MMA-Wetten in der Schweiz: Wer sie anbieten darf und wer nicht

Updated Oktober 2026
Licensed
usAvailable in US
Fast payouts
18+ Only

Ladevorgang...

Ein achteckiger Käfig mit Maschenzaun steht in einer leeren Halle unter hellem Deckenlicht, auf der blauen Matte liegt ein zusammengefaltetes Handtuch.

Wer in der Schweiz auf einen UFC-Kampf wetten will, landet schnell bei zwei Fragen: Wer darf das überhaupt anbieten, und was schützt mich dabei? Die kurze Antwort steht im Geldspielgesetz: Nur Swisslos mit Sporttip und Loterie Romande mit Jouez Sport haben eine Bewilligung der Gespa, und auch sie nur für Kämpfe und Wettarten, die auf deren Liste stehen. Wer auf einer ausländischen Seite ohne Schweizer Bewilligung spielt, verzichtet auf die Spielsperre, das Beschwerdewesen und die Auszahlung an ein Konto auf den eigenen Namen.

Die UFC kämpft in einem Oktagon mit einem Durchmesser von 9,75 m, das statt Ringseilen von einem Maschendrahtzaun begrenzt wird.

Der weitere Text ordnet die Lage ein: Wer in der Schweiz überhaupt Sportwetten anbieten darf, welche Schutzmechanismen vor und nach der ersten Wette greifen, welche Veranstaltungen auf welcher Liste auftauchen, wie die Anbieter im Vergleich liegen, welche Grundlagen ein Kampf und sein Quotenbild mitbringen, und welche Rechnung sich hinter Quote, Einsatz und Marge verbirgt.

Stand: Oktober 19, 2026; geprüft gegen die Spielregeln und Teilnahmebedingungen von Sporttip, die Liste der bewilligten Sportarten und Wettarten der Gespa (10.09.2026) und das Schweizer Geldspielgesetz BGS (SR 935.51).

Wer in der Schweiz Sportwetten anbieten darf

Die Schweiz hat den Markt für Sportwetten bewusst eng gehalten. Das Geldspielgesetz vom 1. Januar 2019 zählt Sportwetten zu den Grossspielen und unterstellt sie der Aufsicht durch die Gespa, die interkantonale Geldspielaufsicht mit Sitz in Bern. Nicht die ESBK, die für Casinos zuständig ist, sondern die Kantone über die Gespa haben den Kreis der erlaubten Veranstalter auf zwei begrenzt.

Eine Holzbank steht vor dem Eingang einer Turnhalle am frühen Morgen, daneben lehnen zwei Fahrräder an einer Backsteinwand.
Bei Sporttip beträgt der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette CHF 1'000.

Diese zwei sind Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit dem Produkt Jouez Sport. Beide geniessen eine Veranstalterbewilligung und eine Spielbewilligung unter dem BGS; beide sind an ihr Vertragsgebiet gebunden. Swisslos deckt die Deutschschweiz, das Tessin und das Fürstentum Liechtenstein ab, das sind die Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH. Die Loterie Romande bedient die Westschweiz mit FR, GE, JU, NE, VD und VS.

Eine Online-Registrierung setzt Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im jeweiligen Vertragsgebiet voraus, Volljährigkeit und keine bestehende Spielsperre. Wer aus einem anderen Kanton stammt oder im Ausland lebt, kann kein Konto eröffnen. Wer dennoch bei einem anderen Anbieter spielt, ist in der Schweiz rechtlich nicht geschützt: das Geld fliesst ins Ausland, eine Spielsperre wirkt dort nicht, und im Streitfall bleibt nur das ausländische Recht des Anbieters.

Ausländische Anbieter ohne Schweizer Bewilligung

Wer im Internet nach «MMA Wetten Schweiz» sucht, stösst schnell auf Anbieter mit Kurazao-, Malta- oder anderen Lizenzen, die im Ausland ihre Geschäfte aufnehmen. Diese Lizenzen haben in der Schweiz keine Wirkung, weil das BGS ausdrücklich sagt, eine ausländische Bewilligung ersetze die Schweizer nicht. Wer ohne Schweizer Bewilligung hierzulande Sportwetten anbietet, macht sich strafbar, mit bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe oder Geldstrafe, im kommerziellen Betrieb bis zu fünf Jahren. Der Spieler wird nicht bestraft, aber Einsätze und Gewinne können in einem Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden.

Die Gespa führt zusätzlich eine Sperrliste mit ausländischen Domains, die Schweizer Internetanbieter per DNS-Sperre blocken. Ende 2025 standen 671 Domains auf der Liste; bei Domain-Hopping reagieren die Provider innert Stunden, die Sperrliste gilt als laufend gepflegt. Wer eine blockierte Seite erreicht, hat sie über einen Umweg gefunden, und die Sperre ändert nichts daran, dass die Seite in der Schweiz nicht bewilligt ist. Eine Schweizer Bank sperrt Zahlungen an solche Anbieter nicht von sich aus; wer dorthin überweist, tut es bewusst.

Das Marketing dieser Anbieter ist auffällig: Bitcoins, Krypto-Einzahlungen, üppige Willkommensboni. Das Belehrende daran: Das BGS verbietet Werbung für nicht bewilligtes Glücksspiel, mit Busse bis CHF 500’000. Wer ein Werbeversprechen prüft, kann es an Ort und Stelle hinterfragen.

Spielerlimiten und Spielsperre

Die Schweiz hat keine staatlich festgelegte Einsatzobergrenze. Jeder Spieler setzt seine eigenen Limiten, der Veranstalter ist verpflichtet, das aktiv zu verlangen. Bei Sporttip geschieht das vor der ersten Teilnahme: Verluste werden für 1, 7 und 30 Tage gedeckelt, mit einer Oberlimite von CHF 9’999 pro Periode, für unter 21-Jährige CHF 1’000. Eine Senkung greift sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden; freiwillig lässt sich zusätzlich eine Einzahlungslimite pro 30 Tage setzen. Das sind interne Werte, die das BGS in Artikel 87 VGS nur als Mindeststandard verlangt; die konkrete Höhe regelt jeder Veranstalter selbst.

