Wer in der Schweiz auf die Copa América wetten darf – und wer nicht

Updated Oktober 2026
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Ein Fussball auf einem staubigen Rasenstück in der Abendsonne, im Hintergrund eine hohe Bergkette

Stand: Oktober 19, 2026 · Bewilligungen geprüft gegen die Gespa- und Gespa-Sperrliste-Angaben sowie die Spielregeln und Teilnahmebedingungen von Swisslos Sporttip und Loterie Romande Jouez Sport.

Die Copa América 2024 fand vom 20. Juni bis 14. Juli 2024 in den USA mit 16 Nationen statt.

Eine Copa América 2026 findet nicht statt. Die Jahreszahl im Stichwort gehört zur Veröffentlichung dieses Textes, nicht zum Turnier: Die letzte Austragung war die Copa América 2024 in den USA, geplant ist die nächste für Juni und Juli 2028, Austragungsort offen. Wer in der Schweiz auf ein Länderturnier wie die Südamerikameisterschaft wetten will, hat deshalb nur zwei seriöse Wege – Swisslos Sporttip im deutschsprachigen Vertragsgebiet und Loterie Romande Jouez Sport in der Romandie. Beide Wege haben eigene Verlustlimiten, eigene Mindesteinsätze und einen eigenen Schutzrahmen. Alles andere ist Werbung für Anbieter ohne Schweizer Bewilligung. Das ist die ganze Landkarte, und sie ist kleiner, als die meisten Suchergebnisse suggerieren.

Spielerschutz und Limiten – was bei Sporttip und Jouez Sport für jede Wette gilt

Bevor ein erstes Ticket bei Sporttip oder Jouez Sport abgegeben werden kann, müssen Verlustlimiten für einen, sieben und 30 Tage gesetzt werden – das verlangt das Geldspielgesetz für Grossspiele in der Schweiz. Swisslos setzt die Obergrenze für volljährige Spielende auf CHF 9’999, für unter 21-Jährige auf CHF 1’000. Eine Senkung greift sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Wer möchte, kann zusätzlich eine freiwillige Einzahlungslimite für 30 Tage setzen. Diese Werte sind nicht Standard, sie werden vom Spielenden selbst bestimmt. Wer sie nicht bewusst setzt, läuft mit dem Maximum – und das Maximum ist hoch.

Ein Notizbuch mit handschriftlichen Einträgen und eine Tasse Tee stehen auf einem Tisch neben einer Stehlampe
Vor der ersten Sporttip-Teilnahme müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen; eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden.

Zwei Schutzschalter lohnen den Blick, bevor die erste Wette auf Argentinien oder Brasilien abgegeben wird. Erstens: Eine Spielsperre lässt sich bei Swisslos produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst setzen, ohne vorzeitige Aufhebung. Eine unbefristete Sperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos – online wie am Schalter – sowie im Fürstentum Liechtenstein. Zweitens: Wer nach drei Monaten aus einer Sperre zurück will, braucht eine Fachstelle. Das ist kein Formakt, das ist ein Termin.

Was in der Statistik untergeht: Die Gespa hat 2025 an 200 Verkaufsstellen testgekauft und in 47.5 % der Fälle eine Sportwette an eine minderjährige Person verkauft bekommen. Der Schutz greift am Schalter nicht so, wie er sollte. Wer am Schalter wettet, sollte das im Kopf behalten. Online ist die Schwelle 18 Jahre, Verifikation per Ausweis, eine Registrierung pro Person, kein zweites Konto. Wer unter 18 ist, ist ausgeschlossen – und wer selbst auf einem Wettereignis als Athlet antritt, darf auf dieses Ereignis nicht setzen. Diese letzte Regel steht nicht in der Werbung, sie steht in den Spielregeln.

Anbieter im Vergleich – die zwei Bewilligten und der Rest ohne Erlaubnis

Die Schweiz lässt nur zwei Veranstalter für Sportwetten zu: Swisslos mit dem Produkt Sporttip, und Loterie Romande mit dem Produkt Jouez Sport. Beide haben eine Veranstalterbewilligung und eine Spielbewilligung nach dem Geldspielgesetz, beide werden von der Gespa beaufsichtigt. Alles, was nicht eines dieser beiden Produkte ist, hat in der Schweiz keine Bewilligung. Auch wenn die Webseite einen anderen Namen trägt und in Curaçao, Malta oder auf den Philippinen registriert ist: Eine ausländische Lizenz hat in der Schweiz keine Wirkung. Wer dort wettet, hat keinen Schweizer Schutz und keine Schweizer Beschwerdestelle.

