French Open Wetten in der Schweiz – wer anbieten darf und was es kostet
Ladevorgang...
Wer in der Schweiz auf die French Open 2026 wetten will, hat eine deutlich engere Auswahl als Spielende in vielen anderen Ländern. Das Geldspielgesetz (BGS) erlaubt Sportwetten als Grossspiel nur zwei Veranstaltern, Swisslos mit dem Produkt Sporttip und Loterie Romande mit dem Produkt Jouez Sport. Alles, was daneben im Internet auftaucht, ist keine zugelassene Wettseite im Schweizer Recht. Im Folgenden wird erklärt, wer in der Schweiz welche French-Open-Wette platzieren kann, wie Quoten zu verstehen sind und was für Verlustlimiten, Steuern und Spielerschutz gilt.
Stand: Oktober 19, 2026 – geprüft gegen die Liste der Gespa (Interkantonale Geldspielaufsicht, Bern) und die Spielregeln von Sporttip (Version 4.2).
Was die French Open ausmacht und was das für Wetten bedeutet
Sandplatz, Grand-Slam-Status, zwei Geschlechter mit eigenem Format
Die French Open (Roland Garros) sind das einzige Grand-Slam-Turnier auf Sand und werden im Stade Roland Garros im 16. Arrondissement von Paris ausgetragen. Veranstalter ist die ITF, das erste internationale Turnier in dieser Tradition fand 1891 als «Championnat de France international de Tennis» statt. Seit 2022 spielen alle vier Grand-Slam-Turniere nach derselben Tiebreak-Regel: Bei 6:6 wird bis 7 gespielt, im Entscheidungssatz entscheidet ein Match-Tiebreak bis 10 mit zwei Punkten Vorsprung. Diese Formatregel ist der Schlüssel zu fast jeder Satz- und Spielwette, weil sie bestimmt, wie viele Sätze ein Match höchstens dauern kann und wann es zu einem Tiebreak kommt.

Im Herreneinzel der French Open 2026 gewann Alexander Zverev im Finale gegen Flavio Cobolli; im Dameneinzel setzte sich Mirra Andrejewa gegen die Qualifikantin Maja Chwalińska durch. Das Gesamtpreisgeld der Ausgabe 2026 belief sich auf 61,7 Mio. €, ein Anstieg um 9,35 % gegenüber dem Vorjahr. Die Einzelsieger erhielten jeweils 2,8 Mio. €. Wer auf die nächste Ausgabe blickt, sollte wissen: Die Rekordsieger sind Rafael Nadal mit 14 Titeln im Herreneinzel und Chris Evert mit 7 Titeln im Dameneinzel. Diese Historie prägt die Quoten für den Gesamtsieger stärker als jede kurzfristige Formkurve, weil ein noch aktiver Spieler mit grossem Sand-CV in den Wettmärkten systematisch tiefer steht.
Drei Gewinnsätze bei den Herren, zwei bei den Damen
Bei den Herren wird auf drei Gewinnsätze gespielt, bei den Damen auf zwei. Das hat zwei praktische Folgen für die Wette. Erstens sind Herren-Matches in der Regel länger, was die Streuung der Satzwetten erhöht. Zweitens verschiebt sich das Wahrscheinlichkeitsprofil: Ein Tiebreak im fünften Satz ist bei den Herren deutlich seltener als im dritten Satz, bei den Damen ist es umgekehrt. Für Wettende heisst das, dass eine Wette auf «mindestens ein Tiebreak» bei den Damen häufiger eintritt als bei den Herren, weil das Match nur einen dritten Satz braucht, um zu enden.
Die French Open 2026 fanden vom 24. Mai bis 7. Juni 2026 in Paris statt. Die Ausgabe ist damit abgeschlossen; die nächste folgt im Jahr darauf, ihre Daten sind in der Gespa-Liste und im offiziellen Spielplan noch nicht abschliessend publiziert. Wer heute Wetten prüft, sieht im Programm von Sporttip den Hauptfeld-Spielplan ab dem ersten Spieltag, die Qualifikation einige Tage vorher und das Finale am Ende der zweiten Woche. Langzeitwetten auf den Gesamtsieger werden in der Regel bis zum ersten Aufschlag des Hauptfeldes angeboten; danach wechseln die Märkte zu Einzelmatch- und Satzwetten.
Rechtslage in der Schweiz: nur zwei bewilligte Veranstalter
Das BGS und die Rolle der Gespa
Online-Sportwetten sind im Schweizer Recht ein Grossspiel (BGS, SR 935.51, in Kraft seit 1. Januar 2019, Art. 3 lit. c und e). Zuständig ist nicht die ESBK, die Casinos beaufsichtigt, sondern die Gespa (Interkantonale Geldspielaufsicht, Bern) auf Basis des Geldspielkonkordats. Eine Bewilligung besteht aus zwei Teilen, der Veranstalterbewilligung und der Spielbewilligung pro Spiel (Art. 21–25 BGS), und «gilt nur in der Schweiz» (Art. 4 BGS). Was gewettet werden darf, ist eine geschlossene Liste: die Gespa-Liste der bewilligten Sportarten, Wettbewerbe und Wetttypen (Stand 10.09.2026, Art. 25 BGS, Art. 29 VGS). Qualifikationsrunden sind nur wetterbar, wenn sie gelistet sind, Damenwettbewerbe ebenso, und Eckball- oder Kartenmärkte fehlen genauso wie ein Esports-Bereich.

Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter von Lotterien und Sportwetten bewusst auf zwei begrenzt: Swisslos (Sitz Basel) für die Deutschschweiz, das Tessin und das Fürstentum Liechtenstein, Loterie Romande (Société de la Loterie de la Suisse Romande, Sitz Lausanne) für die sechs Westschweizer Kantone FR, GE, JU, NE, VD und VS. Beide brauchen für jeden Spieltyp eine separate Bewilligung, beide müssen sich an die Spielregeln und Teilnahmebedingungen halten, die sie öffentlich publizieren. Wer ausserhalb dieser beiden Strukturen Sportwetten anbietet, hat im Schweizer Recht keine Bewilligung; die ausländische Lizenz – Curaçao, Malta, Deutschland oder anderswo – hat hier keine Kraft (Art. 4 BGS).
Was das für die Online-Teilnahme heisst
Die Online-Registrierung bei Sporttip setzt Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Swisslos-Vertragsgebiet voraus; eine Person darf sich nur einmal registrieren, und es darf keine Spielsperre bestehen. Das Mindestalter ist 18 Jahre. Die Identität wird über einen hochgeladenen Ausweis geprüft und gegen Adressdatenbanken abgeglichen. Wer im Gebiet der Loterie Romande wohnt, kann sich nur dort registrieren, und wer in einem Kanton wohnt, der zu keinem der beiden Veranstalter gehört, hat im Schweizer bewilligten System gar keinen Zugang zu Sportwetten. Das ist die Konsequenz der dezentralen Struktur: zwei Anbieter, klar abgegrenzte Gebiete, keine Überlappung.
Die Gespa führt keine breite Liste «weiterer bewilligter Buchmacher», weil es schlicht keine weiteren gibt. Sie publiziert eine Sperrliste ausländischer Domains, die Schweizer Telekom-Anbieter per DNS blockieren. Wer auf eine Seite stösst, die in der Schweiz als Sportwetten-Anbieter auftritt, aber weder Swisslos noch Loterie Romande ist, sollte davon ausgehen, dass die Domain auf der Sperrliste steht oder stehen kann. Die Blockierung greift innert Stunden, was den Anbieter zwingt, unter neuen Domains wieder aufzutauchen – ein Katz-und-Maus-Spiel, das im BGS ausdrücklich antizipiert ist.
Spielerschutz: Verlustlimiten, Spielsperre und Beratung
Verlustlimiten als Pflicht vor der ersten Wette
Bevor bei Sporttip die erste Wette abgegeben werden kann, müssen Spielende eigene Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen. Die Obergrenze pro Tag liegt bei CHF 9’999, für unter 21-Jährige bei CHF 1’000. Eine Senkung der Limite greift sofort; eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich lässt sich eine freiwillige Einzahlungslimite für 30 Tage setzen. Das BGS schreibt vor, dass der Veranstalter solche Maximalwerte für Einsätze oder Verluste anbieten muss (Art. 87 VGS); die genauen Werte und Fristen sind in den Spielregeln festgelegt und nicht im Gesetz. Wer den Schritt zur Erhöhung der Limite überlegt, sollte sich klarmachen, dass die Karenzfrist kein Zufall ist: Sie schützt vor einer Erhöhung im Affekt nach einem verlorenen Wettschein.
Spielsperre und das schweizweite Register
Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos inklusive Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Eine selbstgewählte Sperre kann gemäss BGS frühestens nach drei Monaten aufgehoben werden (Art. 84 VGS), und es ist eine Fachstelle einzubeziehen (Art. 81 BGS). Eine Spielsperre ist im Schweizer System die stärkste Form der Selbstkontrolle, weil sie unabhängig von der Willenskraft im Einzelfall technisch greift, sowohl bei Swisslos als auch bei der Loterie Romande.
Wer das eigene Wettverhalten grundsätzlich überdenkt, kann sich an die kantonalen Suchtberatungen wenden; für eine erste Anlaufstelle reicht der Blick in die Spielregeln oder in die Gespa-Hinweise zum Spielerschutz. Was die Gespa 2025 festgestellt hat, gehört in diese Diskussion: An Verkaufsstellen wurde in 47,5 % von 200 Testkäufen eine Sportwette an Minderjährige verkauft. Der Wert zeigt, dass der stationäre Schutz nicht so dicht ist, wie er sein sollte. Online ist die Lage enger, weil die Identitätsprüfung beim ersten Login greift, aber die Testkäufe erinnern daran, dass der Schutz an der Verkaufsstelle keine Selbstverständlichkeit ist.
