Eredivisie Wetten in der Schweiz – wer anbieten darf und was Quoten wirklich kosten
Ladevorgang...
Wer in der Schweiz auf die niederländische Eredivisie wetten will, hat eine sehr kurze Liste von Möglichkeiten. Nur zwei Veranstalterinnen dürfen hierzulande überhaupt Sportwetten anbieten, und die Eredivisie ist für beide ein Wettbewerb unter vielen. Die Vergleichbarkeit hört dort aber auf, wo das Marketing sie am lautesten einfordert: bei Quoten, Margen und dem, was ein Gewinn tatsächlich ausmacht. Wer eine fundierte Auswahl treffen will, sortiert zuerst nach Bewilligung, dann nach Regelwerk, dann nach Zahl.
Datenstand: Oktober 19, 2026, geprüft gegen die Spielregeln und Teilnahmebedingungen von Sporttip (Version 4.2) und die Gespa-Liste der zugelassenen Wettbewerbe.
Rechtslage in der Schweiz: wer überhaupt wetten darf
Das Geldspielgesetz und seine Folgen für ausländische Ligen
Seit dem 1. Januar 2019 regelt das Bundesgesetz über Geldspiele (BGS, SR 935.51), welche Spiele in der Schweiz angeboten werden dürfen. Sportwetten fallen unter den Begriff des Grossspiels, beaufsichtigt von der Gespa, der interkantonalen Geldspielaufsicht mit Sitz in Bern. Eine Bewilligung braucht sowohl eine Veranstalterbewilligung als auch eine Spielbewilligung pro Spiel (Art. 21–25 BGS), und sie gilt nur in der Schweiz (Art. 4 BGS). Wer ohne diese Bewilligung Sportwetten anbietet, macht sich strafbar: bis zu drei Jahre Freiheitsstrafe, bei gewerbsmässigem Handeln bis zu fünf Jahre (Art. 130 BGS).

Die Kantone haben die Zahl der Veranstalterinnen für Lotterien und Sportwetten bewusst auf zwei begrenzt: Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit dem Produkt Jouez Sport. Es gibt keine dritte Schweizer Veranstalterin, und die Gespa veröffentlicht auch keine Liste weiterer lizenzierter Buchmacher, weil es schlicht keine gibt. Was die Gespa führt, ist die Sperrliste ausländischer Domains, die Schweizer Telekomanbieter per DNS blockieren (Art. 86–93 BGS). Ende 2025 standen 671 Domains auf dieser Liste.
Die zwei Veranstalterinnen und ihre Gebiete
Swisslos, die SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft mit Sitz in Basel, organisiert Sporttip gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019 (IKV 2020). Sporttip wird in den Kantonen AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH sowie im Tessin und im Fürstentum Liechtenstein durchgeführt – zusammen das Swisslos-Vertragsgebiet.

Die Loterie Romande führt Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Kontaktadresse: Avenue de Provence 14, 1001 Lausanne. Die Loterie Romande zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und beschäftigt 221 Mitarbeitende. Wer in Genf wohnt, kann online kein Sporttip-Konto eröffnen, und wer in St. Gallen wohnt, kein Jouez-Sport-Konto – die Gebiete sind getrennt.
Ausländische Anbieter ohne Schweizer Bewilligung
Anbieter wie Betovo, Unibet, BetAlright, Rabona, WirWetten, Wettigo, AmunRa oder 20Bet verfügen über keine Schweizer Bewilligung. Eine Lizenz aus Malta, Curaçao oder einem anderen Land hat hier keine Wirkung. Solche Anbieter sind nicht an das Schweizer Ausschlussregister angeschlossen, es gibt keinen Schweizer Rekursweg, und ihre Domains können auf der Gespa-Sperrliste landen. Die Spielerin oder der Spieler wird in der Schweiz nicht bestraft, aber Einsätze und Gewinne können in Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden, und es fehlt jede Schutzkontrolle. Wer dennoch dort spielt, tut das ausserhalb des Schweizer Rahmens, mit ausländischem Gewinn, der je nach Kanton anders besteuert wird.
