EM-Sieger Quoten 2026 in der Schweiz: Wer bietet sie an, und was kosten sie?

Updated Oktober 2026
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Ein Paar Fussballschuhe steht auf einer Holzbank in einer leeren Umkleide, über der Bank hängt ein Handtuch.

Stand: Oktober 19, 2026 · geprüft gegen die Gespa-Bewilligungsliste und die Spielregeln der zugelassenen Veranstalter

Im EM-Finale 2024 am 14. Juli 2024 im Olympiastadion Berlin besiegte Spanien England mit 2:1 und gewann seinen vierten EM-Titel.

Wer nach «Wettquoten EM Sieger 2026» sucht, stösst zuerst auf zwei Eigenheiten, die jede Bewertung bestimmen: Es findet 2026 keine Europameisterschaft statt, und in der Schweiz dürfen nur zwei Veranstalter überhaupt Sportwetten anbieten. Die Suche nach einer Quote auf den nächsten Europameister läuft deshalb auf eine ganz andere Frage zu als bei einer Bundesliga-Begegnung am Samstag. Sie lautet: Wer darf hier überhaupt wetten, was kostet es mich, und was steht am Ende einer langen Bindung des Einsatzes auf dem Wettschein? Dieser Text geht diesen drei Fragen in der Reihenfolge nach, in der sie ein Wettender auch stellt: zuerst die Auswahl unter den Anbietern, dann das Turnier und seine Siegerquoten, dann Recht, Schutz, Zahlungsweg und Markt.

Vergleich der zehn angefragten Anbieter für EM-Sieger Quoten

Die folgende Tabelle ordnet die zehn angefragten Marken nach ihrer Bewilligungslage in der Schweiz. Sie ist keine Hitparade der höchsten Quoten, denn nur die ersten beiden sind berechtigt, in der Schweiz Sportwetten anzubieten, und Siegerquoten sind vor dem Turnierbeginn über Buchmacher hinweg kaum vergleichbar. Die Tabelle zeigt, welcher Anbieter in der Schweiz für eine solche Wette zugelassen ist und welcher nicht.

Anbieter Schweizer Bewilligung Veranstalter und ausgewiesene Lizenz
Swisslos Sporttip Bewilligung als Grossspiel unter dem BGS, Aufsicht Gespa SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Sitz Basel, Produkt Sporttip
Loterie Romande Jouez Sport Bewilligung als Grossspiel unter dem BGS, Aufsicht Gespa Loterie Romande, Sitz Lausanne, Produkt Jouez Sport
Rollbit keine Schweizer Bewilligung ausgewiesene Lizenz: nicht feststellbar, in der Schweiz ohne Wirkung
Bruce Bet keine Schweizer Bewilligung ausgewiesene Lizenz: nicht feststellbar, in der Schweiz ohne Wirkung
BetLabel keine Schweizer Bewilligung ausgewiesene Lizenz: nicht feststellbar, in der Schweiz ohne Wirkung
Betscore keine Schweizer Bewilligung ausgewiesene Lizenz: nicht feststellbar, in der Schweiz ohne Wirkung
Betovo keine Schweizer Bewilligung ausgewiesene Lizenz: nicht feststellbar, in der Schweiz ohne Wirkung
ZotaBet keine Schweizer Bewilligung ausgewiesene Lizenz: nicht feststellbar, in der Schweiz ohne Wirkung
N1 Bet keine Schweizer Bewilligung ausgewiesene Lizenz: nicht feststellbar, in der Schweiz ohne Wirkung
AmunRa keine Schweizer Bewilligung ausgewiesene Lizenz: nicht feststellbar, in der Schweiz ohne Wirkung

Acht der zehn angefragten Marken erscheinen in der Tabelle mit dem gleichen Satz, und das ist kein Zufall: Wer in der Schweiz Sportwetten ohne die hiesige Bewilligung anbietet, kann sich auf keine ausländische Lizenz berufen, die in der Schweiz etwas bewirken würde. Eine Curaçao-, Malta- oder deutsche Lizenz hat hier gemäss Art. 4 BGS keine Kraft, und die Gespa pflegt für genau solche Anbieter eine Sperrliste gesperrter Domains. Die acht Marken sind deshalb hier nicht als «empfohlene Auswahl» zu lesen, sondern als das, was die Suche nach einer EM-Siegerwette in der Schweiz tatsächlich an nicht zugelassenen Marken zutage fördert, mit denen ein Schweizer Wettender gleichwohl im Internet in Berührung kommt. Eine Einschätzung zu jeder einzelnen Marke findet sich im Abschnitt «Anbieter im Detail».

Grundlagen: Wie eine Siegerquote auf den Europameister entsteht

Eine Siegerwette ist die einfachste Form einer Langzeitwette. Man wählt eine Mannschaft, die am Ende des Turniers den Pokal halten soll, und erhält dafür eine Quote, die das Vielfache des Einsatzes als Bruttogewinn ausweist. Gewinnt die Mannschaft tatsächlich, wird der Einsatz zur vorgenannten Quote ausbezahlt; scheidet sie irgendwo vorher aus, ist der Einsatz verloren. Drei Eigenschaften unterscheiden diese Wette von jeder anderen Wette auf eine Fussball-Europameisterschaft.

Ein Tennisplatz aus Sand liegt im Morgengrauen still da, Nebel hängt über der Grundlinie und dem aufgespannten Netz.
Die Fussball-Europameisterschaft 2028 findet mit 24 Nationen statt; Eröffnungsspiel ist am 9. Juni 2028 in Cardiff, das Finale am 9. Juli 2028 im Wembley-Stadion in London.

