Leichtathletik online wetten in der Schweiz: Wer anbieten darf und was es kostet
Ladevorgang...
Leichtathletik lässt sich in der Schweiz nur bei zwei Veranstaltern online spielen — Swisslos mit Sporttip in der Deutschschweiz, in Ticino und in Liechtenstein, und Loterie Romande mit Jouez Sport in den sechs Westschweizer Kantonen. Beide halten ihre Bewilligung vom Bund und der Gespa, beide dürfen nur das anbieten, was auf der Gespa-Liste der zugelassenen Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten steht. Wer bei einem ausländischen Anbieter ohne Schweizer Bewilligung spielt, hat keinen Schweizer Schutz: keine Spielsperre im Schweizer Register, keine Schweizer Aufsicht, keine gesetzliche Handhabe bei Streit. Die folgenden Abschnitte erläutern, was die Schweizer Veranstalter an Leichtathletik anbieten, wie der Spielplan aussieht und was eine Wette rechnerisch wirklich kostet.
Datenstand: Oktober 19, 2026; abgeglichen mit den Gespa- und BGS-Vorgaben sowie den Spielregeln und Teilnahmebedingungen von Sporttip (Version 4.2).
Rechtslage: Wer in der Schweiz Leichtathletik-Wetten anbieten darf
In der Schweiz ist Sportwetten ein Grossspiel im Sinne des Geldspielgesetzes (BGS, SR 935.51). Die Aufsicht liegt bei der Gespa, der interkantonalen Geldspielaufsicht mit Sitz in Bern, nicht bei der ESBK, die nur Casinos beaufsichtigt. Eine Bewilligung besteht aus zwei Teilen: einer Veranstalterbewilligung und einer Spielbewilligung pro Spiel. Ausländische Lizenzen aus Malta, Curaçao oder Deutschland gelten in der Schweiz ausdrücklich nicht — Art. 4 BGS stellt klar, dass eine Bewilligung nur in der Schweiz wirkt.

Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter für Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt. Swisslos mit Sitz in Basel betreibt das Produkt Sporttip; die Loterie Romande betreibt für die Westschweiz Jouez Sport. Eine Online-Anmeldung ist nur möglich, wenn man Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Vertragsgebiet des jeweiligen Veranstalters hat. Swisslos bedient die Deutschschweizer Kantone (AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG, ZH), den Kanton Tessin und das Fürstentum Liechtenstein. Loterie Romande bedient Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura.
Das bedeutet in der Praxis: Wer in Genf wohnt, kann online nur bei Loterie Romande spielen, wer in Zürich nur bei Swisslos. Wer im Kanton Tessin wohnt, ist Swisslos zugeordnet. Die Karte der Kantone ist also keine Marketing-, sondern eine Bewilligungsfrage. Ausländische Anbieter ohne Schweizer Bewilligung sind keine Alternative: Sie können jederzeit auf die Gespa-Sperrliste gesetzt werden, die Schweizer Telekomanbieter per DNS blockieren. Ende 2025 umfasste die Liste 671 Domains. Wer dort spielt, spielt auf eigenes Risiko und ohne die Schweizer Schutzmechanismen.
Was die Gespa-Liste zugelassen hat
Was überhaupt gewettet werden darf, bestimmt die Gespa-Liste der zugelassenen Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten. Sie ist eine geschlossene Liste: Was nicht draufsteht, darf nicht angeboten werden. Erlaubt sind Wetten auf Sportereignisse — nicht auf Wetter, Politik oder Fernsehshows. Qualifikationsrunden sind nur dann erlaubt, wenn sie ausdrücklich aufgeführt sind. Frauenwettbewerbe sind nur erlaubt, wenn sie aufgeführt sind. Rangwetten sind nur erlaubt, wenn die Rangierung über die Qualifikation zu einem internationalen Wettbewerb oder über das Podium entscheidet. Trainingsläufe sind keine Wettgrundlage. Eckball-, Karten- oder andere Mikromärkte und ein E-Sport-Bereich fehlen in der Liste. Veranstaltungen mit überwiegend Minderjährigen sind ausgeschlossen.

Die Liste trifft Leichtathletik unmittelbar: Diamond League, Weltmeisterschaften, Hallenweltmeisterschaften, die grossen Marathons und die kombinierten Mehrkampf-Meetings können angeboten werden, kleinere Meetings und kontinentale Serien nur, wenn sie aufgeführt sind. Wer auf eine bestimmte Disziplin oder ein Meeting wetten will, prüft vor der Wette, ob es auf der Liste steht.