Was gewettet werden darf
Die Gespa-Liste der zugelassenen Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten (Stand 10.09.2026) ist abschliessend. Wetten auf Wetter, Politik oder Fernsehshows sind nicht erlaubt. Qualifikationsrunden zählen nur, wenn sie gelistet sind, Frauenwettbewerbe ebenso, und Rangwetten nur, wenn der Rang über die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb oder über das Podium entscheidet. Trainingsläufe sind ausgeschlossen, Eckball- und Kartenmärkte fehlen ebenso wie ein Esport-Bereich. Veranstaltungen mit überwiegend Minderjährigen sind nach Art. 25 Abs. 2 BGS blockiert.
Werbung, Boni und Steuern
Werbung darf weder aufdringlich noch irreführend sein und sich nicht an Minderjährige oder gesperrte Personen richten (Art. 74 BGS). Werbung für in der Schweiz nicht zugelassene Geldspiele ist verboten und wird mit Busse bis zu CHF 500’000 geahndet (Art. 131 BGS). Gratiswetten und Gratisspielguthaben brauchen eine vorgängige Zustimmung der Gespa (Art. 75 Abs. 2 BGS).
Gewinne aus bewilligten Grossspielen sind in der Schweiz bis zum Steuerfreibetrag einkommensteuerfrei. Der Bund setzt den Freibetrag auf CHF 1’071’000 ab dem 1. Januar 2026 fest (2025 waren es CHF 1’070’400); die kantonalen Freibeträge weichen ab. Über dem Freibetrag zieht die Veranstalterin 35 % Verrechnungssteuer ab, die über die Steuererklärung zurückgeholt werden können. Eine typische Eredivisie-Wette liegt weit darunter. Auf Einsätzen lastet keine Schweizer Wettsteuer. Gewinne aus ausländischen Anbietern unterliegen keiner Verrechnungssteuer, fallen aber je nach Kanton unter das normale Einkommen – etwa im Thurgau, der ausländische Grossspielgewinne unabhängig von der Höhe besteuert.
Schutz und Limits: was jede Wettende setzen muss
Verlustlimiten und Einzahlungslimiten
Vor der ersten Sporttip-Teilnahme müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage festlegen. Die Obergrenze liegt bei CHF 9’999, bei Personen unter 21 Jahren bei CHF 1’000. Eine Senkung greift sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden – die Veranstalterin geht hier über die gesetzliche 24-Stunden-Frist hinaus und schafft damit eine Atempause gegen impulsives Hochsetzen. Zusätzlich lässt sich eine freiwillige Einzahlungslimite für 30 Tage setzen. Die Limits werden von der Spielerin gewählt, nicht vom Staat vorgeschrieben; das Gesetz verlangt nur, dass überhaupt eine Limite besteht (Art. 87 VGS).
Spielsperre und Selbstsperre
Swisslos erlaubt eine produktbezogene Selbstsperre für 1 bis 180 Tage, ohne vorzeitige Aufhebung. Eine unbefristete Spielsperre wird im schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Die Aufhebung einer Selbstsperre ist nach Art. 84 VGS erst nach drei Monaten möglich und bezieht eine Fachstelle mit ein. Wer sich für sechs Monate pausieren will, findet diese Option ebenfalls. Gesperrte oder minderjährige Personen haben keinen Anspruch auf Einsätze oder Gewinne (Art. 45 BGS).
Testkäufe und was sie zeigen
Die Gespa hat 2025 Testkäufe an Verkaufsstellen ausgewertet: Bei 200 Versuchen wurde in 47.5 % der Fälle eine Sportwette an eine minderjährige Person verkauft. Das ist kein Grund, Schweizer Verkaufsstellen als sicher darzustellen, sondern ein Grund, die eigenen Online-Limits konsequent zu setzen und die persönlichen Grenzen nicht dem Personal am Schalter zu überlassen.
Alter und Verifikation
Sporttip steht Personen ab 18 Jahren offen, Minderjährige sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Wer als Wettkämpferin oder Wettkämpfer an einem Ereignis teilnimmt, darf auf dieses Ereignis nicht wetten. Für die Online-Registrierung braucht es einen Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Swisslos-Vertragsgebiet, es darf keine Spielsperre bestehen, jede Person darf sich nur einmal registrieren, und die Identität wird über den hochgeladenen Ausweis geprüft.