Erstens bleibt der Einsatz über das gesamte Turnier gebunden, das heisst über Wochen und je nach Achtel- und Viertelfinalausgang über mehr als einen Monat. Während dieser Zeit gibt es in aller Regel keine Möglichkeit, den Einsatz vorzeitig auszahlen zu lassen. Cash-Out ist bei Siegerwetten grundsätzlich möglich, bei Sporttip ausdrücklich auch für Langzeitwetten, aber immer nur als vollständige Auszahlung und ohne Garantie, dass sie für jeden Markt zur Verfügung steht. Ein Teilverkauf ist ausgeschlossen.

Zweitens ist die Quote schon vor dem ersten Spiel von einer Annahme über den Turnierverlauf geprägt. Sie bildet die implizite Wahrscheinlichkeit ab, dass diese bestimmte Mannschaft den Titel holt, und zwar nicht die Wahrscheinlichkeit, dass sie das nächste Spiel gewinnt. Eine Quote von 6.00 auf Spanien als Sieger bedeutet nach der üblichen Lesart, dass der Markt diesem Ausgang etwa 16,7 Prozent Wahrscheinlichkeit beimisst, denn 1 geteilt durch 6.00 ergibt rund 0,167. Diese Zahl ist keine Vorhersage, sondern das, was der Markt aus den Wetten der Kundinnen und Kunden herausgefiltert hat, verändert durch die Marge, die der Veranstalter einbehält.

Drittens verschieben sich diese Quoten, sobald das Turnier läuft. Eine Mannschaft, die nach der Vorrunde als Gruppensieger dasteht, sieht ihre Siegerquote fallen, eine Mannschaft, die nach einer Niederlage zittert, sieht sie steigen, und Verletzungen, Sperren und Lospech schlagen je nach Gewicht sofort durch. Wer seine Wette vor dem Anpfiff platziert, wettet auf den Stand der Dinge zur Platzierung. Wer sie erst nach der Vorrunde platziert, wettet auf das, was bis dahin passiert ist, und die Quote ist bereits eine andere.

Die Europameisterschaft, auf die sich eine Siegerwette sinnvoll beziehen lässt, ist 2026 die EM 2024 gewesen und ab 2026 die EM 2028, die vom 9. Juni bis zum 9. Juli 2028 in England, Schottland, Wales und Irland ausgetragen wird. Eröffnungsspiel ist am 9. Juni 2028 in Cardiff, das Finale am 9. Juli 2028 im Wembley-Stadion in London. Die Auslosung der Qualifikationsgruppen findet am 6. Dezember 2026 in Belfast statt, und über zwölf Vierer- und Fünfergruppen qualifizieren sich die zwölf Gruppensieger und die acht besten Gruppenzweiten direkt. Wer 2026 nach einer EM-Siegerwette sucht, sucht also nach einer Wette auf einen Wettbewerb, der noch nicht ausgelost ist, oder nach einer Wette, die nachträglich auf das abgeschlossene Turnier von 2024 verweist, je nach Anbieter.

Die letzte Austragung fand vom 14. Juni bis 14. Juli 2024 in Deutschland statt, mit 24 Mannschaften in sechs Vierergruppen und insgesamt 51 Spielen. Spanien besiegte im Finale am 14. Juli 2024 England im Olympiastadion Berlin mit 2:1 und holte damit den vierten EM-Titel, Rekord. Sechs Spieler erzielten je drei Tore: Cody Gakpo, Harry Kane, Georges Mikautadze, Jamal Musiala, Dani Olmo und Ivan Schranz; die Zuschauerzahl über das ganze Turnier lag bei 2’681’288. Die erste EM fand 1960 statt, seit 2016 spielen 24 Mannschaften, Rekordtorschütze aller EM-Turniere ist Cristiano Ronaldo mit 14 Toren, und Deutschland hat drei Titel geholt (1972, 1980, 1996).

Rechtslage: Wer in der Schweiz überhaupt eine EM-Siegerwette anbieten darf

Die entscheidende Eigenheit des Schweizer Marktes ist nicht die Quote, sondern die Zulassung. Sportwetten sind hier ein Grossspiel im Sinne des Geldspielgesetzes (BGS, SR 935.51, in Kraft seit 1. Januar 2019), und die Aufsicht liegt bei der Gespa, der interkantonalen Geldspielaufsicht in Bern, nicht bei der ESBK, die nur die Casinos beaufsichtigt. Eine Bewilligung braucht eine Veranstalterbewilligung und eine Bewilligung pro Spiel, sie «gilt nur in der Schweiz» (Art. 4 BGS), und es gibt nach der Interkantonalen Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019 (IKV 2020) genau zwei Veranstalter, die Sportwetten durchführen dürfen: Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit dem Produkt Jouez Sport. Eine Ausweitung auf weitere Veranstalter sieht das Gesetz nicht vor.

Ein Smartphone liegt mit der Rückseite nach oben auf einem Kaffeehaustisch neben einer Tasse und einem Löffel.
Bei der Fussball-Europameisterschaft 2024 erzielten sechs Spieler je drei Tore: Cody Gakpo, Harry Kane, Georges Mikautadze, Jamal Musiala, Dani Olmo und Ivan Schranz.

