Kostenlose Wettprognosen in der Schweiz: was sie können und was sie kosten

Updated Oktober 2026
Licensed
usAvailable in US
Fast payouts
18+ Only

Ladevorgang...

Ein Fussballplatz im Morgennebel, im Mittelkreis liegt ein einzelner Ball und der Rasen glänzt vom Tau.

Prognosen für Sportereignisse sind tägliche Begleiter im Sport. Ob aus der Sporttip-App, aus Fan-Foren oder im Austausch mit anderen Wettenden: Der Tipp als solcher ist selten das Problem. Herausfordernd ist die Methode hinter der Prognose, die Einschätzung der Quote und die Einordnung der rechtlichen Rahmenbedingungen. Diese Prognosen dienen der Information; sie sind keine Garantie für einen Gewinn und können keine eigene Recherche ersetzen. Ziel ist es, die Orientierung im Wettangebot zu erleichtern.

Bei Sporttip-Livewetten zählen Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, mit Quote 1.00.

Stand der Daten: Oktober 19, 2026. Lizenz- und Bewilligungsangaben wurden gegen die Spielregeln und Teilnahmebedingungen von Swisslos (Sporttip, Version 4.2) sowie gegen das Reglement Jouez Sport (17e édition, septembre 2024) und die Veröffentlichungen der Gespa abgeglichen.

Rechtliche Einordnung: Prognose und Wette sind zwei Paar Schuhe

Eine Prognose ist in der Schweiz frei verfügbar. Wer sie erstellt, sie verschickt, sie auf einer Website veröffentlicht, der braucht dafür keine Bewilligung. Geschützt ist die Meinung, nicht das Wettgeschäft. Sobald aber auf den Ausgang eines Sportereignisses Geld gesetzt wird, gilt das Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51, in Kraft seit 1. Januar 2019). Online-Sportwetten sind darin als Grossspiel eingeordnet und werden von der Gespa (Interkantonale Geldspielaufsicht, Bern) beaufsichtigt, nicht von der ESBK, die nur Casinos überwacht. Für eine Bewilligung braucht es eine Veranstalterbewilligung und zusätzlich eine Spielbewilligung pro Spiel (Art. 21–25 BGS), und sie «gilt nur in der Schweiz» (Art. 4 BGS).

Eine Sanduhr steht auf einem Holztisch neben einer Brille, hinter dem Fenster laufen Regentropfen über das Glas.
Der Sporttip-Kombiboost gilt nur online und verlangt mindestens vier Voraussagen mit Quote von je mindestens 1.50; der Bonus beträgt 5 % bei vier und 20 % bei sieben.

Die Kantone haben die Zahl der Anbieter für Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt. Es sind Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit dem Produkt Jouez Sport. Eine dritte Schweizer Bewilligung für Sportwetten existiert nicht, und eine ausländische Lizenz hat in der Schweiz keine Kraft. Was im Ausland erlaubt ist, kann hier zu einer Sperrliste führen und im Strafverfahren gegen den Anbieter zum Einzug von Einsätzen und Gewinnen werden.

Was in der Schweiz erlaubt ist

Bewilligt sind Wetten auf Sportere – das Gesetz nennt sie abschliessend. Wetten auf Wetter, Politik oder Fernsehshows sind nicht zugelassen. Was gewettet werden darf, bestimmt die Gespa-Liste der bewilligten Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten (Stand 10. September 2026; Art. 25 BGS, Art. 29 VGS). Qualifikationsrunden nur, wenn sie in der Liste stehen; Frauenwettbewerbe nur, wenn sie in der Liste stehen; Rangwetten nur, wenn das Ranking über die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb oder über das Podium entscheidet. Eckstoss- oder Kartenmärkte führt die Liste ebenso wenig wie einen Esports-Bereich. Trainingsläufe sind ausgeschlossen. Veranstaltungen, an denen überwiegend Minderjährige teilnehmen, sind gesperrt (Art. 25 Abs. 2 BGS).

Ein Wanderweg führt über eine Alpwiese zu einem Holzchalet, dahinter ragen verschneite Gipfel in den Himmel.
Vor der ersten Sporttip-Teilnahme müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen (Oberlimite CHF 9'999, unter 21 Jahren CHF 1'000).

Wer in der Schweiz wetten darf

Sporttip und Jouez Sport stehen Personen ab 18 Jahren offen. Wer als Wettkämpferin oder Wettkämpfer an einem Ereignis teilnimmt, darf auf dieses Ereignis nicht selbst setzen. Pro Person ist ein Konto zulässig, und die Identität wird verifiziert (Art. 47–52 VGS). Für ein Online-Konto braucht es zudem Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Vertragsgebiet des jeweiligen Veranstalters. Bei Swisslos sind das die Deutschschweizer Kantone, das Tessin und das Fürstentum Liechtenstein; bei der Loterie Romande die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Wer ausserhalb wohnt, kann kein Online-Konto eröffnen.

Spielerschutz: was die Prognose nicht leistet

Eine Prognose senkt das Risiko nicht. Sie ist eine Schätzung, kein Schutz. Was zuverlässig schützt, sind die Instrumente, die das Geldspielgesetz und die Veranstalter selbst vorsehen.