Wettarten, Quoten und das, was eine Quote wirklich sagt
Vom Einsatz zum möglichen Gewinn
Eine Wette besteht aus dem Einsatz und der Quote. Der Brutto-Rückzahlungsbetrag bei einem Gewinn ist Einsatz mal Quote; der Nettogewinn ist Einsatz mal (Quote minus 1). Bei einer Einzelwette auf Quote 2.10 mit einem Einsatz von CHF 10 beträgt der Brutto-Rückfluss CHF 21, der Nettogewinn CHF 11. Bei einer Kombiwette multiplizieren sich die Quoten der einzelnen Voraussagen; eine Kombi aus drei Voraussagen mit den Quoten 1.80, 2.20 und 1.95 ergibt eine Gesamtquote von rund 7.72, was bei einem Einsatz von CHF 5 einen Brutto-Rückfluss von CHF 38.6 und einen Nettogewinn von CHF 33.6 bedeutet, sofern alle drei Voraussagen eintreffen.
Diese Mechanik ist auf jeder Sportwettseite identisch. Sie hat aber zwei Konsequenzen, die selten ausgesprochen werden. Erstens steigt der Nettogewinn einer Kombi überproportional mit jeder zusätzlichen Voraussage, gleichzeitig sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass alle Voraussagen eintreffen, multiplikativ. Eine Quote von 10.00 auf einer Einzelwette hat eine implizite Wahrscheinlichkeit von 10 %; eine Kombi mit Gesamtquote 10.00 aus zwei Einzelquoten von 3.16 hat je Einzel implizit etwa 31,6 %, gemeinsam also rund 10 % – das gleiche Verhältnis. Zweitens ist die Kombiwette der Ort, an dem die Marge des Anbieters am stärksten zuschlägt, weil sich die Margen der einzelnen Märkte multiplizieren.
Was die Marge in der Quote versteckt
Jede Quote enthält einen Aufschlag des Anbieters, die Marge. Bei einem Zweiwege-Markt mit beiden Quoten 1.90 ergibt sich die Auszahlungsquote als 1 geteilt durch (1/1,90 + 1/1,90) = 0,95, also 95 %. Die Marge des Anbieters ist 1 minus 0,95 = 0,05, also 5 %. Bei einer Quote von 1.85 auf beiden Seiten sinkt die Auszahlungsquote auf etwa 92,5 %, die Marge steigt auf 7,5 %. Bei 2.00/2.00 liegt die Marge bei 0 %, was in der Praxis nie vorkommt, weil der Anbieter sonst nichts verdient. Die Faustregel: Je näher die Quoten an der 2.00/2.00-Symmetrie liegen, desto höher die Marge.
Diese Mechanik ist der Grund, warum Gesamtsieger-Quoten bei den French Open besonders genau betrachtet werden müssen. Bei einem Tennisturnier gibt es nicht zwei, sondern dutzende mögliche Sieger; eine Quote von 6.00 auf einen Spieler bedeutet eine implizite Wahrscheinlichkeit von etwa 16,7 %, aber die Marge verteilt sich auf alle Quoten im Markt. Bei einem Feld von 20 plausiblen Titelanwärtern kann die Marge eines Gesamtsieger-Marktes leicht 8–12 % betragen, auch wenn jede Einzelquote «fair» aussieht. Wer den Markt versteht, schaut weniger auf die Spitzenquote und mehr auf den Durchschnitt der Quoten im Feld.
Welche Wettarten Sporttip anbietet
Sporttip unterscheidet zwischen Einzelwetten, Kombinationswetten und Systemwetten sowie zwischen Prematch- und Livewetten. Bei Einzelwetten wird eine Voraussage getätigt; bei Kombinationswetten müssen alle Voraussagen eintreffen, damit die Wette gewinnt; bei Systemwetten werden mehrere Kombinationen aus den ausgewählten Voraussagen gebildet, was die Gewinnwahrscheinlichkeit erhöht, aber den Einsatz vervielfacht. Der Mindesteinsatz beträgt für Einzel- und Kombinationswetten CHF 1, der Höchsteinsatz CHF 1’000; für Systemwetten liegt der Höchsteinsatz bei CHF 10’000. Swisslos kann diese Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen.
Eine Besonderheit bei Sporttip ist die Bet-Builder-Funktion: Voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung dürfen nur über diese Funktion kombiniert werden. Wer etwa auf «Satz 1: Tiebreak ja» und «Satz 2: Tiebreak ja» im selben Match wetten will, muss das im Bet-Builder tun, nicht als gewöhnliche Kombiwette. Nimmt Swisslos irrtümlich eine solche Kombination ohne Bet-Builder an, kann sie die ganze Wette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten. Für Wettende heisst das, dass die Wettart zum Inhalt passen muss; eine Einzelwette auf «Satz 1: Tiebreak ja» und eine Einzelwette auf «Satz 2: Tiebreak ja» sind zwei separate Wetten, keine kombinierte.
Cash-Out und die Frage des vorzeitigen Ausstiegs
Cash-Out ist bei Sporttip für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten verfügbar, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Der angebotene Betrag ist tiefer als der mögliche Gewinn bei regulärem Wettausgang und hängt vom Stand der Sportereignisse ab; Swisslos kann Cash-Out jederzeit ändern und muss Cash-Out nicht für alle Wetten anbieten. Ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und es besteht keine Garantie, dass der Markt in einem bestimmten Zeitfenster verfügbar ist. Wer mit Cash-Out arbeitet, sollte die Bedingungen kennen: Es ist ein Mechanismus, um Gewinne vorzeitig zu sichern oder Verluste zu begrenzen, kein automatisches Schutznetz.