Werbung und Bonus: Was erlaubt ist und was nicht
Werbung für nicht in der Schweiz bewilligtes Glücksspiel ist verboten und kann mit einer Busse bis CHF 500’000 geahndet werden. Für bewilligte Veranstalter gilt: Werbung darf nicht aufdringlich oder irreführend sein und sich nicht an Minderjährige oder gesperrte Personen richten. Gratiswetten oder Gratisspielguthaben brauchen die vorgängige Zustimmung der Gespa; die 2025 erteilten 24 Zustimmungen an Loterie Romande und 8 an Swisslos zeigen, wie restriktiv die Aufsicht das handhabt. Einen Promo-Code, ein «exklusives Angebot» oder eine URL mit Bonus-Versprechen gibt es auf dieser Seite nicht — und das ist Absicht, nicht Zufall.
Spielerschutz: Limiten setzen, Spielsperre, Hilfe holen
Vor der ersten Teilnahme an Sporttip müssen Spielende drei Verlustlimiten setzen: für einen Tag, für sieben Tage und für 30 Tage. Die Obergrenze liegt bei CHF 9’999, für unter 21-Jährige bei CHF 1’000. Eine Senkung der Limite gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich kann eine freiwillige Einzahlungslimite für 30 Tage gesetzt werden. Die Limite ist nicht vom Staat vorgegeben — sie ist Eigenentscheid jedes Spielenden, durchgesetzt vom Veranstalter.
Der Zugang lässt sich produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren; eine Aufhebung vor Fristablauf ist nicht möglich. Eine unbefristete Spielsperre wird im schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos, einschliesslich Online-Casinos, und im Fürstentum Liechtenstein. Wer gesperrt ist, hat keinen Anspruch auf Einsatz oder Gewinn — der Einsatz wird nicht zurückgezahlt. Die Sperre ist kein Software-Knopf, sondern ein Registereintrag, der von allen Schweizer Veranstaltern abgefragt wird.
Eine Selbstsperre auf freiwilliger Basis kann erst nach drei Monaten aufgehoben werden, und nur mit Einbezug einer Fachstelle. Bei Sporttip gelten die 72 Stunden Karenzzeit zwischen Antrag und Erhöhung einer Limite; gesetzlich sind 24 Stunden, die Swisslos-Regel ist also strenger. Testkäufe der Gespa 2025 an Verkaufsstellen zeigten, dass in 47,5 % von 200 Fällen ein Minderjähriger eine Sportwette kaufen konnte — der stationäre Schutz funktioniert nicht überall. Online ist die Kontrolle strenger, weil die Identität per Ausweis verifiziert wird.
Wer merkt, dass das Wetten nicht mehr im Rahmen bleibt, kann sich an die Fachstellen der Kantone wenden. Die Gespa führt eine Liste der anerkannten Beratungsangebote. Eine Wette auf einen 100-m-Lauf mit einem Zehntel Unterschied zwischen zwei Sprintern lässt sich kaum mit Recherche gewinnen — wer hier trotzdem regelmässig spielt, spielt nicht gegen den Buchmacher, sondern gegen seine eigene Risikobereitschaft.
Leichtathletik: Spielplan, Disziplinen und was sich eindeutig entscheidet
Die Leichtathletik gliedert sich in vier Disziplingruppen: Lauf, Gehen, Sprung sowie Stoss und Wurf. Die Mehrkämpfe kombinieren Disziplinen aus allen Gruppen ausser dem Gehen. Im Freien sind das der Zehnkampf der Männer und der Siebenkampf der Frauen, in der Halle der Siebenkampf der Männer und der Fünfkampf der Frauen. In Sprung und Wurf hat jeder Athlet drei Versuche; Vorrunden gibt es dort nicht. Laufrekorde im Freien werden seit 1960 nur auf einer 400-m-Bahn anerkannt, Hallenrekorde nur auf 200-m-Bahnen.
Weltmeisterschaften, Diamond League, Hallen-WM
Die Leichtathletik-Weltmeisterschaften finden seit 1983 mit dem vollen olympischen Programm statt, zunächst alle vier Jahre, seit 1991 alle zwei Jahre. Die Diamond League wird seit 2010 von World Athletics ausgetragen; bis 2019 hiess der Weltverband IAAF, Vorläufer war die IAAF Golden League. Die Diamond League startete 2010 mit 14 Meetings und 32 Diamond-Disziplinen; für 2025 und 2026 nennt die offizielle Seite jeweils 15 Meetings. Seit 2017 erhalten die ersten acht Athleten eines Meetings Punkte in absteigender Skala von 8 bis 1; diese Punkte entscheiden über die Qualifikation für die Disziplinfinals. Die Hallenweltmeisterschaften ergänzen den Kalender in den Wintermonaten.