Verlustlimiten

Wer bei Swisslos Sporttip mitspielen will, legt vor der ersten Teilnahme Verlustlimiten für einen Tag, sieben Tage und dreissig Tage fest. Die Obergrenze liegt bei CHF 9’999 pro Tag; unter 21 Jahren gilt eine eigene Limite von CHF 1’000. Eine Senkung greift sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich lässt sich eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage setzen. Die Gespa schreibt dieses Mindestmass vor (Art. 87 VGS); Swisslos setzt es in den eigenen Bedingungen um und macht es zur Pflicht vor dem ersten Tipp.

Spielsperre

Wer sich selbst aussperren will, kann den Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Eine selbstgewählte Sperre kann frühestens nach drei Monaten und nur mit einer Fachstelle aufgehoben werden (Art. 84 VGS, Art. 81 BGS). Eine selbstgewählte Pause von bis zu sechs Monaten muss angeboten werden (Art. 89 VGS). Wer gesperrt ist oder das Alter nicht erreicht, hat keinen Anspruch auf Einsatz oder Gewinn (Art. 45 BGS).

Testkäufe

Die Gespa hat 2025 an Verkaufsstellen getestet, ob eine Sportwette an Minderjährige verkauft wird. Das Ergebnis fiel deutlich aus: In 47,5 % von 200 Fällen wurde die Wette verkauft. Wer auf den Schutz am Schalter vertraut, sollte das im Kopf behalten. Der Schutz vor Ort ist nicht so streng, wie er sein müsste.

Geld und Steuern

Gewinne aus bewilligten Schweizer Grossspielen sind einkommensteuerfrei bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn. Bundesrechtlich liegt die Schwelle ab 1. Januar 2026 (2026) bei CHF 1’071’000 (im Jahr davor CHF 1’070’400); die kantonale Schwelle weicht davon ab, weshalb der Satz «je nach Kanton» der ehrliche ist. Über der Schwelle zieht der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ab, die über die Steuererklärung zurückgefordert werden können. Auf den typischen Wettgewinn eines Freizeitspielers fällt weder Einkommensteuer noch Verrechnungssteuer. Eine Schweizer Wettsteuer auf den Einsatz existiert nicht. Bei Gewinnen aus ausländischen Anbietern greift keine Verrechnungssteuer, aber das kantonale Recht kann sie als voll steuerbares Einkommen behandeln – der Kanton Thurgau ist ein bekanntes Beispiel. Eine pauschale Aussage ist hier falsch; die kantonale Steuerverwaltung oder ein Steuerberater weiss, was im Einzelfall gilt.

Werbung

Werbung für Geldspiele darf nicht aufdringlich oder irreführend sein und sich nicht an Minderjährige oder gesperrte Personen richten (Art. 74 BGS). Werbung für in der Schweiz nicht bewilligtes Glücksspiel ist verboten und kann mit einer Busse bis zu CHF 500’000 geahndet werden (Art. 131 BGS). Gratiswetten oder Gratisguthaben brauchen die vorgängige Zustimmung der Gespa (Art. 75 Abs. 2 BGS). Werbung mit Promocodes landet nicht auf dieser Seite, weil sie Werbung wäre und nicht Information.

Ausländische Anbieter: warum «gratis» hier zweimal zählt

Sucht man im Internet nach kostenlosen Prognosen, stösst man schnell auf ausländische Wettplattformen. Sie werben mit Bonus, Quotenboost und «gratis». In der Schweiz haben sie keine Bewilligung. Eine Lizenz aus Curaçao, Malta oder Deutschland bedeutet hier nichts; Art. 4 BGS stellt klar, dass eine ausländische Bewilligung in der Schweiz keine Wirkung entfaltet. Wer dort spielt, spielt ohne Schweizer Schutz.

Die Konsequenzen reichen weiter als ein fehlender Kundendienst. Einsätze und Gewinne können im Strafverfahren gegen den Anbieter eingezogen werden (Art. 130 BGS); die Spielerin selbst wird strafrechtlich nicht verfolgt, hat aber keinen Anspruch auf das, was im Ausland vielleicht ausgezahlt worden wäre. Der Anschluss an das Schweizer Ausschlussregister fehlt, der Zugang zu einer Schweizer Fachstelle für Spielsucht fehlt, und die kantonale Steuerpraxis kann den Gewinn ohne Freibetrag besteuern. Die Gespa führt eine Sperrliste von Domain-Namen, die Schweizer Internetanbieter per DNS blockieren (Art. 86–93 BGS); Ende 2025 umfasste sie 671 Einträge. Wer auf eine gesperrte Domain stösst, weiss, was er vor sich hat.

Die Anbieter unten sind nach derselben Methodik beurteilt wie die Schweizer Veranstalter. Sie sind aber nicht legal in der Schweiz, und das ändert jedes Urteil über sie.

Aufbau einer Prognose: Form, Statistik, Quote

Eine Wettprognose schätzt eine Wahrscheinlichkeit. Sie nimmt an, dass eine Mannschaft mit Wahrscheinlichkeit p gewinnt, mit q unentschieden spielt und mit r verliert, und sie überträgt diese Schätzung in eine Vorhersage. Was seriöse Prognosen von blossen Tipps unterscheidet, ist die Methode.