Anders liegt die Spielsperre. Swisslos erlaubt eine produktbezogene Selbstsperre von 1 bis 180 Tagen, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in ein schweizweites Register eingetragen und gilt auch für Casinos, Online-Casinos und das Fürstentum Liechtenstein. Das Gesetz sieht vor, dass eine Aufhebung frühestens nach drei Monaten möglich ist und eine Fachstelle einbezogen wird; die Loterie Romande wendet vergleichbare Regeln an.

Diese Schutzmechanismen greifen nur, wer bei einem der zwei bewilligten Anbieter spielt. Ausländische Anbieter sind nicht an das Schweizer Register angeschlossen, eine in der Schweiz eingetragene Spielsperre hindert einen Spieler dort nicht, ein Konto zu eröffnen, und im Streitfall fehlt jede Beschwerdestelle.

Welche Kämpfe auf der Gespa-Liste stehen

Die Gespa führt eine geschlossene Liste bewilligter Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten, aktualisiert auf den 10.09.2026. Was nicht auf der Liste steht, darf nicht angeboten werden. Für MMA bedeutet das: Die UFC figuriert mit ihren Veranstaltungen auf der Liste, soweit bestimmte Wettbewerbe und Wettarten freigegeben sind; Qualifikationsrunden nur, wenn sie eigens aufgeführt sind; Frauenkämpfe nur, wenn sie eigens aufgeführt sind. Kämpfe mit überwiegend Minderjährigen sind nach Artikel 25 Absatz 2 BGS ohnehin ausgeschlossen.

Rangwetten sind nur erlaubt, wenn das Ranking über die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb oder das Podium entscheidet, nicht für Trainingsläufe oder vergleichbare Runden. Eckball- oder Kartenmärkte, wie sie der Fussball kennt, tauchen bei Kampfsport ohnehin nicht auf, und die Liste enthält keinen Esports-Abschnitt. Was auf der Liste fehlt, kann weder Sporttip noch Jouez Sport anbieten, auch wenn ein Anbieter gern ein grösseres Programm zeigen würde.

Wer unsicher ist, ob ein bestimmter Kampf und die gewünschte Wettart verfügbar sind, prüft das vor der Wette im Wettprogramm des Anbieters. Die Liste wird nicht im Klartext veröffentlicht, dass Sporttip einen Kampf anbietet, sondern als Genehmigung gegenüber den beiden Veranstaltern; sichtbar wird sie im konkreten Wettangebot. Was dort nicht erscheint, ist auch nicht bewilligt.

Wie die Anbieter im Vergleich liegen

Die folgende Übersicht ordnet die hier behandelten Anbieter nach ihrer Bewilligungslage. Für jeden Eintrag gilt: Er zeigt, was die Bewilligung erlaubt und was nicht, und kein Satz darin ist eine Empfehlung, sich anzumelden.

Anbieter Schweizer Bewilligung Veranstalter und Produkt
Swisslos Sporttip Bewilligung (BGS, Aufsicht Gespa) SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Sitz Basel; Produkt Sporttip
Loterie Romande Jouez Sport Bewilligung (BGS, Aufsicht Gespa) Société de la Loterie de la Suisse Romande, Sitz Lausanne; Produkt Jouez Sport
Betscore ohne Schweizer Bewilligung Lizenz nicht ausgewiesen, kein Anschluss an das Schweizer Ausschlussregister
Betwinner ohne Schweizer Bewilligung Lizenz nicht ausgewiesen, kein Anschluss an das Schweizer Ausschlussregister
HornetBet ohne Schweizer Bewilligung Lizenz nicht ausgewiesen, kein Anschluss an das Schweizer Ausschlussregister
Fezbet ohne Schweizer Bewilligung Lizenz nicht ausgewiesen, kein Anschluss an das Schweizer Ausschlussregister
22Bet ohne Schweizer Bewilligung Lizenz nicht ausgewiesen, kein Anschluss an das Schweizer Ausschlussregister
BetFury ohne Schweizer Bewilligung Lizenz nicht ausgewiesen, kein Anschluss an das Schweizer Ausschlussregister
Duelbits ohne Schweizer Bewilligung Lizenz nicht ausgewiesen, kein Anschluss an das Schweizer Ausschlussregister
bet-at-home ohne Schweizer Bewilligung Lizenz nicht ausgewiesen, kein Anschluss an das Schweizer Ausschlussregister

Die zwei zugelassenen Veranstalter unterscheiden sich im Vertragsgebiet und in der Sprache der Oberfläche, weniger im Inhalt: Beide bieten Einzel-, Kombinations- und Systemwetten, beide haben Livewetten, bei beiden ist Cash-Out eine Frage des Marktes und der Wettart, nicht eine Garantie. Wer in der Deutschschweiz wohnt, geht zu Sporttip, wer in der Romandie wohnt, zu Jouez Sport, der jeweils andere Anbieter nimmt im Online-Anmeldeprozess die Adresse nicht an. Beide arbeiten mit einer verifizierten Identität und zahlen Gewinne auf ein Konto auf den Namen des Spielenden aus, anonym geht nicht.

Swisslos Sporttip

Sporttip ist die Sportwette der Swisslos, die als interkantonale Genossenschaft in Basel sitzt und ihre Gewinne zu über 90 Prozent in die kantonalen Fonds und an die Stiftung Sportförderung Schweiz ausschüttet, für 2026 waren es CHF 562 Mio. Davon stammten CHF 109 Mio. aus den Sportwetten. Die Bewilligung gilt für das Swisslos-Vertragsgebiet von der Deutschschweiz über das Tessin bis Liechtenstein.

Das Wettprogramm folgt den Schweizer Regeln: Die reguläre Spielzeit endet einschliesslich Nachspielzeit, Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Programm es ausdrücklich vorsieht oder Gegenstand der Wette sind. Bei Livewetten wird eine Wette unabhängig davon angenommen, ob das Ereignis live übertragen wird; Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00. In spielentscheidenden Situationen wie Elfmeter, Roter Karte oder VAR-Entscheid kann Swisslos Wetten ebenfalls mit Quote 1.00 werten.

Die Mindest- und Höchsteinsätze sind eng gesetzt: CHF 1 mindestens, CHF 1’000 maximal pro Einzel- oder Kombinationswette, CHF 10’000 maximal pro Systemwette. Swisslos kann diese Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Der Gewinn errechnet sich aus Einsatz mal Quote, bei Kombinationen mal Produkt der Einzelquoten; das Ergebnis wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet, dann auf 5 Rappen genau abgerundet.

