Serie A Wetten in der Schweiz – was der Markt tatsächlich kostet

Updated Oktober 2026
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Ein Fussball liegt auf dem Anstosspunkt eines leeren Rasenplatzes in der Abenddämmerung, dahinter leuchten Flutlichtmasten über einer Tribüne.

In der Schweiz ist das Angebot an Sportwetten auf die zwei bewilligten Veranstalter Swisslos und Loterie Romande beschränkt, die ein festes Programm an Wettarten anbieten. Dieser Text erläutert den Aufbau der Liga, die Funktionsweise der Quoten und die Regeln, die der bewilligte Markt den Wettenden vorschreibt — mit dem Ziel, die Kosten einer Wette transparent zu machen, bevor sie platziert wird.

Die Serie A 2025/26 lief vom 23. August 2025 bis zum 24. Mai 2026; Meister wurde Inter Mailand mit 87 Punkten.

Stand der Daten: Oktober 19, 2026. Geprüft gegen die Gespa-Liste der zugelassenen Wettarten (Stand 10.09.2026) und die Spielregeln der beiden Veranstalter.

Was die italienische Liga für Wettende bedeutet

Die Serie A ist seit der Saison 2004/05 eine Liga mit 20 Vereinen; zuvor waren es 18. Jeder Verein bestreitet 38 Spieltage im Hin- und Rückspiel. Sie läuft von Ende August bis Ende Mai, organisiert wird sie von der Lega Nazionale Professionisti Serie A, einer Untereinheit des italienischen Fussballverbands FIGC. Die erste italienische Meisterschaft wurde 1898 ausgetragen, den ersten Titel gewann der CFC Genua; den Namen Serie A trägt die Liga seit der Reform von 1946, mit der die Lega Calcio entstand.

Eine Espressotasse und ein Bleistift liegen auf einem Caféhaustisch neben einer gefalteten Stoffserviette im Licht der Morgensonne.
Die Serie A hat seit der Saison 2004/05 20 Vereine; jeder Verein bestreitet 38 Spieltage im Hin- und Rückspiel.

Für Wettende in der Schweiz bedeutet das: 38 Spieltage pro Verein, 380 Partien in der Hin- und Rückrunde, dazwischen Pokalwochen und internationale Auftritte der Spitzenklubs. Die Saison 2025/26 lief vom 23. August 2025 bis zum 24. Mai 2026; Meister wurde Inter Mailand mit 87 Punkten. Aus der Serie A 2025/26 stiegen US Cremonese (34 Punkte), Hellas Verona (21 Punkte) und Pisa SC (18 Punkte) ab. Torschützenkönig wurde Lautaro Martínez von Inter Mailand mit 17 Toren.

Die Konsequenz für den Wettschein: Wer auf einen italienischen Verein langfristig setzen will, hat es mit einer Liga zu tun, deren Tabellenführer sich über 38 Spieltage abwechseln kann. Der Formverlauf eines Klubs entscheidet mehr als die Kaderstärke auf dem Papier — Vereine wie Atalanta Bergamo oder Bologna haben in den letzten Jahren gezeigt, dass die Hierarchie nicht so feststeht, wie es die Marktkapitalisierung der Mailänder Klubs nahelegt.

Bei Punktgleichheit entscheidet in der Serie A der direkte Vergleich; Entscheidungsspiele wurden bis zur Saison 2005/06 ausgetragen. Wer also auf den Titelmarkt setzt, sollte wissen, dass das Kopf-an-Kopf-Ergebnis vor dem Torverhältnis zählt. Der Punktestand am Saisonende ist eine Funktion der Bilanzen, nicht der Tordifferenz.

Rekordmeister der Serie A ist Juventus Turin mit 36 Titeln, gefolgt von Inter Mailand mit 21 und dem AC Mailand mit 19 Titeln. Diese Zahlen prägen die Langzeitquoten der bewilligten Veranstalter: Ein Titel von Juventus, Inter oder AC Mailand wird tendenziell niedriger quotiert als jener von Neapel oder Atalanta. Das ist keine Prognose, sondern die Mechanik des Marktes — je kürzer die Quote, desto höher die implizierte Wahrscheinlichkeit, desto kleiner der potenzielle Gewinn.

