Snooker wetten in der Schweiz – so sieht das Angebot im 2026 aus
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Snooker gehört zu den Randsportarten, an denen sich die Schweizer Buchmacher messen lassen müssen. Hierzulande ist die Ausgangslage klarer als in den meisten europäischen Märkten: Nur zwei Veranstalter dürfen Sportwetten anbieten, und der Spielplan, auf den gewettet werden darf, steht auf einer geschlossenen Liste. Wer das versteht, sieht schneller, welche Wette sich rechnet – und wo der Anbieter den Preis macht.
Stand: Oktober 19, 2026 – geprüft gegen die Bewilligungs- und Spielregeln von Swisslos Sporttip (Version 4.2) sowie gegen die von der Gespa (Eidgenössische Spielbankenkommission und Interkantonale Geldspielaufsicht) veröffentlichten Angaben.
Warum Snooker in der Schweiz ein Sonderfall ist
Snooker wird hierzulande über zwei Kanäle angeboten: Swisslos betreibt die Sportwetten unter dem Namen Sporttip, die Loterie Romande führt ihr Angebot unter Jouez Sport. Beide verfügen über eine Veranstalter- und eine Spielbewilligung nach dem Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51) und unterstehen der Aufsicht der Gespa. Ausländerdisziplinen wie Snooker werden nicht einfach frei zugänglich, sondern nur ins Wettprogramm aufgenommen, wenn sie auf der Gespa-Liste der bewilligten Sportereignisse und Wettarten stehen (Version vom 10.09.2026). Wer bei einem Anbieter ohne Schweizer Bewilligung spielt, wettet ausserhalb dieses Rahmens – die Marktbewilligung in einem anderen Land hat hier keine Kraft, und der Weg zur Sperrliste der Gespa ist kürzer als der zur Auszahlung.

Das hat Folgen für die Tonalität dieser Seite. Snooker ist nicht «exotisch», sondern reglementiert. Wer Snooker-Quoten beurteilt, vergleicht sie deshalb mit der Marge des Wettanbieters – denn die liegt in jedem Preis, den der Markt zeigt – und mit der Frage, welche Wettarten überhaupt zugänglich sind.
Was Snooker als Wettsport ausmacht
Snooker wird mit 22 Kugeln gespielt: dem weissen Spielball, 15 roten Kugeln und je einer gelben, grünen, braunen, blauen, pinken und schwarzen Kugel. Rot zählt einen Punkt, Gelb zwei, Grün drei, Braun vier, Blau fünf, Pink sechs und Schwarz sieben. Das maximale Break liegt bei 147 Punkten. Beendet wird ein Frame, sobald alle Punkte vergeben oder kein gültiges Spiel mehr möglich ist; bei Punktegleichstand wird die schwarze Kugel erneut auf ihre Stelle gesetzt («Re-spotted black»), der nächste Punktgewinn entscheidet den Frame.
Profiturniere werden meist im Best-of-Modus über mehrere Frames ausgespielt; die Snookerweltmeisterschaft etwa endet im Finale im Modus Best of 35 Frames. Gespielt wird an 12-Fuss-Tischen mit einem Aussenmass von etwa 366 × 183 cm. Für eine Wette bedeutet das: Der Ausgang eines Matches entscheidet sich über viele kleine Einheiten. Wer auf einen Frame setzt, wettet auf eine kurze Phase, wer auf den Turniersieg wettet, auf eine ganze Woche oder länger.
Snooker-Wetten als Nische im Schweizer Markt
Snooker gilt im Mainstream als Randsportart – die grossen Namen der Szene sind einem breiten Publikum selten geläufig, der Saisonhöhepunkt ist die Snookerweltmeisterschaft im Crucible Theatre in Sheffield. Für Schweizer Wettende bleibt das Snooker-Angebot dadurch überschaubar: wenig Markt, wenig Spezialisierung, dafür hohe Erreichbarkeit, weil die beiden bewilligten Veranstalter die Sportart auf ihrer geschlossenen Liste führen. Wer Snooker aktiv verfolgt, kann daher mit weniger Recherche als in einer Nische wie Darts oder Tischtennis herausfinden, was überhaupt im Programm steht.
Die Rechtslage: Warum nur zwei Anbieter erlaubt sind
Sportwetten sind in der Schweiz Grossspiele im Sinne des Geldspielgesetzes (Art. 3 lit. c und e BGS). Eine Bewilligung umfasst eine Veranstalterbewilligung und eine Spielbewilligung pro Spiel (Art. 21–25 BGS) und gilt nur in der Schweiz (Art. 4 BGS). Aufsichtsbehörde ist die Gespa, die Interkantonale Geldspielaufsicht mit Sitz in Bern; das Geldspielkonkordat ist seit 1.1.2021 in Kraft. Die Eidgenössische Spielbankenkommission (ESBK) beaufsichtigt nur die Casinos, nicht die Sportwetten.