Fehlstart: Wenn der Sieger im Startblock bleibt
Bei einem Fehlstart in der Leichtathletik gilt ein Start als verfrüht, wenn die Reaktionszeit unter 0,100 Sekunden liegt; Athleten riskieren seit 2009 die sofortige Disqualifikation. Vor 2003 durfte ein Athlet nach einem Fehlstart erneut starten und riskierte die Disqualifikation erst beim zweiten Fehlstart; von 2003 bis 2009 führte der erste Fehlstart zu einer Verwarnung für das gesamte Feld. Die heutige Regel ist also klar: Wer die Startlinie zu früh verlässt, ist sofort draussen — unabhängig von Runden, Disziplin oder Weltrekordversuch. Auf einer Siegerwette bedeutet das den Totalausfall. Wer auf «Schnellster des Feldes» sieht und der Favorit wird wegen Fehlstart disqualifiziert, hat die Wette verloren. Bei Live-Wetten während eines laufenden Rennens sieht es anders aus: Dort kann eine Wette nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden und wird mit Quote 1,00 gewertet — also nichts gewonnen, nichts verloren. Der Wettschein wird aufgehoben.
Welche Ergebnisse sich eindeutig festlegen lassen
Die Frage klingt trivial und ist es nicht: Welche Leichtathletik-Ergebnisse lassen sich überhaupt zweifelsfrei entscheiden? Bei einem 100-m-Lauf steht der Sieger fest, sobald die Ziellinie überquert ist, in der Regel nach Videokontrolle. Beim Hochsprung steht der Sieger fest, wenn die Höhe nicht mehr übersprungen wird. Beim Stabhochsprung gleich. Beim Weitsprung, wenn alle sechs Versuche absolviert sind und die Weite gemessen ist. Beim Diskus, Hammer, Speer und Kugel gleich.
Schwieriger wird es beim Marathon, wo die offizielle Reihenfolge oft erst nach Stunden korrigiert wird, oder wenn ein Athlet während des Rennens aufgibt und das Regelwerk die Platzierung anders regelt als das Wettprogramm. Bei Mehrkämpfen zählt das Punktergebnis nach allen Disziplinen — wer in einer Disziplin aufgibt, hat ein Punktergebnis, das mit «DNS» oder «DNF» in der Liste steht. Wer auf einen Sieger im Zehnkampf wettet, wettet auf das Gesamtergebnis nach zehn Disziplinen — und das kann sich nach dem letzten Versuch noch umdrehen.
Die Konsequenz: Eine Wette auf einen klaren Favoriten in einer Disziplin mit objektivem Messverfahren ist näher an einer Entscheidung als eine Wette auf einen Mehrkampf oder ein Langstreckenrennen mit vielen Eventualitäten. Der die Streuung der Quoten ist in objektiven Disziplinen enger, der Anteil des Buchmachers an der Wette sichtbarer — und der eigene Rechercheaufwand höher.
Spielplan 2026: Diamond League, WM, Hallen-WM
Der Leichtathletik-Kalender 2026 folgt dem gewohnten Rhythmus. Die Hallenweltmeisterschaften eröffnen das Jahr im Winter, danach starten die Diamond-League-Meetings in die Freiluftsaison. Höhepunkt im Sommer sind die Weltmeisterschaften oder, in olympischen Jahren, die Spiele. Im Spätsommer laufen die Diamond-League-Finals, im Herbst der Marathon-Kalender mit den grossen City-Marathons. Wer auf eine bestimmte Disziplin oder ein bestimmtes Meeting wettet, schaut vor der Wette auf den offiziellen Spielplan von World Athletics, weil die Gespa-Liste nicht jedes Meeting abbildet und auch Disziplinen je nach Meeting wechseln.
Schweizer Buchmacher im Vergleich: Sporttip, Jouez Sport und der Rest des Marktes
In der Schweiz gibt es genau zwei Veranstalter, die Sportwetten anbieten dürfen. Alles andere sind ausländische Anbieter ohne Schweizer Bewilligung. Die Tabelle ordnet beide Gruppen nach denselben Kriterien — Bewilligung, Verbreitungsgebiet, Veranstalter — und zeigt, was jeder Unterschied für einen Kunden konkret bedeutet.
