen IBAN überwiesen. Gratisguthaben ist auch hier nicht auszahlbar.

Die 18-Jahres-Grenze und der Kontoanspruch

Sporttip-Wetten stehen Personen ab 18 Jahren offen, jüngere Personen sind ausgeschlossen. Wer als Wettkämpfer an einem Ereignis teilnimmt, darf auf dieses Ereignis nicht wetten. Bei der Online-Registrierung braucht es mindestens 18 Jahre sowie Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Vertragsgebiet, es darf keine Spielsperre bestehen, und jede Person darf sich nur einmal registrieren. Die Identität wird aus einem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adressdatenbanken geprüft. Wer die Voraussetzungen nicht erfüllt, hat weder Anspruch auf den Einsatz noch auf den Gewinn (Art. 45 BGS).

Testkäufe der Gespa 2025

Die Gespa hat 2025 an Verkaufsstellen Sportwetten verkauft – in 47.5 Prozent von 200 Testfällen an einen Minderplatzierten. Das ist kein gutes Ergebnis und gehört zur ehrlichen Einordnung: Auch das bewilligte System hat am Verkaufspunkt Lücken. Wer an einem Kiosk Wetten abschliesst, ist nicht durch ein perfektes Schutznetz gesichert.

Auszahlungen, Zahlungen und was beim Geld zählt

Wer in der Schweiz legal wettet, bekommt Gewinne und Guthaben ausschliesslich auf ein Zahlungskonto auf den eigenen Namen (Art. 50 Abs. 2 VGS). Anonyme Auszahlungen oder Krypto-Auszahlungen existieren im bewilligten System nicht, und Kredite an Spielende sind verboten (Art. 75 Abs. 1 BGS). Welche Zahlungsmittel eine Veranstalterin konkret akzeptiert, steht in deren eigenen Bedingungen; es gibt keinen Schweizer Standard.

Bei Swisslos lässt sich Spielguthaben auf dem Wallet per Online-Zahlungsmittel oder Einzahlungsschein kaufen, mit einem Mindestbetrag von CHF 20. In 30 Tagen sind höchstens CHF 10’000 möglich, und ein Kauf ist nur möglich, solange das Wallet-Guthaben CHF 9’999 nicht übersteigt. Swisslos bietet PostFinance Pay als Zahlungsart an, die Transaktion wird direkt in der PostFinance-App bestätigt. Bei Auszahlungen zahlt Swisslos Spielguthaben innerhalb von 365 Tagen zweimal gratis auf ein Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto aus; ab der dritten Auszahlung kann eine Kommission von 3 Prozent belastet werden, die Überweisung dauert 5 bis 10 Arbeitstage.

Gewinne bis CHF 1’000 pro Spielbestätigungsquittung schreibt Swisslos automatisch dem Wallet gut, Gewinne über CHF 1’000 werden bei bekannter Zahlungsverbindung innert 3 Arbeitstagen auf das Bank- oder Postkonto überwiesen. Bei Sporttip ist der Gewinnbetrag Einsatz mal Quote, bei Kombinationen mal Gesamtquote, und wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet, dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Gewinne, die nicht innerhalb von 26 Wochen nach der öffentlichen Bekanntmachung der Wettauswertung geltend gemacht werden, verfallen zugunsten des Swisslos-Zwecks. Eine Einsprache bei verweigerter Auszahlung ist innert 10 Tagen per eingeschriebenem Brief zu erheben.

Steuern auf Gewinne

Gewinne aus bewilligten Grossspielen sind in der Schweiz bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommensteuerfrei. Der Bund legt die Schwelle auf CHF 1’071’000 ab dem 1. Januar 2026 (CHF 1’070’400 im Jahr 2025) fest, die kantonale Schwelle unterscheidet sich, weshalb der Hinweis «je nach Kanton» der einzige saubere ist. Über der Schwelle zieht die Veranstalterin 35 Prozent Verrechnungssteuer ab, die über die Steuererklärung zurückgeholt werden kann. Ein typischer Wettenden liegt mit seinem Gewinn deutlich unter dieser Schwelle: keine Einkommensteuer und keine Verrechnungssteuer. Gewinne aus ausländischen Anbietern unterliegen keiner Verrechnungssteuer, die kantonale Steuerpraxis des Thurgaus behandelt solche Gewinne jedoch unabhängig vom Betrag als voll steuerbares Einkommen. Es gibt keine Schweizer Wettsteuer auf den Einsatz – wer eine solche behauptet, irrt.

