NHL Wetten in der Schweiz – wer anbietet, was es kostet und wo die Rechnung nicht aufgeht

Updated Oktober 2026
Licensed
usAvailable in US
Fast payouts
18+ Only

Ladevorgang...

Ein Eishockeypuck liegt auf einer glatten Eisfläche, im Hintergrund erheben sich die dunklen Ränge einer leeren Halle.

Wer in der Schweiz auf die NHL wetten will, landet schneller bei der Frage nach dem Geldspielgesetz als bei den Quoten. Der Markt hat zwei Veranstalter, eine geschlossene Liste erlaubter Ereignisse und Verlustlimiten, die vor dem ersten Tipp gesetzt werden müssen. Dieser Text geht der Frage nach, was das alles kostet – nicht im Marketing-Sinn, sondern im arithmetischen: welcher Anbieter ist tatsächlich zugänglich, welche Märkte deckt die Gespa-Liste ab, was schlagen die Limiten einer Wettrunde auf, und wo bleibt von einem «Boost» nach den Bedingungen noch übrig.

Die National Hockey League (NHL) hat 32 Teams, davon 7 aus Kanada und 25 aus den USA.

Stand: Oktober 19, 2026, geprüft gegen die aktuellen Spielregeln und Teilnahmebedingungen von Swisslos Sporttip und die Gespa-Bewilligungslage.

Die zehn Anbieter im Überblick: Bewilligung, Gebiet, Erreichbarkeit

In der Schweiz dürfen nur zwei Stellen Sportwetten anbieten: Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit dem Produkt Jouez Sport. Beide verfügen über eine Veranstalter- und eine Spielbewilligung nach dem Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51) und werden von der Gespa beaufsichtigt. Daneben existieren ausländische Marken, die in der Schweiz keine Bewilligung haben und vom Bundesrecht nicht anerkannt werden. Sie sind hier aufgeführt, weil Schweizer Spieler ihnen im Internet begegnen, nicht weil sie eine legale Alternative wären.

Ein Eishockeyschläger lehnt an der Bande, in der Ferne liegt die hell beleuchtete Eisfläche einer Halle unter Flutlicht.
Die NHL-Hauptrunde 2025/26 lief vom 7. Oktober 2025 bis zum 16. April 2026 mit 82 Spielen pro Team bei 32 Teams.
Anbieter Schweizer Bewilligung Veranstalter / ausgewiesene Lizenz
Swisslos Sporttip Bewilligung nach BGS (Grossspiel, Gespa) SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Basel
Loterie Romande Jouez Sport Bewilligung nach BGS (Grossspiel, Gespa) Loterie Romande (Société de la Loterie de la Suisse Romande), Lausanne
Pribet keine Schweizer Bewilligung gemäss Drittquellen nicht ausgewiesen
X3Bet keine Schweizer Bewilligung gemäss Drittquellen Tobique (Kanada), ohne Geltung in der Schweiz
BetPanda keine Schweizer Bewilligung gemäss Drittquellen nicht ausgewiesen
GG.BET keine Schweizer Bewilligung gemäss Drittquellen nicht ausgewiesen
1Bet keine Schweizer Bewilligung gemäss Drittquellen nicht ausgewiesen
Bruce Bet keine Schweizer Bewilligung gemäss Drittquellen nicht ausgewiesen
Sportuna keine Schweizer Bewilligung gemäss Drittquellen nicht ausgewiesen
Funbet keine Schweizer Bewilligung gemäss Drittquellen nicht ausgewiesen

Die ausländischen Marken unterscheiden sich untereinander nur durch Details ihrer eigenen Lizenzbehauptungen. Für eine Wette aus der Schweiz macht das keinen Unterschied: Eine Curaçao-, Malta- oder Tobique-Lizenz hat hier keine rechtliche Kraft (Art. 4 BGS), die Anbieter sind nicht an das Schweizer Ausschlussregister angeschlossen, es gibt keine Schweizer Beschwerdestelle, und ihre Domains können auf der Gespa-Sperrliste landen. Wer dort spielt, tut das ausserhalb des Schweizer Schutzrahmens und mit der Unsicherheit, dass die Gewinnauszahlung den Hausregeln eines Anbieters folgt, der keiner Schweizer Aufsicht untersteht. Der Vollständigkeit halber sind sie hier gelistet; die inhaltliche Bewertung konzentriert sich auf die beiden zugelassenen Veranstalter.

Was die NHL ist und warum die Saison mehr als ein Datum ist

Die National Hockey League wurde am 22. November 1917 in Montreal gegründet, erster Präsident war Frank Calder. Heute spielen 32 Teams in der Liga, 7 aus Kanada und 25 aus den USA. Rekordgewinner des Stanley Cups sind die Montréal Canadiens mit 24 Titeln, dahinter folgen die Detroit Red Wings und die Toronto Maple Leafs mit je 13 beziehungsweise 11 Pokalen.

Ein zugefrorener Bergsee im Morgendunst, am Ufer steht eine einsame Holzbank zwischen verschneiten Tannen.
Vor der ersten Sporttip-Teilnahme müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen (Oberlimite CHF 9'999, unter 21 Jahren CHF 1'000).