Die Rechtslage: Nur zwei Veranstalter sind bewilligt

Online-Sportwetten sind in der Schweiz ein Grossspiel nach dem Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51, in Kraft seit 1. Januar 2019; Art. 3 lit. c und e) und werden von der Gespa (Interkantonale Geldspielaufsicht, Bern; Geldspielkonkordat in Kraft seit 1.1.2021) beaufsichtigt — nicht von der ESBK, die nur Casinos überwacht. Eine Bewilligung umfasst eine Veranstalterbewilligung und eine Spielbewilligung (Art. 21–25 BGS) und «gilt nur in der Schweiz» (Art. 4 BGS).

Eine kleine Messingwaage steht auf einem Holzschreibtisch vor einem Fenster, durch das Licht in einen ruhigen Büroraum fällt.
Vor der ersten Sporttip-Teilnahme müssen Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage gesetzt werden; eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden.

Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter von Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt: Swisslos mit dem Produkt Sporttip und Loterie Romande mit dem Produkt Jouez Sport. Es gibt keine Liste weiterer bewilligter Buchmacher, weil es keine weiteren gibt. Die Gespa veröffentlicht nur die Sperrliste der blockierten ausländischen Domains.

Die beiden Veranstalter und ihre Vertragsgebiete

Swisslos (SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft) hat ihren Sitz in Basel und veranstaltet Lotterien und Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019 (IKV 2020). Das Sporttip-Angebot wird im Gebiet der Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH sowie im Kanton Tessin und im Fürstentum Liechtenstein durchgeführt; zusammen bilden sie das Swisslos-Vertragsgebiet. Wer in Genf wohnt, kann bei Swisslos kein Online-Konto eröffnen.

Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Als Kontaktadresse nennt sie Avenue de Provence 14, 1001 Lausanne, und sie zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz sowie 221 Mitarbeitende. Für die Deutschschweiz ist sie nicht zugänglich.

Ein Online-Konto setzt Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im jeweiligen Vertragsgebiet voraus (Art. 47 Abs. 3 VGS). Zur Online-Registrierung bei Swisslos braucht es mindestens 18 Jahre sowie Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Swisslos-Vertragsgebiet; es darf keine Spielsperre bestehen, und jede Person darf sich nur einmal registrieren. Die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adressdatenbanken geprüft.

Ausländische Anbieter ohne Schweizer Bewilligung

Eine ausländische Lizenz (Curaçao, Malta, Deutschland oder ein anderes Land) hat in der Schweiz keine Geltung (Art. 4 BGS). Das Anbieten von Sportwetten ohne Schweizer Bewilligung ist eine Straftat — bis zu drei Jahren oder Geldstrafe, bei gewerbsmässigem Betrieb bis zu fünf Jahre (Art. 130 BGS). Die Spielenden werden nicht bestraft, aber Einsätze und Gewinne können im Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden, und es besteht kein Schutz und keine Fair-Play-Kontrolle.

Die Gespa veröffentlicht eine Sperrliste ausländischer Domains, die Schweizer Telekomanbieter per DNS blockieren (Art. 86–93 BGS; erste Liste am 3. September 2019, 671 Domains Ende 2025). Blockierte Domains werden innert Stunden ersetzt — die Gespa nennt Interwetten und Bet-at-Home als Beispiele, und bet365 als auf der Liste. Wer also über einen ausländischen Buchmacher mit Wohnsitz in der Schweiz wettet, bewegt sich ausserhalb des bewilligten Rahmens, ohne Schweizer Schutz, ohne Zugang zum Schweizer Sperrregister und ohne Schweizer Rechtsweg.

Verantwortung und Schutz der Spielenden

Spielerschutz ist im Geldspielgesetz verankert. Sportwetten stehen Personen ab 18 Jahren offen; Minderjährige sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Wer als Wettkämpfer an einem Wettereignis teilnimmt, darf auf dieses Ereignis nicht wetten.

Selbst gesetzte Limiten

Vor der ersten Sporttip-Teilnahme müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen. Die Obergrenze liegt bei CHF 9’999; für unter 21-Jährige gilt eine Limite von CHF 1’000. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage möglich. Das BGS sieht eine Frist von 24 Stunden vor; Swisslos und Loterie Romande wenden in ihren Bedingungen 72 Stunden an, was restriktiver ist als das Gesetz verlangt.