Was darf auf den beiden Produkten gespielt werden? Auch das ist nicht frei. Die Gespa führt eine geschlossene Liste bewilligter Sportarten, Wettbewerbe und Wetttypen, gegenwärtig in der Version vom 10. September 2026; nur was dort steht, darf angeboten werden. Wetten auf Wetter, Politik oder Fernsehshows sind ausgeschlossen, Qualifikationsrunden nur, wenn sie auf der Liste stehen, Frauenwettbewerbe nur, wenn sie auf der Liste stehen, und Rangwetten nur, wenn das Ranking über die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb oder über das Podium entscheidet. Trainingsläufe dürfen nicht gewettet werden, Eckstoss- oder Kartenmärkte und ein eigener E-Sport-Bereich fehlen in der Liste. Eine Europameisterschaft gehört zu den Wettbewerben, die auf der Liste stehen, und damit ist die Siegerwette auf den Europameister für beide Schweizer Veranstalter grundsätzlich zulässig.

Was ist mit ausländischen Marken? Eine ausländische Lizenz, gleich aus welchem Land, hat in der Schweiz keine Wirkung (Art. 4 BGS). Wer ohne hiesige Bewilligung Sportwetten organisiert, macht sich strafbar: bis zu drei Jahre Freiheitsstrafe oder Geldstrafe, bei gewerbsmässigem Handeln bis zu fünf Jahre (Art. 130 BGS). Der Spieler wird nicht bestraft, aber Einsätze und Gewinne können in einem Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden, und es gibt weder den Schutz des Schweizer Ausschlussregisters noch eine Schweizer Anlaufstelle für Streitfälle. Die Gespa führt eine Sperrliste ausländischer Domains, die Schweizer Telekomanbieter per DNS blockieren, Ende 2025 mit 671 Einträgen; gesperrte Domains tauchen oft innerhalb von Stunden unter neuem Namen wieder auf, die Gespa nennt dafür namentlich Interwetten, Bet-at-Home und bet365 als Beispiele.

Die ehrliche Lesart ist deshalb nicht «zugelassen = sicher und ausländisch = unsicher», sondern «zugelassen = Schutz und voller Werkzeugkasten des BGS, ausländisch = kein Schutz, kein Register, keine Schweizer Anlaufstelle, dafür aber höhere Quoten und ein breiteres Marktangebot». Welche der beiden Seiten jemand wählt, ist eine eigene Entscheidung, die der Text an dieser Stelle nur benennt, nicht vorzeichnet.

Spielerschutz: Verlustlimiten, Sperre und die Risiken einer langen Wette

Eine EM-Siegerwette bindet den Einsatz über Wochen, im Extremfall vom Anpfiff des Eröffnungsspiels bis zum Finale Anfang Juli. Genau diese lange Bindung macht den Spielerschutz zum Thema, nicht eine theoretische Pflicht, die niemanden etwas angeht.

Bei Sporttip müssen Spielende vor der ersten Online-Teilnahme Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen, mit einer Oberlimite von CHF 9’999 (für unter 21-Jährige CHF 1’000). Eine Senkung der Limite gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden; zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage möglich. Das BGS sieht im Statut eine Erhöhungssperre von 24 Stunden vor, Sporttip setzt mit 72 Stunden eine strengere Schwelle. Wer mit einer Erhöhung hadert, sollte wissen, dass es eine bewusste Bremse ist.

Daneben lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf; eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos, Online-Casinos und das Fürstentum Liechtenstein. Das ist die harte Variante: einmal eingetragen, gilt sie quer durch die Schweizer Glücksspielwelt, nicht nur bei Sporttip oder bei einer einzelnen Wettplattform.

Bei Loterie Romande gelten die Schutzregeln des Gesetzes parallel; ein Schweizer Steuerausweis reicht für die Identifizierung, der Wohnsitz im Vertragsgebiet (FR, GE, JU, NE, VD, VS) ist Voraussetzung, und dieselbe Person darf sich nur einmal registrieren. Die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adressdatenbanken geprüft.

Was folgt daraus für die konkrete Wette? Drei Punkte, die im Wett-Alltag leicht vergessen gehen: Eine Selbstsperre, die während des Turniers in Kraft tritt, lässt die offene Wette nicht automatisch platzen, der Einsatz bleibt gebunden und wird bei einem Titel nicht ausbezahlt, weil das Konto gesperrt ist; eine Erhöhung der Verlustlimite kommt zu spät, wenn das Achtelfinale schon läuft, die 72 Stunden Sperre wirken genau dann, wenn der Spieltrieb am grössten ist; und eine Wette auf den Turniersieger ist in aller Regel nicht teilrückzahlbar, Cash-Out ist nur als vollständige Auszahlung und nur, wenn der Markt sie anbietet, verfügbar. Wer mitten im Turnier aussteigen will, hat selten die Möglichkeit, und wer die Limite nicht vorher gesetzt hat, kann sie nicht mehr erzwingen.

Die Gespa testet den Verkauf an Minderjährige an Verkaufsstellen regelmässig; in einer Testreihe 2025 wurde in 47,5 Prozent von 200 Testkäufen an Verkaufsstellen eine Sportwette an eine minderjährige Person verkauft. Wer darauf Wert legt, dass die Sperre nicht nur auf dem Papier steht, ist mit dem Online-Kanal besser bedient, denn dort ist die Identitätsprüfung beim Ausweis-Upload Teil des Vorgangs.

Zahlungswege und Auszahlung: Wo der Gewinn einer Siegerwette landet

Eine schweizerische Siegerwette wird in Franken abgerechnet, nicht in Euro, und der Gewinn wird ausschliesslich auf ein Konto überwiesen, das auf den Namen des Spielenden lautet (Art. 50 Abs. 2 VGS). Anonyme Auszahlungen, Auszahlungen in Kryptowährungen oder an Dritte sind im zugelassenen Markt nicht vorgesehen. Kreditierung an Spielende, also das Leihen von Geld, um zu wetten, ist nach Art. 75 Abs. 1 BGS verboten.