Cash-Out gibt es nur online, nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung, für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live. Der Betrag ist tiefer als der mögliche Wettgewinn ohne vorzeitige Auszahlung, hängt vom Spielstand ab, kann von Swisslos jederzeit geändert werden und ist nicht für alle Wetten garantiert. Wer Cash-Out ausführt, kann es nicht rückgängig machen.

Zwei Bonusmechaniken sind im Programm verankert: Quotenboosts gelten online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage und sind pro Wettenden einmal nutzbar; Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Ereignisses um einen Prozentsatz, ebenfalls einmal pro Wettendem. Bei Cash-Out verfällt der Boost. Der Kombiboost verlangt mindestens vier Voraussagen mit Einzelquote von mindestens 1.50 und stockt den Nettogewinn um 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn Voraussagen, mit Limiten in Einsatz und Erhöhung.

Voneinander abhängige Wettereignisse derselben Veranstaltung werden nur über die Bet-Builder-Funktion kombiniert. Nimmt Swisslos irrtümlich eine solche Kombination ohne diese Funktion an, kann sie die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten. Das ist ein Self-Check-Mechanismus, der nicht immer zu Gunsten des Wettenden ausgeht.

Wer Sporttip nutzt, bekommt die volle Schweizer Architektur: Verlustlimiten mit eigener Obergrenze, Spielsperre mit Registereintrag, Auszahlung auf das eigene Konto, Beschwerdeweg zur Gespa. Wer Sporttip nicht nutzen darf, weil der Wohnsitz in der Romandie liegt, hat mit Jouez Sport dieselbe Architektur auf der anderen Seite der Sprachgrenze.

Loterie Romande Jouez Sport

Die Loterie Romande betreibt Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone FR, GE, JU, NE, VD und VS, mit Sitz in Lausanne, Avenue de Provence 14, 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitenden. Sie ist der zweite bewilligte Veranstalter, mit derselben Bewilligungsstruktur und derselben Aufsicht durch die Gespa. Wer dort spielt, hat dieselbe Spielsperre, dieselben Limiten, dieselbe Auszahlung auf das eigene Konto.

Was die Loterie Romande weniger stark betont als die Swisslos, ist der Sportförderbeitrag; sie finanziert andere öffentliche Zwecke, aber die Konstruktion ist die gleiche. Der Spieler, der in der Romandie wohnt, geht dorthin, weil Sporttip ihn nicht aufnimmt. Das Programm entspricht den Wettarten, die die Gespa-Liste für Kampfsport vorsieht; was dort steht, kann angeboten werden, was nicht, nicht.

Inhaltlich unterscheidet sich Jouez Sport von Sporttip weniger in der Wettmechanik als in der Sprache der Oberfläche und in den kantonalen Vertriebswegen. Für die Beurteilung hier ist entscheidend, dass die Loterie Romande für ihren Bereich der zweite zugelassene Veranstalter ist und dieselben Spielerschutzregeln anwendet.

Ausländische Anbieter ohne Schweizer Bewilligung (2)

Die folgenden Anbieter tauchen in Suchresultaten zu «MMA Wetten Schweiz» auf, haben aber keine Schweizer Bewilligung: Betscore, Betwinner, HornetBet, Fezbet, 22Bet, BetFury, Duelbits, bet-at-home. Sie sind hier aufgeführt, damit ein Spieler sie identifizieren kann, nicht damit er sie nutzt. Eine Lizenz aus Curacao, Malta oder einem anderen Land ersetzt die Schweizer nicht, weil das BGS eine Schweizer Bewilligung verlangt, eine ausländische genügt nicht. Wer dort spielt, ist nicht an das Schweizer Ausschlussregister angeschlossen, das Schweizer Beschwerdewesen gilt dort nicht, und die Zahlung läuft auf Konten, die nicht auf den Namen des Spielenden lauten müssen.

Die Gespa kann diese Domains auf die Sperrliste setzen; Schweizer Internetanbieter blocken sie per DNS. Das ändert nichts an der Rechtslage, es macht den Zugang nur unattraktiver. Wer seine Seite über einen Umweg erreicht, hat sich bewusst für einen Weg ohne Schweizer Aufsicht entschieden.

Der Reiz dieser Anbieter ist die Werbung: Willkommensboni, Freispiele, Bitcoin-Einzahlungen. Das BGS verbietet Werbung für nicht bewilligtes Glücksspiel, die Gespa hat 2025 vierundzwanzig Einwilligungen für Gratisspielguthaben an die Loterie Romande und acht an die Swisslos erteilt, nicht an ausländische Anbieter. Wer dort einem Bonusversprechen folgt, sollte prüfen, ob er den Bonus am Ende auszahlen kann oder an Bedingungen hängt, die das verhindern; die fehlende Aufsicht macht die Antwort schwer überprüfbar.

Bewilligt oder nicht: die Grundsatzentscheidung

Wer in der Schweiz auf MMA wetten will, hat zwei Pfade. Der eine führt zu einem der zwei zugelassenen Veranstalter, mit voller Schweizer Architektur aus Limiten, Spielsperre, Auszahlung auf das eigene Konto und Beschwerdeweg zur Gespa. Der andere führt zu einem ausländischen Anbieter mit Werbeversprechen, ohne Schweizer Schutz.

Beide Pfade sind legal erreichbar; nur der erste ist legal zu betreten. Der zweite kostet den Spieler die Schutzmechanismen, die das BGS eingebaut hat, und im schlimmsten Fall Einsatz und Gewinn, wenn ein Verfahren gegen den Anbieter läuft. Das BGS bestraft den Spieler nicht, aber es schützt ihn auch nicht.

Die übrigen Abschnitte erklären die Mechanik: was eine UFC-Veranstaltung ist, wie ein Kampf enden kann, wie Quoten entstehen und was ein Boost wirklich kostet. Wer sich für den bewilligten Pfad entscheidet, sollte diese Mechanik verstehen, weil die Schutzmechanismen nicht alle Fehler ausgleichen, die ein Spieler ohne Wissen macht.