Vier Bausteine tragen eine Prognose:

Form der letzten Spiele. Eine Heimmannschaft, die fünf Spiele in Folge gewonnen hat, geht mit einer höheren Wahrscheinlichkeit ins nächste Spiel als eine mit drei Niederlagen in Folge. Formkurven sind kein Beweis, aber sie verschieben die Wahrscheinlichkeit. Verletzungen, Sperren und Wechsel im Kader können die Form relativieren, deshalb gehört zur Form immer die Information, wer tatsächlich spielt.

Heimvorteil. Der Heimvorteil im Fussball liegt empirisch bei etwa 0,3 Toren pro Spiel; im Eishockey ist er kleiner, im Basketball grösser. Er ist real, aber er schrumpft, wenn auswärts starke Teams antreten oder wenn die Heimspiele unter besonderen Bedingungen stattfinden. Eine Prognose, die ihn übergeht, übersieht einen der verlässlichsten Effekte im Sport.

Statistische Vergleiche. Tore pro Spiel, Expected Goals, Ballbesitz, Torschüsse, xG gegen – all das sind Indikatoren, die über mehrere Spiele ein Bild zeichnen, das das Ergebnis eines einzelnen Spiels nicht hergibt. Ein Team kann 70 % Ballbesitz haben und trotzdem verlieren, weil der gegnerische Torwart überragt hat. Über zehn Spiele mittelt sich das heraus. Statistik ist ein Aggregat, kein Versprechen.

Markt und Quote. Hier liegt der eigentliche Hebel. Die Quote eines Buchmachers drückt seine eigene Wahrscheinlichkeitsschätzung aus, und sie enthält zusätzlich seine Marge. Eine faire Quote von 2.00 für einen Heimsieg heisst: Der Buchmacher schätzt die Siegwahrscheinlichkeit auf 50 %. Liegt die eigene Schätzung bei 60 %, ist die Quote 2.00 ein Value, weil sie mehr auszahlt, als die eigene Schätzung erwarten lässt. Liegt die eigene Schätzung bei 40 %, ist die Quote 2.00 überteuert.

Der Wert entsteht nicht aus der Vorhersage allein, sondern aus dem Abstand zwischen Vorhersage und Markt.

Wert und Quote: die Mechanik, die jede Prognose braucht

Eine Prognose ohne Beziehung zur Quote ist Unterhaltung. Sie mag richtig sein, sie ist aber kein Grund zu wetten. Erst der Vergleich entscheidet.

Was eine Quote wirklich sagt

Eine Quote von 2.50 für Heimsieg heisst nicht, dass das Heimteam mit Sicherheit gewinnt. Sie heisst, dass der Anbieter die Wahrscheinlichkeit für den Heimsieg bei etwa 40 % sieht, multipliziert mit seinem Aufschlag. Wer mit einer eigenen Schätzung von 50 % antritt, sieht denselben Ausgang zu einem besseren Preis. Wer mit 30 % schätzt, sieht einen überteuerten Ausgang und lässt die Finger davon, auch wenn die Mannschaft «gewinnen wird».

Die faire Wahrscheinlichkeit einer Quote q ist 1 ÷ q. Eine Quote von 2.00 entspricht 50 %, 3.00 entspricht 33,3 %, 1.50 entspricht 66,7 %. Was im Markt nicht aufgeht, ist die Summe der fairen Wahrscheinlichkeiten aller Ausgänge: Sie liegt über 100 %, und die Differenz ist die Marge des Anbieters.

Marge: was die Quote vom Wert abzieht

Die Marge ist das, was der Anbieter pro eingesetztem Franken im Schnitt behält. Sie steckt in jeder einzelnen Quote. Wer eine Quote sieht, sieht einen Preis, der den Anbieter mitverdienen lässt. Eine faire Wette hat positive Erwartung, eine reale Wette hat den Aufschlag der Marge als Gegenpol.

Für einen Zwei-Wege-Markt mit beiden Quoten bei 1.90:

Payout-Anteil = 1 ÷ (1/1,90 + 1/1,90) = 1 ÷ (0,5263 + 0,5263) = 1 ÷ 1,0526 ≈ 0,9500 = 95,0 %

Marge = 100 % − 95,0 % = 5,0 %

Bei diesem symmetrischen Markt liegt der Auszahlungsanteil bei rund 95 %, die Marge bei rund 5 %. Das ist ein typischer Wert für Hauptmärkte; bei Nebenmärkten, exotischen Wetten oder Livewetten ist die Marge regelmässig höher. Bei einem Drei-Wege-Markt wie 1X2 mit Quoten von 2.10, 3.40, 3.60 zum Beispiel:

Payout-Anteil = 1 ÷ (1/2,10 + 1/3,40 + 1/3,60) = 1 ÷ (0,4762 + 0,2941 + 0,2778) = 1 ÷ 1,0481 ≈ 0,9542 = 95,4 %

Marge ≈ 4,6 %. Die Marge ist die Differenz zwischen dem, was die Quoten versprechen, und dem, was sie zusammen auszahlen. Sie ist der Preis, den jede Wette an den Anbieter zahlt, und sie ist der Grund, warum die meisten Wetten auf lange Sicht verlieren: Die Marge ist die Wahrscheinlichkeit, mit der der Anbieter gewinnt, gemittelt über das gesamte Wettvolumen.