Livewetten und der Zeitfaktor
Livewetten auf French-Open-Matches funktionieren bei Sporttip unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird; die Wette zählt, sobald sie platziert ist. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00, ebenso in spielentscheidenden Situationen wie Elfmeter, Roter Karte oder Schiedsrichter-Entscheid kann die Wette mit Quote 1.00 gewertet werden. Im Tennis gibt es diese Situationen nicht in derselben Form, aber das Prinzip gilt: Wer in Echtzeit wettet, trägt das Risiko, dass die Wette in einer Phase platziert wird, in der der Ausgang bereits feststeht oder unmittelbar bevorsteht. Die Sporttip-Logik wertet das als Wette ohne Wert, was die Bedeutung der Reaktionszeit unterstreicht.
Quotenboosts und Profitboosts als Mechanik
Quotenboosts bei Sporttip gelten nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage; sie sind pro Wettenden nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert. Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Bei einem Cash-Out verfällt der Boost. Was hier «Boost» heisst, ist eine befristete Erhöhung der Quote, kein dauerhafter Vorteil; wer regelmässig auf die gleichen Märkte setzt, sollte die Boost-Märkte nicht überbewerten, weil die Erhöhung meist auf eine spezifische Quote oder einen Einsatzdeckel begrenzt ist.
Der Kombiboost: Progression statt Geschenk
Der Sporttip-Kombiboost verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Mindestquote von je 1.50 und gilt nur online (Prematch, Live, Systemwetten). Der Bonus auf den Nettogewinn staffelt sich: 5 % bei vier Voraussagen, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn Voraussagen. Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert. Hier zeigt sich das Muster vieler «Boosts» im Wettmarkt besonders klar: Die Progression belohnt das Risiko, nicht die Qualität der Voraussagen. Ein 100 %-Boost auf fünfzehn Voraussagen mit Mindestquote 1.50 führt zu einer Gesamtquote von etwa 1,50^15 = 437, was eine implizierte Wahrscheinlichkeit von etwa 0,23 % hat. Selbst mit dem verdoppelten Nettogewinn bleibt das eine Wette, die praktisch nie eintrifft. Der Boost ist Marketing, kein Wettvorteil.
Spielplan, Märkte und was die Gespa-Liste zulässt
Welche Wettbewerbe im Programm stehen
Die Gespa-Liste vom 10.09.2026 enthält die bewilligten Sportarten, Wettbewerbe und Wetttypen. Für die French Open bedeutet das: Das Herreneinzel, das Dameneinzel, das Herrendoppel, das Damendoppel und das Mixed sind bewilligungsfähig, ebenso die Qualifikation, sofern sie in der Liste auftaucht. Welche konkreten Wetten auf einen Match angeboten werden – Sieger des Matches, Sieger des Satzes, Anzahl Spiele, Tiebreak ja/nein, Handicap – hängt von der Gespa-Liste ab und vom Wettprogramm von Sporttip oder Jouez Sport. Märkte, die in der Liste fehlen, dürfen nicht angeboten werden; das schliesst Eckbälle, Karten oder esports-Märkte genauso aus wie nicht gelistete Wettbewerbe.
Die Spieldauer eines Matches beeinflusst das Wettprogramm: Herrenmatches auf drei Gewinnsätze können fünf Sätze dauern, was die Zahl der möglichen Satzwetten erhöht. Damenmatches auf zwei Gewinnsätze enden nach maximal drei Sätzen, was das Wettprogramm kompakter macht. Im Wettschein spiegelt sich das in der Zahl der verfügbaren Märkte pro Match: Bei einem Herrenmatch sind typischerweise mehr Märkte verfügbar als bei einem Damenmatch, einfach weil mehr Sätze möglich sind.
Wie der Spielplan die Wettmöglichkeiten prägt
Die French Open 2026 liefen vom 24. Mai bis 7. Juni 2026. In den ersten Tagen sind vor allem Qualifikations- und Erstrundenmatches im Programm, später die Achtel-, Viertel- und Halbfinals, am Schlusswochenende die Finals der Einzel und der Doppel. Für Langzeitwetten auf den Gesamtsieger heisst das: Je früher die Wette platziert wird, desto höher die Quote, aber desto unsicherer das Feld. Wer kurz vor dem Halbfinal wetten will, sieht ein Feld von vier Spielern und entsprechend höhere Quoten, aber auch weniger Auswahl. Wer bereits im Achtelfinal auf den Sieger des Turniers wetten will, geht eine Wette über vier bis fünf Runden ein, was die kombinierte Wahrscheinlichkeit des Eintreffens deutlich senkt.