Bei Sporttip und Jouez Sport heisst das praktisch: Gewinn wird auf das Bank- oder Postkonto überwiesen, das bei der Registrierung hinterlegt wurde, und nicht in eine Online-Wallet eines Zahlungsdienstes, falls dieser nicht auf den eigenen Namen läuft. Die Bearbeitung läuft in den meisten Fällen innert weniger Bankarbeitstage, eine präzisere Frist ist vertraglich nicht zugesichert.

Bei ausländischen Marken ohne Schweizer Bewilligung gilt diese Schweizer Regel nicht. Hier läuft die Auszahlung nach den Regeln des Anbieters, oft in Euro, oft über eine Wallet, oft in Kryptowährungen. Wer dorthin ausweicht, sollte wissen, dass eine Schweizer Bank bei einer Überweisung von einer gesperrten Domain aus zurückhaltend sein kann, ohne dass es ein gesetzliches Verbot gäbe, das die Bank an der Ausführung hindert.

Steuerlich liegt der Gewinn aus einer schweizerischen Sportwette unter dem bundesrechtlichen Steuerfreibetrag, der seit dem 1. Januar 2026 bei CHF 1’071’000 liegt (2025: CHF 1’070’400), und ist in diesem Fall einkommensteuerfrei. Über dem Freibetrag behält der Veranstalter 35 Prozent Verrechnungssteuer ein, die über die Steuererklärung zurückgefordert werden kann. Die kantonalen Freibeträge unterscheiden sich, deshalb schreibt der Text «je nach Kanton» und nicht eine einzelne Zahl. Wer unter dem Freibetrag bleibt, hat nichts zu versteuern. Wer über dem Freibetrag liegt, hat das Prozedere der Verrechnungssteuer zu beachten und sollte im Zweifel die kantonale Steuerverwaltung oder einen Steuerberater ansprechen.

Gewinne aus ausländischen Anbietern fallen nicht unter die Schweizer Verrechnungssteuer; die kantonale Praxis behandelt sie aber uneinheitlich, der Kanton Thurgau zum Beispiel besteuert Gewinne aus ausländischen Grossspielen unabhängig vom Betrag als Einkommen. Wer also dauerhaft bei einer ausländischen Marke spielt, sollte die kantonale Praxis kennen, bevor die erste Auszahlung kommt.

Vorhersage und Strategie: Was eine EM-Siegerwette trägt, und was nicht

Eine Wette auf den Europameister ist eine Wette auf einen sehr seltenen Ausgang. 24 Mannschaften spielen, 23 von ihnen scheiden irgendwo zwischen Vorrunde und Halbfinal aus, und selbst der klare Favorit verliert regelmässig. Die Vorhersage, wer den Pokal holt, hängt von vier Grössen ab, die sich vor dem Turnier unterschiedlich gut einschätzen lassen.

Die Form der Mannschaft in den Monaten vor dem Turnier ist die greifbarste Grösse. Siege und Niederlagen in der Qualifikation, in Testspielen und in der vorangegangenen Saison der nationalen Ligen lassen sich auswerten; sie sagen aber wenig darüber, wie ein Kader im Hochsommer nach einer langen Klub-Saison dasteht, und sie sagen nichts über die Auslosung.

Der Kader und seine Verfassung sind die zweite Grösse, und sie ist volatil. Verletzungen, Sperren, Rücktritte und Formkrisen einzelner Schlüsselspieler schlagen unmittelbar durch, und je näher am Turnier, desto weniger Zeit bleibt, darauf zu reagieren. Eine Wette, die im März platziert wird, gilt einem Kader, der im Juni ein anderer sein kann.

Die Auslosung ist die dritte Grösse, und sie wiegt schwer. Eine schwere Gruppe, ein frühes Duell mit einem Turnierfavoriten, eine Lospech-Konstellation im Achtelfinal: All das kann eine Mannschaft ausschalten, bevor sie überhaupt in die Nähe des Titels kommt. Wer eine Siegerquote bewertet, schaut darauf, in welches Umfeld die Mannschaft gesetzt wird, und nicht nur auf den Kader.

Schliesslich die Geschichte. Spanien ist Rekordsieger, Deutschland dreifacher Europameister, Frankreich und Italien haben je zwei Titel; die Erfahrung, ein Turnier über sechs Spiele zu tragen, ist nicht alles, aber sie ist auch nicht nichts. Diese Grösse ist die trägste der vier, weil sie sich nur über Jahrzehnte verändert.

Was folgt daraus für die Wette? Eine Siegerwette ist eine Wette auf eine kleine Stichprobe mit hoher Varianz. Selbst eine «sichere» Quote von 4.00 auf den klaren Favoriten unterliegt einer Ausfallwahrscheinlichkeit, die nicht Null ist, und der Buchmacher hat seine Marge bereits eingepreist. Wer die Wette platziert, wettet auf eine subjektive Einschätzung dieser vier Grössen, nicht auf eine objektive Wahrscheinlichkeit. Wer glaubt, eine solche Wette treffe die Wirklichkeit, irrt sich regelmässig, und wer glaubt, er habe mit genug Recherche eine sichere Sache gefunden, hat die Varianz des Turniers unterschätzt.

Eine Strategie, die daraus Sinn ergibt, ist die Verteilung des Einsatzes auf mehrere plausible Sieger. Wer CHF 100 auf einen Ausgang setzt, kann sie auch in vier Stücke zu CHF 25 auf vier Mannschaften aufteilen, die je nach Auslosung alle eine realistische Chance haben. Das senkt den Bruttogewinn im Erfolgsfall, weil nur eine der vier Wetten gewinnt, aber es reduziert die Wahrscheinlichkeit, am Ende mit einem leeren Wettschein dazustehen. Es ist eine risikoreduzierende Aufteilung, keine Vorhersage.