| Marke | Schweizer Bewilligung | Verbreitungsgebiet | Veranstalter / ausgewiesene Lizenz |
|---|---|---|---|
| Swisslos Sporttip | Veranstalter- und Spielbewilligung (BGS, Aufsicht Gespa) | Deutschschweizer Kantone (AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG, ZH), Tessin, Fürstentum Liechtenstein | SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft |
| Loterie Romande Jouez Sport | Veranstalter- und Spielbewilligung (BGS, Aufsicht Gespa) | Westschweizer Kantone (FR, GE, JU, NE, VD, VS) | Société de la Loterie de la Suisse Romande |
| BillyBets | Keine Schweizer Bewilligung | Ausländische Lizenz, in der Schweiz nicht anerkannt | Keine Schweizer Lizenz |
| Unreach (Jackbit) | Keine Schweizer Bewilligung | Ausländische Lizenz, in der Schweiz nicht anerkannt | Keine Schweizer Lizenz |
| Betovo | Keine Schweizer Bewilligung | Ausländische Lizenz, in der Schweiz nicht anerkannt | Keine Schweizer Lizenz |
| Gamdom | Keine Schweizer Bewilligung | Ausländische Lizenz, in der Schweiz nicht anerkannt | Keine Schweizer Lizenz |
| Cloudbet | Keine Schweizer Bewilligung | Ausländische Lizenz, in der Schweiz nicht anerkannt | Keine Schweizer Lizenz |
| HighFlyBet | Keine Schweizer Bewilligung | Ausländische Lizenz, in der Schweiz nicht anerkannt | Keine Schweizer Lizenz |
| BetPanda | Keine Schweizer Bewilligung | Ausländische Lizenz, in der Schweiz nicht anerkannt | Keine Schweizer Lizenz |
| PowBet | Keine Schweizer Bewilligung | Ausländische Lizenz, in der Schweiz nicht anerkannt | Keine Schweizer Lizenz |
Die Spalte zur Schweizer Bewilligung trennt die Tabelle in zwei Lager. Im einen Lager stehen die zwei Veranstalter, die in der Schweiz Sportwetten anbieten dürfen — Swisslos und Loterie Romande. Beide bedienen unterschiedliche Kantone, beide haben ihre eigene Online-Plattform, beide sind in das Schweizer Ausschlussregister eingebunden. Im anderen Lager stehen die ausländischen Marken, die in der Schweiz keine Bewilligung haben und deren Domain von Schweizer Providern per DNS blockiert werden kann. Welche Domain gerade blockiert ist, ändert sich schnell — Interwetten, Bet-at-Home und bet365 standen oder stehen auf der Liste.
Die Spalte zum Verbreitungsgebiet zeigt, dass die beiden Schweizer Veranstalter keine Konkurrenten sind: Sie teilen die Schweiz unter sich auf, ohne Überschneidung. Wer in Genf wohnt, kann nicht online bei Sporttip spielen — auch wenn Sporttip der prominentere Markenname ist. Wer in Zürich wohnt, kann nicht online bei Loterie Romande spielen. Das ist die Konsequenz der interkantonalen Vereinbarung, die 2019 die Grundlage für das aktuelle Geldspielgesetz gelegt hat.
Was die Gespa-Liste und die Lizenz für die Auswahl bedeuten
Die Lizenzfrage ist keine Detailfrage, sondern die Grundlage jeder Auswahl. Eine ausländische Lizenz hat in der Schweiz keine Wirkung (Art. 4 BGS). Wer bei einem Anbieter ohne Schweizer Bewilligung spielt, hat keine Schweizer Spielsperre, keine Schweizer Aufsicht, keine Schweizer Behörde, an die er sich bei Streit wenden kann. Das Werbeverbot für ausländische Anbieter hat einen guten Grund: Es soll verhindern, dass Schweizer Spielende dort spielen, wo sie im Konfliktfall allein dastehen. Werbung für ausländische Anbieter ist denn auch strafbar (Art. 74 Abs. 3 BGS), mit Bussen bis CHF 500’000.
Die Schweizer Veranstalter sind deshalb keine zwei Marken unter vielen — sie sind die zwei einzigen legalen Marken, mit allen Vor- und Nachteilen. Die Auswahl an Wettarten ist kleiner, der Sportwetten-Kalender ist auf die Gespa-Liste beschränkt, der Quotenmarkt ist schmaler. Dafür ist die Aufsicht schweizerisch, die Sperre greift schweizweit, die Gewinnauszahlung läuft auf ein Konto im eigenen Namen (Art. 50 Abs. 2 VGS), und die Identität wird vor der ersten Wette verifiziert.
Was eine Wette kostet: Quoten, Marge und der erwartete Verlust
Eine Wette zahlt sich aus, wenn die Quote stimmt. Die Quote ist das, was der Buchmacher für jeden gesetzten Franken zurückzahlt, wenn die Wette gewinnt. Eine Quote von 2.10 bedeutet: Für jeden Franken Einsatz bekommt der Spielende 2.10 Franken zurück, also 1.10 Franken Gewinn. Wer 100 Franken auf Quote 2.10 setzt, bekommt 210 Franken zurück. Wer auf Quote 1.50 setzt, bekommt 150 Franken zurück, also 50 Franken Gewinn.