Wer auf die NHL wettet, muss wissen, in welcher Phase der Saison er tippt. Die Hauptrunde 2025/26 lief vom 7. Oktober 2025 bis zum 16. April 2026, jedes Team bestritt 82 Spiele. Die Stanley-Cup-Playoffs 2026 wurden vom 18. April bis zum 14. Juni 2026 ausgetragen, die Carolina Hurricanes gewannen das Finale 4:2 gegen die Vegas Golden Knights. Jordan Staal erhielt die Conn Smythe Trophy als wertvollster Spieler der Playoffs; es war der zweite Stanley Cup für Carolina. Die Presidents‘ Trophy für die beste Hauptrundenbilanz ging mit 121 Punkten an die Colorado Avalanche.

Ab der Saison 2026/27 sind laut Tarifvertrag 84 Spiele pro Team vorgesehen. Wer seine Wettgewohnheit an bestimmten Kadern, Back-to-Back-Situationen oder der Reisebelastung einzelner Franchises ausrichtet, sollte diese Verschiebung im Auge behalten. Die Playoffs selbst bleiben im Modus «Best of Seven» über vier Runden.

Wer in der Schweiz Sportwetten anbieten darf – und wer nicht

Das Geldspielgesetz unterscheidet zwischen Grossspielen und Spielen in kleinen Geld- und Treueprogrammen. Online-Sportwetten fallen unter den Grossspiel-Begriff (Art. 3 lit. c und e BGS) und sind bewilligungspflichtig. Eine Bewilligung besteht aus zwei Teilen: einer Veranstalterbewilligung, die die Organisation als Ganzes abdeckt, und einer Spielbewilligung für jedes einzelne Spiel. Ohne beides darf in der Schweiz niemand Sportwetten anbieten, auch nicht online (Art. 21–25 BGS).

Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter für Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt. Swisslos, mit Sitz in Basel, führt die Sportwetten unter dem Namen Sporttip; die Loterie Romande, mit Sitz in Lausanne, führt sie unter dem Namen Jouez Sport. Beide haben ihren Sitz in der Schweiz, beide werden von der Gespa (Interkantonale Geldspielaufsicht) beaufsichtigt, und ihre Bewilligung gilt nur in der Schweiz (Art. 4 BGS).

Die Gebiete sind klar getrennt. Swisslos betreut die Deutschschweizer Kantone (AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH), den Kanton Tessin sowie das Fürstentum Liechtenstein. Die Loterie Romande betreut die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Ein Online-Konto bei einem der beiden kann nur eröffnen, wer Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im jeweiligen Vertragsgebiet hat. Die Identität wird aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adressdatenbanken geprüft.

Was im Ausland bewilligt ist, zählt in der Schweiz nicht. Eine Lizenz aus Curaçao, Malta, Deutschland oder Kanada hat hier keine rechtliche Kraft. Wer ohne Schweizer Bewilligung Sportwetten organisiert, macht sich strafbar – bis zu drei Jahre Freiheitsstrafe oder Geldstrafe, bei gewerbsmässigem Handeln bis zu fünf Jahre (Art. 130 BGS). Der Spieler wird nicht bestraft, aber Einsätze und Gewinne können im Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden, und es gibt keinen Schweizer Schutz bei Streit.

Die Gespa führt eine Sperrliste ausländischer Domains, die Schweizer Telekom-Anbieter per DNS blocken (Art. 86–93 BGS). Die Liste enthält 671 Domains Ende 2025, ersetzt blockierte Domains meist innerhalb von Stunden. Swisslos verteilte für 2025 einen Reingewinn von 562 Mio. CHF, davon 506 Mio. an die kantonalen Fonds und 56 Mio. an die Stiftung Sportförderung Schweiz. Aus den Sportwetten stammten 109 Mio. CHF, gegenüber 122 Mio. CHF im Vorjahr.

Was auf den Wettschein darf: die Gespa-Liste

Nicht alles, was Sportfans interessiert, darf in der Schweiz gewettet werden. Das Wettangebot ist eine geschlossene Liste, die von der Gespa geführt wird (Stand 10.09.2026; Art. 25 BGS, Art. 29 VGS). Erlaubt sind nur Sportereignisse. Wetten auf Wetter, Politik oder Fernsehshows sind ausgeschlossen.

Die Liste bestimmt, welche Sportarten, Wettbewerbe und Wetttypen angeboten werden dürfen. Qualifikationsrunden sind nur wettrechtlich, wenn sie gelistet sind. Frauenwettbewerbe sind nur dann wettrechtlich, wenn sie in der Liste stehen. Ranglistenwetten gibt es nur, wenn die Rangliste über die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb oder das Podium entscheidet – nie auf Trainingsläufe. Eckball- und Kartenmärkte sowie ein Esports-Bereich erscheinen nicht in der Gespa-Liste. Veranstaltungen mit überwiegend Minderjährigen sind ausgeschlossen (Art. 25 Abs. 2 BGS). Virtuelle Sportarten sind in ihrer Bewilligungslage nicht geklärt; die Gespa äussert sich nicht dazu.

Für NHL-Wetten heisst das: Die Hauptrunde, die Playoffs und der Stanley Cup sind gelistet und damit wettrechtlich verfügbar. Saisonwetten auf den Meister oder den wertvollsten Spieler sind dort wettrechtlich, wo die Gespa Ranglistenwetten auf einen Wettbewerb zulässt. Wer prüfen will, ob ein bestimmtes Ereignis oder ein bestimmter Markt auf der Liste steht, sieht in der jeweils aktuellen Version nach – die Gespas Liste wird regelmässig angepasst.