MMA-Grundlagen: Runde, Punkte und Wie ein Kampf endet

Eine UFC-Veranstaltung folgt den Unified Rules of Mixed Martial Arts, die das New Jersey Athletic Control Board aufgestellt hat und die viele US-Bundesstaaten und Veranstalter übernommen haben. Eine Runde dauert fünf Minuten, die Pause eine Minute. Ein normaler Kampf geht über drei Runden, ein Titelkampf über fünf. Der Kampf findet im Oktagon statt, ein Käfig mit 9,75 m Durchmesser, der statt Ringseilen von einem Maschendrahtzaun begrenzt wird.

Ein Paar Kampfsporthandschuhe liegt auf einer Holzbank neben einer Wasserflasche in einer ruhigen Umkleide, durch ein hohes Fenster fällt Tageslicht.
Bei einer Entscheidung nach Punkten vergeben im MMA nach den Unified Rules drei Kampfrichter pro Runde 10 Punkte an den Rundengewinner und 9 oder weniger an den Verlierer.

Ein Kampf kann auf sechs Arten enden: durch Aufgabe des Gegners, durch Knockout, durch technischen Knockout, durch Kampfrichterentscheidung, durch Disqualifikation des Gegners oder durch Forfait bei Nichtantreten. Ein Unentschieden ist möglich, wenn auch selten. Bei einer Entscheidung nach Punkten vergeben drei Kampfrichter pro Runde 10 Punkte an den Rundengewinner und 9 oder weniger an den Verlierer; sieht ein Kampfrichter keinen Rundengewinner, darf er beiden Kämpfern 10 Punkte geben.

Die UFC kennt derzeit neun Gewichtsklassen, vom Strohgewicht über Fliegen-, Bantam-, Feder-, Leicht-, Welter-, Mittel- und Halbschwergewicht bis zum Schwergewicht; eine zehnte Klasse über 120 kg ist reserviert, aber nicht belegt. Für die Wetten bedeutet das: jede Gewichtsklasse hat ihre eigenen Quoten, das Wettprogramm listet die Kämpfe nach Klasse und Datum.

Was im MMA nicht zählt, ist Aktion ausserhalb des Rings. Der Kampf endet, sobald der Ringrichter eingreift, eine Aufgabe erklärt wird oder die Glocke die Runde beendet. Versuche oder Beinahe-Aktionen fliessen in die Quoten ein, aber nicht in das Ergebnis einer Wette auf Sieger oder Siegart. Wer auf «KO in Runde 2» wettet, gewinnt nur, wenn der Kampf in dieser Runde per Knockout endet, nicht durch späten Abbruch in Runde 3.

Wettarten: Sieger, Siegart, Rundenzahl und Kombinationen

Die Schweizer Wettprogramme unterscheiden bei Kampfsport zwischen drei Hauptkategorien: Sieger, Siegart und Rundenzahl. Eine Wette auf den Sieger setzt auf einen der beiden Kämpfer, ein Unentschieden ist möglich, wenn das Wettprogramm es anbietet. Eine Wette auf den Siegart setzt auf die Art des Endes, also KO, technischer KO, Aufgabe, Disqualifikation oder Entscheidung. Eine Wette auf die Rundenzahl setzt auf die Runde, in der der Kampf endet, oder auf eine Bandbreite wie «vor der Entscheidung».

Bei Sporttip ist Cash-Out für alle drei Kategorien verfügbar, online, vor Spielbeginn und live, als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Der Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche Wettgewinn ohne vorzeitige Auszahlung; Swisslos muss Cash-Out nicht für alle Wetten anbieten, und eine Wette, die per Cash-Out abgeschlossen wird, lässt sich nicht rückgängig machen.

Die Bet-Builder-Funktion erlaubt es, mehrere Voraussagen aus demselben Kampf zu kombinieren, etwa Sieger und Siegart oder Sieger und Rundenzahl. Voneinander abhängige Ereignisse derselben Veranstaltung werden nur über diese Funktion kombiniert; ohne sie nimmt der Anbieter die Kombination gar nicht erst an. Das schützt den Anbieter vor offensichtlichen Selbstkombinationen und zwingt den Spieler, die Bet-Builder-Oberfläche zu nutzen.

Kombiboost und Quotenboost kommen ergänzend dazu, sind aber an strenge Bedingungen geknüpft. Der Kombiboost verlangt mindestens vier Voraussagen mit Einzelquote von mindestens 1.50, der Quotenboost gilt nur für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage. Wer sich an den Boost klammert, verliert oft die bessere Quote, die ohne Boost verfügbar wäre; das ist Mechanik, kein Marketingfehler.

Quote, Einsatz und Marge: wie der Preis eines Kampfes entsteht

Eine Quote drückt die Wahrscheinlichkeit aus, die der Veranstalter einem Ergebnis beimisst, abzüglich der Marge, die er behält. Wenn beide Kämpfer als gleich stark eingeschätzt werden, liegen die Quoten symmetrisch, etwa 1.90 zu 1.90. In diesem Fall zahlt die Quote das Risiko nicht vollständig aus. Das zeigt eine einfache Rechnung.

Wer den Markt mit zwei gleich grossen Wahrscheinlichkeiten bewertet, würde jede Seite mit Quote 2.00 quotieren; bei einem Einsatz von CHF 1 auf jede Seite zahlt der Veranstalter CHF 2 zurück, was genau dem Gesamteinsatz entspricht. Bietet der Veranstalter 1.90 statt 2.00 an, zahlt er CHF 1.90 auf jeden CHF 1 zurück, also CHF 3.80 auf CHF 2 Einsatz. Die Auszahlungsquote auf den Gesamteinsatz beträgt 1.90 mal 1 geteilt durch die Summe der Kehrwerte der Quoten, also 1 geteilt durch (1/1.90 + 1/1.90), was rund 0.95 ergibt. Anders gesagt: Der Veranstalter zahlt 95 % aller Einsätze zurück, die Marge beträgt 5 %. Sie ist der Preis, den die Spieler für das Wetten zahlen, eingerichtet auf jeden Markt.

Eine typische Marge bei UFC-Kämpfen liegt in einer Bandbreite von etwa 4 bis 7 Prozent, je nach Markttiefe und Wissensstand der Wettenden. Bei gut erforschten Kämpfen ist die Marge enger, bei obskureren Kämpfen weiter. Cash-Out-Quoten liegen über der Marge des Marktes selbst, weil der Veranstalter das Risiko vorzeitig übernimmt.

