Sportwetten mit Einzahlungsbonus 2026: was in der Schweiz wirklich läuft

Updated Oktober 2026
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Eine leere Ersatzbank unter einem Plexiglasdach am Spielfeldrand, Regentropfen auf der Scheibe, dahinter ein Rasenplatz

Oktober 19, 2026 · Stand der Bewilligungen und Spielregeln gegenüber der Gespa (Eidgenössische Spielaufsicht) und den Veranstaltern geprüft.

Der Sporttip-Kombiboost gilt nur online (Prematch, Live, Systemwetten) und verlangt mindestens vier Voraussagen mit Quote von je mindestens 1.50.

Wer in der Schweiz nach einem klassischen Einzahlungsbonus für Sportwetten sucht, stösst zuerst auf eine ungewohnte Antwort: Es gibt ihn hier kaum. Zwei Veranstalter dürfen überhaupt Sportwetten anbieten, beide führen mit Gespa-Genehmigung kleine Aktionen, hohe Prozentzahlen und üppige Willkommenspakete gehören in ausländische Angebote. Diese Seite trägt zusammen, was die beiden bewilligten Veranstalter tatsächlich anbieten, was hinter jeder Aktion an Bedingungen steht, und wo der Wert eines Bonus durch die Quote selbst geschmälert wird.

Rechtslage: warum es in der Schweiz nur zwei Veranstalter gibt

Schweizer Sportwetten sind Grossspiele im Sinn des Bundesgesetzes über Geldspiele (BGS, SR 935.51). Die Aufsicht liegt seit dem 1. Januar 2021 bei der interkantonalen Geldspielaufsicht Gespa in Bern. Eine Bewilligung brauchen sowohl der Veranstalter als auch jedes einzelne Spiel (Art. 21–25 BGS), und sie gilt nur in der Schweiz (Art. 4 BGS). Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter von Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt.

Ein Bahngleis in den Bergen mit Schneeresten und einem leeren Perron im Morgengrauen
Spielguthaben auf dem Swisslos-Wallet kann per Online-Zahlungsmöglichkeit oder Einzahlungsschein gekauft werden (Mindestbetrag CHF 20); in 30 Tagen sind höchstens CHF 10'000 möglich.

Swisslos, die interkantonale Landeslotterie mit Sitz in Basel, betreibt unter dem Produktnamen Sporttip das Sportwettenangebot für die Deutschschweizer Kantone, das Tessin und das Fürstentum Liechtenstein. Loterie Romande führt Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura, mit Sitz in Lausanne und 2’350 Verkaufsstellen in der Romandie. Wer im anderen Sprachgebiet wohnt, kann sich beim jeweils anderen Veranstalter nicht online registrieren.

Die Konsequenz: Angebote ausländischer Wettanbieter ohne Schweizer Bewilligung sind Inland-Werbung und dürfen hier gar nicht beworben werden (Art. 74 Abs. 3 BGS), Busse bis CHF 500’000 (Art. 131 BGS). Sie stehen zudem typischerweise auf der Gespa-Sperrliste und werden in der Schweiz per DNS blockiert. Für Spielende heisst das: kein Zugang über Schweizer Internetprovider, keine Anbindung an das schweizweite Sperrregister, keine Schweizer Rekursstelle.

Verantwortungsvolles Spielen: Limiten, Sperren und der Ernstfall

Bevor bei Sporttip die erste Wette platziert wird, müssen Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage gesetzt werden. Die Obergrenze liegt bei CHF 9’999, für unter 21-Jährige bei CHF 1’000. Eine Senkung greift sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich lässt sich eine freiwillige Einzahlungslimite pro 30 Tage setzen. Diese technische Schwelle vor dem ersten Tipp ist im Schweizer Markt unüblich.

Spielsperren funktionieren produktbezogen über einen Zeitraum von 1 bis 180 Tagen, ohne vorzeitige Aufhebung. Eine unbefristete Sperre wird im schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Swiss-Casinos, Online-Casinos und das Fürstentum Liechtenstein. Wer eine Selbstsperre aktiv aufheben will, kommt an einer spezialisierten Stelle vorbei, eine Wartezeit von drei Monaten gilt zusätzlich. Ausgeschlossene oder minderjährige Spielende haben keinen Anspruch auf Einsatz oder Gewinn (Art. 45 BGS).