Live-Wetten sind erlaubt, vor und während des Spiels, soweit der Veranstalter eine entsprechende Entscheidung hat. Das BGS enthält keine spezielle Schranke für bestimmte Live-Märkte. Cash-Out ist gesetzlich nicht eigens geregelt; es ist ein Produktmerkmal jedes Anbieters, das nach dessen eigenen Regeln funktioniert. Bei Sporttip gibt es Cash-Out für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, online, vor Spielbeginn und live, aber nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung, und der Anbieter garantiert es nicht für jeden Markt.

Schutz vor sich selbst: Verlustlimiten, Spielsperre, Einzahlungslimit

Wer bei Swisslos Sporttip oder Loterie Romande Jouez Sport ein Online-Konto eröffnen will, muss volljährig sein, einen Wohnsitz im Vertragsgebiet haben und darf keine Spielsperre eingetragen haben. Jede Person darf sich nur einmal registrieren. Die Identität wird aus einem Ausweis ausgelesen und gegen Adressdatenbanken geprüft – eine vollautomatische Kontoeröffnung ohne Verifikation ist nicht möglich.

Vor der ersten Sporttip-Teilnahme müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen. Die Oberlimite liegt bei 9’999 CHF pro Person; unter 21 Jahren gilt eine Limite von 1’000 CHF. Eine Senkung der Limite greift sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden – eine Schutzfrist, die verhindert, dass im Moment einer Verlustspirale einfach das Dach angehoben wird. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage möglich.

Der Zugang lässt sich produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in ein schweizweites Register eingetragen und gilt auch für Casinos, einschliesslich Online-Casinos, sowie im Fürstentum Liechtenstein. Eine freiwillige Sperre kann erst nach drei Monaten aufgehoben werden, unter Einbezug einer Fachstelle. Exekutive Massnahmen greifen bei offensichtlich überschuldeten oder spielsüchtigen Personen (Art. 80–82 BGS). Wer ausgeschlossen ist oder das 18. Altersjahr noch nicht erreicht hat, hat keinen Anspruch auf Einsätze oder Gewinne (Art. 45 BGS).

Die Gespa führt Testkäufe durch. Im Jahr 2025 wurde an Verkaufsstellen in 47,5 % von 200 Fällen ein Sporttipp an Minderjährige verkauft. Wer also glaubt, der Jugendschutz an der Ladenkasse sei lückenlos, irrt. Online ist die Verifikation strenger, weil sie an die Kontoeröffnung gebunden ist. Beide Schweizer Anbieter müssen eine Selbstausschluss-Pause von bis zu sechs Monaten anbieten (Art. 89 VGS); die kürzere Frist gilt für eine vom Spieler selbst gewählte Pause.

Prognosen auf die NHL: was eine Formkurve wert ist und was nicht

Eine NHL-Prognose fusst auf vier Bausteinen: Form, Torhüter, Spielstatistik und Quote. Jeder Baustein liefert einen Teil der Information, keiner entscheidet allein. Form ist mehr als die letzte Bilanz; sie umfasst Verletzungen, Reisebelastung, Back-to-Back-Spiele und Heimvorteil, der im Eishockey traditionell gross ist. Der Torhüter entscheidet in der NHL überdurchschnittlich viel: Eine Fangquote von 92 % gegenüber 90 % klingt marginal, entscheidet aber über Wochen hinauf oder hinunter. Spielerstatistiken – Schüsse, Hits, Power-Play-Tore – sagen etwas über System und Setup, weniger über das Einzelergebnis.

Die Quote fasst die Einschätzung des Marktes zusammen. Eine Value-Wette liegt vor, wenn die implizierte Wahrscheinlichkeit der Quote kleiner ist als die eigene, fundierte Wahrscheinlichkeit. Beispiel: Der Markt notiert einen Heimsieg bei 1.80, die implizierte Wahrscheinlichkeit liegt bei etwa 55,6 %. Wer den Heimsieg aus Torhüter- und Formgründen bei 60 % sieht, hat einen Value. Daraus folgt kein Tipp, der gewinnt – nur ein Preis, der im Durchschnitt mehr zurückzahlt, als er kostet.

Keine Prognose ist sicher. Spieler fallen aus, das erste Drittel kann 4:0 stehen, und das Penaltyschiessen entscheidet, wo niemand es vorhersieht. Eine Wette ist kein Einkommen, sie ist eine Position in einer Quote mit positiver Erwartung – sofern die Hausrechnung mitspielt. Wer auf Dauer gewinnen will, vergleicht die Quoten mehrerer Anbieter und konzentriert sich auf Märkte, bei denen die eigene Information einen Vorteil bringt. Ein Tipp, der «sicher» aussieht, ist zumeist einer, den der Markt längst eingepreist hat.