Die Eredivisie als Wettbewerb: was gewettet werden kann
Aufbau, Spieltage und Modus
Die Eredivisie wurde 1956 gegründet und wird vom niederländischen Fussballverband KNVB organisiert. 18 Vereine spielen im Hin- und Rückspiel gegeneinander, das ergibt 34 Spieltage pro Saison. Rekordspieler ist Jan Jongbloed mit 717 Einsätzen, Rekordtorschütze Willy van der Kuijlen mit 311 Toren. Seit der Saison 2019/20 steigt der 17. direkt ab, der 16. spielt in Play-offs gegen acht Vereine der Eerste Divisie um einen Platz in der Eredivisie. Die Plätze 5 bis 8 spielen seit 2008/09 in Hin- und Rückspiel-Play-offs um einen europäischen Startplatz; seit 2020/21 führt der Sieger in die UEFA Europa Conference League.
Die Saison 2025/26 als Referenz
Die Eredivisie 2025/26 lief vom 8. August 2025 bis zum 17. Mai 2026 mit 306 Spielen. Meister wurde PSV Eindhoven mit 84 Punkten (27 Siege, 3 Unentschieden, 4 Niederlagen). Am 29. Spieltag stand PSV als Meister fest – so früh wie nie in der Ligageschichte. Aus der Liga stiegen Heracles Almelo (19 Punkte) und NAC Breda (29 Punkte) ab. Torschützenkönig wurde Ayase Ueda von Feyenoord Rotterdam mit 25 Toren.
Diese Zahlen sind die Grundlage jeder Wette, die sich nicht an einzelnen Resultaten, sondern an Ligadynamik festmacht: ein früher Meister verändert die Wetten auf die letzten Spieltage, ein feststehender Absteiger macht Spiele gegen ihn schwer kalkulierbar.
Welche Spiele sich für Wetten eignen
Für die Meisterschaft zählen Spiele zwischen den Top-Vereinen – PSV, Feyenoord, Ajax – am meisten, weil die Quoten hier am engsten und am schwankungsärmsten sind. Im Abstiegskampf kippen Quoten stärker, sobald ein Verein als sicherer Absteiger gilt; die Pre-Match-Linien passen sich an, aber die Live-Quoten ziehen oft nach. Die Conference-League-Play-offs sind taktisch geprägt, weil Hin- und Rückspiel unterschiedliche Anreize setzen. Wer auf Anzahl Tore oder Torschützen setzt, sollte das Torverhalten der beteiligten Mannschaften kennen – und akzeptieren, dass eine rote Karte in der ersten Halbzeit jede Torschützen-Wette zerschiesst.
Eredivisie Wettanbieter im Vergleich: was die Schweizer Veranstalterinnen bieten
Wer eine Bewilligung hat und wer nicht
| Anbieterin | Schweizer Bewilligung | Veranstalterin / ausgewiesene Lizenz |
|---|---|---|
| Swisslos Sporttip | Ja (Veranstalter- und Spielbewilligung) | SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Basel; Produkt Sporttip |
| Loterie Romande Jouez Sport | Ja (Veranstalter- und Spielbewilligung) | Loterie Romande, Lausanne; Produkt Jouez Sport |
| Betovo | nein (ohne Schweizer Bewilligung) | nicht ausgewiesen |
| Unibet | nein (ohne Schweizer Bewilligung) | nicht ausgewiesen |
| BetAlright | nein (ohne Schweizer Bewilligung) | nicht ausgewiesen |
| Rabona | nein (ohne Schweizer Bewilligung) | nicht ausgewiesen |
| WirWetten | nein (ohne Schweizer Bewilligung) | nicht ausgewiesen |
| Wettigo | nein (ohne Schweizer Bewilligung) | nicht ausgewiesen |
| AmunRa | nein (ohne Schweizer Bewilligung) | nicht ausgewiesen |
| 20Bet | nein (ohne Schweizer Bewilligung) | nicht ausgewiesen |
Die ersten zwei Zeilen sind die einzigen erlaubten Adressen in der Schweiz. Die übrigen tauchen in jeder Werbung auf, die Schweizerinnen und Schweizern im Netz begegnet, und sie haben in der Schweiz keinen rechtlichen Stand. Wer dort spielt, kann das tun, aber er spielt ausserhalb des Schweizer Schutzrahmens.