Livewetten und das Risiko des Timings

Livewetten verlangen Schnelligkeit, die der Anbieter kontrolliert. Bei Sporttip zählen Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, mit Quote 1.00; in spielentscheidenden Situationen wie Elfmeter, Roter Karte oder Videoschiedsrichter-Entscheid kann der Anbieter Wetten mit Quote 1.00 werten. Das ist nicht nur Formsache. Eine Quote, die nach dem Tor gesehen wird, ist kein Wert mehr, sondern ein Versehen. Wer live wettet, muss das Risiko des Timings mitpreisen, und der Anbieter hat hier klar die Regie.

Cash-Out als Mechanik

Cash-Out bei Sporttip gibt es für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur online und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Der Cash-Out-Betrag ist niedriger als der mögliche Gewinn ohne vorzeitige Auszahlung; er hängt vom Spielstand ab und kann vom Anbieter jederzeit geändert werden. Der Anbieter garantiert Cash-Out nicht für jeden Markt. Wer Cash-Out nutzt, schliesst die Wette früh zu einem Preis, den der Anbieter setzt, nicht zu einem Preis, den der Markt diktiert. Das ist ein Werkzeug, kein Geschenk.

Kombinationen und ihre Logik

Eine Kombiwette multipliziert die Quoten der einzelnen Voraussagen zu einer Gesamtquote. Der mögliche Gewinn ist Einsatz mal Gesamtquote; der Nettogewinn ist Einsatz mal (Gesamtquote minus 1). Bei Sporttip muss der Einsatz mindestens CHF 1 und darf höchstens CHF 1’000 pro Einzel- oder Kombiwette betragen; bei einer Systemwette liegt die Obergrenze bei CHF 10’000. Bei der Loterie Romande liegt der Höchstgewinn pro Einzel- oder Kombiwette bei CHF 300’000 und für alle Gewinne eines Multiples zusammen bei CHF 1’000’000.

Kombinationen wirken verlockend, weil die Quote schnell wächst. Was sie wirklich tun, ist die Marge jedes einzelnen Markts zu multiplizieren. Eine Kombiwette aus drei Märkten mit je 5 % Marge hat eine kombinierte Marge von etwa 14,3 %, nicht von 5 %. Je länger die Kette, desto grösser der Aufschlag, den der Anbieter pro Wette kassiert. Dazu kommt die Korrelation: Eine Voraussage Fussball-Heimsieg und eine Voraussage «über 2,5 Tore im selben Spiel» sind nicht unabhängig. Bei voneinander abhängigen Wettereignissen derselben Sportveranstaltung verlangt Sporttip die Bet-Builder-Funktion; eine unzulässige Kombination kann der Anbieter für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten.

Der Kombiboost selbst ist ein Bonus auf den Nettogewinn: 5 % bei vier Voraussagen mit Mindestquote 1.50, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn, 100 % bei fünfzehn. Der Bonus klingt gross, ist aber ein Aufschlag auf einen Preis, der bereits die Marge enthält.

Sonderfälle, die die Quote verändern

Wird ein Wettereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nachgeholt, ist die Wette ungültig: Einzelwetten werden zurückbezahlt, in Kombinationswetten erhält die abgesagte Voraussage Quote 1.00. Wer eine Kombiwette mit zehn Beinen setzt und zwei Spiele fallen aus, hat plötzlich eine Acht-Bein-Kombi mit anderen Quoten. Das gehört zum Risiko.

Bei Sporttip wird der Gewinnbetrag zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Wer exakt rechnet, sieht: Die Auszahlung folgt einer Rundungsregel, nicht dem mathematischen Produkt.

Steuern und Auszahlung

Gewinne bis CHF 1’000 pro Spielbestätigungsquittung schreibt Swisslos automatisch dem Wallet gut. Gewinne über CHF 1’000 werden bei bekannter Zahlungsverbindung innert 3 Arbeitstagen auf das Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto überwiesen. Swisslos zahlt Spielguthaben innerhalb von 365 Tagen zweimal gratis aus; ab der dritten Auszahlung kann eine Kommission von 3 % belastet werden. Die Überweisung dauert 5 bis 10 Arbeitstage. Gratisspielguthaben aus Promotionen ist nicht auszahlbar.

Turniere vs. Ligen: warum Prognosen anderswo funktionieren

Eine Prognose für die Bundesliga, die 34 Spieltage Daten hat, trifft eine ganz andere Aussage als eine Prognose für ein WM-Finalturnier mit acht Spielen. Ligen liefern eine breite Datenbasis, einzelne Ausreisser mitteln sich heraus. Turniere sind klein und entscheidungsabhängig; ein einziges Spiel kann die ganze Prognose kippen.