Die regular season bietet 82 Spiele pro Team über sechs Monate, das bedeutet eine hohe Frequenz an Wetttagen und viel Rauschen in Kurzform-Kurven. Wer auf den Meister wettet, braucht einen Zeithorizont von April bis Juni und akzeptiert, dass Halbfinalverletzungen jede Saison zerstören, was im Januar noch sicher aussah. Wer auf den wertvollsten Spieler (MVP) der Regular Season oder der Playoffs (Conn Smythe) wettet, sollte wissen, dass die Definitionskriterien enger sind, als sie im Namen klingen: Punkte, Plus/Minus, Torsiege und Sichtbarkeit der Jury entscheiden, nicht eine Einzelleistung.

Wetttypen und wie die Rechnung funktioniert

Eine Einzelwette ist die einfachste Form: Quote × Einsatz = Bruttogewinn. Bei einem Einsatz von 10 CHF und einer Quote von 1.90 ergibt sich ein Bruttogewinn von 19 CHF, der Reingewinn beträgt 9 CHF. Bei Sporttip wird der Gewinnbetrag zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen genau abgerundet – ein Detail, das bei kleinen Quoten unsichtbar ist und bei grossen ein paar Rappen kostet.

Eine Kombiwette multipliziert die Quoten der einzelnen Voraussagen zur Gesamtquote. Drei Tipps zu 1.80, 1.95 und 2.10 ergeben eine Kombiquote von etwa 7.37; ein Einsatz von 5 CHF zahlt im Gewinnfall etwa 36,85 CHF brutto aus. Der Vorteil: die Quote steigt überproportional. Der Nachteil: alle drei müssen eintreffen, und die Marge des Anbieters multipliziert sich mit.

Eine Systemwette erlaubt den teilweisen Ausgleich. Bei einer 3/4-Systemwette auf vier Voraussagen gewinnen 11 von 14 möglichen 3er-Kombinationen zumindest teilweise, drei verlieren vollständig. Das senkt das Risiko, kostet aber auch einen Teil der Quote. Bei Sporttip liegt der Höchsteinsatz für eine Systemwette bei 10’000 CHF, das Zehnfache einer Einzel- oder Kombiwette (1’000 CHF). Der Mindesteinsatz beträgt für Einzel- und Kombinationswetten 1 CHF.

Handicap und Torsummen sind im Eishockey üblich, wenn eine Quote für ein deutliches Duell unattraktiv wird. Ein -1.5-Handicap auf den Favoriten wird mit höherer Quote belohnt, verlangt aber einen Sieg mit mindestens zwei Toren Differenz. Torsummen über/unter 5.5 oder 6.5 sind Standard. Bei Unentschieden nach regulärer Spielzeit zählt das Ergebnis nach 60 Minuten; Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Wer auf den Sieger nach regulärer Spielzeit wettet, dessen Wette endet bei Unentschieden oft als Verlust – anders als im Fussball, wo das Remis als Unentschieden-Tipp läuft.

Cash-Out erlaubt eine vorzeitige Auszahlung, deren Höhe tiefer ist als der mögliche Vollgewinn, und vom Spielstand abhängt. Bei Sporttip hängt der Cash-Out-Betrag vom Stand der Sportereignisse ab und kann vom Anbieter jederzeit geändert werden; es besteht keine Garantie, dass Cash-Out für jeden Markt angeboten wird. Bei Cash-Out während eines laufenden Spiels ist die Marge zugunsten des Anbieters höher als bei einem regulären Ausgang – das ist die Mechanik hinter dem «Komfort».

Quote und Marge: was der Anbieter wirklich nimmt

Jede Quote enthält eine Marge. Sie ist der Anteil, den der Anbieter von jedem eingesetzten Franken behält, im Durchschnitt über alle möglichen Ausgänge. Bei einer Zweiwege-Wette mit Quote 1.90 auf jeder Seite ergibt die Auszahlungsquote 1 ÷ (1/1.90 + 1/1.90) = 0.9474, also 94,74 %. Die Marge liegt für solche Märkte typischerweise im Bereich von 3 % bis 6 %.

Das heisst: Von 100 Franken Einsatz zahlt der Markt im statistischen Mittel 94,74 CHF zurück. Bei einer ausgeglichenen Wette verliert die Hälfte der Spieler ihren Einsatz vollständig, die andere Hälfte gewinnt 1,90-mal, was netto etwa 5 CHF zugunsten des Anbieters ergibt. Je ausgeglichener die Quoten, desto näher liegt die Marge an der symmetrischen 50/50-Form.

Eine «Boost»-Quote von 1.95 statt 1.90 senkt die Marge rechnerisch nicht – sie verschiebt die Gewichte zwischen den Ausgängen. Solche Boosts sind Marketing: Sie sehen grosszügig aus, sind aber an Bedingungen geknüpft, die erst im Kleingedruckten stehen. Bei Sporttip gelten Quotenboosts nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage, sind pro Wettendem nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert. Bei einem Cash-Out verfällt der Boost – wer ihn zurückziehen will, verliert die Verbesserung.

Der Kombiboost bei Sporttip erhöht den Nettogewinn einer Kombiwette mit mindestens vier Voraussagen abhängig von der Anzahl der Tipps: 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn Voraussagen, sofern jede Einzelquote mindestens 1,50 beträgt. Der Boost gilt nur online, für Prematch-, Live- und Systemwetten, und ist in Einsatz und Gewinnerhöhung limitiert. Bei 100 % Bonus entspricht der Nettogewinn dem doppelten Wert ohne Boost – vorausgesetzt, jede Voraussage trifft. Wer die Mechanik nicht versteht, hält den Boost für ein Geschenk; tatsächlich ist er eine Marketing-Erweiterung der Quote.

Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz, ebenfalls einmal pro Wettendem. Beide Varianten sind an die Bedingung gekoppelt, dass die Wette wie üblich gewonnen wird; im Verlustfall zahlt der Anbieter nichts zurück. Das gehört zur Definition: «Boost» ist Erweiterung des Gewinns, keine Versicherung gegen Verlust.

Reguläre Spielzeit, Verlängerung, Penaltyschiessen

Eishockey endet selten nach 60 Minuten. Die reguläre Spielzeit umfasst die reguläre Spieldauer plus Nachspielzeit, ähnlich wie im Fussball. Verlängerung (Overtime, fünf Minuten Überzahlspiel oder in der Regular Season mit drei gegen drei) und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder die Wette explizit darauf abgestellt ist.

Bei einer Wette auf den Sieger nach regulärer Spielzeit geht die Wette bei Unentschieden verloren, wenn das Wettprogramm keine Remis-Option anbietet. Bei einer Wette auf das Spielergebnis nach Verlängerung und Penaltyschiessen zählt der Ausgang am Ende der maximal fünfminütigen Verlängerung beziehungsweise nach erfolgreichem Penaltyschiessen. Spezialmärkte «geht in Overtime» oder «Penaltyschiessen ja/nein» werden separat angeboten.

Für Saisonwetten gilt: Ein Stanley Cup wird in den Playoffs «Best of Seven» ausgespielt, das heisst, ein Finale kann theoretisch vier Spiele dauern (Sweep 4:0) oder sieben Spiele. Die reguläre Playoff-Serie selbst hat keinen Remis-Ausgang – jedes Spiel wird entschieden. Wer auf den Meistersieger wettet, braucht einen langen Atem; Vorhersagen auf den Conference-Sieger oder den Finalteilnehmer sind liquider handelbar und oft preiswerter in der Quote.

Steuern: warum der kleine Gewinn unbesteuert bleibt

Gewinne aus Schweizer Grossspielen sind einkommensteuerfrei bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn. Der Bund setzt die Schwelle ab 1.1.2026 auf 1’071’000 CHF (2025: 1’070’400 CHF); der Kanton kann eine eigene Schwelle haben. Über der Schwelle zieht der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ab, die über die Steuererklärung zurückgefordert werden kann.

Die meisten NHL-Wetten liegen weit unter dieser Schwelle. Wer 200 CHF auf eine Quote von 5.00 setzt und gewinnt, erhält 1’000 CHF brutto, davon 800 CHF Reingewinn – steuerfrei. Bei einem Glückstreffer mit Gewinn im sechsstelligen Bereich ändert sich die Mechanik; dann greift die Verrechnungssteuer, und die Rückforderung läuft über das Steuerverfahren im Wohnsitzkanton.

Gewinne von ausländischen Anbietern unterliegen keiner Verrechnungssteuer, weil kein Schweizer Veranstalter sie einbehält. Im Kanton Thurgau jedoch werden Gewinne aus ausländischen Grossspielen unabhängig von der Höhe als steuerbares Einkommen behandelt. In anderen Kantonen ist die Praxis unterschiedlich. Wer regelmässig spielt, fragt die kantonale Steuerverwaltung oder eine Steuerberatung.

Wetten sind kein Einkommen, und es gibt in der Schweiz keine Wettsteuer auf den Einsatz – wer einen Einsatz von 10 CHF tätigt, zahlt nicht zusätzlich einen prozentualen Anteil an den Staat. Was der Staat erhält, kommt aus dem Reingewinn der beiden Veranstalter, der an die kantonalen Fonds fliesst, und über die Verrechnungssteuer auf grosse Einzelgewinne.

Werbung, Bonus, Lockangebote: was erlaubt ist und was nicht

Werbung für Geldspiele darf nicht aufdringlich oder irreführend sein, nicht an Minderjährige gerichtet sein und keine ausgeschlossenen Personen ansprechen (Art. 74 BGS). Werbung für nicht in der Schweiz bewilligte Glücksspiele ist verboten (Art. 74 Abs. 3) und wird mit Busse bis zu 500’000 CHF bestraft (Art. 131 BGS). Gratiswetten und Gratisspielguthaben brauchen die vorgängige Zustimmung der Gespa (Art. 75 Abs. 2 BGS); im Jahr 2025 hat sie Loterie Romande 24 und Swisslos 8 Zustimmungen erteilt.

Wer einen Bonus oder eine «Free Bet» wirbt, sollte die Bedingungen lesen: Was als Gratiswette angeboten wird, ist in der Regel eine Wette ohne Einsatzrisiko – der Einsatz wird im Verlustfall nicht zurückerstattet, der mögliche Gewinn ist gedeckelt, und die Quote ist oft an eine Mindestmarke gebunden. Der reale Wert einer Free Bet liegt unter ihrem Nennwert, weil der Einsatz fehlt.