Diese Limiten sind keine Höchstbeträge, die der Staat setzt — es sind Werte, die der Spielende selbst wählt und im System hinterlegt. Sie wirken, sobald sie gesetzt sind, und sie können gesenkt werden, ohne Wartezeit. Das ist die Mechanik, die der bewilligte Markt den Wettenden vorschreibt.

Spielsperre und Selbst-Ausschluss

Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Eine freiwillige Spielsperre kann erst nach drei Monaten aufgehoben werden (Art. 84 VGS), unter Beizug einer Fachstelle (Art. 81 BGS). Eine selbstgewählte Pause von bis zu sechs Monaten muss angeboten werden (Art. 89 VGS).

Wer gesperrt oder minderjährig ist, hat keinen Anspruch auf Einsätze oder Gewinne (Art. 45 BGS). Das ist eine harte Linie — wer sich selbst aussperrt, kann nicht erwarten, dass eine spätere Eingabe das Konto wieder öffnet.

Steuern auf Gewinne

Gewinne aus bewilligten Schweizer Grossspielen sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommenssteuerfrei. Die bundesrechtliche Schwelle liegt ab 1.1.2026 bei CHF 1’071’000 (2025: CHF 1’070’400); die kantonale Schwelle weicht ab, daher gilt «je nach Kanton», nie eine einzelne kantonale Zahl. Oberhalb der Schwelle behält der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ein, die durch Deklaration des Gewinns in der Steuererklärung zurückgefordert werden kann. Ein typischer Wettender gewinnt weit darunter: keine Einkommenssteuer, keine Verrechnungssteuer auf dem Gewinn.

Gewinne aus ausländischen Anbietern unterliegen keiner Verrechnungssteuer, aber die kantonale Steuerpraxis des Thurgau behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen als voll steuerbares Einkommen, unabhängig vom Betrag. Es gibt keine Schweizer Wettsteuer auf Einsätze — wer eine solche behauptet, irrt. Bei Unsicherheit: Steuerberater oder kantonale Steuerverwaltung fragen.

Prognosen und Strategie: warum Tipps keine Einkommen sind

Eine Prognose entsteht aus Form, Tabellenlage und Quoten. Die Form beschreibt die letzten Auftritte eines Vereins; die Tabellenlage seinen Platz im Wettbewerb; die Quote, was der Markt dafür zahlt, dass das Ereignis eintritt. Diese drei Grössen lassen sich gewichten, aber sie ergeben zusammen keine Sicherheit. Auch eine gut begründete Einschätzung bleibt unsicher, und sie ist kein Einkommen. Wer auf dieser Seite liest, sollte das mitnehmen: Eine Prognose ist ein begründetes Urteil unter Unsicherheit, kein Versprechen.

Die nüchterne Mechanik hinter jeder Prognose: Eine Quote von 2.10 bedeutet, dass der Markt dem Ereignis eine Wahrscheinlichkeit von etwa 47,6 % beimisst (1 ÷ 2.10 = 0,476). Wer die Quote höher findet als das eigene Urteil, sieht einen Wert; wer sie gleich oder tiefer findet, lässt es. Diese Logik hat einen Haken: Der bewilligte Schweizer Markt ist in seinem Wettangebot enger als ausländische Bücher, und die Quote bildet die Marge des Veranstalters bereits ab.

Wer langfristig auf den Meister setzt, sollte wissen, dass die Quote nicht die Wahrscheinlichkeit ist, sondern der Preis, den der Konzessionär dafür zahlt. Im 20-Vereine-Feld mit Hin- und Rückspiel ist die Meisterschaft eine Frage der Konstanz über 38 Spieltage — Formschwankungen, Verletzungen, Europapokal-Belastung, Trainerwechsel. Eine Wette, die im August platziert wird, trägt das Gewicht einer ganzen Saison. Das ist der Reiz und das Risiko einer Langzeitwette.

Eine seriöse Strategie trennt das Bankroll vom Alltagsbudget, setzt feste Limiten, prüft die Quote gegen das eigene Urteil und akzeptiert, dass kein Tipp ein Einkommen ist. Wer das nicht akzeptiert, liest den falschen Text.

