Cricket wetten in der Schweiz – was erlaubt ist, wie die Quoten funktionieren

Updated Oktober 2026
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Ein ovales Cricketfeld mit gemähtem Rasen und hellem Mittelstreifen am frühen Morgen, Nebel zwischen den Bäumen am Rand

Wer in der Schweiz auf Cricket wetten will, hat heute genau zwei legale Wege und eine ganze Reihe inoffizieller. Die zwei legalen Wege führen zu Swisslos Sporttip und zur Loterie Romande Jouez Sport – beide sind interkantonal bewilligt, beide decken nur ihr eigenes Vertragsgebiet ab, und beide zeigen Cricket nur, soweit die Gespa‑Liste der bewilligten Sportarten und Wetttypen es zulässt. Wer mit einem ausländischen Anbieter wettet, spielt ohne Schweizer Bewilligung: keine Schweizer Sperre, keine Schweizer Rekursstelle, gegebenenfalls eine DNS‑Sperre. Dies ist die ehrliche Ausgangslage für 2026 – und sie bestimmt, was der Rest dieses Textes leisten kann.

Im Cricket stehen sich zwei Mannschaften mit je 11 Spielern gegenüber.

Die Daten dieser Seite wurden am Oktober 19, 2026 gegen die Gespa‑Liste der bewilligten Sportarten und Wetttypen (Version 10.09.2026), die Spielregeln und Teilnahmebedingungen Sporttip (Version 4.2) sowie die Geschäftsberichte der beiden Veranstalter abgeglichen.

Die Rechtslage in der Schweiz: warum es nur zwei Anbieter sind

Die interkantonale Lotterie‑ und Wettkonzession ist seit dem Inkrafttreten des Geldspielgesetzes am 1. Januar 2019 auf zwei Organisatoren verteilt: Swisslos mit dem Produkt Sporttip für die Deutschschweiz, das Tessin sowie das Fürstentum Liechtenstein und die Loterie Romande mit dem Produkt Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Wer in einem dieser Kantone wohnt, kann sich online registrieren und die Sportwetten dieses Veranstalter nutzen; wer ausserhalb des Vertragsgebiets wohnt, bekommt kein Spielerkonto. Diese Aufteilung ist im Geldspielgesetz verankert (BGS, SR 935.51) und wird von der Interkantonalen Geldspielaufsicht Gespa in Bern beaufsichtigt – nicht von der ESBK, die nur für Spielbanken zuständig ist.

Ein Smartphone mit dunklem Display liegt auf einer Parkbank, dahinter ein Schweizer Dorf mit Kirchturm im Dunst
Den Cricket World Cup 2023 gewann Australien, Gastgeber war Indien; die Ausgabe 2027 wird in Südafrika, Simbabwe und Namibia ausgetragen und auf 14 Teams erweitert.

Was viele überrascht: Es gibt in der Schweiz keine Liste weiterer bewilligter Buchmacher. Wer auf der Suche nach «beste Cricket Wettanbieter» ist, sucht nach einer Marke, die es im Inland schlicht nicht gibt. Jede andere Plattform – sei sie auf Malta, in Curaçao oder in Deutschland lizenziert – hat in der Schweiz keine Kraft (Art. 4 BGS). Sie kann von Gespa auf die Sperrliste gesetzt werden, ihre Domains werden in der Schweiz via DNS blockiert, und die Anbieter können sich strafbar machen (bis zu fünf Jahren Freiheitsstrafe bei gewerbsmässigem Betrieb; Art. 130 BGS). Die Spielenden werden in der Schweiz zwar nicht bestraft, aber sie haben im Streitfall kein Schweizer Recht, kein Schweizer Sperr‑Register und keine Schweizer Auszahlungsregeln.

Was gewettet werden darf, bestimmt die Gespa mit einer geschlossenen Liste bewilligter Sportarten, Wettbewerbe und Wetttypen. Wettereignisse, die nicht auf der Liste stehen, dürfen Schweizer Veranstalter nicht ins Wettprogramm nehmen. Auf dieser Liste erscheinen Eckball‑ oder Kartenmärkte nicht, und eine eigene Esports‑Sektion sucht man ebenfalls vergebens. Cricket ist nur soweit verfügbar, wie es die Liste für die jeweiligen Wettbewerbe vorsieht; ist ein bestimmtes Länderspiel oder eine bestimmte Liga nicht aufgeführt, fällt die Wette aus dem Programm – nicht aus den Regeln, sondern aus der Bewilligung.