Für das Werben ausländischer Anbieter gilt zusätzlich: Wer für einen Anbieter ohne Schweizer Bewilligung wirbt, bewegt sich im Grenzbereich von Art. 74 Abs. 3 BGS. Auch Affiliate-Links und Gutscheine fallen darunter. Werbung mit Bonus-Codes, Gratiswetten oder «100 % Bonus»-Versprechen ist im Schweizer Markt zulässig nur, wenn der beworbene Anbieter eine Schweizer Bewilligung hat.

Die beiden Schweizer Anbieter im Profil

Swisslos Sporttip – das flächendeckende Angebot

Swisslos ist die Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft mit Sitz in Basel und betreibt die Sportwetten unter dem Produktnamen Sporttip. Das Vertragsgebiet umfasst die Deutschschweiz, das Tessin und das Fürstentum Liechtenstein – 19 Kantone plus das Fürstentum, die zusammen den grössten Teil der Schweizer Bevölkerung abdecken. Wer in diesen Kantonen wohnt, kann ein Konto eröffnen, die Verifikation erfolgt über Ausweis und Adressdatenbank.

Das Wettprogramm folgt der Gespa-Liste und deckt mit NHL-Märkten ab, was die Hauptrunde, die Playoffs und der Stanley Cup an Spielerwartung hergeben. Cash-Out ist verfügbar, vor Spielbeginn und live, nur als vollständiges Cash-Out, nicht garantiert für jeden Markt. Live-Wetten werden angenommen, unabhängig davon, ob das Ereignis tatsächlich live übertragen wird; Wetten, die nach dem Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00 – ein Detail, das bei späten Reaktionen auf Tore oder Penaltys relevant wird.

Der Mindesteinsatz liegt bei 1 CHF, der Höchsteinsatz bei 1’000 CHF pro Einzel- oder Kombiwette und 10’000 CHF pro Systemwette. Swisslos kann diese Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern; eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Quotenboosts und Profitboosts sind einmal pro Wettendem nutzbar. Kombiboost mit mindestens vier Voraussagen ab Quote 1.50 bringt 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn Voraussagen auf den Nettogewinn, online für Prematch, Live und System.

Die Verlustlimite vor der ersten Teilnahme setzt jeder Spieler selbst; die gesetzliche Oberlimite liegt bei 9’999 CHF, unter 21 Jahren bei 1’000 CHF. Senkungen greifen sofort, Erhöhungen erst nach 72 Stunden. Verrechnungssteuer auf Gewinne über dem Freibetrag wird automatisch einbehalten. Wer mit Wohnsitz im Swisslos-Gebiet NHL spielen will, hat hier die einzige rechtlich geschützte Adresse.

Loterie Romande Jouez Sport – die Westschweizer Variante

Die Loterie Romande betreibt Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Die Genossenschaft hat ihren Sitz in Lausanne, zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitende. Ein Online-Konto steht nur Personen offen, die im Vertragsgebiet wohnen.

Das Wettprogramm folgt ebenfalls der Gespa-Liste. Der Produktschnitt und die Spielregeln sind weitgehend analog zu Sporttip, weil beide Anbieter dem gleichen Bundesrecht unterstehen und auf den gleichen Markt ausgerichtet sind. Wer seinen Wohnsitz in der Romandie hat, nutzt Jouez Sport; wer in der Deutschschweiz oder im Tessin wohnt, nutzt Sporttip. Ein Konto beim «falschen» Anbieter funktioniert nicht, weil die Adressprüfung den Wohnsitz gegen das Vertragsgebiet abgleicht.

Die Auszahlungswege folgen denselben Regeln: Gewinne werden auf ein Konto im Namen des Spielers ausgezahlt, anonym oder in Krypto nicht. Die Verlustlimiten sind dieselben, die Spielsperre funktioniert registerübergreifend zwischen beiden Anbietern und greift auch bei Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie in Liechtenstein. Wer aus der Romandie wettet, hat die gleiche Schutzmechanik, nur über ein anderes Frontend.

Pribet – ohne Schweizer Bewilligung

Pribet gehört zur Gruppe der ausländischen Anbieter, die in der Schweiz keine Bewilligung haben. Eine ausgewiesene Lizenz des Anbieters findet sich in Drittquellen nicht. Das ändert für Spieler in der Schweiz nichts: Eine fehlende oder nicht ausgewiesene Lizenz hat hier keine rechtliche Wirkung, der Anbieter ist nicht an das Schweizer Ausschlussregister angeschlossen, und es gibt im Streitfall keine Schweizer Beschwerdestelle.

Wer Pribet aus dem Ausland nutzt, mag dort ein Konto führen und Sportwetten platzieren. Wer es aus der Schweiz tut, bewegt sich ausserhalb des Schutzrahmens nach BGS. Einsätze und Gewinne können im Strafverfahren gegen den Anbieter eingezogen werden, der Anbieter unterliegt keiner Schweizer Aufsicht, und seine Domain kann auf der Gespa-Sperrliste stehen. Wer auf NHL tippen will, hat mit Swisslos und Loterie Romande zwei rechtlich abgedeckte Anbieter; Pribet ist eine Alternative ohne diesen Schutz.