Die folgende Übersicht ordnet die zehn bekanntesten Anbieter, die Schweizerinnen und Schweizer in Suchmaschinen finden, nach Bewilligungsstatus und organisatorischer Einbettung. Sie zeigt, wer mitspielen darf und wer nicht, und sie trennt die beiden Lager konsequent – denn wer beim einen Anbieter wettet, hat ein anderes Schutzniveau als beim anderen.

Anbieter Bewilligung in der Schweiz Veranstalter oder Lizenz
Swisslos Sporttip Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung nach BGS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Basel – Produkt Sporttip
Loterie Romande Jouez Sport Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung nach BGS Société de la Loterie de la Suisse Romande, Lausanne – Produkt Jouez Sport
Wettigo keine Schweizer Bewilligung Lizenz nicht festgestellt, ohne Wirkung in der Schweiz
Betwinner keine Schweizer Bewilligung Lizenz nicht festgestellt, ohne Wirkung in der Schweiz
BetOnRed keine Schweizer Bewilligung Lizenz nicht festgestellt, ohne Wirkung in der Schweiz
BC.Game keine Schweizer Bewilligung Lizenz nicht festgestellt, ohne Wirkung in der Schweiz
Betscore keine Schweizer Bewilligung Lizenz nicht festgestellt, ohne Wirkung in der Schweiz
FortuneJack keine Schweizer Bewilligung Lizenz nicht festgestellt, ohne Wirkung in der Schweiz
Rabona keine Schweizer Bewilligung Lizenz nicht festgestellt, ohne Wirkung in der Schweiz
Jackbit keine Schweizer Bewilligung Lizenz nicht festgestellt, ohne Wirkung in der Schweiz

Die Tabelle trägt wenig Informatisches, das täuscht nicht. Wer in der Schweiz auf eine Copa América wetten will, hat zwei reale Optionen, beide in einer eigenen Sprachregion, beide mit eigenen Limits. Wer einen anderen Namen sucht, sucht einen Anbieter ohne Schweizer Erlaubnis – und dieser Anbieter kann auf die Gespa-Sperrliste gesetzt werden, was Schweizer Telekomanbieter per DNS-Sperre umsetzen. Das ist der Stand, der Rest ist Marketing.

Swisslos Sporttip – das deutschsprachige Angebot

Swisslos betreibt Sporttip und bedient die Deutschschweizer Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH sowie den Kanton Tessin und das Fürstentum Liechtenstein. Wer dort wohnt, kann online ein Konto eröffnen – Verifikation per Ausweis, eine Registrierung pro Person, keine doppelte Identität. Der Mindesteinsatz pro Einzel- und Kombinationswette liegt bei CHF 1, das Maximum bei CHF 1’000 pro Einzel- oder Kombiwette, bei Systemwetten bei CHF 10’000. Swisslos darf diese Werte jederzeit ohne Begründung ändern, und eine Wette über dem Limit wird schlicht nicht angenommen.

Das Programm kennt die üblichen Wettformen: Einzelwette, Kombination, System, Prematch und Live, sowie einen Bet Builder für voneinander abhängige Märkte derselben Partie. Cash-Out funktioniert online für Einzel-, Kombi- und Langzeitwetten, prematch und live, aber nur als vollständiges Cash-Out, nie anteilig. Eine Garantie, dass Cash-Out auf einem bestimmten Markt zur Verfügung steht, gibt es nicht, und der Cash-Out-Betrag fällt fast immer tiefer aus als der Gewinn bei regulärem Wettenende. Der Kombiboost bringt 5 % Bonus auf den Nettogewinn bei vier Voraussagen ab Quote 1.50, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn, 100 % bei fünfzehn. Quoten- und Profitboosts sind pro Person einmalig nutzbar und greifen nicht bei Cash-Out.