Wettarten, Quoten und die Marge

Wie Quoten zustande kommen

Eine Quote ist kein objektiver Wahrscheinlichkeitswert. Sie ist der Preis, den der Veranstalter für einen bestimmten Ausgang zahlt, und sie enthält eine Marge — den Anteil, den der Veranstalter pro eingesetzter Einheit einbehält. Die Auszahlungsquote eines Marktes ist die Summe der Kehrwerte aller Quoten: Auszahlungsquote = 1 ÷ (1/Quote₁ + … + 1/Quoteₙ). Die Marge ist 100 % minus Auszahlungsquote.

Das lässt sich an einem durchgerechneten Beispiel zeigen. Ein 1X2-Markt für eine Partie quotiert Heimsieg 2.10, Unentschieden 3.40, Auswärtssieg 3.60. Die Auszahlungsquote berechnet sich als 1 ÷ (1/2.10 + 1/3.40 + 1/3.60). 1/2.10 = 0,4762; 1/3.40 = 0,2941; 1/3.60 = 0,2778. Die Summe dieser drei Kehrwerte ist 1,0481, und 1/1,0481 = 0,9540 — also eine Auszahlungsquote von rund 95,4 %. Die Marge liegt damit in der Bandbreite von etwa 4,6 % bei diesen Eingangsquoten.

Diese Marge ist kein Zufallswert und kein Fehler — sie ist die Spanne, die der Veranstalter auf jedem Markt einkalkuliert. Sie variiert: 1X2-Märkte auf Profiligen liegen typischerweise unter 6 %, Randmärkte auf unterklassigen Spielen können zweistellig werden. Wer seinen Einsatz auf einem engen Markt mit hoher Marge platziert, gibt mehr ab, als die Quote vermuten lässt.

Einzel-, Kombi-, System- und Langzeitwetten

Bei Sporttip beträgt der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette CHF 1’000 und für eine Systemwette CHF 10’000. Swisslos kann die Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen.

Der Kombiboost bei Sporttip gilt nur online (Prematch, Live, Systemwetten) und verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1,50. Der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn solchen Voraussagen. Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert. Das klingt grosszügig, ist aber an Bedingungen geknüpft, die jeder Wettende vor Annahme prüfen sollte.

Quotenboosts bei Sporttip gelten nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage, Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz; beide sind pro Wettenden nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert, bei einem Cash-Out verfällt der Boost.

Bei Sporttip werden voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung nur über die «Bet-Builder-Funktion» kombiniert; nimmt Swisslos irrtümlich eine solche Kombination ohne diese Funktion an, kann sie die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten.

Cash-Out bei Sporttip

Cash-Out bei Sporttip gibt es für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und eine Garantie für jeden Markt besteht nicht. Der Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden.

Cash-Out ist die Möglichkeit, eine offene Wette vor dem Ende des Ereignisses auszahlen zu lassen. Der Betrag, den der Veranstalter dafür anbietet, ist niedriger als der potenzielle Gewinn bei natürlichem Ausgang — sonst wäre es für den Veranstalter ein Geschäft, bei dem er verliert. Diese Lücke ist die Marge des Anbieters auf der vorzeitigen Auszahlung.

Livewetten und ihre Regeln

Bei Sporttip-Livewetten gilt die Wette unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00, und in spielentscheidenden Situationen (Elfmeter, Rote Karte, Videoschiedsrichter-Entscheid) kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten. Livewetten erfordern damit einerseits Tempo, andererseits Disziplin — eine spät platzierte Wette auf einen bereits eingetretenen Ausgang ist verloren.

Die italienische Liga: Aufbau, Saison und Spieltage

Die Serie A ist eine Profiliga mit 20 Vereinen, organisiert von der Lega Nazionale Professionisti Serie A, einer Untereinheit des italienischen Fussballverbands FIGC. Die erste italienische Meisterschaft wurde 1898 ausgetragen; den Namen Serie A trägt die Liga seit der Reform von 1946, mit der die Lega Calcio entstand.

Seit der Saison 2004/05 spielen 20 Vereine um den Titel. Jeder Verein bestreitet 38 Spieltage im Hin- und Rückspiel; die Saison läuft von Ende August bis Ende Mai. Rekordmeister ist Juventus Turin mit 36 Titeln, gefolgt von Inter Mailand mit 21 und dem AC Mailand mit 19 Titeln.