Livewetten: was geht und was nicht
Livewetten sind im BGS erlaubt, vor und während des Spiels, sofern der Veranstalter über die entsprechende Bewilligung verfügt. Es gibt keine gesetzliche Einschränkung auf bestimmte Live-Märkte. Was auf dem Wettschein erscheint, hängt vom Wettprogramm ab. Cash-Out ist bei Sporttip für Livewetten verfügbar, aber nur als vollständiges Cash-Out, nicht als Teilauszahlung. Für die French Open bedeutet das: Wer auf den Sieger des nächsten Satzes live wetten will, findet den Markt bei laufendem Match, kann ihn platzieren und bei Bedarf per Cash-Out vorzeitig aussteigen lassen. Die Verfügbarkeit ist nicht garantiert; Sporttip behält sich vor, Cash-Out für einzelne Wetten nicht anzubieten.
Vergleich der Anbieter: was die bewilligten Veranstalter bieten und was nicht
Überblick: Wer darf in der Schweiz Sportwetten anbieten
In der Schweiz dürfen nur zwei Veranstalter Sportwetten anbieten: Swisslos mit dem Produkt Sporttip und Loterie Romande mit dem Produkt Jouez Sport. Beide haben eine Veranstalterbewilligung und Spielbewilligungen unter dem BGS, beide werden von der Gespa beaufsichtigt. Ausländische Anbieter, die Schweizer Spielerinnen und Spieler über das Internet erreichen, haben in der Schweiz keine Bewilligung, keine Verbindung zum schweizerischen Ausschlussregister und keinen Schweizer Rechtsschutz. Die folgende Tabelle ordnet das ein, ohne Wertung der ausländischen Marken in Bereichen, in denen die Faktenlage keine Aussage trägt.
| Anbieter | Bewilligung in der Schweiz | Veranstalter / bewilligtes Produkt |
|---|---|---|
| Swisslos Sporttip | Schweizer Bewilligung (BGS) | SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft (Basel); Produkt Sporttip |
| Loterie Romande Jouez Sport | Schweizer Bewilligung (BGS) | Loterie Romande (Société de la Loterie de la Suisse Romande); Produkt Jouez Sport |
| Betify | ohne Schweizer Bewilligung | Lizenz nicht festgestellt; keine Kraft in der Schweiz (Art. 4 BGS); Domain kann auf der Gespa-Sperrliste stehen |
| FortuneJack | ohne Schweizer Bewilligung | Lizenz nicht festgestellt; keine Kraft in der Schweiz (Art. 4 BGS); Domain kann auf der Gespa-Sperrliste stehen |
| BetLabel | ohne Schweizer Bewilligung | Lizenz nicht festgestellt; keine Kraft in der Schweiz (Art. 4 BGS); Domain kann auf der Gespa-Sperrliste stehen |
| Funbet | ohne Schweizer Bewilligung | Lizenz nicht festgestellt; keine Kraft in der Schweiz (Art. 4 BGS); Domain kann auf der Gespa-Sperrliste stehen |
| Betclic | ohne Schweizer Bewilligung | Lizenz nicht festgestellt; keine Kraft in der Schweiz (Art. 4 BGS); Domain kann auf der Gespa-Sperrliste stehen |
| X3Bet | ohne Schweizer Bewilligung | Lizenz laut Drittquellen: Tobique (Kanada); keine Kraft in der Schweiz (Art. 4 BGS); Domain kann auf der Gespa-Sperrliste stehen |
| Bahigo | ohne Schweizer Bewilligung | Lizenz nicht festgestellt; keine Kraft in der Schweiz (Art. 4 BGS); Domain kann auf der Gespa-Sperrliste stehen |
| Rollbit | ohne Schweizer Bewilligung | Lizenz nicht festgestellt; keine Kraft in der Schweiz (Art. 4 BGS); Domain kann auf der Gespa-Sperrliste stehen |
Die Tabelle zeigt, wo die Bewilligungsgrenze verläuft: alles, was nicht Swisslos oder Loterie Romande ist, hat in der Schweiz keine Bewilligung. Die ausländischen Anbieter können in anderen Ländern zugelassen sein; was sie nicht können, ist, sich auf diese Zulassung in der Schweiz zu berufen. Für Werbung für in der Schweiz nicht bewilligte Sportwetten droht eine Busse bis CHF 500’000 (Art. 131 BGS); das Strafrecht gegen die Anbieter sieht bei kommerziellem Betrieb Freiheitsstrafen bis fünf Jahre vor (Art. 130 BGS).
Swisslos Sporttip: der Platzhirsch im deutschsprachigen Gebiet
Swisslos veranstaltet Sportwetten unter dem Produktnamen Sporttip und betreut die Deutschschweizer Kantone, das Tessin und das Fürstentum Liechtenstein. Der Sitz ist Basel, die Online-Teilnahme setzt einen Wohnsitz im Vertragsgebiet voraus. Die Spielregeln (Version 4.2) regeln die Wettarten, den Mindest- und Höchsteinsatz, Cash-Out, Livewetten, Quotenboosts, Profitboosts und den Kombiboost. Die Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage sind vor der ersten Wette zu setzen, mit Obergrenze CHF 9’999 pro Tag (CHF 1’000 unter 21 Jahren); eine Senkung greift sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Die Spielsperre lässt sich produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst setzen; eine unbefristete Sperre wird im schweizweiten Register eingetragen.