Die Spielregeln sind klar in zwei Punkten: Erstens zählt bei Fussball die reguläre Spielzeit plus Nachspielzeit; Verlängerung und Penaltyschiessen werden nur gewertet, wenn das Wettprogramm es ausdrücklich vermerkt. Bei der Copa América 2024 hiess das im Finalspiel: Die regulären 90 Minuten endeten 0:0, es gab Verlängerung, dann das 1:0 – die Wette auf das Ergebnis nach 90 Minuten ist eine andere als die Wette auf den Sieger. Zweitens wird der Gewinn auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen genau abgerundet; ein kleiner Effekt, aber er schleift sich bei jedem Ticket mit.

Wird ein Spiel abgesagt und nicht innert 48 Stunden nachgeholt (oder im Turnierrahmen ersetzt), ist die Einzelwette ungültig und wird zurückbezahlt, in einer Kombination erhält die betroffene Voraussage die Quote 1.00. Gewinne, die nicht innerhalb von 26 Wochen nach der Auswertung abgeholt werden, verfallen zugunsten des Swisslos-Zwecks. Bei einer verweigerten Auszahlung läuft die Einsprachefrist 10 Tage, per Einschreiben.

Sporttip ist die einzige seriöse Wahl für Wettende in der Deutschschweiz, die eine Schweizer Bewilligung wollen. Wer das gesamte Spektrum internationaler Buchmacher sucht, muss den Anbieter verlassen – und nimmt damit den Schutzrahmen mit.

Loterie Romande Jouez Sport – das westschweizer Angebot

Loterie Romande führt Jouez Sport in den sechs Westschweizer Kantonen Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Sitz in Lausanne, 2’350 Verkaufsstellen in der Romandie, 221 Mitarbeitende – das sind die Eckzahlen aus dem Geschäftsbericht. Online-Konto nur mit Wohnsitz in einem dieser Kantone. Das Schutzprofil entspricht dem von Sporttip, weil es vom Geldspielgesetz vorgegeben ist: Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage, Spielsperre optional, eine Identität pro Person, kein Konto für Minderjährige.

Über die konkreten Einsatzlimiten und Sonderfunktionen von Jouez Sport trägt die Faktensammlung keine eigenständigen Werte. Was feststeht, ist die Bewilligung nach BGS und die Aufsicht durch die Gespa. Wer in der Romandie wohnt, hat mit Jouez Sport einen gleichwertigen Zugang zum Wetten auf Länderturniere wie die Deutschschweizer Bevölkerung mit Sporttip – nur über einen anderen Veranstalter.

Wettigo, Betwinner, BetOnRed, BC.Game, Betscore, FortuneJack, Rabona, Jackbit – ohne Schweizer Erlaubnis

Die übrigen acht Anbieter haben keine Schweizer Bewilligung. Sie tauchen in den Suchergebnissen auf, weil sie Werbung schalten, in den sozialen Medien sichtbar sind und Sponsoringverträge mit Sportlern und Vereinen abschliessen – Fussball-Wetten bleiben Fussball-Wetten, der Marktauftritt ist international. In der Schweiz gilt: Eine Lizenz Curaçaos, Maltas oder einer anderen ausländischen Behörde hat hier keine Wirkung nach Art. 4 BGS. Wer dort wettet, ist nicht an die Schweizer Spielsperre angeschlossen, hat im Streitfall keine Schweizer Beschwerdestelle und keine Sicherheit, dass das Guthaben tatsächlich ausgezahlt wird. Die Gespa führt eine Sperrliste mit Domains, die Schweizer Internetprovider per DNS blockieren müssen; im Jahr 2025 standen 671 Domains auf dieser Liste, die erste wurde am 3. September 2019 veröffentlicht. Das ist ein Mechanismus, der nicht perfekt ist – die Anbieter reagieren mit Domain-Hopping, die Sperre wird ersetzt, die nächste folgt – aber er zeigt die Richtung.

Was an diesen Anbietern wirklich fehlt: die Verlustlimiten, die Spielsperre mit schweizweiter Wirkung, der Verbraucherschutz nach Art. 45 BGS (kein Anspruch auf Einsatz und Gewinn für ausgeschlossene oder minderjährige Personen, weil er hier nicht greift), die Schweizer Aufsicht und die Auszahlung auf ein Konto im eigenen Namen nach Art. 50 Abs. 2 VGS. Wer in der Schweiz wettet und diese Schicht verliert, gewinnt nichts, was den Verlust aufwiegt.