Aus der Serie A steigen die letzten drei Mannschaften in die Serie B ab; aufsteigen die beiden Besten der Serie B und der Sieger der Play-offs der Plätze 3 bis 6. Bei Punktgleichheit entscheidet der direkte Vergleich; Entscheidungsspiele wurden bis zur Saison 2005/06 ausgetragen.

Die Saison 2025/26 lief vom 23. August 2025 bis zum 24. Mai 2026. Meister wurde Inter Mailand mit 87 Punkten. Aus dieser Saison stiegen US Cremonese (34 Punkte), Hellas Verona (21 Punkte) und Pisa SC (18 Punkte) ab. Torschützenkönig wurde Lautaro Martínez von Inter Mailand mit 17 Toren.

Für Wettende heisst das: Wer auf den Meister setzt, wettet auf einen 38-Spieltage-Markt, dessen Ausgang eine Frage der Konstanz ist. Wer auf den Abstieg setzt, wettet auf einen Markt, der sich über die ganze Saison aufbaut und dessen Quote sich mit jedem Spieltag verändert. Die Hinrunde ist geprägt von Frühform und Kaderneubau, die Rückrunde von Müdigkeit, Verletzungen und Europapokal-Belastung — die Formkurve eines Vereins kann sich über die Saison zweimal umkehren, und die Quote bildet diese Bewegung ab.

Vergleich der bewilligten Veranstalter

Die beiden bewilligten Veranstalter — Swisslos Sporttip und Loterie Romande Jouez Sport — sind die einzigen legalen Adressen für Sportwetten in der Schweiz. Sie unterscheiden sich in ihrem Vertragsgebiet und in der Struktur ihres Angebots, weniger in der Spielmechanik.

Anbieter Schweizer Bewilligung Veranstalter / Bewilligungsgrundlage
Swisslos Sporttip Ja — Grossspiel-Bewilligung (Veranstalter- und Spielbewilligung nach BGS, SR 935.51; Aufsicht Gespa) SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Basel; Produkt Sporttip; Vertragsgebiet: Deutschschweizer Kantone, Tessin, Liechtenstein
Loterie Romande Jouez Sport Ja — Grossspiel-Bewilligung (Veranstalter- und Spielbewilligung nach BGS, SR 935.51; Aufsicht Gespa) Loterie Romande (Société de la Loterie de la Suisse Romande); Produkt Jouez Sport; Vertragsgebiet: FR, GE, JU, NE, VD, VS
22Bet Keine Schweizer Bewilligung Ausländische Lizenz ohne Geltung in der Schweiz (Art. 4 BGS); keine Verbindung zum Schweizer Sperrregister; Domains auf der Gespa-Sperrliste (DNS-Block) möglich
IviBet Keine Schweizer Bewilligung Ausländische Lizenz ohne Geltung in der Schweiz (Art. 4 BGS); Domains auf der Gespa-Sperrliste (DNS-Block) möglich
BassBet Keine Schweizer Bewilligung Ausländische Lizenz ohne Geltung in der Schweiz (Art. 4 BGS); Domains auf der Gespa-Sperrliste (DNS-Block) möglich
Sportuna Keine Schweizer Bewilligung Ausländische Lizenz ohne Geltung in der Schweiz (Art. 4 BGS); Domains auf der Gespa-Sperrliste (DNS-Block) möglich
Rollbit Keine Schweizer Bewilligung Ausländische Lizenz ohne Geltung in der Schweiz (Art. 4 BGS); Domains auf der Gespa-Sperrliste (DNS-Block) möglich
BillyBets Keine Schweizer Bewilligung Ausländische Lizenz ohne Geltung in der Schweiz (Art. 4 BGS); Domains auf der Gespa-Sperrliste (DNS-Block) möglich
BetAlright Keine Schweizer Bewilligung Ausländische Lizenz ohne Geltung in der Schweiz (Art. 4 BGS); Domains auf der Gespa-Sperrliste (DNS-Block) möglich
myBet Keine Schweizer Bewilligung Ausländische Lizenz ohne Geltung in der Schweiz (Art. 4 BGS); Domains auf der Gespa-Sperrliste (DNS-Block) möglich

Die bewilligten Veranstalter tragen das volle Schutzregime des BGS: Spielerschutz-Limiten, Spielsperre, angeschlossenes Sperrregister und Steuerfreibetrag auf Gewinne. Die ausländischen Marken fallen ausserhalb dieses Rahmens — ihre Lizenz gilt hier nicht, ihr Schutz gilt hier nicht, und die Gespa kann ihre Domains auf die Sperrliste setzen.