Was passiert, wenn ein Spiel abgesagt wird

Bei Sporttip wird ein abgesagtes Wettereignis, das nicht innert 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn oder im Rahmen eines Turniers nachgeholt wird, als ungültig behandelt: Einzelwetten werden zurückbezahlt, in Kombinationswetten erhält die Voraussage die Quote 1.00. Das bedeutet, dass eine Vierer-Kombi, in der ein Spiel abgesagt wird, zur Dreier-Kombi wird – die Quote dieses Beins fällt auf 1.00, der Einsatz wird für dieses Bein zurückgezahlt, der Rest der Wette läuft mit den verbleibenden Auswahlen weiter. Wer auf eine Quote von 1.00 setzt, hat ein chancenloses Bein: kein Gewinn aus diesem Bein, kein Verlust, der Wettschein bleibt offen für die anderen Beine.

Bei Live-Wetten gilt die Wette unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00, und in spielentscheidenden Situationen wie Elfmeter, Rote Karte oder Videoschiedsrichter-Entscheid kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten. Das ist der zweite Mechanismus, mit dem ein «sicherer» Tipp in einen wertlosen verwandelt werden kann.

Voneinander abhängige Ereignisse

Voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung werden bei Sporttip nur über die «Bet-Builder-Funktion» kombiniert. Nimmt Swisslos irrtümlich eine solche Kombination ohne diese Funktion an, kann sie die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten. Wer auf demselben Spiel mehrere korrelierte Tipps abgeben will, muss den Bet Builder verwenden – die klassische Kombi-Wette über mehrere Spiele hinweg ist davon nicht betroffen.

Reguläre Spielzeit und Verlängerung

Die reguläre Spielzeit umfasst bei Sporttip die reguläre Spieldauer plus Nachspielzeit – beim Fussball also rund 90 Minuten – aber nicht Verlängerung und Penaltyschiessen. Die zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Wer eine «Sieg nach 90 Minuten»-Wette auf einen Cup-Viertelfinal abschliesst, dessen Sieger erst in der Verlängerung fällt, hat verloren – auch wenn die eigene Mannschaft das Spiel am Ende für sich entscheidet.

Strategie: Warum kein Tipp ein sicherer Tipp ist

Wer eine Kombiwette gewinnt, gewinnt sie als Ganzes, oder er verliert sie als Ganzes. Eine «Strategie» im Sinne einer Methode, die langfristig Gewinne garantiert, gibt es bei Kombiwetten nicht. Es gibt nur das Verhältnis zwischen Quote und Wahrscheinlichkeit, und in diesem Verhältnis liegt der Buchmacher mit seinem Margenaufschlag vorne. Wer trotzdem kombiniert, sollte das mit einem Einsatz tun, der im Verhältnis zur eigenen Bankrolle klein ist, und mit Voraussagen, die einzeln betrachtet Sinn ergeben – nicht mit Voraussagen, die nur deshalb in den Wettschein kommen, weil sie «eine gute Quote» haben.

Hohe Quoten sind kein Selbstzweck

Eine Auswahl zu Quote 4.00 hat im Buchmacher-Modell eine Trefferwahrscheinlichkeit von 25 Prozent, bevor die Marge abgezogen wird. Vier solcher Auswahlen in einer Kombi ergeben rechnerisch rund 0.4 Prozent – bei einer Marge von zehn Prozent pro Markt sinkt die effektive Auszahlungsquote der Kombi weiter. Wer mit vier Auswahlen zu Quote 4.00 spielt, gewinnt 1 von 256 Kombinationen, und auf lange Sicht behält die Veranstalterin ihren Anteil. Die Quote ist ein Versprechen, das das Marketing gerne als Wahrscheinlichkeit verkauft, und es ist genau umgekehrt: Eine hohe Quote ist ein Ausdruck niedriger Wahrscheinlichkeit.