Was eine Quote über die Marge verrät – die Rechnung hinter jeder Copa-América-Wette

Bevor die nächste Wette abgegeben wird, lohnt sich ein Blick hinter die Zahl, die der Anbieter anzeigt. Eine Quote ist nicht der faire Gegenwert zur Siegwahrscheinlichkeit – sie enthält immer einen Anteil, den der Anbieter einbehält. Dieser Anteil heisst Marge und wird in Prozent angegeben.

Nehmen wir einen fiktiven Zweier-Markt mit zwei gleich wahrscheinlichen Ausgängen, etwa «Match 2: Sieg Argentinien oder Sieg Kolumbien», beide mit Quote 1.90. Dann beträgt die Auszahlungsquote 1 ÷ (1/1.90 + 1/1.90) ≈ 1 ÷ (0.5263 + 0.5263) ≈ 1 ÷ 1.0526 ≈ 95 %, die Marge 1 − 0.95 ≈ 5 %. Bei einem Drei-Wege-Markt (Sieg Heimsieg, Unentschieden, Sieg Auswärtssieg) mit denselben drei Quoten 1.90/1.90/1.90 wäre die Auszahlungsquote 1 ÷ (3 × 0.5263) ≈ 1 ÷ 1.5789 ≈ 63.3 %, die Marge rund 36.7 %. Der Drei-Wege-Markt ist haushoch teurer – das ist der Preis für die zusätzliche Auswahl.

Was sich daraus für die Praxis ergibt: Eine Marge unter 5 % auf einem Zweier-Markt ist gut, eine Marge um 8 % ist normal, alles über 10 % ist ein deutliches Zeichen, dass der Anbieter mehr vom Markt nimmt als üblich. Bei Turniersiegerwetten liegt die Marge fast immer deutlich höher, weil die Anzahl möglicher Ausgänge gross ist – Argentinien, Brasilien, Uruguay, Kolumbien, Ecuador und zehn weitere. Wer auf den Sieger setzt, bezahlt einen höheren Preis pro Information als auf einem einzelnen Spiel. Das ist kein Fehler, das ist die Mathematik.

Wichtig: Die Quoten, die ein Anbieter für ein Copa-América-Spiel zeigt, sind nicht stabil – sie schwanken mit dem Markt, dem Verletzungsstand und der angeblichen Wahrscheinlichkeit. Wer die Quote sieht, sieht einen Schnappschuss. Wer sie mit der Konkurrenz vergleichen will, sieht mehrere Schnappschüsse. Eine ernsthafte Einschätzung erfordert mehrere Quoten und mehrere Zeitpunkte. Hier nur eine Regel: Niedrige Quoten auf den Favoriten sind oft nicht «sicherer», sondern enthalten mehr Marge.

Copa América – was das Turnier ist und was 2024 wirklich passiert ist

Die Copa América ist die älteste noch ausgetragene Fussball-Ländermeisterschaft der Welt. Die CONMEBOL richtet sie aus, die erste Ausgabe war 1916. Argentinien ist mit 16 Titeln alleiniger Rekordmeister, Brasilien folgt mit neun. Zehn südamerikanische Verbände sind fixe Teilnehmer; bei den letzten Ausgaben wurden zusätzlich sechs Gäste aus der CONCACAF eingeladen, die sich über die Nations League 2023/24 qualifizierten – Mexiko, die USA, Panama, Jamaika und andere.

Die letzte Copa América war die 2024 in den USA, vom 20. Juni bis 14. Juli 2024, mit 16 Nationen. Argentinien gewann das Finale am 14. Juli im Hard Rock Stadium in Miami Gardens mit 1:0 nach Verlängerung gegen Kolumbien. Das 1:0 fiel in der 112. Minute durch Lautaro Martínez, der die Torschützenkrone mit fünf Treffern holte. Das ist die Bilanz, die für die Buchmacher zählt – nicht ein hypothetisches 2026. Wer 2024 getippt hat und einen Sieger wollte, hat ihn mit Argentinien.

Die nächste Copa América ist für Juni und Juli 2028 geplant, mit 16 Nationen, der Austragungsort ist noch offen. Alle CONMEBOL-Verbände sind automatisch qualifiziert, sechs weitere Plätze werden über die CONCACAF vergeben. Bis dahin sind es gut 18 Monate, in denen sich Kader und Form verändern können.