Swisslos Sporttip

Swisslos Sporttip ist einer der beiden bewilligten Veranstalter. Sitz in Basel, Vertragsgebiet die Deutschschweizer Kantone, Tessin und Liechtenstein. Das Sporttip-Angebot umfasst Prematch- und Livewetten auf die Gespa-gelisteten Wettarten. Mindesteinsatz CHF 1, Höchsteinsatz CHF 1’000 für Einzel- und Kombiwetten, CHF 10’000 für Systemwetten. Cash-Out ist für Einzel-, Kombi- und Langzeitwetten verfügbar, online und vollständig, aber nicht garantiert. Profitboosts und Quotenboosts sind Teil des Angebots, an Bedingungen geknüpft. Wer in der Deutschschweiz wohnt, kann hier ein Konto eröffnen; wer in der Romandie wohnt, nicht.

Die Plattform ist nicht als «die beste» zu bewerten — sie ist die einzige in ihrem Vertragsgebiet. Ihr Vorteil ist die Bewilligung: Schutz, Sperrregister, Limiten, gesetzlicher Rahmen. Ihr Nachteil ist das engere Wettangebot im Vergleich zu ausländischen Büchern, das durch die Gespa-Liste der erlaubten Märkte gesetzt ist.

Loterie Romande Jouez Sport

Jouez Sport ist das Sportwetten-Produkt der Loterie Romande, zuständig für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Die Loterie Romande zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitende; das Online-Angebot ist die digitale Variante dieses Vertriebs. Das Wettprogramm folgt derselben Gespa-Liste wie bei Sporttip; die Spielregeln sind im Rahmen identisch.

Die Loterie Romande hat 2025 von der Gespa 24 Bewilligungen für Gratisspielguthaben erhalten, Swisslos 8. Das zeigt, dass beide Veranstalter in der gleichen regulatorischen Logik arbeiten, aber unterschiedlich häufig Angebote lancieren. Wer in der Westschweiz wohnt, kommt an Jouez Sport nicht vorbei, wenn er im bewilligten Rahmen bleiben will.

Ausländische Anbieter ohne Schweizer Bewilligung — Vergleich der bewilligten Veranstalter

Die übrigen Marken — 22Bet, IviBet, BassBet, Sportuna, Rollbit, BillyBets, BetAlright, myBet — tragen keine Schweizer Bewilligung. Ihre Lizenzen, wo immer sie ausgestellt sein mögen, haben in der Schweiz keine Geltung (Art. 4 BGS). Sie sind nicht an das Schweizer Sperrregister angeschlossen, es gibt keinen Schweizer Rechtsweg, und ihre Domains können auf der Gespa-Sperrliste landen, die Schweizer Telekomanbieter per DNS blockieren. Die Spielenden werden nicht bestraft, aber Einsätze und Gewinne können im Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden, und es gibt keine Fair-Play-Kontrolle durch die Gespa.

Wer aus dieser Liste wettet, nimmt das selbst in Kauf: keinen Schweizer Schutz, keinen Zugang zur Spielsperre im Schweizer Register, keine Schweizer Verlustlimiten, und die Steuerfrage ist kantonal unterschiedlich (im Thurgau sind Gewinne aus ausländischen Grossspielen unabhängig vom Betrag voll steuerbar). Die Werbung für solche Angebote ist in der Schweiz verboten und mit Busse bis CHF 500’000 bedroht (Art. 74 Abs. 3, Art. 131 BGS) — weshalb dieser Text keine Werbung macht, sondern beschreibt.

Was die Marge konkret kostet

Die Marge ist der Preis, den ein Veranstalter pro Einheit Einsatz einbehält — auf jedem Markt, bei jeder Wette. Ein 1X2-Markt mit Quoten 2.10 / 3.40 / 3.60 hat eine Auszahlungsquote von rund 95,4 % und eine Marge von etwa 4,6 %. Das heisst: Von jedem Franken, der auf diesen Markt gesetzt wird, zahlt der Veranstalter etwa 95,4 Rappen zurück und behält etwa 4,6 Rappen. Über zehn Wetten zu je CHF 10 Einsatz verliert der Wettende im statistischen Mittel rund CHF 4,60 — nicht durch Pech, sondern durch die eingebaute Spanne.