Die Gespa liess 2025 an Verkaufsstellen 200 Testkäufe durchführen; in 47,5 % der Fälle wurde einem Minderjährigen eine Sportwette verkauft. Wer «der Schweizer Anbieter schützt Spieler besonders gut» schreibt, sollte diesen Wert mit im Satz haben.

Bonus und Wettarten: was die zwei Veranstalter wirklich anbieten

Weder Swisslos noch Loterie Romande betreiben klassische Einzahlungsboni. Beide brauchen für Gratiskredite und Gratiswetten die vorgängige Zustimmung der Gespa (Art. 75 Abs. 2 BGS). Im Jahr 2025 hat die Aufsicht 24 solcher Bewilligungen an Loterie Romande und acht an Swisslos erteilt. Klassische 100 %-Erstboni mit mehrstelligem Umsatzfaktor, wie sie international verbreitet sind, passen nicht ins Schweizer Modell.

Neukundenangebot: was bei Sporttip und Jouez Sport läuft

Bei Sporttip dreht sich die Spielmechanik um zwei Aktionsformen. Der Kombiboost stockt den Nettogewinn von Online-Wetten auf, sobald mindestens vier Voraussagen mit Quote ab 1.50 getippt werden. Der Bonus beträgt 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn solchen Voraussagen. Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert, ein Cash-Out lässt den Boost verfallen.

Profitboosts und Quotenboosts gelten nur online. Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines konkreten Sportereignisses um einen genannten Prozentsatz, Quotenboosts betreffen Einzelwetten auf eine Voraussage vor dem Spiel. Beide sind pro Wettende einmal nutzbar und ebenfalls in Einsatz und Erhöhung limitiert. Verfällt ein Boost bei Cash-Out, wird der ursprüngliche Einsatz nach den normalen Regeln behandelt.

Die Loterie Romande setzt eher auf saisonale Aktionen als auf laufende Boni. Die Aktion «JouezSport – Patinoires et Stades» lief vom 17. Dezember 2025 bis 10. März 2026 an sieben Aktionstagen; wer innert sieben Tagen den an National-League-Stadien verbreiteten Code im verifizierten Konto einlöste, erhielt CHF 10 Spielguthaben. Insgesamt 7’000 Stück waren verfügbar, gültig 30 Tage, nicht auszahlbar. Solche Promo-Aktionen sind Ausnahmen und nicht der Normalfall.

Freiwetten, Umsatz und der Wert hinter der Zahl

Ein Gratisspielguthaben hat im Schweizer Modell andere Eigenschaften als eine internationale Gratiswette. Bei Loterie Romande und Swisslos lässt sich solches Guthaben nicht in Bargeld auszahlen. Es kann nur eingesetzt werden, der Gewinn daraus ist anschlussfähig an die normale Auszahlungslogik, das Guthaben selbst aber bleibt Forderung gegenüber dem Veranstalter.

Für Spielende, die aus internationalen Bonusjargons kommen, klingt das nach einer Einschränkung. Es ist eine bewusste Entscheidung des Schweizer Modells: Die Aufsicht verlangt die Prüfung jeder Aktion vorab, weil Gratiskredite als Mittel zur Spielanregung kritisch gesehen werden. Wer einen Bonus sucht, der den Einsatz verdoppelt und nach leichtem Umsatz auszahlbar wird, wird im bewilligten Schweizer Markt nicht fündig. Wer eine kleine, klar befristete Aktion auf einem Event versteht, schon.

Steuern und Auszahlung: was vom Gewinn übrig bleibt

Gewinne aus bewilligten Schweizer Grossspielen sind bis zum Steuerfreibetrag einkommensteuerfrei. Der Bund setzt den Schwellenwert 2026 bei CHF 1’071’000, ein Jahr zuvor lag er bei CHF 1’070’400. Die Kantone setzen eigene Werte; eine seriöse Antwort auf die Frage «was muss ich versteuern?» lautet deshalb «je nach Kanton». Über dem Schwellenwert zieht der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ab, die bei der Steuererklärung zurückgefordert werden kann.