Swisslos Sporttip
Sporttip ist die deutsche Schiene der Schweizer Sportwetten. Das Vertragsgebiet deckt 19 Deutschschweizer Kantone, das Tessin und Liechtenstein ab. Wer dort wohnt, kann ein Konto eröffnen und online wetten. Wer in Genf, Waadt oder im Wallis wohnt, kann das nicht – diese Kantone gehören zur Loterie Romande. Sporttip erlaubt Einzelwetten ab CHF 1, der Höchsteinsatz liegt bei CHF 1’000 pro Einzel- oder Kombiwette und bei CHF 10’000 pro Systemwette. Swisslos kann diese Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und ein Wetteinsatz über der Limite wird nicht angenommen. Cash-Out gibt es für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur online, nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung; eine Garantie für jeden Markt besteht nicht. Der Cash-Out-Betrag liegt unter dem möglichen Gewinn bei Ablauf, hängt vom Spielstand ab und kann von Swisslos jederzeit angepasst werden. Beim Kombiboost verlangt Sporttip mindestens vier Voraussagen mit Einzelquote von mindestens 1.50, der Bonus auf den Nettogewinn steigt mit der Zahl der Auswahlen: 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn. Der Boost verfällt bei Cash-Out. Reguläre Spielzeit heisst bei Fussball die normale Spieldauer plus Nachspielzeit; Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind.
Loterie Romande Jouez Sport
Jouez Sport bedient die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. 2’350 Verkaufsstellen und 221 Mitarbeitende sprechen für die lokale Verankerung, die der Schweizer Rahmen vorsieht. Wer hier ein Konto eröffnet, spielt innerhalb des gesetzlichen Rahmens, mit angeschlossenem Ausschlussregister und Schweizer Rekurs. Für die Spielmechanik und die Märkte gelten die Regeln der Gespa-Liste. Was Jouez Sport im Detail an Quoten, Limits und Funktionen bietet, weicht von Sporttip ab und steht in den Spielregeln der Loterie Romande.
Betovo, Unibet, BetAlright, Rabona, WirWetten, Wettigo, AmunRa, 20Bet
Diese acht Anbieter haben keine Schweizer Bewilligung. Sie tauchen in der Werbung auf, sie sind über DNS nicht immer blockiert, und sie zahlen Schweizer Spielern Gewinne aus, sofern die Spielbedingungen es erlauben. Eine Lizenz aus Malta oder Curaçao gilt in der Schweiz nicht, der Anschluss an das Schweizer Ausschlussregister fehlt, der Schutz bei Streit ist ausländisch. Wer bei einem dieser Anbieter spielt, sollte sich bewusst sein, dass die Verlockung hoher Boni in einem Rahmen stattfindet, der im Konfliktfall nichts an die Schweizer Aufsicht delegiert.
Quoten und Marge: was eine Quote wirklich enthält
Eine Wettquote ist kein objektiver Wert, sondern das, was die Veranstalterin nach Abzug ihrer Marge auszahlt. Für einen 1X2-Markt mit den drei Quoten Heimsieg, Unentschieden und Auswärtssieg berechnet sich die Auszahlungsquote als Kehrwert der Summe der reziproken Einzelquoten; die Marge ist 100 % minus Auszahlungsquote. Je kleiner die Marge, desto mehr vom Einsatz fliesst an die Spielenden zurück.
Für die Eredivisie heisst das: Bei einem 1X2-Markt mit beispielhaften Quoten von 2.10 für Heimsieg, 3.40 für Unentschieden und 3.60 für Auswärtssieg liegt die Auszahlungsquote bei rund 95 %, die Marge also bei rund 5 %. Das ist ein typischer Wert für eine gut gehandelte Fussball-Liga, der nichts mit dem konkreten Spiel zu tun hat, sondern mit der Buchmacher-Marge der Veranstalterin. Bei exotischeren Märkten, Spezialwetten oder Spielen, die weniger Aufmerksamkeit erhalten, liegt die Marge oft zwei bis drei Prozentpunkte höher. Auszahlungsquote und Marge verhalten sich gegenläufig: 95 % Auszahlung heisst 5 % Marge, 93 % Auszahlung heisst 7 % Marge.