Diese Marge ist auf 1X2-Märkten niedrig, auf Randmärkten höher. Bei einer typischen Einzelwette ist sie der grösste einzelne Kostenfaktor — grösser als die Steuer (die auf kleinen Gewinnen nicht greift) und grösser als die Bearbeitungsgebühr (die im bewilligten Markt nicht erhoben wird). Wer seine Kosten verstehen will, muss die Marge verstehen.

Das Beispiel durchgerechnet

Eine Wette von CHF 2 auf einen Heimsieg mit Quote 2.10 bringt im Gewinnfall CHF 2 × 2.10 = CHF 4.20 zurück. Davon sind CHF 2 Einsatz und CHF 2.20 Nettogewinn. Die Wette ist einfach zu rechnen — Einsatz mal Quote, fertig. Die Kombiwette multipliziert die Quoten der Voraussagen: Eine Kombi mit drei Voraussagen zu 2.10, 1.80 und 1.95 hat eine Gesamtquote von 2.10 × 1.80 × 1.95 = 7’371. Ein Einsatz von CHF 2 bringt im Gewinnfall 2 × 7’371 = CHF 14.74 zurück, davon CHF 2 Einsatz und CHF 12.74 Nettogewinn. Das klingt verlockend, aber die Marge akkumuliert sich: Jeder Leg hat seinen eingebauten Abschlag, und die Gesamtquote ist das Produkt der Einzelmargen.

Der Cash-Out bei einer offenen Wette wird vom Veranstalter tiefer angesetzt als der natürliche Gewinn. Das ist die zweite Marge, die im Spiel ist — die auf der vorzeitigen Auszahlung. Wer Cash-Out nutzt, bezahlt zweimal: einmal die Marge des Marktes, einmal die Spanne des Cash-Out.

Die Kosten der Boni

Quotenboosts, Profitboosts und der Kombiboost sind Marketing-Instrumente, keine Geschenke. Ein Quotenboost erhöht die Quote einer Voraussage; der Boost selbst ist an Bedingungen geknüpft (Einsatzlimit, Gewinnlimit, nur einmal pro Wettendem nutzbar, verfällt bei Cash-Out). Der Kombiboost verlangt mindestens vier Voraussagen mit Quote je mindestens 1.50; der Bonus auf den Nettogewinn staffelt sich von 5 % bei vier bis 100 % bei fünfzehn Voraussagen. Der Bonus selbst ist gratis, aber die Voraussagen, die ihn auslösen, sind Wetten mit eigener Marge. Wer den Bonus annimmt, wettet mehr, als er ohne Bonus gewettet hätte — und die zusätzlichen Wetten tragen ihre eigene Marge.

Das BGS verlangt für Gratisspielguthaben die vorgängige Zustimmung der Gespa (Art. 75 Abs. 2 BGS); 2025 erteilte die Gespa 24 solche Bewilligungen an die Loterie Romande und 8 an Swisslos. Die Gespa prüft die Bedingungen, bevor sie grünes Licht gibt. Wer ein Angebot annimmt, tut das im Rahmen dieser Bewilligung — nicht im Rahmen einer Fantasie, die das Marketing zeichnet.

Häufige Fragen

Welche Anbieter sind in der Schweiz für Serie-A-Wetten bewilligt?

In der Schweiz dürfen nur Swisslos (Sporttip) und Loterie Romande (Jouez Sport) Sportwetten anbieten. Beide verfügen über eine Veranstalter- und Spielbewilligung nach dem Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51) und werden von der Gespa beaufsichtigt. Ausländische Lizenzen — gleich aus welchem Land — haben in der Schweiz keine Geltung (Art. 4 BGS).

Sind Wetten auf die Serie A von der Gespa-Liste der erlaubten Wettarten gedeckt?

Die Serie A gehört zum Kreis der erlaubten Wettbewerbe. Die Gespa-Liste (Stand 10.09.2026; Art. 25 BGS, Art. 29 VGS) regelt zugleich, welche Wettarten innerhalb dieser Wettbewerbe erlaubt sind. Eckball- und Kartenmärkte sind nicht gelistet, und es gibt keinen Esports-Abschnitt. Wer auf einen nicht gelisteten Markt setzen will, findet ihn im bewilligten Angebot nicht.