Gewinne ausländischer Anbieter ohne Schweizer Bewilligung fallen nicht unter die Verrechnungssteuer; die kantonale Praxis behandelt sie aber unterschiedlich. Thurgau besteuert ausländische Grossspielgewinne unabhängig von der Höhe als Einkommen. Wer dort wohnt und bei einem Curaçao-Anbieter spielt, kommt an der Einkommensteuer nicht vorbei, und falls der Anbieter in einer Untersuchung ist, droht die Einziehung von Einsätzen und Gewinnen. Eine pauschale Empfehlung gibt das Gesetz nicht; Steuerberater und kantonale Steuerverwaltungen wissen mehr.

Vergleich: was die Schweizer Veranstalter den ausländischen Anbietern gegenüberstellen

Wer die Angebote nebeneinander legt, sieht zuerst eine Lücke. Die folgende Tabelle zeigt, was die Schweizer Veranstalter von Sportwetten mit Einzahlungsbonus tatsächlich anbieten, und wo die ausländischen Marken anderes versprechen, ohne dass dieses Versprechen hier gilt.

Brand Schweizer Bewilligung Veranstalter oder ausgewiesene Lizenz
Swisslos Sporttip Veranstalter- und Spielbewilligung unter BGS (Art. 21–25), Aufsicht Gespa SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Basel
Loterie Romande Jouez Sport Veranstalter- und Spielbewilligung unter BGS (Art. 21–25), Aufsicht Gespa Loterie Romande, Lausanne
Bruce Bet ohne Schweizer Bewilligung Lizenzangabe ohne Kraft in der Schweiz (Art. 4 BGS)
Wettigo ohne Schweizer Bewilligung Lizenzangabe ohne Kraft in der Schweiz (Art. 4 BGS)
Sportaza ohne Schweizer Bewilligung Lizenzangabe ohne Kraft in der Schweiz (Art. 4 BGS)
Gamdom ohne Schweizer Bewilligung Lizenzangabe ohne Kraft in der Schweiz (Art. 4 BGS)
PowBet ohne Schweizer Bewilligung Lizenzangabe ohne Kraft in der Schweiz (Art. 4 BGS)
BetAlright ohne Schweizer Bewilligung Lizenzangabe ohne Kraft in der Schweiz (Art. 4 BGS)
Cloudbet ohne Schweizer Bewilligung Lizenzangabe ohne Kraft in der Schweiz (Art. 4 BGS)
Rollbit ohne Schweizer Bewilligung Lizenzangabe ohne Kraft in der Schweiz (Art. 4 BGS)

Die linke Spalte trägt die eigentliche Auskunft. Wer als Schweizer Spielerin oder Spieler aus einer Auswahl wählt, hat de facto zwei echte Optionen – und acht, die formal im Umlauf sind, aber für die Schweiz keine Rechtsgrundlage haben und per DNS-Sperre oft gar nicht erreichbar sind.

Überblick: was die zwei Veranstalter konkret bieten

Wer in der Schweiz online Sportwetten spielen will, kommt um diese zwei Marken nicht herum. Beide bieten je eigene Spielmechaniken, Aktionen und Zugangswege. Die folgende Einordnung hilft beim Einstieg.

Swisslos Sporttip: Spielregeln, Limits und Auszahlungswege

Sporttip läuft über das Swisslos-Spielerkonto, das per Online-Zahlungsmöglichkeit oder Einzahlungsschein aufgeladen wird. Der Mindestbetrag pro Aufladung ist CHF 20, innert 30 Tagen sind höchstens CHF 10’000 möglich, ein neuer Kauf ist nur zulässig, solange das Wallet CHF 9’999 nicht überschreitet. PostFinance Pay ist eine direkte Option; die Bestätigung erfolgt in der PostFinance-App.

Bei Sporttip liegt der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten bei CHF 1, der Höchsteinsatz pro Einzel- oder Kombiwette bei CHF 1’000, pro Systemwette bei CHF 10’000. Swisslos kann diese Limiten jederzeit ohne Grundangabe anpassen, eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Live-Wetten zählen unabhängig davon, ob ein Ereignis live übertragen wird; Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, gelten mit Quote 1.00, in spielentscheidenden Situationen wie Elfmeter oder Rote Karte ebenso.