Die FIFA-WM 2026 (2026) ist bereits gespielt (11. Juni bis 19. Juli 2026), und eine Europameisterschaft findet 2026 nicht statt; die nächste EM ist EM 2028. Wer nach Prognosen für diese Ereignisse sucht, sucht entweder nach einer Nachbereitung der WM 2026 oder nach Vorab-Analysen für die EM 2028. Die Datenbasis für ein Endturnier ist kurz, und berühmte Ausreisser («Wunder von Bern», «Greece 1:0 Portugal», Island bei der EM) gehören zur Normalität. Eine Prognose mit 70 % Wahrscheinlichkeit für den Turniersieg verliert gegen einen Elfmeter im Achtelfinal. Das ist kein Versagen der Prognose, sondern das Risiko kleiner Zahlen.

Für Ligaspiele gilt das nicht im selben Mass. Wer über zehn Spiele Daten hat, sieht mehr Verlauf, mehr Stabilität. Die Bundesliga, die Super League, die Premier League liefern jeden Monat Spiele, die das Bild nachschärfen. Prognosen für Ligen sind nüchterner, weniger spektakulär, und sie sind die Grundlage, auf der ein ernsthafter Wettender baut.

Prognosequellen im Vergleich: Methodik schlägt Glück

Eine Prognosequelle beurteilt man nicht nach einem richtigen Tipp. Man beurteilt sie über lange Zeiträume, mit nachvollziehbarer Methode und einer Trefferquote, die sich gegen den Markt behauptet. Drei Kriterien tragen das Urteil:

Methode. Steht die Quelle zu ihrer Berechnung? Wer erklärt, wie die Wahrscheinlichkeiten entstehen, kann überprüft werden. Wer nur Tipps veröffentlicht, gibt keinen Hebel, an dem man die Qualität messen kann.

Nachvollziehbarkeit. Lassen sich die Eingangsdaten prüfen? Formtabellen, Expected Goals, Schiedsrichterstatistiken – alles, was extern nachvollziehbar ist, schafft Vertrauen. Wer Daten zeigt, die niemand prüfen kann, gibt ein Versprechen ab, das er nicht halten muss.

Trefferquote über lange Zeiträume. Ein einzelner richtiger Tipp bedeutet nichts. Eine Trefferquote von 55 % über 500 Spiele mit nachvollziehbarer Methode ist ein Argument. Eine Trefferquote von 80 % über 20 Spiele ist Glück.

Die zwei Schweizer Veranstalter sind keine Prognosequellen im Wettbewerb mit Foren und Tippspiel-Apps. Sie sind die Plattformen, auf denen eine Prognose in eine Wette mündet. Sie sind hier aufgeführt, weil sie die einzigen legalen Wege sind, in der Schweiz auf eine Prognose zu setzen. Ausländische Anbieter sind nach derselben Methodik beurteilt, was Prognosen angeht – sie sind nicht legal in der Schweiz, und das ändert jedes Urteil.

Marke Schweizer Bewilligung Veranstalter / ausgewiesene Lizenz
Swisslos Sporttip Bewilligung (Veranstalter- und Spielbewilligung, BGS SR 935.51) SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Basel
Loterie Romande Jouez Sport Bewilligung (Veranstalter- und Spielbewilligung, BGS SR 935.51) Société de la Loterie de la Suisse Romande, Lausanne
HornetBet ohne Schweizer Bewilligung ausgewiesene Lizenz: nicht festgestellt
myBet ohne Schweizer Bewilligung ausgewiesene Lizenz: nicht festgestellt
Betovo ohne Schweizer Bewilligung ausgewiesene Lizenz: nicht festgestellt
BassBet ohne Schweizer Bewilligung ausgewiesene Lizenz: nicht festgestellt
GG.BET ohne Schweizer Bewilligung ausgewiesene Lizenz: nicht festgestellt
FortuneJack ohne Schweizer Bewilligung ausgewiesene Lizenz: nicht festgestellt
BetLabel ohne Schweizer Bewilligung ausgewiesene Lizenz: nicht festgestellt
Jackbit ohne Schweizer Bewilligung ausgewiesene Lizenz: nicht festgestellt

Die Bewilligung trennt die Tabelle in zwei Lager, und das ist die einzige Spalte, die hier zählt. Innerhalb des bewilligten Lagers stehen zwei Veranstalter mit unterschiedlichem Verbreitungsgebiet; innerhalb des zweiten Lagers stehen sechs Anbieter ohne Schweizer Bewilligung. Eine Spalte zu Trefferquoten oder Methodik gehört in einen Vergleich von Prognosequellen, nicht in eine Tabelle von Wettenanbietern. Hier zählt, wer überhaupt mitspielen darf.

Swisslos Sporttip: der eine Weg für die Deutschschweiz

Swisslos betreibt die Sportwetten unter dem Namen Sporttip und ist einer der zwei Veranstalter, die das Bundesrecht für die Schweiz zulässt. Der Anbieter führt Sporttip in den Deutschschweizer Kantonen Aargau, Appenzell Innerrhoden, Appenzell Ausserrhoden, Bern, Basel-Landschaft, Basel-Stadt, Glarus, Graubünden, Luzern, Nidwalden, Obwalden, St. Gallen, Schaffhausen, Solothurn, Schwyz, Thurgau, Uri, Zug und Zürich sowie im Tessin und im Fürstentum Liechtenstein; das ist das Swisslos-Vertragsgebiet. Wer dort wohnt, kann ein Online-Konto eröffnen; wer ausserhalb wohnt, nicht.