Worauf die Wette nicht getroffen werden sollte: Trends aus früheren Turnieren, Tippforen, «sichere Quoten», Expertentipps ohne nachvollziehbare Begründung. Das Turnier spielt, und die Wirklichkeit kümmert sich nicht um Quoten.

Wettmärkte rund um die EM: Sieger, Gruppensieger, Torschützen und was die Quote verbirgt

Neben der Siegerwette gibt es auf eine Europameisterschaft weitere Märkte, die mit einer Quote auf den Titel in Verbindung stehen oder ihm benachbart sind, und wer den Sieger-Markt versteht, versteht die anderen.

Die Siegerwette bleibt der zentrale Langzeitmarkt und derjenige, in dem die Marge am deutlichsten zutage tritt, weil das Buchmacher-Risiko mit der Länge der Laufzeit wächst. Gruppensieger-Wetten sind kürzere Langzeitwetten: Nur die Vorrunde zählt, drei Spiele, und die Quote ist entsprechend weniger weit von der Einzelmatch-Quote entfernt. Torschützenkönig-Wetten sind noch volatiler, weil das Turnier nur eine kleine Zahl Tore pro Spieler sieht und die Verteilung rechtsschief ist; ein Stürmer, der in der Vorrunde fünf Tore schiesst, dominiert die Quote, selbst wenn er im Achtelfinal leer ausgeht.

Aus einer gegebenen Quote lässt sich eine implizite Wahrscheinlichkeit ablesen, und aus dem Vergleich mit einer anderen Quote lässt sich eine Marge berechnen. Die Rechnung ist einfach: Die implizite Wahrscheinlichkeit einer Quote ist 1 geteilt durch die Quote. Eine Quote von 6.00 entspricht rund 16,7 Prozent, eine Quote von 2.50 entspricht 40 Prozent, eine Quote von 1.20 entspricht 83,3 Prozent. Was die Wettenden in Summe auf alle möglichen Ausgänge eines Marktes setzen, ergibt die Auszahlungsquote, und der Anteil, den der Veranstalter einbehält, ist die Marge. Über alle Ausgänge eines Marktes addiert, liegt die Summe der impliziten Wahrscheinlichkeiten deshalb über 100 Prozent, und genau diese Differenz ist die Marge.

Ein illustratives Beispiel, das nicht als zitiertes Angebot zu lesen ist: Für einen Zwei-Wege-Markt mit Quoten von 1.90 und 1.90 ergibt 1 geteilt durch 1.90 etwa 0,5263 oder 52,63 Prozent pro Ausgang. Die Summe liegt bei rund 105,26 Prozent, also 5,26 Prozent über 100. Das ist die Marge dieses Marktes, und sie bedeutet, dass der Veranstalter von jedem Franken, der auf diesen Markt gesetzt wird, im langen Mittel etwa 5 Rappen einbehält und 95 Rappen wieder auszahlt. Bei einer Siegerwette mit 24 Mannschaften ist die Marge vergleichbar oder höher, weil die Volatilität jedes einzelnen Ausgangs grösser ist und der Veranstalter mehr Puffer für die Risikosteuerung einpreist. Die Spanne, in der sich die Marge auf Langzeitmärkten typischerweise bewegt, reicht von rund 5 Prozent in liquiden Märkten bis deutlich darüber, und die konkrete Marge einer EM-Siegerwette 2028 wird man erst in der Ausgabe des Marktes sehen, die das Turnier begleitet.

Was in einer Siegerquote nicht steht, ist die Korrelation zwischen Ausgängen. Eine Wette auf Spanien und eine Wette auf Deutschland schliessen sich nicht aus, wenn beide im Finale stehen könnten; sie sind aber auch nicht unabhängig im statistischen Sinn, weil der Ausgang des Spiels der beiden gegeneinander über den Titel beider entscheidet. Wer mit Kombiwetten arbeitet, sollte das wissen: Die Multiplikation der Einzelquoten unterschätzt die Korrelation und überschätzt den Wert der Kombi. Bei Sporttip ist genau das der Grund, weshalb voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung nur über die Bet-Builder-Funktion kombiniert werden dürfen, und eine irrtümlich angenommene Kombination ohne diese Funktion kann Swisslos für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten.

Kombiboost und Profitboost sind die zwei Anreize, mit denen Sporttip auf den Online-Kanal setzt. Der Kombiboost verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Mindestquote von 1.50 pro Voraussage und stockt den Nettogewinn um 5 Prozent bei vier, 20 Prozent bei sieben, 40 Prozent bei zehn und 100 Prozent bei fünfzehn solchen Voraussagen auf. Der Profitboost erhöht den möglichen Nettogewinn einer Prematch-Einzelwette um einen angegebenen Prozentsatz, ist pro Person nur einmal nutzbar, und bei einem Cash-Out verfällt der Boost. Beide sind Mechaniken, die in den Bruttogewinn eingreifen, nicht im Marktpreis der einzelnen Quote. Wer mit ihnen rechnet, sollte den Brutto- und den Nettogewinn auseinanderhalten, weil die Aufstockung erst am Ende zählt.