Gewinne berechnen sich als Einsatz mal Quote, bei Kombiwetten als Einsatz mal Produkt der Einzelquoten. Das Ergebnis wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Bei abgesagten Ereignissen ohne Nachholung innert 48 Stunden wird der Einsatz zurückerstattet, Kombinationswetten erhalten Quote 1.00. Voneinander abhängige Voraussagen einer Sportveranstaltung können nur über die Bet-Builder-Funktion kombiniert werden; nimmt Swisslos irrtümlich eine solche Kombination ohne diese Funktion an, kann sie diese Wette für ungültig erklären. Ungenutzte Gewinne verfallen nach 26 Wochen zugunsten des Swisslos-Zwecks.

Auszahlungen ab CHF 1’000 pro Wettschein gehen innert 3 Arbeitstagen auf das Bank- oder Postkonto der registrierten Person. Auszahlungen bis CHF 1’000 landen automatisch im Wallet. Wallet-Auszahlungen sind im ersten und zweiten Jahr gratis, ab der dritten Auszahlung kann Swisslos 3 % Kommission belasten, die Überweisung dauert 5 bis 10 Arbeitstage. Gratisspielguthaben aus Promotionen ist nicht auszahlbar, der Bonus selbst bleibt also auf dem Spielkonto stehen. Cash-Out ist für Einzel-, Kombi- und Langzeitwetten verfügbar, nur online und nur als vollständige Auszahlung; Swisslos muss Cash-Out nicht für jeden Markt anbieten, der Betrag liegt unter dem nicht vorzeitigen Wettgewinn und kann jederzeit geändert werden.

Loterie Romande Jouez Sport: das Westschweizer Pendant

Jouez Sport öffnet das Spielerkonto für Bewohner der Kantone FR, GE, JU, NE, VD und VS; Wohnsitz oder gewöhnlicher Aufenthalt ist Bedingung, genauso wie ein Mindestalter von 18 Jahren, keine bestehende Spielsperre und höchstens eine Registrierung pro Person. Die Identität wird über einen Ausweis verifiziert und gegen Adressdatenbanken geprüft.

Die Loterie Romande erlaubt Einzahlungen von höchstens CHF 10’000 pro 30 Tage, das Wallet-Guthaben ist auf CHF 10’000 gedeckelt. Gewinne bis CHF 1’000 netto wandern direkt ins Wallet, darüber wird der Betrag auf die im Konto hinterlegte IBAN überwiesen. Gratisspielguthaben bleibt im Wallet und ist nicht auszahlbar.

Die Loterie Romande hat im Gegensatz zu Sporttip keine breit beworbene Aktionsmatrix; Aktionen sind saisonal und vorab gespa-bewilligt. Das verändert das Bild: Wer in der Romandie spielt, bekommt keine regelmässigen Profitboosts, sondern vereinzelte Promo-Codes für Spielguthaben, die innerhalb kurzer Fristen auf konkrete Events einzulösen sind.

Grundlagen: was ein Einzahlungsbonus rechnerisch bedeutet

Ein Einzahlungsbonus erhöht das Spielkapital, das ist die Seite der Marketing-Botschaft. Rechnerisch steht dahinter, dass jede Quote einen Buchmacheranteil enthält, der sogenannten Marge. Der Auszahlungsschlüssel eines Marktes ergibt sich aus 1 ÷ (1/Quote₁ + … + 1/Quote_n) über alle möglichen Ausgänge; die Marge ist die Differenz zu 100 %. Bei 5,0 % Marge fliessen 95,0 % aller Einsätze über durchschnittlich betrachtete Wetten als Bruttogewinn zurück, 5,0 % behält der Anbieter pro umgesetzten Franken. Je nach Markt und Anlass liegt die Marge bei den meisten Anbietern zwischen 3 % und 8 %.