Drei Spielregeln, die für die Wette zählen: Die reguläre Spielzeit umfasst 90 Minuten plus Nachspielzeit. Verlängerung und Penaltyschiessen werden nur gewertet, wenn das Wettprogramm es ausdrücklich vermerkt oder die Wette darauf gerichtet ist. Wer auf «Sieger nach 90 Minuten» wettet, bekommt bei einem 1:0 nach Verlängerung nichts – die Wette zählt als unentschieden und ist verloren. Wer auf «Turniersieger» wettet, bekommt die Entscheidung inklusive Verlängerung und Penaltyschiessen. Diese zwei Wetten sind nicht dasselbe, und sie haben nicht dieselbe Quote.

Rechtslage – was die Schweizer Bewilligung bedeutet und was nicht

Online-Sportwetten sind in der Schweiz Grossspiele nach dem Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51, in Kraft seit 1. Januar 2019), nicht ein Spiel des ESBK, das nur Casinos beaufsichtigt. Die Gespa, die Interkantonale Geldspielaufsicht in Bern, ist die zuständige Behörde. Eine Bewilligung besteht aus zwei Teilen: einer Veranstalterbewilligung und einer Spielbewilligung (Art. 21–25 BGS). Sie gilt nur in der Schweiz (Art. 4 BGS). Eine ausländische Lizenz hat hier keine. Das ist die erste und wichtigste Regel der gesamten Rechtslage.

Eine Topfpflanze auf einem Fensterbrett mit weitem Blick über einen stillen See am Morgen
Die Copa América 2028 ist für Juni und Juli 2028 mit 16 Nationen geplant, der Austragungsort ist noch nicht entschieden.

Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter für Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt: Swisslos und Loterie Romande. Das bedeutet: Es gibt keine weitere Liste von lizenzierten Sportwettenanbietern in der Schweiz – weil es keine weiteren gibt. Die Gespa veröffentlicht nur die Sperrliste der Domains, die blockiert werden. Wer einen neuen Namen sucht, sucht einen Anbieter ohne Bewilligung.

Was bewettet werden darf, ist eine geschlossene Liste der Gespa über zugelassene Sportarten, Wettbewerbe und Wetttypen (Version 10.09.2026, Art. 25 BGS, Art. 29 VGS). Qualifikationsrunden nur, wenn sie auf der Liste stehen. Frauenwettbewerbe nur, wenn sie auf der Liste stehen. Rangwetten nur, wenn die Rangierung über die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb oder das Podium entscheidet. Trainingsläufe nie. Ecken- und Kartenmärkte sind nicht auf der Liste, Esport nicht auf der Liste. Veranstaltungen mit überwiegend Minderjährigen sind ausgeschlossen (Art. 25 Abs. 2 BGS). Wer auf der Gespa-Liste nichts findet, gewinnt mit dieser Wette nichts.

Live-Wetten sind erlaubt, prematch und live, wenn der Veranstalter eine entsprechende Bewilligung hat. Das BGS kennt keine grundsätzliche Beschränkung auf bestimmte Live-Märkte. Cash-Out ist nicht gesetzlich geregelt; es ist eine Funktion, die der Veranstalter anbietet oder nicht. Bei Sporttip heisst das: nur online, nur als vollständiges Cash-Out, ohne Teilauszahlung, ohne Garantie auf jedem Markt. Virtuelle Sportwetten sind nicht abschliessend geregelt; die Faktensammlung trägt nichts dazu. Hierzu nichts schreiben, was nicht feststeht.

Der Spielerschutz hat drei harte Linien: Volljährigkeit ab 18 Jahren (Gespa), kein Zutritt für Minderjährige (Art. 72 BGS), eine Registrierung pro Person mit verifizierter Identität (Art. 47–52 VGS). Die Spiellimiten setzt der Spielende selbst, nicht der Staat – das Gesetz verlangt, dass der Veranstalter einen Höchstwert für tägliche, wöchentliche oder monatliche Einsätze oder Verluste verlangt (Art. 87 VGS). Senken gilt sofort, Erhöhen nach 24 Stunden gesetzlich – Swisslos und Loterie Romande wenden 72 Stunden an. Eine staatliche fixe Einlagdecke gibt es nicht; die genannten CHF 9’999 sind die Obergrenze, die der Veranstalter selbst setzt. Spielsperre (Art. 80–82 BGS): Ausschluss überschuldeter oder abhängiger Personen und Selbstausschluss, eingetragen in ein gemeinsames Register. Eine freiwillige Sperre lässt sich erst nach drei Monaten aufheben (Art. 84 VGS), mit Fachstelle (Art. 81 BGS). Eine selbstgewählte Pause bis sechs Monate muss angeboten werden (Art. 89 VGS). Wer gesperrt oder minderjährig ist, hat keinen Anspruch auf Einsatz oder Gewinn (Art. 45 BGS).