Warum der «sichere Tipp» eine Illusion ist

In jedem Markt gibt es eine Quote unter 1.20, die auf den ersten Blick sicher wirkt – ein klarer Favorit, eine eindeutige Formkurve, eine deutliche Tabellensituation. Aber die Buchmacher-Marge liegt in dieser Quote drin, und sie ist umso grösser, je sicherer das Ergebnis wirkt. Wer Tipps mit extrem niedrigen Quoten zur Grundlage einer Kombi macht, baut sich eine Wette aus lauter Beinen mit niedriger Auszahlungsquote und entsprechend höherem Hausanteil. Am Ende zahlt die Veranstalterin weniger zurück, als die Quote vermuten lässt. Die einzige Information, die die Quote über Sicherheit enthält, ist die, dass das Marketing die Quote gerne benutzt, um Sicherheit zu suggerieren.

Das Limit als Disziplin

Die wichtigste «Strategie» bei Kombiwetten ist die Disziplin, sich an eigene Limits zu halten. Sporttip verlangt vor der ersten Teilnahme eine Verlustlimite für 1, 7 und 30 Tage, und wer diese Limiten ernst nimmt, kann nicht in einen Bonus hineinkippen, der immer höhere Einsätze verlangt. Die Limiten sind nicht für die Veranstalterin da, sie sind für die Spielerin da. Wer die Limite senken will, kann das sofort tun; wer sie erhöhen will, wartet 72 Stunden – diese 72 Stunden sind der eingebaute Schutz vor Spontanentscheiden.

Ausländische Anbieter im Vergleich: Was sie sind und was sie nicht sind

Die acht ausländischen Anbieter in der Liste – Cloudbet, bet-at-home, BetFury, Rabona, Betwinner, Funbet, BillyBets und BC.Game – haben keine Schweizer Bewilligung. Sie vergeben Lizenzen in Curaçao oder Malta, was in der Schweiz keine rechtliche Wirkung hat (Art. 4 BGS). Die Gespa veröffentlicht eine Sperrliste ausländischer Domains, die Schweizer Telekomanbieter über DNS blockieren; Ende 2025 standen 671 Domains auf dieser Liste, und die Liste wird aktiv gepflegt – blockierte Domains, die unter neuen Adressen wieder auftauchen, werden ersetzt. Die Gespa nennt in diesem Zusammenhang ausdrücklich Interwetten und bet-at-home als betroffene Anbieter und bet365 als auf der Liste geführt.

Wer bei ausländischen Anbietern spielt, spielt ohne Schweizer Schutz

Eine ausländische Lizenz befreit weder von der Pflicht, in der Schweiz eine Bewilligung zu haben, noch greift das Schweizer Ausschlussregister. Wer sich in der Schweiz für ein Jahr sperren lässt, ist über diese Sperre nicht automatisch auch bei einem ausländischen Anbieter gesperrt, weil die Veranstalterin dort die Daten nicht hat. Das ist der eine zentrale Punkt, an dem die Beschreibung «international lizenziert» ihre Bedeutung verliert: International ist keine Schweizer Lizenz. Wer bei einem ausländischen Anbieter spielt, hat keinen Schweizer Rekursweg bei Streitigkeiten und keine Schweizer Aufsicht, die eine faire Auszahlung prüft. Das Geld liegt auf einem Konto, das die Schweizer Aufsicht nicht sieht.

Wer an ausländischen Anbietern wirbt, macht sich strafbar

Werbung für in der Schweiz nicht bewilligte Geldspiele ist verboten (Art. 74 Abs. 3 BGS) und wird mit einer Busse bis CHF 500’000 bestraft (Art. 131 BGS). Das Organisieren von Sportwetten ohne Schweizer Bewilligung ist eine Straftat – bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe oder Geldstrafe, bei gewerbsmässigem Handeln bis zu fünf Jahren (Art. 130 BGS). Der Spieler wird in der Schweiz nicht bestraft, aber Einsätze und Gewinne können in Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden. Das ist die rechtliche Lage, die jede Plattform ohne Schweizer Bewilligung trägt, und die ein ehrlicher Vergleich berücksichtigt.

Boni ausländischer Anbieter im Vergleich

Die Boni ausländischer Anbieter – Willkommenspakete, Gratiswetten, Cashback, Reload-Aktionen – sind in ihren Bedingungen so gestaltet, dass die Mechanik der Marge und des Hauses versteckt wird. Ein 100-Prozent-Bonus auf die erste Einzahlung klingt grosszügig, ist aber an Umsatzbedingungen geknüpft, die ein Vielfaches des Bonus betragen, mit Mindestquoten, die oft über 1.50 oder 1.80 liegen. Solche Anbieter werben in Märkten, in denen sie keine Lizenz haben, mit Bonusstrukturen, die in Märkten, in denen sie eine Lizenz hätten, nicht zugelassen wären. Für eine Schweizer Spielerin heisst das: Sie sieht einen Bonus, der in der Schweiz verboten wäre, und sie nimmt ihn auf einer Plattform, die in der Schweiz verboten ist.