Die Kantone haben die Zahl der Sportwetten-Veranstalter bei zwei gedeckelt: Swisslos und Loterie Romande. Beide sind interkantonale Lotteriegesellschaften, beide führen ihre Sportwetten als bewilligtes Grossspiel. Eine zusätzliche Liste privater Buchmacher existiert nicht – und kann nicht existieren, solange die interkantonale Vereinbarung die Zahl der Veranstalter begrenzt. Was von der Gespa öffentlich publiziert wird, ist die Sperrliste der Domains, die für Schweizer Internetanschlüsse gesperrt sind (Stand Ende 2025: 671 Domains, Erstanwendung am 3. September 2019); gesperrte Anbieter tauchen innert Stunden unter neuer Domain wieder auf («Domain-Hopping» – die Gespa nennt Interwetten, Bet-at-Home und bet365 als Beispiele).
Was darf gespielt werden – und was nicht
Die Gespa-Liste regelt, was auf dem Wettschein überhaupt landen darf. Sie enthält die zugelassenen Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten. Qualifikationsrunden sind nur dann wettrechtlich zugänglich, wenn sie eigens aufgeführt sind; Frauenwettbewerbe nur, wenn die Liste sie nennt; Ranglistenwetten nur, wenn die Rangierung über die Qualifikation für einen internationalen Wettbewerb oder über das Podium entscheidet – nicht über Trainingsläufe. Eckball- und Kartenmärkte, wie sie aus dem Fussball bekannt sind, tauchen in der Liste nicht auf; auch eine eigene Esports-Sektion fehlt. Veranstaltungen mit überwiegend Minderjährigen sind vom Wettmarkt ausgeschlossen (Art. 25 Abs. 2 BGS).
Livewetten sind zugelassen, sofern der Veranstalter über eine entsprechende Bewilligung verfügt; das BGS kennt keine spezifische Einschränkung einzelner Märkte im Livebereich. Cash-Out ist regulatorisch nicht eigens geregelt, sondern gehört zum Produkt des Veranstalters – bei Sporttip etwa nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung, ohne Anspruch auf Verfügbarkeit pro Markt. Über Virtual Sports hält sich die Gespa bedeckt; über Esports hält sie fest: Diese Kategorie erscheint auf der Liste nicht.
Wer spielen darf: Alter, Wohnsitz, ein Konto pro Person
Eine Online-Registrierung bei Swisslos verlangt mindestens 18 Jahre, einen Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Vertragsgebiet und das Fehlen einer Spielsperre; jede Person darf nur ein Konto führen, die Identität wird anhand des hochgeladenen Ausweises geprüft und gegen Adressdatenbanken abgeglichen. Die Loterie Romande wendet vergleichbare Regeln an. Wer als Wettkämpfer oder Wettkämpferin an einem Ereignis teilnimmt, darf auf dieses Ereignis nicht wetten – Wettende sind keine Beteiligten. Werden Wetten auf ein Ereignis angenommen, auf dem die Wettende Beteiligter ist, ist die Wette ungültig und der Einsatz wird zurückerstattet.
Sanktionen gegen nicht bewilligte Anbieter
Anbieter ohne Schweizer Bewilligung begeben sich in eine risikoreiche Lage: Wer ohne Bewilligung Sportwetten organisiert, macht sich nach Art. 130 BGS strafbar – bis zu drei Jahre Freiheitsstrafe oder Geldstrafe, bei gewerbsmässigem Handeln bis zu fünf Jahre. Werbung für nicht bewilligtes Glücksspiel ist gemäss Art. 74 Abs. 3 BGS verboten und wird mit Bussen bis CHF 500’000 geahndet (Art. 131 BGS). Die Spielenden selbst werden nicht bestraft, aber Einsätze und Gewinne können in Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden, und es gibt keinerlei Schweizer Anlaufstelle bei Streit.
Spielerschutz: Wie die Schweiz die Wettenden schützt
Der Schweizer Spielerschutz setzt beim Konto an, nicht beim einzelnen Wettschein. Wer bei Sporttip mitspielen will, setzt vor der ersten Wette selbst Limiten für 1, 7 und 30 Tage; die Oberlimite liegt bei CHF 9’999, für unter 21-Jährige bei CHF 1’000. Eine Senkung tritt sofort in Kraft, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden – was eine typische Schutzfunktion hat: Wer in heisser Phase den Rahmen ausweiten will, stösst auf eine Sperrfrist. Zusätzlich kann eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage gesetzt werden. Das BGS schreibt seinerseits vor, dass ein Veranstalter ein oder mehrere Maximalwerte für täglichen, wöchentlichen oder monatlichen Einsatz oder Verlust verlangt (Art. 87 VGS); eine Erhöhung darf frühestens nach 24 Stunden wirksam werden – Swisslos und Loterie Romande wenden in ihren Bedingungen die grosszügigere 72-Stunden-Frist an.