Anbieter im Detail: Die zehn Marken, ihre Bewilligung und ihr Angebot für die EM

Die folgende Runde geht die zehn Anbieter aus der Tabelle einzeln durch. Die ersten beiden sind die zugelassenen Schweizer Veranstalter, die übrigen acht sind ausländische Marken ohne Schweizer Bewilligung, deren Siegerquoten auf die EM in der Schweiz nicht erhältlich sind, deren Aufnahme in eine solche Liste aber der Vollständigkeit dient: Wer im Internet nach «EM Sieger Quoten» sucht, stösst auf sie. Die Reihenfolge folgt der Tabelle, die Bewertung jeder Marke fällt nach Massgabe ihrer Bewilligungslage und ihres Angebots für die hier verhandelte Wette aus.

Swisslos Sporttip

Swisslos ist die interkantonale Landeslotterie mit Sitz in Basel, die das Sportwettprodukt Sporttip für die deutschsprachige Schweiz, das Tessin und das Fürstentum Liechtenstein betreibt, also für 19 Kantone plus Tessin und Liechtenstein. Die Bewilligung läuft als Grossspiel unter dem BGS, die Aufsicht führt die Gespa. Veranstalter ist die Genossenschaft, das Produkt heisst Sporttip, die Webadresse für die eigene Prüfung ist Swisslos.ch.

Die Wetteinsätze sind klar definiert: Mindesteinsatz CHF 1, Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette CHF 1’000, Höchsteinsatz für eine Systemwette CHF 10’000. Swisslos kann die Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Höchstgewinne sind nicht in derselben Spielregel ausgewiesen wie bei Jouez Sport, die Aufteilung der Auszahlung richtet sich nach der Quote. Eine Wette, deren Quote sich nach Multiplikation der Einzelquoten auf über 100’000 belief, wäre unzulässig; das ist die Konsequenz aus der Annahmeregel, nicht eine separate Limite. Der Gewinn wird auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen genau abgerundet, was bei grossen Quoten einen kleinen Unterschied macht.

Cash-Out ist ausdrücklich auch für Langzeitwetten verfügbar, nur online, und nur als vollständige Auszahlung ohne Teilauszahlung. Einmal ausgeführt, lässt er sich nicht rückgängig machen, und es gibt keine Garantie, dass er für jeden Markt zur Verfügung steht. Bei Livewetten gilt die Wette unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird, Wetten nach dem tatsächlichen Eintreten des Ausgangs zählen mit Quote 1.00, und in spielentscheidenden Situationen wie Elfmeter, Rote Karte oder VAR-Entscheid kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten. Wird ein Wettereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nachgeholt, ist die Wette ungültig, bei Kombinationen erhält die Voraussage Quote 1.00.

Der Kombiboost von Sporttip ist eines der wenigen aktiven Anreizsysteme, die in den Spielregeln ausdrücklich stehen: vier Voraussagen zu Mindestquote 1.50 ergeben 5 Prozent Bonus auf den Nettogewinn, sieben Voraussagen 20 Prozent, zehn 40 Prozent, fünfzehn 100 Prozent. Profitboosts gelten für Prematch-Einzelwetten, sind pro Person einmal nutzbar, und bei Cash-Out verfällt der Boost.

Für die Frage, was Sporttip einer EM-Siegerwette an Eigenheiten mitgibt, ist die Antwort zweischichtig. Einerseits ist die Plattform die einzige in der Deutschschweiz, die eine solche Wette in der Schweiz überhaupt anbieten darf, mit voller Gespa-Aufsicht, mit Sperrregister-Anbindung und mit der Möglichkeit, Cash-Out auch auf Langzeitwetten zu nutzen. Andererseits sind die Einsatzlimiten für eine Wette, die den ganzen Monat über bindet, eng: CHF 1’000 pro Einzel- oder Kombiwette ist für die meisten Hobbyspieler ausreichend, aber wer einen grösseren Betrag auf eine einzelne Siegerwette setzen will, ist an mehrere Scheine gebunden, und die Systemwette mit Höchsteinsatz CHF 10’000 ist nur ein Notausgang für eine Wettform, die hier nicht primär zur Debatte steht. Dazu kommt die Marge, die in der Endquote steckt und die jeder Buchmacher einpreist. Das Urteil fällt deshalb nüchtern aus: Sporttip ist die richtige Adresse für die Siegerwette in der Deutschschweiz, mit dem vollen Schutz des BGS, mit der mechanischen Präzision einer behördlich beaufsichtigten Plattform, aber mit den engen Limiten, die ein gemeinwohlorientiertes Grossspiel von einem gewerblichen Wettanbieter unterscheiden.

Loterie Romande Jouez Sport

Die Loterie Romande betreibt das Produkt Jouez Sport für die sechs französischsprachigen Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura, mit Sitz in Lausanne (Avenue de Provence 14) und 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz. Auch hier ist die Bewilligung eine Grossspiel-Bewilligung unter dem BGS, Aufsicht Gespa. Die Spielregeln, nach denen die Wetten abgewickelt werden, sind in der 17. Auflage des Règlement Jouez Sport von September 2024 festgehalten.

Die Limiten unterscheiden sich von Sporttip in mehreren Punkten. Online liegt der Mindesteinsatz bei CHF 2, an Verkaufsstellen bei CHF 3, für Multiples ebenfalls CHF 2. Der Höchsteinsatz pro Einzel- und Kombiwette beträgt CHF 500, ein Wettschein mit Multiples darf insgesamt höchstens CHF 7’500 Einsatz enthalten. Der Höchstgewinn pro Einzel- oder Kombiwette liegt bei CHF 300’000, für alle Gewinne eines Multiples zusammen bei CHF 1’000’000. Die Mindestquote einer Einzelwette oder die Gesamtquote einer Kombi muss 1.10 betragen, und die maximale Quote ist 100’000, was bei extremen Kombinationen einen harten Deckel setzt.