Die zehn Anbieter einzeln bewertet

Die folgenden Bewertungen beschreiben jeden Anbieter entlang seiner eigenen Logik: bei den beiden Schweizer Veranstalterinnen entlang der Spielregeln, die sie selbst veröffentlichen, bei den acht ausländischen Anbietern entlang der Tatsache, dass sie in der Schweiz keine Bewilligung haben und damit unter dem Strich in einem anderen Rechtsrahmen laufen. Keine Bewertung ist ein Aufruf, dort zu spielen.

Swisslos Sporttip

Swisslos betreibt Sporttip als einzige bewilligte Sportwetten-Marke in der Deutschschweiz und in Liechtenstein. Der Kombiboost ist die zentrale Bonusmechanik, gestaffelt nach Anzahl Voraussagen, mit Mindestquote 1.50 pro Bein und Beschränkung auf Prematch, Live und Systemwetten. Daneben gibt es Quotenboosts für Prematch-Einzelwetten und Profitboosts für definierte Ereignisse, beide einmal pro Wettende nutzbar. Cash-Out funktioniert online für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten als vollständiges Cash-Out, ist aber nicht für jeden Markt garantiert. Der Mindesteinsatz pro Wette liegt bei CHF 1, der Höchsteinsatz bei CHF 1’000 pro Einzel- oder Kombinationswette und CHF 10’000 pro Systemwette. Gewinne bis CHF 1’000 werden automatisch dem Wallet gutgeschrieben, Gewinne darüber innert 3 Arbeitstagen auf das Bank- oder Postkonto überwiesen. Der Schweizer Markt für Sportwetten-Boni heisst Sporttip – alle anderen Anbieter in dieser Liste sind kein Ersatz, sondern eine andere Kategorie.

Das Wichtigste zum Schluss: Der Kombiboost belohnt Volumen, nicht Strategie. Wer den Boost ernsthaft nutzen will, muss die Mindestquote 1.50 pro Bein einhalten, fünfzehn Auswahlen für den 100-Prozent-Boost zusammenstellen und gleichzeitig das Verlustlimit im Blick behalten. Das ist keine Freiwette und keine Geschenkaktion – es ist eine prozentuale Aufwertung einer Wette, die in jedem Fall gewinnen muss, damit sie überhaupt etwas bringt.

Loterie Romande Jouez Sport

Die Loterie Romande betreibt Jouez Sport in der Romandie und ist damit die zweite Säule des Schweizer Sportwettenmarktes. Die Marke ist über 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz erreichbar und beschäftigt 221 Mitarbeitende. Bonusaktionen wie die «Patinoires et Stades»-Aktion zwischen Dezember 2025 und März 2026 zeigen das Muster: kleine Gratisspielguthaben aus Stadionaktionen, 30 Tage gültig, nicht auszahlbar. Das Wallet-Guthaben ist auf CHF 10’000 begrenzt, Einzahlungen sind auf CHF 10’000 pro 30 Tage limitiert. Gewinne bis CHF 1’000 netto werden dem Wallet gutgeschrieben, darüber erfolgt die Auszahlung per IBAN.

Für Westschweizer Spielende ist Jouez Sport das, was Sporttip für die Deutschschweiz ist – die einzige bewilligte Option. Das Bonusangebot ist weniger aggressiv als das von Sporttip und stärker auf Promotionen rund um Sportereignisse ausgerichtet. Wer den grossen Kombiboost sucht, ist bei Sporttip richtig; wer im Westschweizer Vertragsgebiet wohnt, hat zu Jouez Sport keine Alternative, die in der Schweiz bewilligt wäre.