Die Spielsperre ist zweistufig. Produktbezogen lässt sich der Zugang für 1 bis 180 Tage selbst sperren, eine Aufhebung vor Fristablauf ist nicht möglich. Eine unbefristete Spielsperre wird im schweizweiten Register eingetragen – sie gilt auch in Casinos und Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Eine selbstgewählte Pause von bis zu sechs Monaten muss angeboten werden (Art. 89 VGS). Freiwillige Sperren können frühestens nach drei Monaten aufgehoben werden (Art. 84 VGS); eine Fachstelle ist einzubeziehen (Art. 81 BGS). Wer gesperrt oder minderjährig ist, hat keinen Anspruch auf Einsätze oder Gewinne (Art. 45 BGS).
Die Gespa testet den Verkauf an Minderjährige – bei Verkaufsstellen wurde im Jahr 2025 in 47.5 % von 200 Testkäufen an Minderjährige eine Sportwette verkauft. Das ist kein Argument gegen den Online-Kanal mit Identitätsprüfung, gegen den Verkaufsstellenkanal aber eine Mahnung: Wer das maximale Schutzniveau sucht, geht online.
Wohin Gewinne fliessen – und wer sie besteuert
Swisslos hat für 2025 einen Reingewinn von CHF 562 Mio. ausgeschüttet: CHF 506 Mio. an die kantonalen Fonds, CHF 56 Mio. an die Stiftung Sportförderung Schweiz, die Swiss Olympic, Fussball, Eishockey und Sporthilfe bedient. Aus den Sportwetten allein stammten CHF 109 Mio. (2024: CHF 122 Mio.). Der Reingewinn fliesst also zurück in den Sport – ein Bild, das im Marketing gerne gegen die Offshore-Wettbewerber gehalten wird, und das hier nüchtern beim Namen genannt wird.
Gewinne aus bewilligten Grossspielen sind einkommenssteuerfrei bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn. Die eidgenössische Schwelle liegt seit 1.1.2026 bei CHF 1’071’000 (2025: CHF 1’070’400); die kantonale Schwelle weicht ab, weshalb die Formulierung «je nach Kanton» zwingend ist und nie durch eine einzelne kantonale Zahl ersetzt werden darf. Oberhalb der Schwelle zieht der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ab, die über die Steuererklärung rückforderbar sind. Eine typische Wettperson gewinnt weit darunter – auf einen typischen Gewinn fällt weder Einkommenssteuer noch Verrechnungssteuer an. Auf den Einsätzen lastet keine Wettsteuer; eine Schweizer Wettsteuer existiert nicht. Gewinne aus ausländischen Anbietern unterliegen keiner Verrechnungssteuer, aber die kantonale Steuerpraxis, etwa im Kanton Thurgau, behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen unabhängig von der Höhe als steuerbares Einkommen. Vor grösseren Gewinnen aus Offshore-Quellen: Steuerberater oder kantonale Steuerverwaltung konsultieren.
Wettarten, Quoten und das Spiel der Margen
Snooker-Quoten entstehen in einem engen Markt. Anders als beim Fussball, wo jedes Spiel eigene Modelle und eigene Datenfütterung hat, läuft Snooker oft auf sehr ähnliche Preisstrukturen hinaus. Eine Wette auf den Frame-Sieger sieht aus wie eine Zweiwege-Wette ohne Unentschieden-Möglichkeit – ein Seitenmarkt, der Preise erlaubt, die näher beieinander liegen als beim Fussball.
Bei Sporttip ergibt sich der Gewinn aus dem Einsatz multipliziert mit der Gesamtquote – bei einer Kombiwette also dem Produkt der Einzelquoten. Der Betrag wird zunächst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Wer mit einer Kombiwette mehrere Snooker-Quoten zusammenführt, bekommt den Preis zuerst als Produkt – die unvermeidliche Marge jeder einzelnen Quote schlägt durch.
Die reguläre Spielzeit bei Sporttip umfasst die reguläre Spieldauer plus Nachspielzeit; Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Bei Snooker ist die Frage harmlos, weil Verlängerungen und Penaltyschiessen nicht vorkommen – sie ist aber ein Indiz dafür, wie eng das Wettprogramm eine Wette fasst.
Wie die Marge den Preis formt
Eine Wette zu Quote 1.90 gegen 1.90 wirkt ausgeglichen. Sie ist es nicht: 1 ÷ (1/1.90 + 1/1.90) = 0.95, der Buchmacher schlägt eine Marge von rund 5 % auf. Das heisst: Von jedem Franken Einsatz fliesst im Schnitt etwa 95 Rappen in die Auszahlung zurück, der Rest bleibt beim Anbieter. Anders gesagt: Wer langfristig bei 5 % Marge setzt, verliert 5 % seines Einsatzvolumens. Bei einem Snooker-Match ist das die Grösse, mit der jede Wette über die Distanz kämpft – selbst dann, wenn die Quote jedes Mal «richtig» erscheint.