Die Marge ist das, was der Buchmacher im Schnitt pro Wette behält. Sie ist die Differenz zwischen dem, was die Wettenden zusammen eingesetzt haben, und dem, was sie im Durchschnitt zurückbekommen. Bei einem Zwei-Wege-Markt mit Quote 1.90 auf beiden Seiten — Favorit und Aussenseiter gleichauf — sieht die Rechnung so aus:
Auszahlungsquote = 1 ÷ (1/1,90 + 1/1,90) = 1 ÷ (0,5263 + 0,5263) = 1 ÷ 1,0526 = 0,9500 = 95,00 %
Marge = 100 % − 95,00 % = 5,00 %
Von jedem Franken, der auf einem solchen Markt gesetzt wird, fliessen im Schnitt 95 Rappen an die Wettenden zurück und 5 Rappen an den Buchmacher. Bei einem Drei-Wege-Markt (Sieg Heimsieg / Unentschieden / Auswärtssieg) ist die Marge höher, weil drei Quoten im Nenner stehen. Bei einem Markt mit zehn Auswahlen — etwa einem Diamond-League-Feld — ist die Marge höher als bei einem Zwei-Wege-Markt, weil mehr Unvorhersehbarkeit im Markt liegt und der Buchmacher mehr Spielraum hat.
Diese 5 % sind kein Zufall und keine Wahl des Spielenden — sie sitzen in jeder Quote. Wer 100 Franken 100-mal auf Quote 1.90 setzt und jedes Mal gewinnt, bekommt 19’000 Franken zurück. Wer 100 Franken 100-mal auf Quote 1.90 setzt und nur 50 Mal gewinnt, bekommt 9’500 Franken zurück, hat aber 10’000 Franken eingesetzt. Das ist der erwartete Verlust: 10’000 × 5 % = 500 Franken, im Schnitt über sehr viele Wetten. Eine einzelne Wette kann diesen Verlust übersteigen oder unterbieten — die Marge ist ein Durchschnitt, kein Einzelschicksal.
Eine Wette auf einen klaren Favoriten im 100-m-Final zahlt typischerweise eine Quote von 1.30 bis 1.50 — der Buchmacher kennt die Form. Eine Wette auf einen Diamond-League-Sieger zahlt 3.00 bis 6.00, je nach Feldstärke. Die Marge ist in beiden Fällen da, nur versteckter. Wer die Quoten vor der Wette ansieht, sieht die Marge, und wer die Marge sieht, sieht den Preis, den jede Wette im Schnitt kostet.
Kombiwetten: Wie die Marge mit jeder Auswahl wächst
Bei einer Kombiwette multiplizieren sich die Quoten der einzelnen Auswahlen zu einer Gesamtquote. Eine Wette auf Sieg A (Quote 1.50), Unentschieden B (Quote 3.00) und Über 2,5 Tore C (Quote 1.80) ergibt eine Gesamtquote von 1,50 × 3,00 × 1,80 = 8,10. Wer 10 Franken setzt, bekommt im Gewinnfall 81 Franken zurück.
Die Marge wächst mit jeder Auswahl. Eine typische Einzelwette hat eine Marge von etwa 5 %, eine Kombiwette aus zwei Auswahlen etwa 10 %, aus drei etwa 15 %, aus vier etwa 20 %. Die Gesamtquote sieht attraktiv aus, der erwartete Verlust ist es nicht: Wer 100 Franken 100-mal auf eine 3-fach-Kombi setzt und jedes Mal gewinnt, bekommt je nach Auswahl 800 bis 1’200 Franken pro Wette zurück — aber die Wahrscheinlichkeit, alle drei Auswahlen richtig zu haben, sinkt mit jeder Auswahl. Die Auszahlungsquote einer 3-fach-Kombi liegt bei rund 80 %, was eine Marge von etwa 20 % bedeutet.
Eine Kombiwette ist kein Werkzeug, um die Marge zu umgehen — sie ist ein Werkzeug, um die Marge zu vergrössern. Wer die Marge klein halten will, bleibt bei Einzelwetten.
Live-Wetten und Cash-Out: Wie die Marge sich verschiebt
Bei Live-Wetten während eines laufenden Rennens verschiebt sich die Marge. Der Buchmacher reagiert auf den Spielstand und passt die Quoten an. Eine Quote, die vor dem Rennen 2.50 war, kann bei einem Athleten in Führung auf 1.20 fallen. Der Buchmacher behält die Marge, sie ist nur anders verteilt.
Cash-Out bei Sporttip gibt es für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und eine Garantie für jeden Markt besteht nicht. Der Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn und hängt vom Stand der Sportereignisse ab. Swisslos kann Cash-Out jederzeit ändern und muss es nicht für alle Wetten anbieten.