Cloudbet

Cloudbet ist ein internationaler Anbieter, der hauptsächlich mit Kryptowährungen arbeitet und in Curaçao lizenziert ist. In der Schweiz hat das Unternehmen keine Bewilligung, und die Lizenz in Curaçao entfaltet hier keine rechtliche Wirkung. Wer in der Schweiz bei Cloudbet spielt, spielt ohne Schweizer Aufsicht, ohne Schweizer Ausschlussregister und ohne Schweizer Rekurs. Bonusstrukturen bei Cloudbet sind oft auf Krypto-Einzahlungen zugeschnitten und enthalten komplexe Umsatzbedingungen, die in der Schweiz nicht zugelassen wären. Die Plattform kann jederzeit auf die Gespa-Sperrliste gesetzt werden, was in der Praxis bedeutet, dass der Zugang für Schweizer Endkunden je nach DNS-Block unzuverlässig sein kann. Für eine Schweizer Spielerin ist das eine Plattform ohne Schutz, nicht eine mit «alternativem» Schutz.

bet-at-home

bet-at-home ist in Malta lizenziert und in der Schweiz nicht bewilligt. Die Plattform wurde von der Gespa namentlich als Beispiel für Domain-Hopping erwähnt – blockierte Domains tauchen unter neuen Adressen wieder auf, und die Gespa ersetzt sie innerhalb von Stunden. Bonusaktionen gibt es, aber sie fallen unter die Kategorie «Werbung für nicht bewilligtes Geldspiel» (Art. 74 Abs. 3 BGS), was die Plattform formal rechtswidrig macht, soweit sie in der Schweiz wirbt. Für eine Schweizer Spielerin heisst das: Wer bei bet-at-home spielt, spielt auf einer Plattform, die nach Schweizer Recht nicht existieren dürfte, und hat keinen Anspruch auf Schweizer Schutz.

BetFury

BetFury kombiniert Sportwetten mit einem Krypto-Casino und ist in Curaçao lizenziert. Die Plattform hat keine Schweizer Bewilligung und unterliegt damit keiner Schweizer Aufsicht. Bonusstrukturen sind oft in Kryptowährungen ausgeschrieben, was die Frage der Auszahlung auf ein Schweizer Bankkonto zusätzlich verkompliziert. Da Gewinne und Guthaben in der Schweiz nur auf ein Konto auf den eigenen Namen ausgezahlt werden dürfen, kann eine Schweizer Spielerin bei einer Curaçao-Plattform ohnehin keine Schweizer-konforme Auszahlung verlangen – die Auszahlung läuft auf ein Konto, das die Schweizer Aufsicht nicht sieht. Wer bei BetFury spielt, spielt ausserhalb des Schweizer Rechtsrahmens.

Rabona

Rabona gehört in die gleiche Kategorie: international lizenziert, in der Schweiz nicht bewilligt, mit Bonusstrukturen, die in der Schweiz nicht zulässig wären. Die Plattform wirbt international aggressiv mit Willkommensboni, und Schweizer Spielende sehen diese Werbung über Werbenetzwerke. Wer auf eine solche Werbung reagiert, schliesst einen Vertrag mit einem Anbieter ab, der nach Schweizer Recht keine Sportwetten anbieten darf. Die Plattform kann auf der Gespa-Sperrliste landen, was den Zugang von Schweizer Endkunden über die typischen Schweizer DNS-Resolver blockiert. Wer den Zugang über ausländische DNS-Server sucht, umgeht die Sperre, aber nicht die Rechtslage – die Spielerin bleibt in derselben Lage.

Betwinner

Betwinner ist in Curaçao lizenziert und in der Schweiz nicht bewilligt. Die Plattform wirbt stark mit Bonusaktionen, die oft an hohe Umsatzbedingungen geknüpft sind – ein 100-Prozent-Bonus auf die erste Einzahlung, der das 5- bis 10-fache des Bonus an Umsatz verlangt, mit Mindestquoten, die über den von Sporttip geforderten 1.50 liegen. Solche Bedingungen sind in der Schweiz nicht zugelassen; Gratiswetten brauchen die vorgängige Zustimmung der Gespa (Art. 75 Abs. 2 BGS), und die Voraussetzungen, die in Schweizer Bewilligungen erfüllt sein müssen, gehen in eine andere Richtung als das, was internationale Anbieter anbieten. Für Schweizer Spielende bedeutet das: Der Bonus ist da, aber die Mechanik ist eine andere, und der Schutz, den Schweizer Recht bietet, greift nicht.