Die Marge schwankt mit dem Markt und der Tiefe der Veranstaltung. Bei grossen Bühnenmatches liegt sie dichter am europäischen Median, in den Runden der Qualifikation kann sie kräftig steigen – in Nischenmärkten fehlt der Liquiditätsdruck, der sie drückt. Wer Snooker ernst nimmt, prüft die Marge Markt für Markt, nicht als Pauschalgrösse.
Frame, Match, Turniersieg
Die naheliegendste Wette bleibt der Match-Sieger, bei Snooker oft «Match-Winner» genannt. Kombinationen aus Frame- und Match-Sieger sind im Bet Builder möglich – Sporttip fasst abhängige Ereignisse derselben Veranstaltung nur über die Bet-Builder-Funktion zusammen; nimmt der Anbieter irrtümlich eine solche Kombination ohne diese Funktion an, kann er die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten. Bei einem Match über Best of 17 Frames wetten Wettende nicht nur auf den Sieger, sondern auch auf eine bestimmte Reihenfolge – wer einen Frame-Sieger aus einer laufenden Begegnung nimmt, hat eine andere Preissetzung als wer den Match-Sieger vor dem Anpfiff nimmt. Wer sich für Live-Quoten interessiert, findet eine eigene Mechanik.
Sonderfälle am Wettschein
Einige Spielregeln schneiden in ungewohnte Wettarten hinein. Livewetten sind bei Snooker im Programm, und Sporttip wertet Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, mit Quote 1.00; in spielentscheidenden Situationen kann der Anbieter Wetten ebenfalls auf Quote 1.00 setzen. Da Snooker in spielentscheidenden Momenten vor allem Sicherheits-Snooker und Respektphasen kennt, in denen kein Ball mehr auf dem Tisch zählt, ist das weniger heikel als im Fussball – aber die Regel bleibt: Wer nachsieht, was gerade im Frame läuft, und dann erst klickt, riskiert die Stornierung. Cash-Out gibt es für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten vor Spielbeginn und live, aber nur online, nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung; eine ausgeführte Cash-Out-Aktion lässt sich nicht rückgängig machen.
Was Boosts und Kombiboost bei Snooker ändern
Quotenboosts bei Sporttip gelten nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage. Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide sind pro Wettende nur einmal nutzbar, in Einsatz und Erhöhung limitiert, bei einem Cash-Out verfällt der Boost. Der Kombiboost greift nur online (Prematch, Live, Systemwetten) und verlangt mindestens vier Voraussagen mit Quote von je mindestens 1.50; der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn solchen Voraussagen. Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert. Eine Bonus-Stafette klingt grosszügig, ist aber an Quoten und Auswahl gebunden – wer sie reizen will, muss mit den gleichen Margen kämpfen, die auch ohne Boost gelten. Bei Snooker heisst das konkret: Wer eine Snooker-Auswahl mit Quote 1.50 in eine Kombination bringt, gewinnt diese Quote zuerst – und der Boost ist ein Zusatz, kein Ausgleich für eine knappe Preissetzung.
Snooker-Saison und die wichtigsten Turniere
Die professionelle Snooker-Saison läuft über das Kalenderjahr mit einem klaren Höhepunkt. Die World Professional Billiards & Snooker Association (WPBSA) wurde 1968 gegründet; ihre kommerzielle Tochter ist die World Snooker Tour. Drei Turniere bilden die Triple Crown: die Snookerweltmeisterschaft, die UK Championship und das Masters. Wer auf Snooker wetten will, sollte diese drei kennen.
Die Snookerweltmeisterschaft im Crucible Theatre
Die Endrunde der Snookerweltmeisterschaft findet seit 1977 ab Ende April über 17 Tage im Crucible Theatre in Sheffield statt. Die Austragung dort ist vertraglich bis 2045 gesichert. 32 Spielerinnen und Spieler treten in der Endrunde an, inklusive Qualifikation sind es 144; das Finale wird im Modus Best of 35 Frames gespielt. Wer das Turnier als Wette wählt, wettet nicht auf ein Spiel, sondern auf eine ganze Woche – Formschwankungen, Verletzungen und Tagesform entscheiden mehr als in einem Best-of-7-Match.
Für Schweizer Wettende bedeutet das: Das Turnier findet in Europa statt, die Zeitzone ist günstig, die Snookerweltmeisterschaft ist die Veranstaltung, an der die Schweizer Buchmacher ihre Snooker-Quote am stärksten pflegen. Andere Triple-Crown-Turniere sind kleiner, aber zugänglich.
Vom Qualifier zum Hauptfeld
Snooker-Turniere beginnen häufig mit Qualifikationsrunden, an denen Spielerinnen und Spieler ausserhalb der Top 32 teilnehmen. Bei den grossen Bühnenevents werden Qualifikationsrunden an kleineren Spielorten ausgetragen; das Hauptfeld ist auf die 32 besten Köpfe der Tour beschränkt. Für Wettende gilt: Wer auf eine Qualifikationsrunde setzt, muss oft mit schwankenderen Margen rechnen als bei den grossen Bühnenevents. Wer einen Namen aus den Top 16 wählt, findet oft stabilere Quoten, muss aber auch den Preis zahlen, den das Feld verlangt.