X3Bet – Lizenz aus Kanada, ohne Wirkung

X3Bet gibt in Drittquellen eine Lizenz aus Tobique (Kanada) an. Tobique ist eine kanadische Körperschaft, deren Lizenz in der Schweiz keine rechtliche Kraft hat (Art. 4 BGS). Die übrigen Bedingungen sind identisch zu denen anderer ausländischer Anbieter: kein Anschluss an das Schweizer Ausschlussregister, keine Schweizer Beschwerdestelle, mögliche Aufnahme in die Gespa-Sperrliste.

Die «Lizenz aus Kanada» suggeriert Regulierung; tatsächlich bedeutet sie eine ausländische Lizenz, die hier nicht anerkannt wird. Schweizer Spieler, die bei X3Bet wetten, akzeptieren die Hausregeln eines Anbieters ohne Schweizer Aufsicht. Das kann funktionieren, muss aber nicht. Die Wahrscheinlichkeit, dass eine Auszahlung im Streitfall über ein Schweizer Gericht durchgesetzt werden könnte, ist gering.

BetPanda – Krypto-Anbieter ohne Schweizer Anbindung

BetPanda gehört zu den Krypto-fokussierten Anbietern ohne Schweizer Bewilligung. Lizenzstatus nach Drittquellen nicht ausgewiesen. Auch hier gilt: kein Schweizer Schutz, keine Schweizer Aufsicht, mögliche Sperrlisten-Aufnahme.

Was an Krypto-Auszahlungen als Vorteil erscheinen mag – schnell, pseudonym – ist im Schweizer Kontext ein Nachteil. Gewinne von Schweizer Anbietern werden nur an Zahlungskonten im Namen des Spielers ausgezahlt (Art. 50 Abs. 2 VGS). Anonyme oder Krypto-Auszahlungen gibt es im bewilligten Markt nicht. Wer bei einem Krypto-Anbieter spielt, weicht bewusst auf einen Markt ausserhalb des Schweizer Rechtsrahmens aus und akzeptiert die Unsicherheit über die Auszahlung im Streitfall.

GG.BET – Esports-Fokus, ohne Schweizer Bewilligung

GG.BET positioniert sich stark im Esports-Bereich, was im Schweizer Markt ohnehin nicht spielbar ist, weil die Gespa-Liste keinen Esports-Bereich enthält. Lizenzstatus nach Drittquellen nicht ausgewiesen. Für NHL-Wetten spielt der Esports-Fokus keine Rolle; die Plattform würde denselben NHL-Markt bieten wie andere ausländische Anbieter, mit denselben Einschränkungen.

Wer eine breite Auswahl an Eishockey-Märkten sucht, wird sie bei den Schweizer Anbietern in dem Rahmen finden, den die Gespa-Liste setzt. Ausländische Anbieter haben oft mehr Märkte (Eckbälle, individuelle Spielerwetten, Live-Asien-Handicap) – aber keiner dieser Märkte ist in der Schweiz bewilligt, und wer ihn über einen ausländischen Anbieter spielt, wettet ausserhalb des Schutzrahmens.

1Bet – klassischer Online-Anbieter

1Bet gehört zum klassischen Portfolio internationaler Online-Buchmacher ohne Schweizer Lizenz. Lizenzstatus nach Drittquellen nicht ausgewiesen. Der Anbieter folgt demselben Muster wie die anderen ausländischen Marken: kein Schweizer Schutz, keine Schweizer Aufsicht, mögliche Sperrlisten-Aufnahme.

Wer als Schweizer Spieler 1Bet nutzt, sollte sich bewusst sein, dass die Verlustlimiten aus dem BGS dort nicht greifen, dass die Spielsperre aus dem Schweizer Register dort nicht wirkt, und dass die Auszahlung den Hausregeln folgt. Die Quote mag im Einzelfall attraktiver sein; die Bedingungen sind es selten.

Bruce Bet – ohne Schweizer Anbindung

Bruce Bet ist ein weiterer Anbieter ohne ausgewiesene Lizenz in Drittquellen und ohne Schweizer Bewilligung. Die übliche Mechanik: kein Anschluss an das Ausschlussregister, keine Beschwerdestelle, keine Sperrlisten-Sicherheit. Für NHL-Wetten aus der Schweiz bringt der Anbieter keinen erkennbaren Vorteil gegenüber einem der beiden Schweizer Veranstalter.

Sportuna – ohne ausgewiesene Lizenz

Sportuna wird in Drittquellen ohne Lizenz geführt. Auch hier gilt Art. 4 BGS – keine ausländische Lizenz hat in der Schweiz Kraft. Die Domain kann auf der Gespa-Sperrliste stehen, der Anbieter unterliegt keiner Schweizer Aufsicht, und es gibt keinen Schweizer Schutz im Streitfall. Wer dort spielt, bewegt sich ausserhalb des Schutzrahmens.

Funbet – ohne Schweizer Anbindung

Funbet schliesst die Reihe der ausländischen Anbieter ab, alle nach demselben Muster: keine Schweizer Bewilligung, Lizenzstatus nach Drittquellen nicht ausgewiesen, Sperrlisten-Risiko, kein Schutz nach BGS. Für den NHL-Markt gilt das Gleiche wie für die anderen ausländischen Anbieter – sie alle bieten mehr Märkte als die Schweizer Veranstalter, aber keiner dieser zusätzlichen Märkte ist im Schweizer Rechtsrahmen spielbar.