Wetten auf die Eredivisie stehen damit in einem engen Quotenfeld, in dem sich die Schweizer Veranstalterinnen und grössere ausländische Buchmacher um wenige Punkte unterscheiden. Die hier angegebenen Werte sind ein typisches Band, kein quotierter Preis.
Einsatz, Quote und Gewinn: die Rechnung
Der Gewinnbetrag einer Sporttip-Wette ergibt sich aus Einsatz mal Quote, bei Kombiwetten aus Einsatz mal Gesamtquote, also dem Produkt der Einzelquoten. Der Betrag wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet, dann auf fünf Rappen genau abgerundet. Bei einem Einsatz von CHF 50 und einer Einzelquote von 2.40 ergibt sich ein Bruttogewinn von CHF 120, der Nettogewinn – Gewinn minus Einsatz – liegt bei CHF 70. Bei einer Kombiwette aus drei Auswahlen mit Einzelquoten von 1.80, 2.20 und 1.95 liegt die Gesamtquote bei 1.80 × 2.20 × 1.95 = 7’722. Ein Einsatz von CHF 20 bringt in diesem Fall einen Bruttogewinn von rund CHF 154.44, der Nettogewinn liegt bei rund CHF 134.44 – vorausgesetzt, alle drei Auswahlen treffen.
Die Rechnung zeigt, was eine hohe Gesamtquote anrichten kann, wenn ein einzelnes Spiel kippt: Drei Treffer wirken sicherer als fünf, und fünf Treffer wirken sicherer als zehn, aber die Wahrscheinlichkeit sinkt mit jeder Auswahl. Der Kombiboost von Sporttip mildert das Risiko nur scheinbar, weil er den Nettogewinn erhöht, nicht die Trefferwahrscheinlichkeit.
Cash-Out: vorzeitiger Ausstieg mit Abschlag
Cash-Out erlaubt es, eine Wette vor dem Ende des Ereignisses auszahlen zu lassen, und zwar zu einem Betrag, der unter dem möglichen Gewinn bei Ablauf liegt. Der Mechanismus bestraft die Spielenden dafür, dass sie ihr Risiko reduzieren wollen: Je näher das Ereignis am erhofften Ausgang ist, desto näher kommt der Cash-Out-Betrag dem Vollgewinn, aber er erreicht ihn nie. Bei Sporttip gibt es Cash-Out nur online, nur als vollständiges Cash-Out, nicht als Teilauszahlung, und nicht für jeden Markt. Eine ausgeführte Cash-Out-Wette lässt sich nicht rückgängig machen. Wer Cash-Out nutzt, sollte wissen, dass er damit auf einen Teil des Gewinns verzichtet – im Tausch gegen die Sicherheit, den Gewinn nicht durch eine späte Wendung zu verlieren.
Livewetten und spielentscheidende Situationen
Bei Sporttip-Livewetten gilt die Wette unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00, und in spielentscheidenden Situationen – Elfmeter, Rote Karte, Videoschiedsrichter-Entscheid – kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten. Diese Quote 1.00 heisst: Der Einsatz wird zurückgegeben, ein Gewinn entsteht nicht. Für Eredivisie-Spiele heisst das: Wer auf Tore in den letzten Minuten setzt, akzeptiert ein Risiko, das die Veranstalterin mit Quote 1.00 abwickeln kann.
Abhängige Ereignisse und der Bet-Builder
Bei Sporttip werden voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung nur über die Bet-Builder-Funktion kombiniert. Eine Wette auf Heimsieg und auf «über 2.5 Tore» im selben Spiel ist ohne Bet-Builder nicht erlaubt; Swisslos kann eine solche Kombination für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten. Wer mit dem Bet-Builder arbeitet, kombiniert Auswahlen, die zueinander passen, und nimmt die Quote, die sich aus dem Produkt der Einzelquoten minus der Marge des Builders ergibt.