Was den Wettmarkt Tennis angeht, ist Sporttip der einzige Schweizer Veranstalter im deutschsprachigen Raum, der ein vollständiges French-Open-Programm anbieten kann. Die Quotierung folgt den internationalen Marktbewegungen, mit der üblichen Marge, die bei Zweiwege-Märkten um die 5 % liegt. Die Mindestquote für den Kombiboost (1.50) ist die Schwelle, ab der Voraussagen in den Bonusstaffel zählen. Für Wettende, die im Vertragsgebiet wohnen, ist Sporttip die einzige rechtlich saubere Adresse.
Loterie Romande Jouez Sport: das Westschweizer Pendant
Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Genf, Jura, Neuenburg, Waadt und Wallis. Der Sitz ist Lausanne, die Kontaktadresse Avenue de Provence 14, 1001 Lausanne, mit 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitenden. Online gilt dasselbe Prinzip wie bei Swisslos: Wohnsitz im Vertragsgebiet, Identitätsprüfung beim Login, eigene Verlustlimiten, Spielsperre. Wer in der Romandie wohnt, kann sich nur bei Jouez Sport registrieren, nicht bei Sporttip. Das ist die Konsequenz der geografischen Aufteilung.
Für das French-Open-Angebot bedeutet das: Wer in Genf oder Lausanne wettet, geht über Jouez Sport; wer in Zürich oder Bern wettet, über Sporttip. Die Wettauswahl und die Quotenstruktur sind im Rahmen der Gespa-Liste ähnlich, aber die konkreten Märkte und Quoten werden von den beiden Veranstaltern unabhängig festgelegt. Wer vergleicht, sieht die gleichen Matchquoten mit kleinen Differenzen in der Marge; was den Gesamtsieger angeht, können die Anbieter unterschiedliche Felder anbieten.
Ausländische Anbieter ohne Schweizer Bewilligung
Die ausländischen Anbieter in der Tabelle – Betify, FortuneJack, BetLabel, Funbet, Betclic, X3Bet, Bahigo, Rollbit – haben in der Schweiz keine Bewilligung. Wettprogramm, Limits, Quotierung und Spielerschutz regeln sie in den eigenen AGB; was sie anbieten, ist nicht in der Gespa-Liste erfasst, weil sie nicht in der Schweiz bewilligt sind. Ihre Domains können auf der Gespa-Sperrliste stehen, die Schweizer Telekom-Anbieter per DNS blockieren. Die Sperrliste wurde 2019 eingeführt; Ende 2025 umfasste sie 671 Domains, blockiert werden unter anderem Domains von Interwetten und Bet-at-Home, und bet365 wird namentlich als gelistet geführt.
Wer in der Schweiz auf einer solchen Seite wettet, hat keinen Schweizer Rechtsschutz. Die Spielregeln, der Spielerschutz, die Spielsperre und die Verlustlimiten sind Eigenregeln des Anbieters, die im Schweizer Recht nicht durchgesetzt werden. Gewinne ausländischer Anbieter sind in der Schweiz anders zu versteuern als Gewinne aus bewilligten Grossspielen: Der Kanton Thurgau etwa behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen als voll steuerbares Einkommen unabhängig von der Höhe, während bei bewilligten Anbietern der bundesweite Steuerfreibetrag gilt. Wer aus kantonaler Sicht bestimmen will, was im eigenen Fall gilt, fragt die kantonale Steuerverwaltung oder einen Steuerberater.
Welcher Anbieter für welchen Wettenden
Wer im Vertragsgebiet von Swisslos wohnt, kommt an Sporttip nicht vorbei, wenn er eine bewilligte Wette platzieren will. Wer im Vertragsgebiet der Loterie Romande wohnt, hat mit Jouez Sport die einzige bewilligte Adresse. Wer in keinem der beiden Gebiete wohnt – was selten, aber möglich ist –, hat im Schweizer bewilligten System keine Möglichkeit zur Online-Sportwette. Wer ausländische Anbieter nutzt, akzeptiert die fehlende Bewilligung, den fehlenden Schweizer Rechtsschutz und die Sperrlisten-Risiken. Wer auf Marge und Quotierung optimieren will, vergleicht beide Schweizer Anbieter; der Unterschied ist im Centbereich pro Wette, nicht in der Grössenordnung.
Für Wettende, die einen konkreten Match auf den French Open spielen wollen, gilt: Die Wettart und der Markt müssen in der Gespa-Liste stehen. Wer auf Tiebreak ja/nein im ersten Satz wetten will, prüft die Verfügbarkeit im Wettprogramm von Sporttip oder Jouez Sport, bevor er den Wettschein aufsetzt. Wer auf den Gesamtsieger wetten will, schaut auf das Feld und die Quoten; das Ranking der Spielerinnen und Spieler ist dieselbe Datenbasis wie überall, aber die Quote ist die des Schweizer Anbieters, nicht die eines ausländischen Marktes.