Das Wettprogramm ist breit: Prematch, Livewetten, Systemwetten, Einzel- und Kombiwetten, Cash-Out online, Quotenboosts und Profitboosts auf Prematch-Einzelwetten, der Kombiboost auf den Nettogewinn. Bei Livewetten zählen Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, mit Quote 1.00, und in spielentscheidenden Situationen wie Elfmeter, Roter Karte oder Videoschiedsrichter-Entscheid kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten. Das ist eine kluge Regelung gegen Spätwetten, aber sie setzt voraus, dass die Spielerin das Risiko akzeptiert, dass eine Quote in Sekunden auf 1.00 fällt. Wer live setzt, sollte das einplanen.

Mindesteinsatz CHF 1, Höchsteinsatz CHF 1’000 pro Einzel- oder Kombiwette, CHF 10’000 pro Systemwette; Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage sind vor der ersten Teilnahme Pflicht. Die Auszahlung läuft über das Swisslos-Wallet, das per PostFinance Pay oder Einzahlungsschein aufgeladen werden kann; Gewinne bis CHF 1’000 werden automatisch dem Wallet gutgeschrieben, Gewinne darüber per Bank- oder Postkonto innert 3 Arbeitstagen. Wer in seinem Kanton wohnt und auf der legalen BSS von Swisslos spielen will, hat hier den kürzesten Weg.

Für wen sich Swisslos eignet. Für die Deutschschweizer Wettenden, die einen breiten Markt mit Livewetten und Cash-Out wollen, mit gesetzlichem Schutz und ohne den Umweg über ausländische Plattformen. Wer im Westschweizer Vertragsgebiet wohnt, ist hier falsch und gehört zur Loterie Romande.

Loterie Romande Jouez Sport: der eine Weg für die Westschweiz

Die Loterie Romande betreibt Sportwetten unter dem Namen Jouez Sport und ist der zweite der zwei zugelassenen Veranstalter. Das Vertragsgebiet umfasst die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Wer dort wohnt, kann ein Online-Konto eröffnen; wer anderswo wohnt, nicht.

Das Reglement Jouez Sport setzt einen Höchstgewinn pro Einzel- oder Kombiwette von CHF 300’000 und für alle Gewinne eines Multiples zusammen von CHF 1’000’000; eine Kombiwette umfasst 2 bis 10 Voraussagen, die Quote einer Einzelwette oder die Gesamtquote einer Kombi muss mindestens 1.10 betragen und darf 100’000 nicht übersteigen. Das sind engere Korridore als bei Sporttip, und sie sind in der Verordnung selbst festgeschrieben. Wer in den Westschweizer Kantonen wohnt, hat hier den gesetzlich vorgesehenen Weg.

Für wen sich die Loterie Romande eignet. Für die Westschweizer Wettenden, die innerhalb ihres Vertragsgebiets legal auf eine Prognose setzen wollen. Wer in der Deutschschweiz wohnt, gehört zu Swisslos. Wer in einem Kanton wohnt, der von beiden Veranstaltern nicht abgedeckt ist – das gibt es in der Schweiz nicht, weil beide Gebiete zusammen die ganze Schweiz abdecken –, kann kein Online-Konto eröffnen.

Ausländische Anbieter ohne Schweizer Bewilligung

Die nächsten Absätze sind keine Empfehlung. Sie sind die Beschreibung dessen, was auf dem Markt auftaucht, wenn man nach kostenlosen Prognosen sucht, und sie sind die Einordnung dessen, was es bedeutet, dort zu spielen.

HornetBet

HornetBet wirbt international mit Bonus, Quotenboost und Livewetten. Als Plattform ohne Schweizer Bewilligung operiert sie aus dem Ausland, was bedeutet, dass ihre Lizenzen keine rechtliche Kraft im BGS-Bereich haben. Spieler aus der Schweiz haben bei HornetBet keinen Zugang zum Schweizer Spielerschutz oder zum Sperrregister; bei Streitfällen existiert kein Schweizer Rekursweg. Die Domain kann zudem auf der Gespa-Sperrliste stehen, was den Zugang unterbindet.

Was bleibt. Die Plattform existiert und lockt mit «gratis». Sie ist hier aufgeführt, weil sie auf dem Markt auftaucht, und nicht, weil sie eine Alternative zum legalen Weg ist.

myBet

myBet bietet international Sportwetten und Casino-Produkte an. Der Anbieter verfügt über keine Schweizer Bewilligung, wodurch er ausserhalb der nationalen Aufsicht durch die Gespa agiert. Wer dort wettet, nutzt Angebote ohne Schweizer Rechtsgrundlage; Einsätze können nicht durch Schweizer Schutzmassnahmen abgesichert werden, und das Risiko von Sperrungen durch die Gespa besteht fortlaufend. Schutzansprüche gegenüber dem Anbieter sind im Streitfall in der Regel nicht durchsetzbar.