Bezahlung: Gewinne und Guthaben werden nur auf ein Zahlungskonto im eigenen Namen ausgezahlt (Art. 50 Abs. 2 VGS) – anonyme Auszahlungen oder Krypto-Auszahlungen existieren im lizenzierten Markt nicht, Kredit an Spielende ist verboten (Art. 75 Abs. 1 BGS). Welche konkreten Zahlungsmittel ein Veranstalter akzeptiert, steht in seinen Bedingungen. Die Schweiz hat kein Werkzeug zur Zahlungsblockade gegen unlizenzierte Wettanbieter. Es ist nicht korrekt, zu schreiben, dass Banken oder Karten solche Zahlungen blocken.

Steuer: Gewinne aus Schweizer Grossspielen sind einkommensteuerfrei bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn und werden erst darüber besteuert. Der Bundessteuerfreibetrag liegt ab 1.1.2026 bei CHF 1’071’000 (im Jahr 2025 bei CHF 1’070’400); der kantonale Freibetrag ist unterschiedlich, also je nach Kanton zu prüfen, nie eine einzelne kantonale Zahl nennen. Über dem Freibetrag zieht der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ab, die über die Steuererklärung zurückgefordert werden kann. Eine typische Wettteilnehmerin gewinnt deutlich darunter: keine Einkommensteuer, keine Verrechnungssteuer. Gewinne aus ausländischen Anbietern unterliegen keiner Verrechnungssteuer, aber die kantonale Praxis im Thurgau behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen unabhängig vom Betrag als voll steuerbares Einkommen. Eine Wettsteuer auf den Einsatz gibt es in der Schweiz nicht. Allgemeine Information, keine Steuerberatung: bei der Steuerverwaltung oder einem Steuerberater nachfragen.

Werbung und Bonus: Werbung darf nicht aufdringlich oder irreführend sein, nicht an Minderjährige oder gesperrte Personen gerichtet (Art. 74 BGS). Werbung für in der Schweiz nicht erlaubtes Glücksspiel ist verboten (Art. 74 Abs. 3) und wird mit Busse bis CHF 500’000 bestraft (Art. 131 BGS) – beschreiben, nicht bewerben. Gratiswetten oder Gratisguthaben brauchen die vorherige Zustimmung der Gespa (Art. 75 Abs. 2 BGS; 2025 erteilte sie 24 Zustimmungen an Loterie Romande und 8 an Swisslos). Bonusbeträge und Bedingungen kommen aus den Bedingungen des jeweiligen Veranstalters. Eine Werbezeitbeschränkung nach Tageszeit gibt es nicht. Keinen Promo-Code abdrucken.

Offshore: Eine ausländische Lizenz hat in der Schweiz keine Wirkung. Sportwetten ohne Schweizer Bewilligung anzubieten ist ein Vergehen – bis 3 Jahre oder Geldstrafe, bei gewerbsmässigem Handeln bis 5 Jahre (Art. 130 BGS). Die Wettenden werden nicht bestraft, aber Einsatz und Gewinn können im Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden; Schutz und Fairplay-Kontrolle gibt es nicht. Blockade: Die Gespa veröffentlicht eine Sperrliste ausländischer Domains, die Schweizer Telekomanbieter per DNS sperren (Art. 86–93 BGS). Die erste Liste wurde am 3. September 2019 veröffentlicht, Ende 2025 waren 671 Domains gelistet. Blockierte Domains werden innert Stunden ersetzt, die Gespa nennt Interwetten und Bet-at-Home als bekannte Wechsel-Domains, bet365 ist ebenfalls gelistet. Die ehrliche Beschreibung: Offshore bedeutet keine Schweizer Bewilligung, kein Anschluss an die Schweizer Sperre, kein Schweizer Rechtsweg, ausländische Gewinne nach kantonaler Praxis steuerbar. Lizenziert bedeutet voller Schweizer Schutz, aber nur zwei Anbieter, eine geschlossene Liste der Sportarten und Märkte, Wohnsitzpflicht und Verifikation. Keines von beiden ist «die sichere Wahl» per Default.