Steuern: was von einem Gewinn übrig bleibt
Freibetrag und Verrechnungssteuer
Gewinne aus bewilligten Schweizer Grossspielen, zu denen Sportwetten explizit gehören, sind einkommensteuerfrei bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn. Der Bund hat die Schwelle auf CHF 1’071’000 ab 1.1.2026 festgelegt; 2025 lag sie bei CHF 1’070’400. Oberhalb dieser Schwelle zieht der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ab, die über die Steuererklärung zurückgefordert werden kann. Die kantonalen Freibeträge unterscheiden sich; die Faustregel «je nach Kanton» gilt, nicht eine einzelne kantonale Zahl. Für die meisten Wettenden, die im Leben nicht annähernd eine Million mit einer Einzelwette gewinnen, fällt weder Einkommensteuer noch Verrechnungssteuer an.
Gewinne ausländischer Anbieter unterliegen keiner Verrechnungssteuer, weil kein Schweizer Veranstalter die 35 % abzieht. Die kantonale Praxis ist aber unterschiedlich: Thurgau etwa behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen als voll steuerbares Einkommen unabhängig von der Höhe. Wer in einem anderen Kanton wohnt, prüft die eigene kantonale Praxis. Es gibt keine Schweizer Wettsteuer auf den Einsatz; eine Wette von CHF 100 kostet CHF 100 Einsatz, nicht CHF 100 plus eine Steuer.
Werbung und die Folgen für den Anbieter, nicht für die Spielenden
Werbung für in der Schweiz nicht bewilligtes Glücksspiel ist verboten (Art. 74 Abs. 3 BGS) und wird mit einer Busse bis CHF 500’000 bestraft (Art. 131 BGS). Gratiswetten oder Gratisspielguthaben brauchen die vorgängige Zustimmung der Gespa (Art. 75 Abs. 2 BGS). 2025 hat die Gespa 24 Zustimmungen an die Loterie Romande und 8 an Swisslos erteilt; konkrete Bonusbeträge und -bedingungen stehen in den Spielregeln der jeweiligen Anbieter, nicht im Gesetz. Die Spielenden machen sich mit der Nutzung einer ausländischen Seite nicht strafbar, aber ihre Gewinne können in einem Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden, und es gibt keinen Schweizer Schutz im Streitfall.
Was eine Quote wirklich über die Marge verrät
Beispielrechnung: ein ausgeglichenes Zweiwege-Match
Bei einem Zweiwege-Markt mit beiden Quoten 1.90 ergibt sich die Auszahlungsquote als Kehrwert der Summe der reziproken Quoten: 1 ÷ (1/1,90 + 1/1,90) ≈ 0,95. Das heisst: Von jedem Franken Einsatz zahlt der Anbieter im Durchschnitt 95 Rappen als Gewinn aus, 5 Rappen behält er als Marge. Bei Quoten 1.85/1.85 sinkt die Auszahlungsquote auf etwa 92,5 %, die Marge steigt auf etwa 7,5 %. Bei 1.95/1.95 steigt die Auszahlungsquote auf etwa 97,4 %, die Marge sinkt auf etwa 2,6 %. Das ist die Information, die in der Quote steckt: Sie ist nie ein neutraler Wahrscheinlichkeitswert, sondern eine um die Marge bereinigte Schätzung.
Diese Mechanik ist unabhängig vom Anbieter; sie folgt aus der Definition der Quote. Was sich zwischen den Anbietern unterscheidet, ist die Höhe der Marge, und die wiederum ist ein Stück Preispolitik. Bei den French Open, wo die Quote auf den Gesamtsieger über ein ganzes Feld läuft, ist die Marge entsprechend höher als im einzelnen Match. Wer die Marge schätzen will, summiert die reziproken Quoten aller Auswahlmöglichkeiten und schaut, wie weit die Summe von 1,0 (bei einem fairen Markt ohne Marge) abweicht. Eine Summe von 1,08 entspricht einer Marge von rund 8 %; eine Summe von 1,12 entspricht rund 12 %.
Warum das für die French Open relevant ist
Ein Tennismatch hat im Gegensatz zu einem Fussballspiel nicht drei, sondern zwei reguläre Ausgänge (Sieg Spieler A, Sieg Spieler B); bei einem klaren Favoriten wird die Quote auf den Aussenseiter hoch, auf den Favoriten tief sein, mit unterschiedlichen Margen je nach Ausgang. Im Gesamtsieger-Markt mit 32 bis 64 plausiblen Kandidaten ist die Margenberechnung komplexer, aber das Prinzip ist dasselbe. Die Konsequenz für Wettende: Eine hohe Quote auf einen Aussenseiter im Match-Markt bedeutet nicht automatisch einen «besseren» Wert, sondern eine hohe implizierte Wahrscheinlichkeit eines Siegs dieses Aussenseiters, korrigiert um die Marge. Wer mit 5.00 auf einen Aussenseiter wettet, hat eine implizierte Wahrscheinlichkeit von 20 %, abzüglich Marge; bei einer Marge von 7,5 % liegt die faire Wahrscheinlichkeit näher bei 21,5 %.
Häufige Fragen zu French-Open-Wetten in der Schweiz
Welche Wetten auf Tennisturniere sind in der Schweiz bewilligt?