Was Cash-Out kostet: Wer mit Cash-Out aussteigt, lässt einen Teil des erwarteten Gewinns liegen — das ist der Preis für die vorzeitige Sicherheit. Wer ohne Cash-Out bis zum Ende durchhält, hat den vollen Gewinn oder den vollen Verlust. Cash-Out ist kein Werkzeug, um die Marge zu umgehen — es ist eine Versicherung gegen den Moment, in dem die Wette kippt, mit einer Prämie, die der Buchmacher einbehält.
Die Schweizer Veranstalter im Detail
Swisslos Sporttip — die Deutschschweiz
Swisslos mit Sitz in Basel betreibt Sporttip gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019. Die Veranstalterin SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft verteilte für 2025 einen Reingewinn von CHF 562 Mio.: CHF 506 Mio. an die kantonalen Fonds und CHF 56 Mio. an die Stiftung Sportförderung Schweiz, die Swiss Olympic, den Eishockey- und Fussballverband sowie die Sporthilfe bedient. Aus den Sportwetten stammten CHF 109 Mio. — 2024 waren es CHF 122 Mio., der Rückgang ist die Folge des kleineren Fussball-Kalenders.
Sporttip richtet sich an Spielende ab 18 Jahren mit Wohnsitz im Vertragsgebiet. Vor der ersten Online-Teilnahme werden die Daten aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adressdatenbanken geprüft. Jede Person darf sich nur einmal registrieren, eine zweite Anmeldung wird abgelehnt. Wer als Wettkämpfer an einem Ereignis teilnimmt, darf auf dieses Ereignis nicht wetten — Eigenwettschutz.
Die Verlustlimiten liegen bei CHF 9’999 für volljährige Spielende und CHF 1’000 für unter 21-Jährige. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für 30 Tage möglich. Der Mindesteinsatz pro Einzel- oder Kombiwette liegt bei CHF 1, der Höchsteinsatz bei CHF 1’000 für Einzel- und Kombiwetten und bei CHF 10’000 für Systemwetten. Swisslos kann die Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, eine Wette über der Limite wird nicht angenommen.
Quotenboosts gelten nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage. Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn um einen angegebenen Prozentsatz. Beide sind pro Spielendem nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert. Bei Cash-Out verfällt der Boost. Live-Wetten laufen unabhängig davon, ob das Ereignis übertragen wird, und Wetten nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs werden mit Quote 1,00 gewertet. Cash-Out gibt es nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung, nur online und nur für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten.
Was Swisslos für Leichtathletik bietet: Die Diamond League, die Weltmeisterschaften, die Hallenweltmeisterschaften und die grossen Marathons, soweit sie auf der Gespa-Liste stehen. Was nicht auf der Liste steht — etwa Trainingsläufe oder kontinentale Nachwuchsserien — wird nicht angeboten.
Verdikt. Swisslos ist die halbe Schweiz: alle Deutschschweizer Kantone, Tessin, Liechtenstein. Wer dort wohnt, hat mit Sporttip den einzigen bewilligten Online-Zugang zur Leichtathletik-Wette — die Auswahl an Wettarten ist kleiner als bei grossen ausländischen Anbietern, dafür ist die Aufsicht schweizerisch und die Sperre greift im Schweizer Register.
Loterie Romande Jouez Sport — die Westschweiz
Loterie Romande betreibt Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Die Kontaktadresse ist Avenue de Provence 14, 1001 Lausanne, mit 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitenden. Die Spielregeln sind im Wesentlichen identisch mit Sporttip: Verlustlimiten, Spielsperre, Cash-Out als vollständiges Cash-Out, Quotenboosts nur online und nur einmal pro Spielendem. Die Westschweizer haben ihre eigene Online-Plattform mit dem Produktnamen Jouez Sport.
Was Loterie Romande für Leichtathletik bietet, ist im Wesentlichen dasselbe wie Sporttip: die gleichen Gespa-genehmigten Veranstaltungen, die gleichen Wettarten. Wer in Genf wohnt und einen Diamond-League-Finalenlauf verfolgt, hat über Jouez Sport den gleichen Marktzugang wie ein Deutschschweizer über Sporttip.
Verdikt. Loterie Romande ist die andere Hälfte der Schweiz: sechs Westschweizer Kantone, ein Veranstalter, eine Online-Plattform. Die Spielregeln sind mit Sporttip identisch, die Gespa-Liste ist es auch. Wer in der Westschweiz wohnt, hat keine Auswahl — und braucht keine.