Eine Kombiwette umfasst 2 bis 10 Voraussagen, und die Annahmeregeln sind so geschnitten, dass eine Kombination über zehn Begegnungen technisch nicht möglich ist. Die Auszahlung folgt dem Produkt der Einzelquoten, und der Gewinn wird nach den Regeln des Règlement auf den nächsten Rappen gerundet.

Der Spielerschutz folgt den Vorgaben des BGS, und die Verlustlimiten werden vor der ersten Online-Teilnahme gesetzt, mit denselben Mechanismen wie bei Sporttip, jeweils in den Bedingungen des Veranstalters ausformuliert. Eine Selbstsperre wirkt, eine Erhöhung der Limite braucht Zeit.

Jouez Sport ist das Gegenstück zu Sporttip in der Romandie. Die Plattform ist kleiner, das Vertriebsnetz mit 2’350 Verkaufsstellen dichter, die Höchsteinsätze niedriger, die Höchstgewinne aber klarer beziffert. Für eine EM-Siegerwette bedeutet das: Wer in der Westschweiz wohnt und online spielen will, hat mit Jouez Sport die einzige zugelassene Adresse, und wer an der Verkaufsstelle spielt, hat dort ein gut ausgebautes Netz, allerdings mit dem Mindesteinsatz von CHF 3, der über dem von Sporttip liegt. Der Maximalgewinn pro Einzelwette von CHF 300’000 ist grosszügig. Das Urteil: Jouez Sport ist die richtige Adresse für die Westschweiz, mit klar bezifferten Gewinndeckeln und einem dichteren Verkaufsstellennetz, aber mit etwas höheren Mindesteinsätzen und niedrigeren Höchsteinsätzen als Sporttip.

Rollbit, Bruce Bet, BetLabel, Betscore, Betovo, ZotaBet, N1 Bet, AmunRa

Diese acht Marken teilen ein gemeinsames Profil in Bezug auf die Schweiz: keine Schweizer Bewilligung, keine Anbindung an das Schweizer Ausschlussregister, keine Schweizer Anlaufstelle, und die Möglichkeit, dass die Gespa die Domain auf die Sperrliste setzt, was den Zugriff aus dem Schweizer Netz erschwert oder unterbindet. Sie sind hier nicht aufgenommen, um sie zu empfehlen oder zu warnen, sondern um die Marken zu nennen, die ein Schweizer Suchender nach «EM Sieger Quoten» mit hoher Wahrscheinlichkeit im Internet findet.

Was lässt sich also festhalten? Die acht Marken unterscheiden sich in der vorliegenden Recherche in nichts, was die hier verhandelte Wette betrifft. Es liegt für keine von ihnen ein Fakt zur EM-Siegerwette, zur Marge, zum Cash-Out auf Langzeitwetten, zur Auszahlung in Franken oder zur Verlustlimite vor. Wer dort eine EM-Siegerwette platziert, tut dies auf einer Plattform, die in der Schweiz keine Bewilligung hat, und damit ausserhalb des Schutzes des BGS. Das ist die gemeinsame Eigenschaft, und sie ist auch der Grund, weshalb die Tabelle diese acht Marken mit demselben Satz führt.

Was heisst das für die Bewertung? Die Bewertung dieser acht Marken in Bezug auf die Frage «Wettquoten EM Sieger 2026 in der Schweiz» fällt für alle gleich aus: Wer in der Schweiz eine EM-Siegerwette setzen will, hat zwei zugelassene Adressen, und diese acht sind keine Alternative im Sinne der Fragestellung. Wer aus anderen Gründen dort spielt, sollte die kantonale Steuerpraxis kennen, die fehlende Sperrregister-Anbindung akzeptieren und das Risiko einer Domain-Sperre einkalkulieren.

Rechenbeispiel: Was die Marge einer Quote über 100 Prozent hinaus treibt

Wer eine Quote von 1.90 gegen eine Quote von 1.90 sieht, addiert die impliziten Wahrscheinlichkeiten, also 1 geteilt durch 1.90 plus 1 geteilt durch 1.90, und kommt auf rund 105,26 Prozent, weil 0,5263 plus 0,5263 gleich 1,0526 ist. Diese 5,26 Prozentpunkte über 100 sind die Marge des Marktes, der Anteil, den der Veranstalter im langen Mittel einbehält. Eine Auszahlungsquote von rund 94,74 Prozent wäre die Kehrseite, also 100 Prozent minus die Marge, was den Anteil zeigt, den der Veranstalter im langen Mittel wieder an die Wettenden ausschüttet. Für eine Wette von CHF 100 heisst das: Im Erwartungswert über sehr viele Wetten bleiben rund CHF 94,74 als Auszahlung übrig, die Differenz von CHF 5,26 ist die Marge. Bei einer 24er-Siegerwette ist die Rechnung komplexer, aber das Prinzip ist dasselbe, und die Marge liegt erfahrungsgemäss eher am oberen Ende der Bandbreite, weil die Veranstalter die Volatilität jedes einzelnen Ausgangs einkalkulieren.

Die Bedingung, unter der diese Zahl gilt, ist die Annahme, dass sich die Wettenden so verhalten, wie es die Quotenstruktur unterstellt, also dass sie ihre Einsätze proportional zur impliziten Wahrscheinlichkeit verteilen. In der Realität weicht die Verteilung davon ab, und die tatsächliche Marge des Veranstalters kann höher oder niedriger sein, als die naive Rechnung suggeriert. Wer eine konkrete Siegerwette bewertet, sollte die Quoten aller angebotenen Ausgänge addieren, nicht nur die Quote auf seinen Favoriten, und die Summe ist der Punkt, an dem die Marge sichtbar wird.