Wie wird der Gewinn aus Einsatz und Quote berechnet?

Der Gewinn ergibt sich als Einsatz × Quote. Bei einer Einzelwette von CHF 5 auf Quote 2.50 erhält die Wettende im Gewinnfall 5 × 2.50 = CHF 12.50 zurück, davon CHF 5 Einsatz und CHF 7.50 Nettogewinn. Bei einer Kombiwette multiplizieren sich die Quoten der Voraussagen zur Gesamtquote, die mit dem Einsatz multipliziert wird. Der Nettogewinn entspricht dem Rückzahlungsbetrag minus Einsatz.

Was bedeutet die Marge für Meister- und Langzeitwetten?

Die Marge ist der Anteil, den der Veranstalter pro Einheit Einsatz einbehält. Sie ergibt sich als 100 % minus Auszahlungsquote; die Auszahlungsquote ist die Summe der Kehrwerte aller Quoten eines Marktes. Auf 1X2-Märkten einer Profiliga liegt sie typischerweise unter 6 %, auf Randmärkten höher. Langzeitwetten — etwa auf den Meister — tragen dieselbe Marge, fallen aber wegen der langen Laufzeit stärker ins Gewicht: Der Veranstalter behält den Abschlag über Monate hinweg, und eine Wette mit hoher Quote hat oft eine höhere Marge als eine mit niedriger Quote.

Was zählt bei Fussballwetten zur regulären Spielzeit?

Bei Sporttip umfasst die reguläre Spielzeit die reguläre Spieldauer (etwa 90 Minuten im Fussball) plus Nachspielzeit. Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Eine Wette auf den Sieg in der regulären Spielzeit endet also mit dem Schlusspfiff nach 90 Minuten plus Nachspielzeit, nicht mit dem Ende einer Verlängerung oder eines Penaltyschiessens.

Ab welchem Betrag werden Gewinne aus Sporttip oder Jouez Sport besteuert?

Gewinne aus bewilligten Schweizer Grossspielen sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommenssteuerfrei. Die bundesrechtliche Schwelle beträgt ab 1.1.2026 CHF 1’071’000; die kantonale Schwelle weicht ab, daher gilt «je nach Kanton». Oberhalb der Schwelle behält der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ein, die durch Deklaration des Gewinns in der Steuererklärung zurückgefordert werden kann. Ein typischer Wettender gewinnt weit darunter und zahlt weder Einkommenssteuer noch Verrechnungssteuer auf den Wettgewinn.

Was darf gewettet werden?

Die Gespa-Liste der zugelassenen Wettarten (Art. 25 BGS, Art. 29 VGS) bildet den Rahmen: erlaubt sind nur Sportereignisse; Wetten auf Wetter, Politik oder Fernsehshows sind unzulässig. Qualifikationsrunden nur, wenn sie gelistet sind; Frauenwettbewerbe nur, wenn sie gelistet sind; Ranglistenwetten nur, wenn die Rangliste über die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb oder das Podium entscheidet; nie Wetten auf Trainingsläufe. Die Liste zeigt keine Eckball- oder Kartenmärkte und keinen Esports-Abschnitt. Veranstaltungen mit überwiegend Minderjährigen sind ausgeschlossen (Art. 25 Abs. 2 BGS).

Das heisst konkret: Wer einen umfassenden Markt mit asiatischen Handicaps, Eckballwetten oder Kartenspezialmärkten sucht, wird ihn beim bewilligten Angebot nicht finden. Der Markt ist kleiner, als ihn ausländische Buchmacher darstellen.

Was zählt zur regulären Spielzeit?

Bei Sporttip umfasst die reguläre Spielzeit die reguläre Spieldauer (etwa Fussball 90 Minuten) plus Nachspielzeit; Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Wer auf einen Sieg in der regulären Spielzeit setzt, wettet auf 90 Minuten plus Nachspielzeit — nicht auf 120 Minuten plus Elfmeterschiessen. Wer auf das «Endergebnis» setzt, wettet auf das, was das Wettprogramm als Endergebnis deklariert, und das ist bei einem Pokalspiel in der Regel das Resultat nach Verlängerung.

Inhalt erstellt vom Team «englandwetteninfo»