Ausländische Anbieter ohne Schweizer Bewilligung
Ausländische Anbieter ohne Schweizer Bewilligung sind keine Alternative zu Swisslos und Loterie Romande — sie sind ein zweiter Markt mit anderen Regeln. Wer dort spielt, spielt ohne Schweizer Schutz: ohne Schweizer Spielsperre im Register, ohne Schweizer Aufsicht, ohne Schweizer Behörde im Streitfall. Eine Lizenz aus Malta, Curaçao oder Deutschland hat in der Schweiz keine Wirkung, das stellt Art. 4 BGS klar. Die Spielerin oder der Spieler wird für das Spielen nicht bestraft, aber Einsatz und Gewinn können in einem Strafverfahren gegen den Anbieter eingezogen werden. Die Werbung für diese Anbieter ist in der Schweiz verboten und kann mit einer Busse bis CHF 500’000 bestraft werden.
Die folgenden Marken sind Beispiele für ausländische Anbieter ohne Schweizer Bewilligung, die im Schweizer Markt auftauchen. Sie sind hier aufgeführt, damit eine Lesbarkeit des Marktes möglich ist, nicht als Empfehlung. Für keine dieser Marken sind die Schweizer Bedingungen tragend: kein Zugang zum Schweizer Ausschlussregister, keine Schweizer Aufsicht, keine Schweizer Handhabe bei Streit. Die Gespa führt eine Sperrliste, die Schweizer Provider per DNS blockieren — wer dennoch spielt, spielt über einen Umweg.
BillyBets
BillyBets hat keine Schweizer Bewilligung. Diese Lizenz hat in der Schweiz keine Rechtsgrundlage (Art. 4 BGS). Wer dort spielt, profitiert weder vom Schweizer Ausschlussregister noch von einer Schweizer Aufsicht. Die Domain steht potenziell auf der Sperrliste der Gespa.
Verdikt. BillyBets gehört zur Gruppe der ausländischen Anbieter ohne Schweizer Bewilligung — die Auswahl an Wettarten und Boni kann grösser sein, der Schutz ist kleiner. Wer in der Schweiz wohnt, spielt dort ohne die Schutzmechanismen, die bei Swisslos und Loterie Romande gelten.
Jackbit
Jackbit hat keine Schweizer Bewilligung. Gleiche Rechtslage wie BillyBets: ausländische Lizenz ohne Wirkung in der Schweiz, keine Anbindung an das Schweizer Ausschlussregister, Domain potenziell auf der Sperrliste. Krypto-Auszahlungen, die der Anbieter bewirbt, sind in der Schweiz nur auf ein Konto im eigenen Namen möglich — Art. 50 Abs. 2 VGS lässt anonyme Auszahlungen nicht zu.
Verdikt. Jackbit spielt in der gleichen Kategorie wie BillyBets: ausländische Lizenz, kein Schweizer Schutz, Domain-Sperre möglich. Wer dort spielt, sollte sich bewusst sein, dass Schweizer Sperrmechanismen dort nicht greifen.
Betovo
Betovo hat keine Schweizer Bewilligung. Gleiche Rechtslage wie die anderen ausländischen Anbieter in dieser Liste: ausländische Lizenz ohne Wirkung in der Schweiz, keine Schweizer Aufsicht, Domain auf der Sperrliste möglich.
Verdicht. Betovo ist eine weitere ausländische Marke ohne Schweizer Bewilligung. Die Spielregeln richten sich nach der ausländischen Lizenz, nicht nach dem BGS.
Gamdom
Gamdom hat keine Schweizer Bewilligung. Das BGS findet keine Anwendung. Wer dort spielt, profitiert weder vom Schweizer Ausschlussregister noch von einer Schweizer Aufsicht.
Verdicht. Gamdom ist eine ausländische Marke ohne Schweizer Bewilligung; das BGS findet keine Anwendung.
Cloudbet
Cloudbet hat keine Schweizer Bewilligung. Gleiche Rechtslage wie die anderen ausländischen Anbieter: ausländische Lizenz ohne Wirkung in der Schweiz, keine Schweizer Aufsicht, Domain potenziell auf der Sperrliste.
Verdicht. Cloudbet ist eine ausländische Marke ohne Schweizer Bewilligung; das BGS findet keine Anwendung.
HighFlyBet
HighFlyBet hat keine Schweizer Bewilligung. Das BGS findet keine Anwendung. Wer dort spielt, unterliegt nicht dem Schweizer Schutz.
Verdicht. HighFlyBet ist eine ausländische Marke ohne Schweizer Bewilligung.
BetPanda
BetPanda hat keine Schweizer Bewilligung.
Verdicht. BetPanda ist eine ausländische Marke ohne Schweizer Bewilligung.
PowBet
PowBet hat keine Schweizer Bewilligung. Das BGS findet keine Anwendung. Wer dort spielt, profitiert weder vom Schweizer Ausschlussregister noch von einer Schweizer Aufsicht.