Anbieter im Vergleich: Wer in der Schweiz Snooker anbietet
Die zentrale Einordnung unterscheidet zwei Gruppen: inländische Veranstalter mit Schweizer Bewilligung und ausländische Anbieter ohne eine solche Bewilligung. Wer in der Schweiz wettet, bewegt sich entweder im Rahmen der Schweizer Spielregeln – dann bei Sporttip oder Jouez Sport – oder verlässt ihn und verzichtet auf den Schutz des BGS, auf die Spielsperre und auf die Möglichkeit, ausgeschlossene Personen abzuweisen.
Im Schweizer Markt sind die Unterschiede zwischen den beiden bewilligten Anbietern eher eine Frage des Wohnsitzes als der Auswahl. Snooker-Quoten, Wettarten und Limits werden über die Liste der Gespa koordiniert, nicht durch Wettbewerb um die beste Quote. Die folgende Übersicht ordnet das Feld nach dem, was eine Wettperson in der Schweiz tatsächlich erwartet.
| Anbieter | Swiss permit status | Veranstalter / ausgewiesene Lizenz |
|---|---|---|
| Swisslos Sporttip | Bewilligung | SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft (Sitz Basel); Gespa |
| Loterie Romande Jouez Sport | Bewilligung | Loterie Romande (Société de la Loterie de la Suisse Romande); Gespa |
| BillyBets | Keine Schweizer Bewilligung | Lizenz nicht ausgewiesen, im Schweizer Recht wirkungslos (Art. 4 BGS) |
| 1Bet | Keine Schweizer Bewilligung | Lizenz nicht ausgewiesen, im Schweizer Recht wirkungslos (Art. 4 BGS) |
| BetPanda | Keine Schweizer Bewilligung | Lizenz nicht ausgewiesen, im Schweizer Recht wirkungslos (Art. 4 BGS) |
| Boomerang Bet | Keine Schweizer Bewilligung | Lizenz nicht ausgewiesen, im Schweizer Recht wirkungslos (Art. 4 BGS) |
| Playzilla | Keine Schweizer Bewilligung | Lizenz nicht ausgewiesen, im Schweizer Recht wirkungslos (Art. 4 BGS) |
| BetAlright | Keine Schweizer Bewilligung | Lizenz nicht ausgewiesen, im Schweizer Recht wirkungslos (Art. 4 BGS) |
| BetFury | Keine Schweizer Bewilligung | Lizenz nicht ausgewiesen, im Schweizer Recht wirkungslos (Art. 4 BGS) |
| FortuneJack | Keine Schweizer Bewilligung | Lizenz nicht ausgewiesen, im Schweizer Recht wirkungslos (Art. 4 BGS) |
Wer in der Deutschschweiz, im Tessin oder in Liechtenstein wohnt, kommt zu Sporttip; wer in der Romandie wohnt, zu Jouez Sport. Wer in beiden Sprachregionen wettet, führt zwei Konten – eines pro Veranstalter. Wer seinen Wohnsitz ausserhalb der Schweiz hat, kann kein Konto eröffnen, weil die Veranstalter für die Schweizer Bevölkerung da sind.
Die ausländischen Marken ohne Schweizer Bewilligung sind aufgeführt, weil Schweizer Wettende ihnen im Alltag begegnen – in Werbung, in Vergleichsportalen, in Social-Media-Kanälen. Was dort läuft, läuft ausserhalb des Schweizer Rechts: keine Spielsperre, keine Schweizer Anlaufstelle bei Streit, keine Gewinnauszahlung in ein Schweizer Konto in der eigenen Hand, dafür eine kantonale Steuerpraxis, die Gewinne aus ausländischen Grossspielen als steuerbares Einkommen behandelt.
Swisslos Sporttip
Sporttip ist das Online-Sportwettangebot von Swisslos. Die Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft hat ihren Sitz in Basel und führt Lotterien und Sportwetten gestützt auf die interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019 (IKV 2020); der Geschäftsbericht 2025 datiert vom 13.02.2026. Sporttip wird im Gebiet der Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH, im Kanton Tessin und im Fürstentum Liechtenstein durchgeführt – zusammen bilden sie das Swisslos-Vertragsgebiet. Online-Konten werden ausschliesslich für Personen mit Wohnsitz oder gewöhnlichem Aufenthalt in diesem Vertragsgebiet eröffnet.