Funbet

Funbet reiht sich in die Liste der Curaçao-lizenzierten Anbieter ohne Schweizer Bewilligung ein. Das Bonusangebot ist typisch für die Branche: Willkommenspaket, Gratiswetten, Cashback. In der Schweiz ist keines dieser Angebote zulässig. Wer bei Funbet spielt, hat keinen Zugang zum Schweizer Ausschlussregister, keine Schweizer Aufsicht und keine Schweizer Möglichkeit, eine verweigerte Auszahlung einzuklagen. Das ist die Standardlage bei jeder Plattform ohne Schweizer Bewilligung, und Funbet ist da keine Ausnahme. Die Beschreibung als «Bonus-Anbieter» verschleiert die Lage: Es ist ein Anbieter, der in der Schweiz nicht zugelassen ist und dessen Boni nach Schweizer Recht nicht beworben werden dürften.

BillyBets

BillyBets gehört ebenfalls in die Kategorie der international lizenzierten Anbieter ohne Schweizer Bewilligung. Die Plattform existiert in einem Rechtsrahmen, der in der Schweiz keine Wirkung entfaltet. Wer bei BillyBets spielt, hat im Streitfall nur den Rekursweg im Land der Lizenz – in der Regel Curaçao – und nicht in der Schweiz. Die Gespa-Sperrliste kann die Domain blockieren, was den Zugang über Schweizer Internetanschlüsse unterbindet, aber die Plattform bleibt im Ausland erreichbar. Für Schweizer Spielende ist BillyBets ein Anbieter, der nicht bewilligt ist und dessen Angebote in der Schweiz nicht zulässig wären – die Bonusstrukturen, die er anbietet, sind in der Schweiz nicht bewilligungsfähig.

BC.Game

BC.Game ist in Curaçao lizenziert, arbeitet stark mit Kryptowährungen und hat keine Schweizer Bewilligung. Die Plattform ist ein Beispiel für den Trend, Sportwetten mit Krypto-Casino-Funktionen zu bündeln, was in der Schweiz doppelt nicht bewilligungsfähig wäre: Online-Casinos brauchen eine ESBK-Bewilligung, und Sportwetten brauchen eine Gespa-Bewilligung, und BC.Game hat keine von beiden. Für eine Schweizer Spielerin heisst das: weder Sportwetten-Schutz noch Casino-Schutz, und beide Branchen fallen unter die Schweizer Aufsicht, was BC.Game in der Schweiz nicht hat. Die Plattform kann auf der Gespa-Sperrliste landen, was den DNS-Zugang von Schweizer Anschlüssen unterbindet.

Welche Strategie tatsächlich aufgeht – und welche nicht

Wer nach dem «besten Kombiwetten Bonus» sucht, sucht in der Schweiz nach zwei Dingen: nach dem höchsten Prozentsatz, den die Veranstalterin auf den Nettogewinn legt, und nach den Bedingungen, die diesen Prozentsatz tatsächlich erreichbar machen. Sporttip liefert mit dem 100-Prozent-Boost bei fünfzehn Voraussagen den höchsten nominellen Wert, der im bewilligten Markt zu haben ist – unter der Bedingung, dass alle fünfzehn Voraussagen treffen. Wer sich diese Wette leistet, leistet sich gleichzeitig eine Wette mit sehr niedriger Trefferwahrscheinlichkeit und einem erwarteten Verlust in der Grössenordnung der Marge.

Der realistische Vergleich

Eine 5-Prozent-Aufwertung bei vier Voraussagen ist im Alltag die relevanteste Stufe – sie kostet am wenigsten Trefferquote und liefert dennoch einen Bonus, der die Marge teilweise ausgleicht. Wer den Bonus ausnutzen will, ohne die Trefferquote zu stark zu drücken, bleibt bei vier bis fünf Auswahlen mit Quoten zwischen 1.50 und 2.00 und akzeptiert den kleinen Boost als das, was er ist: ein Rabatt auf einen unsicheren Wettschein, kein Geschenk.

Die grösseren Stufen lohnen sich für Spielende, die ohnehin viele Auswahlen kombinieren würden – nicht für Spielende, die wegen des Bonus mehr Auswahlen hinzufügen. Wer für den 100-Prozent-Boost fünfzehn Auswahlen zusammenstellt, von denen er ohne den Bonus nur zehn nehmen würde, erhöht nicht seinen Gewinn, sondern seine Verlustwahrscheinlichkeit. Der Boost belohnt eine Wette, die auch ohne Boost stattfindet, nicht eine Wette, die nur wegen des Boost entsteht.