Wichtig ist die Reihenfolge: Quote minus 1 ist der Multiplikator für den Nettogewinn, Quote mal 1 ist die Bruttoauszahlung. Bei Quote 2.50 und Einsatz CHF 10 gewinnt der Spieler CHF 25 brutto, also CHF 15 Nettogewinn, und der Veranstalter zahlt den Einsatz zusammen mit dem Gewinn zurück. Bei einer Kombination multiplizieren sich die Quoten; aus drei Quoten von 1.80, 2.10 und 1.95 wird die Gesamtquote 7.37, der Nettogewinn auf CHF 10 Einsatz ist CHF 63.70.

Was ein Bonus wirklich kostet

Wer auf der Suche nach MMA-Wetten mit Bonus ist, sollte sich die Marge ansehen, bevor er den Bonus bewertet. Ein 100-%-Bonus verdoppelt den Einsatz, aber er kommt mit einer Umsatzbedingung. Eine übliche Bedingung ist das Fünf- bis Zehnfache des Bonus als Umsatz zu Mindestquoten, die oft bei 1.50 oder 2.00 liegen. Wer den Bonus freispielen will, muss einen Mehrfachen seines eigenen Geldes setzen, zu Quoten, die der Veranstalter kontrolliert.

Bei einem Bonus von CHF 100 mit fünffachem Umsatz zu Mindestquote 1.50 muss der Spieler CHF 500 einsetzen. Liegt die durchschnittliche Marge der gewählten Märkte bei 5 %, kostet das den Spieler im Mittel CHF 25. Der Bonus ist damit real, aber er kostet auch. Wer eine höhere Marge bedient, etwa 8 %, zahlt mehr, wer eine niedrigere Marge bedient, etwa 3 %, weniger. Das BGS verlangt von der Gespa die Einwilligung in jedes Gratisspielguthaben; ohne diese Einwilligung darf ein lizenzierter Anbieter in der Schweiz keinen Bonus anbieten.

Ausländische Anbieter werben mit ähnlichen Zahlen, aber ohne Schweizer Aufsicht, ohne Beschwerdeweg, oft mit Bedingungen, die in den Kleingedruckten stehen. Wer dort einem Bonus hinterherläuft, läuft auch einer Auszahlungsbedingung hinterher, die er möglicherweise nicht erfüllen kann.

Cash-Out: was die vorzeitige Auszahlung kostet

Cash-Out ist keine Wettart, sondern eine Auszahlungsoption. Der Veranstalter kauft dem Spieler den Wettschein vor dem eigentlichen Ende ab, zu einem Preis, der unter dem möglichen Gewinn liegt. Sporttip macht das für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, online, vor Spielbeginn und live, nur als vollständiges Cash-Out.

Der Cash-Out-Betrag hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden. Wer Cash-Out ausführt, kann es nicht rückgängig machen. Eine Garantie, dass Cash-Out für jeden Markt verfügbar ist, besteht nicht. Wer bei einem späten Knockout noch im Spiel ist und Cash-Out ausführt, hat den Gewinn mitgenommen, aber den möglichen höheren Gewinn abgegeben. Wer bei einer drohenden Niederlage Cash-Out ausführt, hat den Verlust begrenzt, aber den möglichen späteren Sieg ausgeschlossen.

Cash-Out ist nicht reguliert; das BGS schreibt es nicht vor und schliesst es nicht aus. Was ein Veranstalter anbietet, ist Vertragssache, und die Bedingungen stehen in den Teilnahmebedingungen. Bei Sporttip sind sie öffentlich; bei ausländischen Anbietern sind sie es oft nicht.

Livewetten und die Sekunde des Wettausgangs

Livewetten sind Wetten, die während eines laufenden Ereignisses platziert werden. Bei Sporttip ist die Wette unabhängig davon gültig, ob das Ereignis live übertragen wird; der Mechanismus prüft den Wettausgang technisch, nicht visuell. Wetten, die nach dem Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00.

In spielentscheidenden Situationen wie Elfmeter, Roter Karte oder VAR-Entscheid kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten, also als nutzlos zurückgeben. Das ist eine Schutzklausel, die den Spieler davor bewahrt, im Bruchteil einer Sekunde auf ein Ereignis zu wetten, das schon eingetreten ist. Wer Live setzt, übernimmt das Risiko, dass eine dieser Situationen genau in dem Moment eintritt, in dem er klickt.

MMA ist ein Sport, in dem ein Kampf in Sekunden entschieden sein kann. Wer auf einen KO in Runde 2 wettet und mitten in Runde 2 live setzt, läuft Gefahr, dass der KO genau in dem Moment kommt, in dem er die Wette platziert. Die Quote 1.00 ist die Konsequenz.

Werbung, Bonus und was nicht erlaubt ist

Das BGS verbietet irreführende oder aufdringliche Werbung und insbesondere Werbung, die sich an Minderjährige oder gesperrte Personen richtet. Werbung für nicht bewilligtes Glücksspiel ist nach Artikel 74 Absatz 3 BGS verboten und wird nach Artikel 131 BGS mit Busse bis CHF 500’000 bestraft.

Gratisspielguthaben, also Boni, Freispiele und ähnliches, brauchen die vorherige Einwilligung der Gespa. Im Jahr 2025 hat die Gespa 24 Einwilligungen an die Loterie Romande und acht an die Swisslos erteilt; diese Zahlen sind öffentlich. Ausländische Anbieter haben diese Einwilligung nicht und bieten sie dennoch an, gestützt auf Lizenzen aus anderen Rechtsräumen.

Werbeangebote mit Bitcoin, Kryptowährungen oder anonymen Zahlungsmitteln kommen aus dieser ausländischen Ecke. Das BGS verbietet anonymer Zahlungsverkehr nicht ausdrücklich für ausländische Anbieter, weil es für ausländische Anbieter gar keine Schweizer Regeln anwendet; aber eine Auszahlung an ein nicht auf den Namen des Spielenden lautendes Konto ist im Schweizer Rahmen ohnehin nicht möglich, und im ausländischen Rahmen fehlt die Aufsicht.