Häufige Fragen zu EM-Sieger Wetten in der Schweiz

Wie wird eine Siegerquote für die EM berechnet, und was bedeutet die Marge?

Eine Siegerquote ist das Verhältnis, in dem der Einsatz im Erfolgsfall ausgezahlt wird; sie ergibt sich aus der Marktmeinung der Wettenden, geglättet durch die Marge des Veranstalters. Die implizite Wahrscheinlichkeit einer Quote berechnet sich als 1 geteilt durch die Quote, und die Summe der impliziten Wahrscheinlichkeiten über alle Ausgänge eines Marktes liegt durch die eingepreiste Marge über 100 Prozent, typischerweise im Bereich von etwa 5 Prozent bei liquiden Zwei-Wege-Märkten und eher höher bei Langzeitmärkten mit vielen Ausgängen. Die Marge ist also der Anteil, den der Veranstalter im langen Mittel einbehält, nicht der Preis, den eine einzelne Wette kostet.

Wann findet die nächste Europameisterschaft statt, und was war die letzte?

Die letzte EM fand vom 14. Juni bis 14. Juli 2024 in Deutschland statt, mit 24 Mannschaften, 51 Spielen, und Spanien holte im Berliner Olympiastadion am 14. Juli 2024 mit einem 2:1 gegen England den vierten Titel. Die nächste EM findet vom 9. Juni bis 9. Juli 2028 in England, Schottland, Wales und Irland statt, mit Eröffnungsspiel in Cardiff und Finale im Wembley-Stadion in London, ebenfalls 24 Mannschaften in sechs Vierergruppen und einer K.-o.-Phase vom 24. Juni bis 9. Juli 2028. Die Auslosung der Qualifikationsgruppen ist am 6. Dezember 2026 in Belfast, und über zwölf Gruppen qualifizieren sich zwölf Gruppensieger und die acht besten Gruppenzweiten direkt.

Bieten Sporttip und Jouez Sport Wetten auf den Europameister an, und was sagt die Gespa-Liste dazu?

Sporttip und Jouez Sport sind die beiden einzigen in der Schweiz zugelassenen Veranstalter für Sportwetten, und die EM als Wettbewerb steht auf der Gespa-Liste bewilligter Sportarten, Wettbewerbe und Wetttypen, sodass die Siegerwette auf den Europameister für beide Produkte zulässig ist. Was innerhalb des Wettbewerbs angeboten werden darf, ist durch die Liste begrenzt, und nicht jeder Markt, den internationale Buchmacher zeigen, ist in der Schweiz spielbar. Anbieter ohne Schweizer Bewilligung dürfen in der Schweiz keine Wetten auf den Europameister entgegennehmen, und ihre Domains können auf der Gespa-Sperrliste landen.

Wie liest man aus einer Quote wie 6.00 die implizite Wahrscheinlichkeit ab?

Die implizite Wahrscheinlichkeit einer Dezimalquote ist 1 geteilt durch die Quote; bei 6.00 entspricht das rund 16,7 Prozent. Eine kleinere Quote deutet auf einen höheren Marktanteil der Wettenden für diesen Ausgang, eine grössere Quote auf einen geringeren. Die Summe der impliziten Wahrscheinlichkeiten über alle Ausgänge eines Marktes liegt durch die Marge des Veranstalters über 100 Prozent, und diese Differenz ist die Marge. Eine isolierte Quote ist also kein direkter Wahrscheinlichkeitswert, sondern eine um die Marge bereinigte Marktmeinung.

Wie lange bleibt der Einsatz auf den Turniersieger gebunden, und lässt er sich vorzeitig auszahlen?

Bei einer Siegerwette bleibt der Einsatz über das gesamte Turnier gebunden, vom Anpfiff des Eröffnungsspiels bis zum Finale Anfang Juli 2028, also mehrere Wochen. Eine vorzeitige Auszahlung ist nur über Cash-Out möglich, und Cash-Out ist bei Sporttip ausdrücklich auch für Langzeitwetten verfügbar, jedoch nur online und nur als vollständige Auszahlung ohne Teilverkauf. Ob Cash-Out für einen konkreten Markt zur Verfügung steht, ist nicht garantiert, und ein ausgeführter Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen. Wer auf den Ausgang setzt, geht die Bindung über die ganze Dauer ein.

Wie wird der Gewinn besteuert, und gilt der Steuerfreibetrag in der Schweiz überall gleich?

Gewinne aus schweizerischen Grossspielen sind bis zum bundesrechtlichen Steuerfreibetrag einkommensteuerfrei; dieser liegt seit dem 1. Januar 2026 bei CHF 1’071’000, im Jahr 2025 noch bei CHF 1’070’400. Über dem Freibetrag behält der Veranstalter 35 Prozent Verrechnungssteuer ein, die über die Steuererklärung zurückgefordert werden kann. Die kantonalen Freibeträge sind unterschiedlich, deshalb hängt die Frage, ob ein Gewinn steuerfrei bleibt, vom Kanton ab, in dem die Person steuerpflichtig ist. Gewinne aus ausländischen Anbietern unterliegen nicht der Schweizer Verrechnungssteuer, werden aber nach kantonaler Praxis unterschiedlich behandelt; Thurgau zum Beispiel besteuert Gewinne aus ausländischen Grossspielen unabhängig vom Betrag. Im Zweifel ist die kantonale Steuerverwaltung oder ein Steuerberater zu fragen.

Inhalt erstellt vom Team «englandwetteninfo»