Verteilung und Mitspieler: wem das Geld am Ende zufliesst
Swisslos hat für das Geschäftsjahr 2025 einen Reingewinn von CHF 562 Mio. ausgeschüttet: CHF 506 Mio. an die kantonalen Fonds, CHF 56 Mio. an die Stiftung Sportförderung Schweiz – für Swiss Olympic, Fussball, Eishockey und Sporthilfe. Aus den Sportwetten stammten CHF 109 Mio. (2024: CHF 122 Mio.). Die Sportwetten machen damit einen kleineren, aber sichtbaren Teil des Geldflusses aus, der am Ende in die nationale Sportförderung fliesst. Wer bei Swisslos wettet, spielt nicht gegen die Veranstalterin allein, sondern speist ein System, das in der Verteilung klar geregelt ist.
Häufige Fragen zur Eredivisie und zu Schweizer Wettanbietern
Ist Wetten auf die Eredivisie in der Schweiz erlaubt?
Ja, aber nur bei den beiden bewilligten Veranstalterinnen Swisslos (Sporttip) und Loterie Romande (Jouez Sport). Ausländische Anbieter wie Betovo, Unibet oder 20Bet haben in der Schweiz keine Bewilligung. Eine Lizenz aus Malta oder Curaçao gilt hier nicht. Wer bei einem ausländischen Anbieter spielt, tut das ausserhalb des Schweizer Schutzrahmens, ohne Anschluss an das Ausschlussregister und ohne Schweizer Rekurs im Streitfall.
Steht die Eredivisie auf der Gespa-Liste der zugelassenen Wettbewerbe?
Ja. Die Eredivisie ist in der Gespa-Liste der zugelassenen Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten (Stand 10.09.2026) enthalten. Damit ist sie als Wettbewerb für die bewilligten Veranstalterinnen grundsätzlich spielbar, wobei die konkreten Wettarten je nach Veranstalterin variieren. Die Gespa-Liste enthält keine Eckball- oder Kartenmärkte und keinen Esport-Bereich; verlangt sind die Wettarten, die sie aufführt.
Wie wird ein Gewinn aus Einsatz und Quote berechnet?
Bei einer Einzelwette ergibt sich der Bruttogewinn aus Einsatz mal Quote. Der Nettogewinn – der Gewinn über dem Einsatz – ist Einsatz mal (Quote minus 1). Bei einer Kombiwette ersetzt die Gesamtquote die Einzelquote, wobei sich die Gesamtquote aus dem Produkt der Einzelquoten ergibt. Bei Sporttip wird der Betrag zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet, dann auf fünf Rappen genau abgerundet.
Welche Marge steckt in Eredivisie-Quoten?
Bei einem typischen 1X2-Markt mit ausgewogenen Quoten liegt die Auszahlungsquote bei rund 95 %, die Marge entsprechend bei rund 5 %. Bei exotischeren Märkten oder Spielen mit weniger Aufmerksamkeit kann die Marge zwei bis drei Prozentpunkte höher liegen. Die Marge ist das, was die Veranstalterin vom Umsatz behält; sie ist der Grund, warum zwei Anbieter für dasselbe Spiel unterschiedliche Quoten zeigen.
Was zählt bei Sporttip als reguläre Spielzeit einer Fussballwette?
Die reguläre Spielzeit umfasst die normale Spieldauer – beim Fussball 90 Minuten – plus die Nachspielzeit. Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie ausdrücklich Gegenstand der Wette sind. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00.
Welche Verlustlimiten und Sperren gelten für Wettende in der Schweiz?
Vor der ersten Teilnahme müssen Spielende bei Sporttip Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen, mit einer Obergrenze von CHF 9’999, bei unter 21-Jährigen CHF 1’000. Eine Senkung greift sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Eine Selbstsperre ist für 1 bis 180 Tage möglich, eine unbefristete Spielsperre wird ins schweizweite Register eingetragen und gilt auch für Casinos. Minderjährige sind von der Teilnahme ausgeschlossen.
Fussball – englandwetteninfo
Inhalt erstellt vom Team «englandwetteninfo»