Steuern und was die Quellensteuer bedeutet

Schweizer Gewinne aus Grossspielen sind einkommenssteuerfrei bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn. Der Bund setzt den Freibetrag auf CHF 1’071’000 ab dem 1.1.2026 an (2025: CHF 1’070’400); die Kantone haben eigene Schwellen, die deutlich tiefer liegen können. Wer über dem Freibetrag gewinnt, zahlt 35 % Verrechnungssteuer, die der Veranstalter einbehält und die der Spieler über die Steuererklärung zurückfordern kann.

Ein typischer MMA-Wetter gewinnt weit unter dem Freibetrag. Eine Wette von CHF 100 zu Quote 3.50 bringt CHF 350 brutto, also CHF 250 Nettogewinn, deutlich unter jeder Schwelle. Wer mitten in einem grossen UFC-Event auf eine Kombination mit Gesamtquote 50 setzt und CHF 10 wettet, gewinnt CHF 500, noch immer unter dem Freibetrag.

Ausländische Gewinne sind anders zu behandeln. Ausländische Anbieter unterliegen nicht der Schweizer Verrechnungssteuer, aber der Kanton Thurgau behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen als voll steuerbares Einkommen, unabhängig vom Betrag. Andere Kantone haben andere Praktiken; pauschal «ausländische Gewinne sind steuerfrei» gilt nicht.

Wer sichergehen will, fragt eine Steuerberatung oder die kantonale Steuerverwaltung. Wer pauschal annimmt, sein Gewinn sei steuerfrei, kann in einer späteren Veranlagung eine Nachforderung erhalten.

Wer kämpft und wo der Spielplan steht

Eine UFC-Veranstaltung folgt einem typischen Ablauf: Vorkämpfe, Hauptkampf, Hauptkampf der Co-Hauptveranstaltung, Titelkampf. Der Spielplan wird Wochen bis Monate im Voraus veröffentlicht und ist im Wettprogramm abgebildet. Andere Veranstalter wie Bellator, ONE Championship oder PFL treten ebenfalls auf, sind aber in der Schweiz weniger verbreitet.

Wer auf einen bestimmten Kampf wetten will, prüft, ob der Kampf im Wettprogramm des gewählten Anbieters auftaucht. Nur was auf der Schweizer Gespa-Liste steht, kann angeboten werden. Das schliesst nicht aus, dass ein Anbieter einen Kampf führt, der im Ausland populär ist; die Schweiz hat ihre eigene Liste, die sich an der Schweizer Aufsicht orientiert.

Die Gewichtsklassen bestimmen, wie tief das Wettprogramm in die Kämpfe geht: Je bekannter die Klasse, desto mehr Kämpfe, desto mehr Wettarten, desto engere Margen. Strohgewicht und Schwergewicht tragen die meisten Wetten, die Klassen dazwischen weniger.

Wer im Schweizer System spielt und wer nicht

Die zwei zugelassenen Veranstalter, Sporttip und Jouez Sport, sind die einzigen Anbieter, bei denen ein in der Schweiz wohnhafter Spieler legales MMA-Wetten findet. Wer dort spielt, hat die im BGS vorgesehenen Schutzmechanismen: Verlustlimiten, Spielsperre, Auszahlung auf das eigene Konto, Beschwerdeweg zur Gespa. Wer dort nicht spielt, weil er im Ausland wohnt oder einen anderen Anbieter bevorzugt, verzichtet auf diese Schutzmechanismen.

Die neun hier aufgeführten ausländischen Anbieter ohne Schweizer Bewilligung stehen in der Liste, weil Suchresultate sie zeigen, nicht weil sie empfehlenswert sind. Sie sind hier aufgeführt, damit ein Leser sie identifizieren kann, nicht damit er sie nutzt. Eine Lizenz aus Curacao, Malta oder einem anderen Land ersetzt die Schweizer Bewilligung nicht; das hat das BGS ausdrücklich so geregelt.

Was die Gespa-Testkäufe 2026 zeigen

Die Gespa führt jährlich Testkäufe an den Verkaufsstellen durch, um zu prüfen, ob das Verkaufsstellenpersonal Minderjährige zurückweist. Im Jahr 2025 wurde in 47,5 % von 200 Testkäufen an Verkaufsstellen Sportwetten an Minderjährige verkauft. Wer mit Minderjährigen zu Hause Sporttip nutzt, sollte wissen, dass die Verkaufsstellenaufsicht an der Verkaufsstelle Halt macht, nicht im Wohnzimmer.

Online-Registrierung ist strikter: Die Identität wird per Ausweis verifiziert, das Alter geprüft, die Adresse gegen das Vertragsgebiet abgeglichen. Wer sich online registriert, ist mindestens 18, im Vertragsgebiet wohnhaft, hat keine Spielsperre. Wer das nicht ist, kommt nicht rein.

Wann eine Kombination sinnvoll ist und wann nicht

Eine Kombinationswette multipliziert die Quoten, aber auch das Risiko. Wer drei Quoten von 1.80, 2.10 und 1.95 kombiniert, hat eine Gesamtquote von rund 7.37; gewinnt er, nimmt er den vielfachen Einsatz mit, verliert er, ist der ganze Einsatz weg. Das Risiko wächst linear mit der Zahl der Beine, der Gewinn multiplikativ. Wer drei Einzelwetten platziert, hat bei einem falschen Tipp einen Verlust und zwei Gewinne; wer eine Kombination platziert, hat bei einem falschen Tipp den ganzen Einsatz verloren.

Der Kombiboost mildert das, indem er den Nettogewinn stockt, aber der Stock kostet Voraussagen mit Mindestquote und Minimum-Einzelquote 1.50. Wer den Stock mitnimmt, verzichtet auf eine bessere Einzelwette zugunsten einer Quote, die der Anbieter festlegt. Cash-Out verfällt den Boost, weil eine vorzeitige Auszahlung den Nettogewinn schmälert.

Wer Kombinationen wählt, sollte jedes Bein einzeln prüfen, als ob er eine Einzelwette darauf platzieren würde. Wer das nicht tut, baut Kombinationen, deren Einzelwetten er nicht tragen würde.