Snooker ist auf dem Sporttip-Wettschein verfügbar, soweit die Gespa-Liste es führt. Wettarten sind Match-Sieger, Frame-Sieger, Turniersieg und Handicap-Frame-Wetten; Livewetten und der Bet Builder decken den laufenden Frame ab. Der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten liegt bei CHF 1, der Höchsteinsatz bei CHF 1’000 pro Einzel- oder Kombinationswette und CHF 10’000 pro Systemwette; die Limiten können vom Anbieter jederzeit ohne Angabe von Gründen geändert werden, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Wer sich selbst schützen will, setzt vor der ersten Wette Limiten für 1, 7 und 30 Tage – die Oberlimite beträgt CHF 9’999, für unter 21-Jährige CHF 1’000; eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Quotenboosts und Profitboosts sind online, pro Wettende einmal nutzbar, in Einsatz und Erhöhung limitiert. Der Kombiboost verlangt mindestens vier Voraussagen mit Mindestquote 1.50.
Cash-Out gibt es für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten vor Spielbeginn und live, aber nur online und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung – ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht zurücknehmen, und es besteht keine Garantie auf jedes Marktangebot. Der Cash-Out-Betrag liegt typischerweise unter dem möglichen Wettgewinn, wenn man die Wette durchlaufen lässt; er hängt vom Stand der Ereignisse ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden.
Für Snooker-Wettende heisst das: ein vollständig reguliertes Konto, eine breite Wettartenauswahl auf das, was die Gespa-Liste führt, Cash-Out nur als voller Ausstieg, Boosts nur einmal pro Person und unter Limiten. Wer das Snooker-Angebot mit deutschsprachiger Oberfläche und vollständigem Schweizer Spielerschutz sucht, landet hier.
Loterie Romande Jouez Sport
Jouez Sport ist das Sportwettenangebot der Loterie Romande. Die Loterie Romande betreut die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura; Kontaktadresse ist Avenue de Provence 14, 1001 Lausanne; sie zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitende. Online-Konten werden nur für Personen mit Wohnsitz oder gewöhnlichem Aufenthalt in diesen Kantonen eröffnet.
Wer in der Romandie wohnt, ist hier zu Hause. Das Programm und die Spielregeln sind mit Sporttip koordiniert, weil die Gespa-Liste die Sportarten und Wettarten einheitlich führt; was bei Sporttip läuft, läuft in der Regel auch bei Jouez Sport. Die Auswahl der Wettarten ist dadurch enger, als es ein freier Markt sein würde – sie ist aber reguliert und gegen Anbieterwillkür abgesichert. Snooker ist auch hier verfügbar, soweit die Gespa-Liste es führt; Livewetten, Cash-Out und der Bet Builder ergänzen das Prematch-Angebot.
Wer französischsprachig wettet, wer eine Westschweizer Telefonnummer hat, wer im Vertragsgebiet der Loterie Romande wohnt, nutzt Jouez Sport. Wer in den Deutschschweizer Kantonen wohnt, kann kein Konto eröffnen – die Veranstaltergebiete sind nach Sprachregion getrennt und nicht wechselseitig offen.
BillyBets
BillyBets ist ein ausländischer Anbieter ohne Schweizer Bewilligung. Eine Lizenz in einem anderen Land hat im Schweizer Recht keine Wirkung (Art. 4 BGS); der Anbieter ist nicht an die Spielsperre angeschlossen, es gibt keine Schweizer Anlaufstelle bei Streit, und die Domain kann auf der Sperrliste der Gespa landen – Schweizer Internetanschlüsse würden den Anbieter nicht mehr erreichen. Snooker-Wetten sind im Programm, aber sie laufen ausserhalb des Schweizer Rahmens: Gewinne werden nach kantonaler Praxis, etwa im Thurgau, als steuerbares Einkommen behandelt, und eine Schweizer Spielsperre gilt dort nicht.
Wer BillyBets nutzt, verzichtet bewusst auf den Schweizer Schutz und nimmt die Offshore-Bedingungen an. Das ist eine bewusste Entscheidung; sie wird hier nur genannt, damit klar ist, was sie kostet.
1Bet
1Bet ist ein weiterer ausländischer Anbieter ohne Schweizer Bewilligung. Auch hier hat eine Lizenz aus einem anderen Land im Schweizer Recht keine Wirkung; die Spielsperre greift nicht, die Sperrliste kann die Domain blockieren. Wer auf Snooker wettet, tut dies hier ohne den Schutz des Schweizer Geldspielgesetzes.
BetPanda
BetPanda ist ein Offshore-Anbieter ohne Schweizer Bewilligung. Wer hier spielt, setzt sich der vollen Bandbreite der ausländischen Bedingungen aus: keine Schweizer Spielsperre, keine Schweizer Auszahlung auf ein Konto im eigenen Namen, kantonale Besteuerung der Gewinne als Einkommen. Der Anbieter listet Snooker-Wetten, doch diese sind nicht Teil des offiziellen Schweizer Sportprogramms.
Boomerang Bet
Boomerang Bet ist ein Offshore-Anbieter ohne Schweizer Bewilligung und folgt demselben Muster: Snooker im Programm, kein Schweizer Schutz, kantonal unterschiedliche Besteuerung. Der Anbieter ist ein Beispiel dafür, wie breit das Offshore-Angebot aus Schweizer Sicht aussieht – und wie dünn die Information darüber ist, was es kostet.