Eine Waage mit zwei leeren Schalen steht auf einem Schreibtisch, Seitenlicht wirft lange Schatten
Die Loterie Romande erlaubt Einzahlungen auf das Spielerkonto von höchstens CHF 10'000 pro 30 Tage und ein Wallet-Guthaben von höchstens CHF 10'000.

Ein Bonus verändert diese Rechnung nicht. Eine «100 %»-Aktion verdoppelt zwar das Einsatzkapital auf dem Spielkonto, lässt aber die Marge jeder einzelnen Wette unberührt. Mit oder ohne Bonus wird über lange Strecke ein Anteil jeder Wette vom Anbieter einbehalten. Wer einen Bonus als Mittel versteht, Verluste zu vermeiden, irrt: Das Bonusgeld selbst muss, falls es überhaupt auszahlbar wird, durch Umsatzbedingungen gespielt werden, und das kostet im Schnitt die Marge des Marktes. Ein bewilligtes Schweizer Angebot bedeutet staatliche Aufsicht, Spielersperren und Einzahlungslimiten, aber keine Einlagen- oder Auszahlungsgarantie.

Wer eine Wette zu einer Quote von 2.00 abschliesst, gewinnt im Erfolgsfall den Einsatz zurück plus den Gewinn in Höhe des Einsatzes. Eine Wette von CHF 10 auf Quote 2.00 zahlt also CHF 20 zurück; der Nettogewinn liegt bei CHF 10. Bei einer Kombiwette zu einer Gesamtquote von 5.00 ergibt der gleiche Einsatz eine Auszahlung von CHF 50 und einen Nettogewinn von CHF 40. Diese Zahlen sind die Grundlage, an der jede Bonusrechnung gemessen werden muss.

Anwendung am Beispiel: der Sporttip-Kombiboost auf eine Vierer-Kombi

Der Kombiboost bei Sporttip verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Mindestquote von je 1.50. Bei vier Auswahlen liegt der Bonus auf den Nettogewinn bei 5 %, bei fünfzehn Auswahlen bei 100 %. Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert. Wer also vier Wetten mit Einzelquoten von 1.60, 1.70, 1.80 und 2.00 kombiniert, erhält eine Gesamtquote von 9.79. Aus einem Einsatz von CHF 10 wird im Gewinnfall CHF 97.90 zurückbezahlt; der Nettogewinn ist CHF 87.90.

Mit dem 5 %-Boost auf den Nettogewinn steigt der Nettogewinn auf rund CHF 92.30, die Auszahlung auf etwa CHF 102.30. Mit jeder weiteren Voraussage steigt die Gesamtquote überproportional, aber auch das Risiko, dass eine Auswahl danebengeht. Wer den Boost bei sieben statt vier Voraussagen auslöst, gewinnt zwar 20 % statt 5 % auf einen grösseren Nettogewinn, geht aber auch ein deutlich höheres Risiko, weil die Wahrscheinlichkeit, alle sieben Auswahlen zu treffen, mit jeder weiteren Auswahl sinkt.

Die Rechnung zeigt die Mechanik, nicht das Geschäft. Der Boost erhöht einen möglichen Gewinn, ändert aber nichts an der Marge, die in jeder einzelnen Quote steckt. Wer über lange Sicht spielt, bezahlt diesen Anteil trotzdem, mit oder ohne Boost.

Auszahlung im Detail: was passiert nach der Wette

Beide Schweizer Veranstalter zahlen Gewinne auf das eigene Bank- oder Postkonto der registrierten Person. Swisslos schreibt Gewinne bis CHF 1’000 pro Spielbestätigung automatisch dem Wallet gut, Gewinne darüber innert 3 Arbeitstagen auf das bekannte Konto. Loterie Romande schreibt Gewinne bis CHF 1’000 netto direkt ins Wallet, darüber folgt die Banküberweisung auf die hinterlegte IBAN.

Eine Schweizer Besonderheit: Anonyme oder Krypto-Auszahlungen existieren bei beiden Veranstaltern nicht, das BGS verbietet Auszahlungen auf Konten, die nicht auf den registrierten Namen lauten. Wer aus dem Ausland auf ein Schweizer Veranstalterkonto einzahlt, scheitert in der Regel an der PostFinance-Identifikation oder an der Schweizer IBAN. Wer im Inland bleibt, bekommt einen vergleichsweise langsamen, aber klar nachvollziehbaren Geldfluss.