Wie die Marge einen Boost auffrisst

Eine Wette ohne Quotenboost kostet die Marge des Marktes. Eine Wette mit Quotenboost kostet die Marge und gleichzeitig die Verzerrung der Quote nach oben, die der Boost bewirkt. Ein Boost von +20 % auf eine Marktquote von 1.90 bringt eine Quote von 2.28, nicht 2.28 als fairer Preis, sondern 2.28 als Quote, die der Anbieter bewusst nach oben setzt. Die effektive Marge ist dann höher als 5 %, weil der Boost die implizite Wahrscheinlichkeit drückt.

Wer einen Boost nutzt, sollte prüfen, ob die gestiegene Quote den Verlust anderer Wetten ausgleicht, die der Boost verhindert. Ein Quotenboost gilt nur für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage, nicht für Kombinationen oder Livewetten. Wer mitten in einem Event live setzt, hat keinen Anspruch auf den Boost.

Wann eine Spielsperre sinnvoll ist

Eine Spielsperre ist keine Strafe, sondern ein Werkzeug. Sie unterbricht den Zugriff auf das eigene Konto für eine gewählte Frist, lässt sich produktbezogen für 1 bis 180 Tage setzen und ist ohne Aufhebung vor Fristablauf. Wer sich sperrt, kann während dieser Zeit nicht setzen, nicht einzahlen, nicht auszahlen.

Eine unbefristete Spielsperre wird in das schweizweite Register eingetragen und gilt auch für Casinos und das Fürstentum Liechtenstein. Die Aufhebung ist erst nach drei Monaten möglich, mit Einbezug einer Fachstelle. Wer sich sperren lässt, sollte sich bewusst sein, dass dies eine schwerwiegende Entscheidung ist, die nur in einem Verfahren aufgehoben werden kann.

Wer mit MMA-Wetten anfängt, sollte sich fragen, ob er eine Spielsperre für ein paar Monate setzt. Wer nach sechs Monaten feststellt, dass er ohne Wetten besser lebt, hat eine wirksame Pause hinter sich. Wer feststellt, dass er ohne Wetten unruhig wird, hat ein Zeichen, das er nicht übergehen sollte.

Wann ein Anbieter einen Kampf ablehnt und wann nicht

Sporttip kann jeden Kampf auf eigene Initiative aus dem Programm nehmen, vor allem wenn regulatorische Gründe vorliegen. Die Gespa-Liste gibt den Rahmen; was nicht auf der Liste steht, kann Sporttip nicht anbieten, auch wenn der Kampf populär ist. Eine Wette auf einen nicht gelisteten Kampf wird nicht angenommen; das System lehnt sie ab, nicht der Veranstalter nachträglich.

Ausländische Anbieter haben dieses Korsett nicht. Sie können Kämpfe anbieten, die in der Schweiz nicht zugelassen sind, und sie machen das, um Marktanteile zu gewinnen. Wer dort wettet, weiss möglicherweise nicht, dass er auf einen Kampf wettet, der in der Schweiz nicht bewilligt wäre. Die Werbelogik der ausländischen Anbieter setzt darauf, dass der Spieler diese Frage nicht stellt.

Wie eine Verlustlimite die Mechanik verändert

Eine Verlustlimite ist eine tägliche, wöchentliche oder monatliche Obergrenze für Verluste. Bei Sporttip ist sie vor der ersten Teilnahme zu setzen, mit einer Oberlimite von CHF 9’999 pro Periode. Senkungen greifen sofort, Erhöhungen erst nach 72 Stunden, was ein Schutzmechanismus ist: Wer im Eifer des Spiels seine Limite erhöhen will, hat einen Tagestreppen dazwischen.

Eine tief angesetzte Limite schränkt die Auswahl an Wetten ein. Wer mit CHF 50 pro Woche spielt, wählt wenige Wetten pro Woche, niedrige Einsätze, niedrige Quoten. Die Marge des Marktes bleibt dieselbe; der Spieler zahlt sie prozentual auf seinen Einsatz, nicht absolut. Wer weniger setzt, zahlt weniger Marge; wer mehr setzt, zahlt mehr. Die Limite wirkt wie ein Budget, das die Marge mit dem Budget skaliert.

Das Bild der UFC: Oktagon, Runden und Gewichtsklassen

Die UFC kämpft im Oktagon, einem achteckigen Käfig mit 9,75 m Durchmesser und Maschendrahtzaun statt Ringseilen. Das ist die bauliche Antwort auf die Frage, wie ein Vollkontaktkampf ohne Ausbrechen aus dem Ring stattfinden kann. Der Zaun hält die Kämpfer im Feld, lässt sie aber an den Zaun gedrängt weiterkämpfen.

Die UFC kennt neun Gewichtsklassen vom Strohgewicht bis zum Schwergewicht, plus eine reservierte zehnte. Jede Klasse hat einen Champion, einen Interim-Champion, eine Rangliste. Eine Wette auf den Sieger einer Klasse ist eine Wette auf einen einzelnen Kampf, nicht auf den Champion; eine Wette auf die Runde eine Wette auf den Zeitpunkt, an dem der Kampf endet.

Wer zum ersten Mal UFC schaut, sieht eine Veranstaltung, die zwischen leichter Unterhaltung und Hochleistungssport oszilliert. Die Kämpfe sind kurz, drei Runden je fünf Minuten, und enden oft vor der Zeit. Wer auf Kämpfe wettet, sollte wissen, dass die meisten per KO oder Aufgabe enden, nicht nach Punkten.

Wie man als Neuling anfängt, ohne zu viel zu verlieren

Wer sich zum ersten Mal bei Sporttip oder Jouez Sport registriert, geht durch mehrere Schritte. Identitätsnachweis per Ausweis, Adressabgleich, Altersprüfung, dann Festlegung der Verlustlimiten. Die ersten CHF 1’000 sind als Verlust pro Periode gesetzt; wer mehr will, erhöht nach 72 Stunden.

Wer zum ersten Mal wettet, sollte mit Einzelwetten anfangen, nicht mit Kombinationen. Eine Einzelwette zu Quote 1.90 auf einen Favoriten ist kontrolliert; eine Kombination von drei Wetten ist unkontrolliert, weil sie mehrfach scheitern kann. Wer ein Gefühl für die Quoten entwickelt, kann Kombinationen wagen, sollte aber den Kombiboost nicht erzwingen; der Boost kostet Voraussagen, die er vielleicht nicht will.