Was bleibt. Eine internationale Plattform ohne Schweizer Bewilligung und ohne klaren Schweizer Ansprechpartner. Sie ist hier erwähnt, weil sie im Suchbild auftaucht.

Betovo

Betovo ist international mit Casino-Angeboten und Sportwetten aktiv. Da der Anbieter keine Schweizer Bewilligung besitzt, gelten die Schweizer Schutzbestimmungen für das Spielerkonto oder die Spielsperre dort nicht. Die Angebote unterliegen nicht der Aufsicht durch die Gespa, und ein Zugriff auf den Kundendienst kann schwierig sein, da Schweizer Rekurswege fehlen. Gespa-Sperrlisten betreffen häufig auch die Domains solcher ausländischen Anbieter.

Was bleibt. Eine internationale Plattform mit aggressivem Marketing und ohne Schweizer Bewilligung. Die Plattform ist hier erwähnt, weil sie im Markt sichtbar ist.

BassBet

BassBet bietet Sportwetten und Casino-Spiele mit entsprechenden Boni. Auch hier gilt: Es besteht keine Schweizer Bewilligung. Damit fehlen die rechtlichen Garantien, die das Geldspielgesetz (BGS) in der Schweiz für Spielende vorsieht. Die Gespa überwacht diese Plattformen nicht, und ein allfälliger Schutz bei Auszahlungsproblemen ist gegenüber dem Anbieter oft nicht durchsetzbar. Sperrungen durch Internetanbieter sind möglich.

Was bleibt. Eine Plattform, die international wirbt, in der Schweiz aber keine Bewilligung hat. Die Plattform ist hier erwähnt, weil sie im Suchbild auftaucht.

GG.BET

GG.BET positioniert sich mit E-Sports-Wetten und klassischen Sportwetten. Bemerkenswert ist, dass die Gespa-Liste der bewilligten Wettarten keinen E-Sports-Bereich führt, was GG.BET zusätzlich von dem entfernt, was in der Schweiz bewilligt ist. Die Domain kann auf der Gespa-Sperrliste stehen. Wer dort spielt, hat keinen Schweizer Schutz.

Was bleibt. Eine Plattform mit E-Sports-Fokus, der in der Schweiz nicht bewilligt ist. Sie ist hier erwähnt, weil sie im Markt erscheint.

FortuneJack

Jackdenjack tritt mit Kryptowährungen und Casino auf. Bemerkenswert ist, dass Schweizer Bewilligungen keine Krypto-Auszahlungen vorsehen – Gewinne und Guthaben werden nur auf ein Zahlungskonto im Namen des Inhabers ausgezahlt (Art. 50 Abs. 2 VGS). Wer dort spielt, ist vollständig auf den ausländischen Anbieter angewiesen.

BetLabel

BetLabel tritt international mit Sportwetten und Casino auf. Die Domain kann auf der Gespa-Sperrliste stehen; ein Schweizer Rekursweg fehlt.

Jackbit

Jackbit positioniert sich mit Krypto-Casino und Sportwetten. Da das Schweizer Recht Krypto-Zahlungen im regulierten Geldspiel nicht erlaubt, erfüllt der Anbieter grundlegende Standards für die Schweiz nicht. Es liegt zudem keine Schweizer Bewilligung vor. Spielende tragen das volle Risiko, da Schweizer Schutzinstrumente wie Spielsperren oder Einzahlungs- und Verlustlimiten gemäss BGS hier nicht zur Anwendung kommen.

Was von den übrigen bleibt. Sechs internationale Plattformen, alle ohne Schweizer Bewilligung, alle mit dem Risiko einer Sperrliste und ohne Schweizer Schutz. Sie sind hier aufgeführt, weil sie im Suchbild auftauchen. Sie sind keine Alternative zum legalen Weg über Swisslos oder Loterie Romande.

Wie man eine Prognosequelle prüft

Eine Prognosequelle prüft man nicht an einem Tipp. Man prüft sie an ihrer Bereitschaft, sich prüfen zu lassen.

Schritt eins: Methode erklären. Wer eine Wahrscheinlichkeit nennt, soll erklären, woher sie kommt. Form, Statistik, Quote, Verletzungen – das sind Eingangsdaten. Wer das nicht erklärt, hat entweder keine Methode oder möchte sie nicht offenlegen.

Schritt zwei: Trefferquote über lange Zeiträume. Eine Trefferquote ist nur dann ein Argument, wenn die Zeit lang ist. 50 Spiele reichen für ein Gefühl, 500 Spiele reichen für ein Urteil. Wer nur die letzten zehn Tipps zeigt, zeigt die Bausteine, nicht das Gebäude.

Schritt drei: Beziehung zum Markt. Eine Prognose, die nie die Quote erwähnt, ist ein Tipp, keine Prognose. Wer die Quote nennt, die er bekommen hat, gibt dem Leser die Möglichkeit, den Wert zu prüfen. Wer die Quote weglässt, gibt ein Versprechen, das nicht zu prüfen ist.