Die Gespa-Liste der bewilligten Sportarten, Wettbewerbe und Wetttypen (Stand 10.09.2026) regelt, was angeboten werden darf. Für die French Open umfasst das die Einzel- und Doppelwettbewerbe der Damen und Herren, sofern der Wettbewerb und die Wettart gelistet sind. Qualifikationsrunden und Damenwettbewerbe sind nur wetterbar, wenn sie in der Liste stehen; Eckball- oder Kartenmärkte fehlen ebenso wie ein Esports-Bereich. Was nicht in der Liste steht, darf von Swisslos oder Loterie Romande nicht angeboten werden. Die Liste wird von der Gespa gepflegt; aktuell ist sie über die Gespa-Website abrufbar.
Wie liest man die Quoten für den Gesamtsieger, und was ist die Marge?
Beim Gesamtsieger wird auf den Spieler oder die Spielerin gewettet, die das Turnier gewinnt. Die Quote ist Einsatz mal (Quote minus 1) mal Nettogewinn. Die Marge ergibt sich aus der Summe der reziproken Quoten aller angebotenen Auswahlmöglichkeiten minus 1,0, ausgedrückt in Prozent. Bei einem Feld von 20 plausiblen Titelanwärtern mit Quoten zwischen 4.00 und 60.00 liegt die Marge leicht bei 8–12 %, was die Auszahlungsquote drückt. Wer den Markt versteht, sortiert die Quoten nicht nach Grösse, sondern schaut auf das Feld und die Marge; die höchste Quote ist nicht der «beste Wert», wenn die implizierte Wahrscheinlichkeit eines Siegs gegen Null geht.
Welche Rolle spielen drei Gewinnsätze bei den Herren und zwei bei den Damen?
Bei den Herren wird auf drei Gewinnsätze gespielt, bei den Damen auf zwei. Das bedeutet, dass Herrenmatches bis zu fünf Sätze dauern können, Damenmatches höchstens drei. Im Wettschein schlägt sich das in der Zahl der verfügbaren Satzmärkte nieder, und in der Häufigkeit, mit der ein Tiebreak vorkommt: Bei den Damen ist die Wahrscheinlichkeit eines Tiebreaks im dritten Satz deutlich höher als bei den Herren im fünften Satz, einfach weil weniger Sätze gespielt werden. Wer auf «Tiebreak ja im Match» wettet, hat bei den Damen eine höhere Trefferwahrscheinlichkeit als bei den Herren, was sich in der Quote widerspiegelt.
Welche Verlustlimiten müssen vor der ersten Wette gesetzt werden?
Bei Sporttip müssen vor der ersten Wette Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage gesetzt werden, mit einer Obergrenze von CHF 9’999 pro Tag (CHF 1’000 unter 21 Jahren). Eine Senkung der Limite greift sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für 30 Tage möglich. Das BGS verpflichtet die Veranstalter, solche Limiten anzubieten; die konkreten Werte und Karenzfristen sind in den Spielregeln festgelegt. Wer die Limite erhöhen will, sollte die 72-Stunden-Frist als Schutz vor einer Affekthandlung lesen, nicht als Schikane.
Wie unterscheidet sich ein bewilligter Veranstalter von einer ausländischen Wettseite?
Ein bewilligter Veranstalter hat eine Veranstalter- und Spielbewilligung unter dem BGS, unterliegt der Aufsicht der Gespa, ist an die Spielregeln und die Verlustlimiten gebunden, ist mit dem schweizweiten Ausschlussregister verbunden und zahlt Gewinne über ein Konto auf den Namen der Inhaberin oder des Inhabers aus. Eine ausländische Wettseite hat in der Schweiz keine dieser Eigenschaften: keine Bewilligung, keine Aufsicht, keine Verbindung zum Ausschlussregister, keine Pflicht zur Auszahlung auf ein Schweizer Konto, kein Schweizer Rechtsschutz. Die ausländische Lizenz, Curaçao, Malta, Deutschland oder Tobique, hat in der Schweiz keine Kraft (Art. 4 BGS). Domains ausländischer Anbieter können auf der Gespa-Sperrliste stehen, die per DNS blockiert wird; das Spiel auf einer ausländischen Seite ist in der Schweiz nicht strafbar, aber Gewinne können im Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden.
Muss ein Gewinn aus einer French-Open-Wette versteuert werden?
Bei bewilligten Schweizer Grossspielen sind Gewinne bis zum bundesweiten Freibetrag von CHF 1’071’000 (Stand 1.1.2026) einkommensteuerfrei; oberhalb dieser Schwelle zieht der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ab, die über die Steuererklärung zurückgefordert werden kann. Die kantonalen Freibeträge unterscheiden sich; «je nach Kanton» ist die zutreffende Formel, nicht eine einzelne Zahl. Bei ausländischen Anbietern fällt keine Verrechnungssteuer an, aber die kantonale Praxis ist unterschiedlich: Thurgau etwa behandelt solche Gewinne als voll steuerbares Einkommen unabhängig von der Höhe. Für die genaue Auskunft im eigenen Fall ist die kantonale Steuerverwaltung oder ein Steuerberater die richtige Adresse.
Tennis – englandwetteninfo
Inhalt erstellt vom Team «englandwetteninfo»