Wer Live setzt, sollte sich auf Kämpfe konzentrieren, die er gesehen hat. Wer noch nie UFC geschaut hat, sollte das Wettprogramm mit Respekt behandeln: Jede Quote ist ein Preis des Veranstalters, kein Indikator für den wahrscheinlichen Ausgang.

Was es bedeutet, dass Wetten ohne Schweizer Bewilligung strafbar sind

Artikel 130 BGS stellt das gewerbsmässige Anbieten von Sportwetten ohne Schweizer Bewilligung unter Strafe, mit bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe oder Geldstrafe, im kommerziellen Betrieb bis zu fünf Jahren. Das Ziel der Strafe ist der Anbieter, nicht der Spieler; das Bundesamt für Justiz stellt klar, dass der Spieler nicht bestraft wird.

Was bleibt, ist die Beschlagnahmung. Wer bei einem ausländischen Anbieter spielt und einen grösseren Betrag gewinnt, kann in einem Verfahren gegen den Anbieter um Einsatz und Gewinn gebracht werden, weil das Schweizer Strafrecht die Konfiskation solcher Gelder vorsieht. Ein Spieler, der ein Konto bei einem Curacao-Anbieter hat, kann nicht darauf vertrauen, dass die Schweizer Behörden seine Einlage schützen.

Wer einen Anbieter ohne Schweizer Bewilligung nutzt, sollte sich bewusst sein, dass er sich ausserhalb des Schweizer Schutzraums bewegt. Es ist keine Frage der Moral, sondern der Aufsicht: In der Schweiz gilt das BGS, ausserhalb der Schweiz gilt das Recht des Anbieterlandes, und die Schweiz hat dort kein Mitspracherecht.

Was die Werbeversprechen der ausländischen Anbieter verschweigen

Die Werbung der ausländischen Anbieter spricht von Willkommensboni, Freispielen, Bitcoin-Einzahlungen, schnellen Auszahlungen. Was sie nicht sagt: Die Auszahlung geht auf ein Konto, das nicht zwingend auf den Namen des Spielenden lauten muss, die Aufsicht fehlt, die Beschwerdestelle fehlt, die Spielsperre greift nicht.

Ein Bonus mit 35-fachem Umsatz zu Mindestquote 2.00 ist üblich. Wer den Bonus nicht in der vorgegebenen Zeit umsetzt, verliert Bonus und Gewinn. Wer den Bonus umsetzt, zahlt die Marge des Marktes; das BGS verlangt von der Gespa die Einwilligung in jedes Gratisspielguthaben; ausländische Anbieter haben diese Einwilligung nicht.

Ein Bonus ist also kein Geschenk, sondern ein Mechanismus, der den Spieler an den Anbieter bindet. Wer das versteht, versteht auch, warum die Werbung so auffällig ist.

Wer aufhört, hört auf

Die beste Wette ist die, die nicht platziert wird. Wer zwei Wochen ohne Wetten nicht aushält, sollte sich fragen, ob er spielt oder sucht. Die Spielsperre ist kein Zeichen von Schwäche, sondern ein Werkzeug, das jeder Schweizer Spieler hat.

Wer mit Verlusten kämpft, sollte die Limite senken, nicht erhöhen. Wer mit einer Erhöhung spielt, hat die Senkung vergessen. Wer sich erwischt, wie er spielt, ohne es zu merken, sollte das Konto sperren lassen und mit einer Fachstelle sprechen.

Die Schweiz hat ein dichtes Netz an Schutzmechanismen, aber sie greifen nur, wenn der Spieler sie nutzt. Die Mechanismen sind Werkzeuge, keine Versprechen.

Häufige Fragen

Wo kann man in der Schweiz auf MMA wetten?

Bei Swisslos mit dem Produkt Sporttip für die Deutschschweiz, das Tessin und Liechtenstein sowie bei der Loterie Romande mit dem Produkt Jouez Sport für die Westschweiz. Beide sind die einzigen Veranstalter mit Schweizer Bewilligung; Anmeldung ist nur mit Wohnsitz im jeweiligen Vertragsgebiet möglich.

Sind Wetten auf MMA in der Schweiz verboten oder nur eingeschränkt?

MMA-Wetten sind erlaubt, soweit die Gespa-Liste den Kampf und die Wettart führt, was bei den grossen UFC-Veranstaltungen typischerweise der Fall ist. Ausländische Anbieter ohne Schweizer Bewilligung sind in der Schweiz nicht zugelassen; das Anbieten ist strafbar, das Spielen nicht, aber ohne Schutz.

Wie lässt sich prüfen, ob ein Kampf und die gewünschte Wettart in der Gespa-Liste stehen?

Die Gespa-Liste wird nicht im Klartext veröffentlicht; sichtbar wird die Bewilligung im Wettprogramm von Sporttip oder Jouez Sport. Taucht der Kampf dort auf, ist er bewilligt; taucht er nicht auf, ist er es nicht, auch wenn der Anbieter ihn anderswo zeigt.

Was ist von Anbietern zu halten, die Wetten auf MMA mit Bitcoin ohne Schweizer Bewilligung anbieten?

Solche Anbieter haben in der Schweiz keine Wirkung; eine Lizenz aus Curacao, Malta oder einem anderen Land ersetzt die Schweizer Bewilligung nicht. Sie sind nicht an das Schweizer Ausschlussregister angeschlossen, zahlen Gewinne nicht zwingend auf das eigene Konto aus, unterliegen keiner Schweizer Aufsicht, und das Beschwerdewesen fehlt. Wer dort spielt, ist auf das Recht des Anbieterlandes angewiesen.

Wie wird aus Einsatz und Quote der Gewinn einer Kampfwette berechnet, und was ist die Marge?

Der Bruttogewinn ist Einsatz mal Quote, der Nettogewinn Einsatz mal Quote minus 1. Bei einer Kombination multiplizieren sich die Einzelquoten zur Gesamtquote. Die Marge ist 1 minus der Auszahlungsquote des Marktes, bei zwei Quoten von 1.90 zu 1.90 etwa 5 %, die der Veranstalter auf jedem Markt einnimmt.

Inhalt erstellt vom Team «englandwetteninfo»