Playzilla
Playzilla ist ein weiterer Offshore-Anbieter ohne Schweizer Bewilligung. Snooker-Wetten sind im Programm, der Schweizer Rechtsrahmen greift nicht, die Spielsperre gilt nicht und die Domain kann auf der Sperrliste landen. Wer Playzilla nutzt, akzeptiert diese Bedingungen.
BetAlright
BetAlright ist ein Offshore-Anbieter ohne Schweizer Bewilligung. Snooker ist im Programm verfügbar, der Rechtsrahmen ist Schweizer Recht unbekannt. Für die Schweiz gilt: kein Schweizer Spielerschutz, kein Schweizer Anlaufpunkt, kantonale Besteuerung der Gewinne.
BetFury
BetFury wirbt mit Krypto-Auszahlungen und gehört zu den Offshore-Anbietern, deren Domains regelmässig auf der Gespa-Sperrliste auftauchen. Eine Schweizer Bewilligung fehlt, der Schweizer Rechtsrahmen greift nicht. Snooker-Wetten finden sich zwar im Angebot, doch fehlen hier die Schweizer Sicherheitsstandards wie Spielsperre oder gesetzliche Auszahlungsgarantien.
FortuneJack
FortuneJack ist ein Offshore-Anbieter ohne Schweizer Bewilligung, der ebenfalls Krypto-Auszahlungen anbietet. Snooker-Wetten sind verfügbar; im Schweizer Vergleich bedeutet das: kein Schutz durch das BGS, keine Schweizer Spielsperre, keine Schweizer Anlaufstelle bei Streit. Die kantonale Besteuerung der Gewinne ist eigenständig zu prüfen.
Rechnen am Wettschein: Marge und Auszahlung
Die Mechanik einer Quote lässt sich am einfachsten an einem ausgeglichenen Match zeigen. Wer auf einen Frame-Sieger zu Quote 1.90 gegen 1.90 wettet, hat das Gefühl eines fairen Preises. Sieht man genauer hin, zeigt 1 ÷ (1/1.90 + 1/1.90), dass der Buchmacher nur rund 95 % des Einsatzes als Auszahlung verteilt – die Marge liegt bei etwa 5 %. Auf lange Sicht verliert jede Wette in diesem Markt etwa 5 % ihres Einsatzvolumens an den Anbieter.
Diese Bandbreite ist kein Einzelfall; sie ist der Normalfall. Die Marge schwankt mit dem Markt, sie sinkt in grossen Bühnenmatches und steigt in der Qualifikation und in Randsportarten, in denen wenig Liquidität den Preis diszipliniert. Wer Snooker-Quoten vergleicht, vergleicht deshalb die Margen, nicht die Einzelpreise – die Preise addieren sich zur Marge, und die Marge ist der Preis, den die Wettenden für das Wetten zahlen.
Was auf dem Wettschein steht, ist Einsatz mal Quote – bei einer Kombiwette also Einsatz mal Gesamtquote, dem Produkt der Einzelquoten. Bei einer Einzelwette zu Quote 2.10 mit Einsatz CHF 10 ergibt sich ein Bruttogewinn von CHF 21, abzüglich Einsatz ein Nettogewinn von CHF 11. Bei einer 4er-Kombi mit denselben Einzelquoten – etwa 1.50, 1.80, 2.10, 1.95 – ergibt sich eine Gesamtquote von etwa 11.06; mit Einsatz CHF 10 liegt der Bruttogewinn bei CHF 110.60 und der Nettogewinn bei CHF 100.60. Was sich nicht ändert, ist die Marge: jede einzelne Quote trägt ihren Anteil, die Kombination multipliziert ihn.
Wichtig bleibt: Es handelt sich um statistische Schätzungen, nicht um Garantien. Eine Quotenrechnung sagt, was im Durchschnitt zu erwarten ist; sie sagt nichts über den Ausgang eines einzelnen Frames oder Matches. Wer langfristig spielt, spielt gegen die Marge; wer einmal spielt, spielt gegen das Ergebnis. Beides ist gleichzeitig wahr.
Die richtige Wahl für den richtigen Wettenden
Snooker-Wetten in der Schweiz sind ein Markt mit zwei Akteuren, deren gemeinsamer Vorteil die Regulierung ist und deren praktischer Unterschied im Wohnsitz liegt. Wer den vollen Schweizer Rahmen will – Spielsperre, Spielerlimit, kantonale Lotteriemittel, Schweizer Steuerfreibetrag –, wettet bei Sporttip oder Jouez Sport, je nach Sprachregion und Wohnsitz.