Steuern und das Ende des Sonderfalls

Bis zum Steuerfreibetrag ist jeder Gewinn aus bewilligten Schweizer Grossspielen einkommensteuerfrei. Wer selten spielt, kommt nie in diese Nähe. Wer regelmässig spielt, sollte trotzdem mit dem kantonalen Steueramt sprechen, weil Freibeträge je nach Kanton sehr unterschiedlich ausfallen. Über dem Bundesschwellenwert greift die 35 %-Verrechnungssteuer, die über die Steuererklärung zurückgefordert werden kann. Für die meisten Spielenden fällt das selten an.

Gewinne aus ausländischen Quellen ohne Schweizer Bewilligung fallen je nach Kanton und Quelle anders aus. Thurgau besteuert solche Gewinne ohne Freibetrag. Andere Kantone sind milder. Eine seriöse Seite enthält keine abschliessenden Empfehlungen über Kantonsgrenzen hinweg.

Häufige Fragen

Welcher Anbieter in der Schweiz hat einen Einzahlungsbonus auf Sportwetten?

Keiner der beiden bewilligten Veranstalter führt einen klassischen Einzahlungsbonus. Swisslos bietet den Kombiboost auf Kombinationen sowie Profit- und Quotenboosts; die Loterie Romande vergibt saisonal befristetes Spielguthaben gegen Codeeinlösung. Beide Aktionen sind keine Einzahlungsboni im internationalen Sinn, sondern bewilligte Gratiskredite.

Warum sind Bonusaktionen in der Schweiz eingeschränkt?

Das Geldspielgesetz verlangt für Gratiskredite und Gratiswetten die vorgängige Zustimmung der Gespa (Art. 75 Abs. 2 BGS). Werbung für Glücksspiele ohne Schweizer Bewilligung ist nach Art. 74 Abs. 3 BGS verboten. Deshalb führen die zwei bewilligten Veranstalter nur kleine, von der Aufsicht geprüfte Aktionen statt internationaler Bonusmodelle.

Wie funktioniert der Kombiboost bei Sporttip?

Der Kombiboost gilt nur online für Prematch-, Live- und Systemwetten mit mindestens vier Voraussagen, jede einzelne zu einer Quote ab 1.50. Der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn Voraussagen. Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert, Cash-Out lässt den Boost verfallen.

Wie viel darf innert 30 Tagen auf das Spielkonto eingezahlt werden?

Bei Loterie Romande sind maximal CHF 10’000 pro 30 Tage aufladbar, das Wallet-Guthaben ist ebenfalls auf CHF 10’000 gedeckelt. Bei Swisslos liegt die 30-Tage-Obergrenze ebenfalls bei CHF 10’000, ein neuer Kauf ist nur zulässig, solange das Wallet CHF 9’999 nicht überschreitet, der Mindestkauf beträgt CHF 20.

Weshalb sind hohe Prozentboni meist ein Merkmal ausländischer Seiten?

Eine 100 %-Aktion mit spürbarem Bonusbetrag verlangt einen Veranstalter, der nicht unter Schweizer Aufsicht steht. Inland-Werbung für solche Angebote ist verboten, und die Aufsicht genehmigt Gratiskredite nur in kleinem Rahmen. Hohe Prozentzahlen entstehen nicht aus Grosszügigkeit, sondern aus fehlender Aufsicht und einer Marge, die diese Boni über den Umsatz refinanziert.

Was kosten Umsatzbedingungen den rechnerischen Wert eines Bonus?

Umsatzbedingungen verlangen, dass das Bonusgeld eine bestimmte Anzahl Mal zu einer Mindestquote eingesetzt wird. Über diese Wetten geht die Marge jedes Marktes verloren, typischerweise zwischen 3 % und 8 %. Bonus minus erwarteter Verlust durch Umsatz ergibt den durchschnittlichen Wert; bei den meisten Aktionen bleibt er unter dem Nominalbetrag, in einigen Fällen fällt er auf null.

Inhalt erstellt vom Team «englandwetteninfo»