Häufige Fragen zur Copa América und zum Wetten in der Schweiz

Findet 2026 eine Copa América statt, oder ist die Jahreszahl nur das Veröffentlichungsjahr?

Nein, 2026 gibt es keine Copa América. Die Jahreszahl im Stichwort gehört zur Veröffentlichung dieses Textes. Die letzte Austragung war die Copa América 2024 in den USA, die nächste ist für Juni und Juli 2028 geplant, der Austragungsort steht noch nicht fest. Wer nach Tipps für 2026 sucht, sollte sie als Vorlauf zur nächsten Ausgabe lesen, nicht als Vorhersage für ein laufendes Turnier.

Wann war die letzte Copa América, und wann ist die nächste Ausgabe geplant?

Die Copa América 2024 lief vom 20. Juni bis 14. Juli 2024 in den USA mit 16 Nationen – zehn aus der CONMEBOL, sechs Gäste aus der CONCACAF über die Nations League 2023/24. Argentinien schlug Kolumbien im Finale 1:0 nach Verlängerung, Lautaro Martínez wurde mit fünf Toren Torschützenkönig. Die nächste Austragung ist für Juni und Juli 2028 mit 16 Nationen geplant, der Austragungsort ist noch offen.

Wer darf in der Schweiz Wetten auf Länderturniere wie die Copa América anbieten?

In der Schweiz dürfen nur Swisslos mit dem Produkt Sporttip und Loterie Romande mit dem Produkt Jouez Sport Sportwetten anbieten. Beide haben eine Veranstalterbewilligung und eine Spielbewilligung nach dem Geldspielgesetz und werden von der Gespa beaufsichtigt. Jeder andere Anbieter hat in der Schweiz keine Bewilligung – egal, in welchem Land er lizenziert ist.

Wie werden Verlängerung und Elfmeterschiessen bei der Abrechnung einer Turnierwette abgerechnet?

Bei Sporttip zählt zur regulären Spielzeit die reguläre Spieldauer plus Nachspielzeit; Verlängerung und Penaltyschiessen werden nur gewertet, wenn das Wettprogramm es ausdrücklich vermerkt oder die Wette darauf gerichtet ist. Eine Wette auf das Ergebnis nach 90 Minuten ist also etwas anderes als eine Wette auf den Sieger des Spiels. Wer auf den Turniersieger wettet, bekommt das Ende inklusive Verlängerung und Penaltyschiessen.

Wie lässt sich einschätzen, ob die Marge in einer Quote auf den Turniersieger hoch oder niedrig ist?

Die Marge ergibt sich aus den Quoten aller möglichen Ausgänge eines Marktes: Auszahlungsquote = 1 ÷ (1/Quote₁ + … + 1/Quoteₙ), Marge = 100 % − Auszahlungsquote. Bei einem Zweier-Markt mit beiden Quoten 1.90 liegt die Auszahlungsquote bei rund 95 %, die Marge bei rund 5 %. Auf einem Turniersiegermarkt mit vielen Ausgängen fällt die Marge fast immer höher aus – das ist der Preis für die grössere Auswahl.

Welche Verlustlimiten und Sperren gelten bei Sporttip und Jouez Sport?

Vor der ersten Teilnahme müssen Verlustlimiten für einen, sieben und 30 Tage gesetzt werden – Obergrenze CHF 9’999, unter 21 Jahren CHF 1’000. Senkungen greifen sofort, Erhöhungen erst nach 72 Stunden. Zusätzlich lässt sich eine freiwillige Einzahlungslimite für 30 Tage setzen, und es gibt eine produktbezogene Spielsperre für 1 bis 180 Tage sowie eine unbefristete Sperre mit Eintrag im schweizweiten Sperrregister. Dieselben Schutzregeln gelten bei Jouez Sport über das Geldspielgesetz.

Inhalt erstellt vom Team «englandwetteninfo»