Wer mobil zwischen Sprachregionen wechselt, braucht zwei Konten – eines pro Veranstalter. Wer hohe Snooker-Quoten sucht, die das Schweizer Modell nicht bietet, muss wissen, dass die Suche ausserhalb des Schweizer Rechts stattfindet. Wer in Deutschland oder Österreich sitzt, würde dort eine deutsche Lizenz nach dem Glücksspielstaatsvertrag finden; wer in der Schweiz sitzt, hat die inländische Bewilligung – oder keine.
Der Snooker-Saisonkalender entscheidet mehr, als die Wettquote vermuten lässt. Die Snookerweltmeisterschaft ist die Veranstaltung mit den dichtesten Quoten, weil die Aufmerksamkeit am höchsten ist und die Sporttip-Macher das Hauptfeld am breitesten abdecken. Triple-Crown-Ereignisse – UK Championship, Masters – sind kleiner, aber zugänglich. Turniere ausserhalb der Triple Crown sind schwankend in der Verfügbarkeit; was auf dem Wettschein steht, prüft man am Programm.
Wer Snooker als Nische betreibt, sollte das Cash-Out mit Bedacht nutzen. Es ist vollständig, ohne Teilauszahlung, und der Betrag, den Sporttip bietet, liegt unter dem, was die Wette im Fall eines Durchlaufs wert wäre – der Buchmacher nimmt sich seine Spanne auch im Cash-Out. Wer das Cash-Out nicht braucht, lässt es liegen; wer es als Werkzeug nutzt, nimmt den niedrigeren Preis als Preis dafür.
Häufige Fragen
Wo darf in der Schweiz legal auf Snooker gewettet werden?
Nur bei Swisslos Sporttip und Loterie Romande Jouez Sport, den beiden Veranstaltern, die das interkantonale Recht für die Schweiz vorsieht. Beide verfügen über eine Veranstalter- und eine Spielbewilligung nach dem Geldspielgesetz und werden von der Gespa beaufsichtigt. Online-Konten werden ausschliesslich für Personen mit Wohnsitz im jeweiligen Vertragsgebiet eröffnet – Deutschschweiz, Tessin und Liechtenstein bei Sporttip, Westschweiz bei Jouez Sport.
Ist Snooker auf der Gespa-Liste der zugelassenen Sportarten und Wettarten aufgeführt?
Snooker ist als Sportart auf der Liste, soweit die Wettbewerbe und Wettarten dort aufgeführt sind. Welche konkreten Wettbewerbe – etwa die Snookerweltmeisterschaft oder die UK Championship – im Schweizer Wettprogramm verfügbar sind, hängt vom aktuellen Stand der Liste ab. Qualifikationsrunden und Frauenwettbewerbe sind nur dann verfügbar, wenn die Liste sie eigens aufführt.
Wie gross ist die Marge in Snooker-Quoten, und wie wirkt sie sich auf die Auszahlung aus?
Die Marge ist die Differenz zwischen 100 % und der Auszahlungsquote. Bei einer Zweiwege-Wette zu Quote 1.90 gegen 1.90 liegt die Auszahlungsquote bei 0.95 und die Marge bei rund 5 %. Auf lange Sicht verliert jede Wette in diesem Markt im Durchschnitt etwa 5 % ihres Einsatzvolumens an den Anbieter; in weniger liquiden Märkten kann die Marge deutlich höher liegen.
Wie wird der Gewinn bei einer Wette auf einen Frame- oder Matchsieger aus Einsatz und Quote berechnet?
Der Bruttogewinn ist Einsatz mal Quote; bei einer Kombiwette ist die Quote das Produkt der Einzelquoten. Bei einer Einzelwette zu Quote 2.10 mit Einsatz CHF 10 ergibt sich ein Bruttogewinn von CHF 21, der Nettogewinn liegt nach Abzug des Einsatzes bei CHF 11. Bei Sporttip wird der Betrag zunächst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen genau abgerundet.
Wie werden Livewetten auf einzelne Frames abgerechnet, und was gilt bei zu spät platzierten Wetten?
Livewetten werden zum Zeitpunkt der Platzierung mit der laufenden Quote abgeschlossen. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, wertet Sporttip mit Quote 1.00 – der Einsatz wird zurückerstattet, der Gewinn entfällt. Cash-Out ist möglich, aber nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung; der Betrag liegt unter dem möglichen Wettgewinn bei vollem Durchlauf.
Wie werden Gewinne von Anbietern ohne Schweizer Bewilligung steuerlich behandelt?
Gewinne ausländischer Grossspiele unterliegen keiner Schweizer Verrechnungssteuer, aber die kantonale Steuerpraxis behandelt sie je nach Kanton als steuerbares Einkommen – im Kanton Thurgau etwa unabhängig von der Höhe. Es liegt keine Schweizer Wettsteuer auf den Einsätzen; die Frage ist die Einkommenssteuer im Kanton. Vor grösseren Gewinnen aus Offshore-Quellen empfiehlt sich die Rücksprache mit dem Steuerberater oder der kantonalen Steuerverwaltung.
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