Konkrete Rechnung: was eine ausgeglichene NHL-Wette kostet

Eine einzelne Zweiwege-Wette mit Quote 1.90 auf jeder Seite hat eine Auszahlungsquote von 1 ÷ (1/1.90 + 1/1.90) = 0.9474, also 94,74 %. Die Marge liegt für solche Märkte typischerweise im Bereich von 3 % bis 6 %.

Das heisst konkret: Von 100 CHF Einsatz auf einer ausgeglichenen Wette zahlt der Markt im statistischen Mittel 94,74 CHF zurück. Das ist der Preis, den ein Spielender für die Möglichkeit zahlt, an einer Quote teilzunehmen – und es ist der Anteil, den der Veranstalter im Durchschnitt behält. Bei einem Heimsieg mit identischer Auszahlungsquote zahlt der Anbieter 100 · 0.9474 = 94,74 CHF zurück; die restlichen 5,26 CHF verbleiben als Marge.

Auf einer Dreiwege-Wette (Heimsieg / Unentschieden / Auswärtssieg) mit Quoten 2.20 / 4.00 / 3.00 ergibt sich die Auszahlungsquote zu 1 ÷ (1/2.20 + 1/4.00 + 1/3.00) = 1 ÷ (0.4545 + 0.2500 + 0.3333) = 1 ÷ 1.0379 = 0.9635, also 96,35 %. Die Marge beträgt 3,65 %. Die Höhe der Marge hängt von der Marktform ab – je symmetrischer die Verteilung der Quoten, desto enger die Marge.

Wer die eigene Wettquote gegen die Marge prüft, kann grob abschätzen, was sie kostet: Eine Wette bei 1.95 statt 1.90 hat nicht «weniger Marge», sondern verschiebt das Risiko zwischen den Ausgängen. Die echte Marge eines Marktes zeigt sich erst, wenn man die Auszahlungsquote über alle Ausgänge berechnet. Eine Quote von 1.50 auf einen klaren Favoriten hat eine implizierte Wahrscheinlichkeit von 66,7 %, eine Quote von 2.50 auf den Aussenseiter 40 % – und die Marge dessen, was dazwischen liegt, ist das, was am Ende auf der Rechnung fehlt.

Häufige Fragen

Ist es in der Schweiz erlaubt, auf NHL-Spiele und den Stanley Cup zu wetten?

Ja, aber nur bei Swisslos Sporttip oder Loterie Romande Jouez Sport. Beide haben die nötige Veranstalter- und Spielbewilligung nach BGS (SR 935.51) und werden von der Gespa beaufsichtigt. Ausländische Anbieter dürfen in der Schweiz keine Sportwetten anbieten – ihre Lizenz hat hier keine Wirkung (Art. 4 BGS). Wer dort spielt, bewegt sich ausserhalb des Schweizer Schutzrahmens und riskiert, dass Einsätze und Gewinne im Strafverfahren gegen den Anbieter eingezogen werden.

Wie prüfe ich, ob ein NHL-Ereignis oder Wetttyp erlaubt ist?

Die Gespa führt eine Liste der erlaubten Sportarten, Wettbewerbe und Wetttypen (Art. 25 BGS, Art. 29 VGS). Was nicht in der Liste steht, ist nicht bewilligt – auch wenn ein Anbieter es im Wettschein anbietet. Wetten ausserhalb der Liste darf der Anbieter nicht annehmen. Die aktuelle Version der Liste ist auf der Gespa-Website öffentlich zugänglich.

Wie berechnet sich der Gewinn aus Einsatz und Quote, und was ist die Marge?

Der Bruttogewinn ist Einsatz × Quote. Bei 10 CHF Einsatz und Quote 1.90 ergibt sich ein Bruttogewinn von 19 CHF (Reingewinn 9 CHF). Die Marge ist der Anteil, den der Anbieter im Durchschnitt behält: Auszahlungsquote = 1 ÷ (1/Quote₁ + … + 1/Quoteₙ) für alle Ausgänge eines Marktes. Bei einer Zweiwege-Wette mit 1.90/1.90 ergibt sich eine Auszahlungsquote von 94,74 %, die Marge beträgt 5,26 %.

Was ist eine Value-Wette, und warum bleibt jede NHL-Prognose eine Schätzung?

Eine Value-Wette liegt vor, wenn die eigene Wahrscheinlichkeitseinschätzung höher ist als die implizierte Wahrscheinlichkeit der Quote – wer den Heimsieg bei 60 % sieht und der Markt 55,6 % notiert, hat einen Wert. Keine Prognose ist sicher: Verletzungen, Reisebelastung, Torhüterform und Spielverlauf entscheiden am Eis. Eine Wette ist eine Position in einer Quote mit positiver Erwartung, kein vorhersehbares Einkommen.

Was zählt bei Eishockeywetten als reguläre Spielzeit, und wie werden Verlängerung und Penaltyschiessen behandelt?

Die reguläre Spielzeit umfasst die reguläre Spieldauer plus Nachspielzeit (60 Minuten plus Nachspielzeit im Eishockey). Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder die Wette darauf abgestellt ist. Eine Wette auf den Sieger nach regulärer Spielzeit ist bei Remis nach 60 Minuten verloren, sofern das Wettprogramm keine Remis-Option vorsieht.

Inhalt erstellt vom Team «englandwetteninfo»