Verdicht. PowBet ist eine ausländische Marke ohne Schweizer Bewilligung.
Wie die Auswahl unter Schweizer Veranstaltern funktioniert
Die Auswahl unter Schweizer Veranstaltern ist keine Wahl zwischen Marken — sie ist eine Zuweisung durch den Wohnsitz. Wer in der Deutschschweiz, in Ticino oder in Liechtenstein wohnt, spielt bei Swisslos Sporttip. Wer in der Westschweiz wohnt, spielt bei Loterie Romande Jouez Sport. Wer in einem Kanton wohnt, der nicht zum Vertragsgebiet eines der beiden gehört, hat keinen Zugang zur Online-Plattform des anderen Veranstalters — das ist die Konsequenz der interkantonalen Vereinbarung, nicht eine Marketing-Entscheidung.
Innerhalb des Vertragsgebiets ist die Auswahl an Wettarten und Veranstaltungen durch die Gespa-Liste begrenzt. Was dort nicht aufgeführt ist, wird nicht angeboten. Die Liste ist abschliessend: Sie sagt, was geht, nicht nur, was erlaubt wäre. Wer auf eine bestimmte Disziplin oder ein bestimmtes Meeting wettet, prüft vor der Wette, ob es auf der Liste steht.
Wer auf der anderen Seite des Marktes spielen will — bei einem ausländischen Anbieter ohne Schweizer Bewilligung —, nimmt bewusst den Verlust des Schweizer Schutzes in Kauf. Das kann Gründe haben: grössere Auswahl an Wettarten, andere Boni, andere Quotenstruktur. Es kann nicht sein, dass es dort «sicherer» ist — das ist es per Definition nicht, weil die Schweizer Aufsicht dort nicht greift.
Häufige Fragen zu Leichtathletik-Wetten in der Schweiz
Gehört Leichtathletik zu den Sportarten, die Schweizer Veranstalter anbieten dürfen?
Ja, Leichtathletik steht auf der Gespa-Liste der zugelassenen Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten. Diamond League, Hallenweltmeisterschaften und Weltmeisterschaften sind auflistet und können online und an Verkaufsstellen gespielt werden. Welche Disziplin, welches Meeting und welche Wettart genau angeboten wird, hängt von der Liste ab.
Wie wirkt sich eine verfrühte Reaktionszeit auf eine Wette aus?
Seit 2009 führt ein Fehlstart zur sofortigen Disqualifikation, sobald die Reaktionszeit unter 0,100 Sekunden liegt. Eine Wette auf den Sieger eines Rennens ist verloren, wenn dieser Athlet im Startblock bleibt. Bei einer Live-Wette nach dem Vorfall wird die Wette mit Quote 1,00 gewertet, also weder Gewinn noch Verlust.
Wie berechnet sich der Gewinn, und was ist die Marge?
Der Gewinn ist Einsatz × (Quote − 1). Bei 100 Franken auf Quote 2.10 sind das 110 Franken. Die Marge ist das, was der Buchmacher im Schnitt pro Wette behält. Bei einem Zwei-Wege-Markt mit Quote 1.90 / 1.90 liegt die Auszahlungsquote bei 95,00 % und die Marge bei 5,00 % — von jedem gesetzten Franken fliessen im Schnitt 95 Rappen an die Spielenden.
Warum sind Wetten auf Einzelwettkämpfe mit kleinen Unterschieden schwer vorherzusagen?
Weil die Zeit- und Weitenunterschiede klein sind und die Formkurve stark schwankt. Bei einem 100-m-Lauf entscheiden Hundertstelsekunden über Sieg und Niederlage, und ein einziger schlechter Start kann das Rennen kippen. Das ist der Grund, warum die Quoten knapp sind und die Marge im Markt sitzt.
Welche Verlustlimiten gelten, und wann gilt eine Erhöhung?
Bei Swisslos müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen, mit Obergrenze CHF 9’999 (et für unter 21-Jährige CHF 1’000). Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für 30 Tage möglich.
Wie werden Gewinne besteuert?
Gewinne aus bewilligten Schweizer Sportwetten sind bis zum kantonal unterschiedlichen Steuerfreibetrag einkommensteuerfrei — der Bund nennt für 2026 eine Schwelle von CHF 1’071’000. Darüber behält der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ein, die über die Steuererklärung zurückgefordert werden können. Gewinne aus ausländischen Anbietern ohne Schweizer Bewilligung sind je nach Kanton anders behandelt — Thurgau besteuert solche Gewinne vollständig, unabhängig vom Betrag.
Sportarten – englandwetteninfo
Inhalt erstellt vom Team «englandwetteninfo»