Schritt vier: Verlustgeständnis. Eine seriöse Quelle verliert Wetten und sagt das. Wer nur Gewinne zeigt, hat entweder Glück oder filtert. Beides ist kein Vertrauen.

Schritt fünf: Kein Versprechen. Wer «sichere Tipps» verspricht, lügt. Es gibt keine sicheren Wetten. Wer das schreibt, hat kein Verständnis von dem, was er anbietet, oder er nimmt den Leser nicht ernst.

Was am Ende zählt

Eine Prognose ist eine Schätzung. Sie ist nützlich, wenn sie auf nachvollziehbarer Methode beruht, eine faire Quote findet und im Verhältnis zum Einsatz steht, den sie kostet. Sie ist nicht nützlich, wenn sie als Versprechen verkauft wird, wenn die Quote den Wert auffrisst oder wenn die Plattform, auf der sie umgesetzt wird, in der Schweiz keine Bewilligung hat. In der Schweiz gibt es zwei Wege, auf eine Prognose zu setzen: Swisslos Sporttip für die Deutschschweiz und das Tessin, Loterie Romande Jouez Sport für die Westschweiz. Beide Wege sind bewilligt, sind an Verlustlimiten gebunden und stehen unter der Aufsicht der Gespa. Sie sind die einzigen Wege, die hier funktionieren.

Wer seine eigenen Limiten setzt, seine eigene Recherche macht und seine eigene Erwartung im Zaum hält, hat das Beste getan, was eine Seite wie diese vorschlagen kann. Eine Garantie auf Gewinn gibt es nicht. Eine Garantie auf den eigenen Schutz gibt es nur auf den zwei Wegen, die das Gesetz vorsieht.

Häufige Fragen

Wie entsteht eine Wettprognose, und welche Daten fliessen ein?

Eine Prognose kombiniert die Form der letzten Spiele, den Heimvorteil, statistische Kennzahlen wie Expected Goals und Torschüsse und den Vergleich mit der Marktquote des Anbieters. Jede seriöse Prognose nennt diese Bausteine; wer nur einen Tipp ohne Eingangsdaten liefert, gibt kein nachvollziehbares Urteil ab. Die vier Bausteine ergeben zusammen eine Wahrscheinlichkeit, die zur Quote ins Verhältnis gesetzt wird.

Warum ist eine kostenlose Wettprognose keine Garantie für einen Gewinn?

Weil eine Prognose eine Wahrscheinlichkeit schätzt, kein Ergebnis vorhersagt. Selbst bei 70 % Wahrscheinlichkeit verliert jede dritte Wette; bei Livewetten kommen Timing-Risiken und beim Anbieter liegende Regeln hinzu, die Quote auf 1.00 zu setzen. Eine kostenlose Prognose ist gratis in der Abgabe, nicht im Gewinn; was sie kostet, ist der Einsatz, den der Leser nach ihr setzt.

Welche Rolle spielen Quoten bei der Bewertung einer Prognose?

Die Quote übersetzt die Wahrscheinlichkeit des Anbieters in einen Preis. Eine faire Quote von 2.00 bedeutet eine faire Wahrscheinlichkeit von 50 %. Liegt die eigene Schätzung darüber, ist die Quote ein Wert; liegt sie darunter, ist die Quote überteuert. Erst der Abstand zur Quote entscheidet, ob eine Prognose zu einer Wette wird. Ohne Quotenangabe ist jede Prognose unvollständig.

Was ist die Marge eines Wettanbieters, und wie wirkt sie auf eine Prognose?

Die Marge ist der Anteil, den der Anbieter pro eingesetztem Franken im Schnitt behält; sie steckt in jeder einzelnen Quote. Bei einem Zwei-Wege-Markt mit beiden Quoten 1.90 liegt der Auszahlungsanteil bei rund 95 % und die Marge bei rund 5 %. Bei einem Drei-Wege-Markt wie 1X2 mit Quoten 2.10, 3.40, 3.60 liegt der Auszahlungsanteil bei rund 95,4 % und die Marge bei rund 4,6 %. Sie ist der Preis, den jede Wette an den Anbieter zahlt.

In der Schweiz darf nur bei zwei Veranstaltern auf eine Sportwette gesetzt werden: bei Swisslos unter dem Namen Sporttip für die Deutschschweizer Kantone, das Tessin und das Fürstentum Liechtenstein, und bei der Loterie Romande unter dem Namen Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone. Beide stehen unter der Aufsicht der Gespa und sind die einzigen Wege mit Schweizer Bewilligung.

Wie verlässlich sind Prognosen für Turniere im Vergleich zu Ligaspielen?

Prognosen für Ligen sind verlässlicher, weil mehr Spiele in die Schätzung einfliessen und Ausreisser sich mitteln. Prognosen für Turniere sind unzuverlässiger, weil die Datenbasis klein ist und ein einzelnes Spiel die ganze Prognose kippen kann. Eine Trefferquote, die in der Bundesliga über zehn Spiele 65 % erreicht, ist für ein WM-Turnier nicht zu erwarten, und niemand sollte sie dort versprechen.

Inhalt erstellt vom Team «englandwetteninfo»