Die Bonusstruktur ausländischer Anbieter im Vergleich

Wer bei einem ausländischen Anbieter spielt, sieht auf den ersten Blick grössere Boni als bei Sporttip. Das ist die Mechanik des Verbots: In Märkten, in denen ein Anbieter keine Bewilligung hat, kann er Boni anbieten, die in einem bewilligten Markt nicht zulässig wären. Der 100-Prozent-Willkommensbonus mit fünffachem Umsatz bei Mindestquote 1.80 ist ein typisches Beispiel: Der Bonus wird selten ausgezahlt, weil die Bedingungen so gewählt sind, dass er durch die Marge des Marktes aufgezehrt wird, bevor die Spielerin die Auszahlungsbedingungen erfüllt. Wer den Bonus als «gratis Geld» versteht, hat die Mechanik nicht gelesen.

Was am Ende zählt

Am Ende zählt nicht der Bonus, sondern der erwartete Verlust pro Franken Einsatz. Bei einem Markt mit 95 Prozent Auszahlungsquote verliert die Spielerin im Schnitt fünf Rappen pro Franken Einsatz, bei einem Markt mit 90 Prozent zehn Rappen. Ein 5-Prozent-Boost kompensiert bei einer 95-Prozent-Auszahlung genau den erwarteten Verlust, bei einer 90-Prozent-Auszahlung nur die Hälfte. Bei jedem Boost, der über 5 Prozent liegt, ist die Frage nicht, ob er «gratis» ist, sondern welcher Markt ihn trägt und welche Marge übrig bleibt. Die Spielerin, die das im Kopf rechnet, sieht mehr, als die Werbung ihr zeigt.

Häufig gestellte Fragen zum Kombiwetten-Bonus in der Schweiz

Was ist eine Kombiwette, und wie funktioniert sie?

Eine Kombiwette fasst mehrere Voraussagen zu einem einzigen Wettschein zusammen. Die Gesamtquote ist das Produkt der Einzelquoten, der mögliche Gewinn ist Einsatz mal Gesamtquote. Bezahlt wird nur, wenn alle Voraussagen zutreffen – ein falsches Bein macht den ganzen Wettschein ungültig. Bei Sporttip kostet der Mindesteinsatz CHF 1, der Höchsteinsatz pro Kombination liegt bei CHF 1’000.

Muss bei einer Kombiwette alles richtig sein, damit ein Gewinn ausgezahlt wird?

Ja. Eine Kombiwette wird nur ausgezahlt, wenn jede einzelne Voraussage gewinnt. Wird ein Ereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nachgeholt, erhält dieses Bein die Quote 1.00 – der Einsatz für dieses Bein wird zurückgezahlt, die übrigen Beine bleiben im Wettschein aktiv. Bei Live-Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Ergebnisses platziert werden, zählt die Wette mit Quote 1.00.

Wie funktioniert der Kombiboost bei Sporttip, und welche Mindestquote gilt?

Der Sporttip-Kombiboost gilt nur online und nur für Prematch-, Live- und Systemwetten mit mindestens vier Voraussagen. Jede Voraussage braucht eine Einzelquote von mindestens 1.50. Der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 Prozent bei vier, 20 Prozent bei sieben, 40 Prozent bei zehn und 100 Prozent bei fünfzehn Voraussagen. Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert.

Wie berechnet sich die Gesamtquote einer Kombination aus den Einzelquoten?

Die Gesamtquote ist das Produkt der Einzelquoten. Eine Vierer-Kombi zu den Quoten 1.60, 1.70, 1.80 und 2.00 hat die Gesamtquote 1.60 × 1.70 × 1.80 × 2.00 = 9.79. Bei einem Einsatz von CHF 10 liegt der Bruttogewinn im Trefferfall bei rund CHF 97.90, der Nettogewinn bei rund CHF 87.90, bevor ein allfälliger Boost angewendet wird.

Was geschieht mit einer Kombiwette, wenn ein Ereignis abgesagt wird?

Wird ein Ereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn oder im Rahmen eines Turniers nachgeholt, wird die Voraussage ungültig. In einer Kombiwette erhält das betroffene Bein die Quote 1.00, der Einsatz für dieses Bein wird zurückgezahlt. Der Wettschein läuft mit den verbleibenden Beinen weiter – eine abgesagte Auswahl macht den Wettschein nicht zwingend ungültig.

Inhalt erstellt vom Team «englandwetteninfo»