Für die Besteuerung von Gewinnen gilt: Gewinne aus bewilligten Schweizer Grossspielen sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommensteuerfrei, ab 1.1.2026 beträgt der Bundessteuerfreibetrag CHF 1’071’000 (im Vorjahr CHF 1’070’400), darüber behält der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ein, die über die Steuererklärung zurückgefordert werden kann. Der kantonale Freibetrag weicht davon ab – ein konkreter Betrag je Kanton gehört in die Steuererklärung, nicht in diesen Text. Wer bei einem ausländischen Anbieter gewinnt, hat keinen Verrechnungssteuer‑Abzug, aber je nach Kanton (namentlich Thurgau) sind solche Gewinne als Einkommen voll steuerbar – unabhängig von der Höhe. Eine Wettsteuer auf den Einsatz kennt das Schweizer Recht nicht.

Wer in der Schweiz für sich prüfen will, ob eine Plattform erlaubt ist, geht den Weg über die Gespa: Veranstalterbewilligung heisst der eine Teil der Konzession, Spielbewilligung der andere, beide werden im Bundesgesetz Geldspiel‑Gesetz verlangt (Art. 21–25 BGS). Beide Teile finden sich nur bei Swisslos und Loterie Romande. Alles andere ist ohne Schweizer Bewilligung, auch wenn die Werbung anderes verspricht.

Verantwortungsvolles Spielen bei mehrtägigen Spielen

Cricket ist die ungewöhnlichste Sportart im Wettkalender, weil ein Spiel fünf Tage dauern kann. Ein Test‑Match erstreckt sich über bis zu fünf Tage mit je drei Sessions zu rund zwei Stunden, ein One‑Day International (ODI) umfasst in der Regel 50 Overs pro Innings, ein Twenty20 (T20) deren 20 mit höchstens 75 Minuten pro Innings. Bei mehrtägigen Spielen verliert sich der Einsatz über eine Woche, das Risiko ebenfalls – und genau deshalb setzt das Schweizer Recht vor der ersten Teilnahme eigene Limiten voraus.

Ein roter Lederball und ein Holzschläger liegen auf einer Rasenkante, dahinter ein unscharfer Zaun
Im Cricket stehen sich zwei Mannschaften mit je 11 Spielern gegenüber; ein Spiel hat zwei oder vier Innings, ein Over besteht aus sechs regulären Bällen.

Bei Sporttip müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen, mit einer Oberlimite von CHF 9’999 (unter 21 Jahren CHF 1’000). Eine Senkung der Limite greift sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden – das ist kein Zufall, sondern bewusster Schutz gegen spontane Eskalation. Zusätzlich kann eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage gesetzt werden. Wer diese Hürden überspringt, spielt nicht legal, sondern ohne Bewilligung – der Mechanismus ist Teil der Bewilligung selbst.

Daneben steht eine produktbezogene Spielsperre zur Verfügung, die sich für 1 bis 180 Tage selbst setzen lässt und vor Fristablauf nicht aufgehoben werden kann. Eine unbefristete Sperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt zugleich für Casinos und Online‑Casinos sowie für Liechtenstein. Wer sich sperrt, hat keinen Anspruch auf ausstehende Gewinne – auch das ist im Gesetz so vorgesehen (Art. 45 BGS). Wer den Verdacht hat, die Kontrolle zu verlieren, kann bei Swisslos und Loterie Romande eine fachliche Stelle einschalten; die Aufhebung einer freiwilligen Sperre ist frühestens nach drei Monaten möglich.

Wetten erfordert bei Sporttip der einen Teil der Konzession. Bei der Loterie Romande gilt Entsprechendes für Jouez Sport. Beide Veranstalter sind verpflichtet, das Alter zu prüfen (ab 18), die Identität zu prüfen (Art. 47–52 VGS), Auszahlungen nur auf ein Konto im eigenen Namen zuzulassen (Art. 50 Abs. 2 VGS) und Kredit an Spielende zu verweigern (Art. 75 Abs. 1 BGS). Die Verkaufsstellen der Loterie Romande sind in der Westschweiz flächendeckend – 2’350 Verkaufsstellen, 221 Mitarbeitende – und dort sieht die Realität anders aus als online: Die Gespa hat 2025 in 200 Testkäufen an Verkaufsstellen in 47,5 % der Fälle eine Sportwette an Minderjährige verkauft bekommen. Wer am Schalter spielt, sollte sich auf die Eigenkontrolle verlassen, nicht auf die Kontrolle am Tresen.

Cricket verstehen: Formate, Overs, Innings und was eine Wette trägt

Cricket ist für Aussenstehende das rätselhafteste Spiel im Wettkalender, weil jede Wette mit der Übersetzung eines Wortes steht oder fällt. Zwei Mannschaften mit je elf Spielern stehen sich gegenüber, ein Spiel hat zwei oder vier Innings, ein Over besteht aus sechs regulären Bällen. Wer das verinnerlicht hat, kann die übrigen Regeln einordnen: Innings sind die Abschnitte, in denen eine Mannschaft schlägt; Overs zählen die Würfe; die Spieldauer hängt am Format.

Im Test‑Match hat jede Mannschaft zwei Innings und bis zu fünf Tage Zeit, das Spiel ist nicht beendet, wenn die Zeit abläuft – dann heisst das Ergebnis Draw. Ein Tie, also ein Gleichstand nach allen Innings, ist sehr selten. Im ODI hat jede Mannschaft eine Innings über 50 Overs, das Ergebnis steht am Ende der Schlusszeit, ein Gleichstand ist möglich. Im T20 hat jede Mannschaft eine Innings über 20 Overs, das Spiel ist kurz, die Schwankungen sind gross. Wer auf den Sieger wettet, wettet im Test also auf Sieg, Unentschieden oder Draw – im ODI und T20 nur auf Sieg. Das ist der wichtigste Unterschied zu Fussball oder Tennis, und er steht in jeder Sporttip‑Regel.

Was bei Regen passiert, ist die zweite Übersetzungshürde. Bei Limited‑Overs‑Spielen, also ODI und T20, kann ein Spiel wegen Wetter unterbrochen werden; die Duckworth‑Lewis‑Stern‑Methode berechnet dann das Ziel der zweiten schlagenden Mannschaft neu. Eingeführt wurde die Methode 1997, das ICC übernahm sie 1999 offiziell, und seit November 2014 trägt sie nach Steven Stern ihren heutigen Namen Duckworth–Lewis–Stern. Die Regel lautet: In 50‑Over‑Spielen muss jedes Team mindestens 20 Overs spielen, im Twenty20 mindestens fünf, sonst wird das Spiel als «No Result» gewertet – ausser ein Team ist all out oder erreicht das Ziel früher. Bei Schweizer Wetten heisst das: Eine Wette auf den Sieger wird in der Regel ungültig, sobald das Ergebnis als «No Result» ausgewiesen wird; eine Wette auf das neu berechnete Ziel kann anders ausgehen, als die ursprüngliche Quote vermuten liess. Wer auf eine Einzel‑Wette setzt, sollte die Regelauslegung des Veranstalters kennen, bevor die Wolken aufziehen.

Der Spielplan, auf den eine Quote sich bezieht, reicht vom mehrtägigen Test über die ODI‑Serie bis zu nationalen T20‑Ligen wie der Indian Premier League, die internationale Spieler anzieht. Der Cricket World Cup der Männer findet alle vier Jahre statt und wird mit 50 Overs pro Innings gespielt – die erste Austragung war 1975 in England, Rekordsieger ist Australien mit sechs Titeln. 2023 gewann Australien im Endspiel, das Finale 2019 zwischen England und Neuseeland endete nach 241:241 in 50 Overs und nach 15:15 im Super Over – England gewann anhand der Zahl der Boundaries. Die Ausgabe 2027 wird in Südafrika, Simbabwe und Namibia ausgetragen und auf 14 Teams erweitert. Wer auf den Cricket World Cup 2027 wetten will, sollte sich die Schweizer Bewilligung dieser Austragung ansehen, bevor er plant: Was die Gespa nicht auf der Liste hat, fällt aus dem Programm.

Das Wettprogramm der Schweizer Anbieter: was Sporttip und Jouez Sport tatsächlich zeigen

Sporttip versteht sich als Hauptprodukt für Sportwetten in der Deutschschweiz und im Tessin, Jouez Sport ist das Gegenstück für die Romandie. Beide führen Cricket nur ins Programm, soweit die Gespa‑Liste es für den jeweiligen Wettbewerb vorsieht; das ist nicht selbstverständlich, denn die Liste ist eine geschlossene und kennt keine Generalerlaubnis für «Cricket» als Sport. Was die Liste zeigt, ist verfügbar; was sie nicht zeigt, ist nicht verfügbar.

Der Mindesteinsatz bei Sporttip liegt für Einzel‑ und Kombinationswetten bei CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel‑ oder Kombinationswette bei CHF 1’000, der Höchsteinsatz für eine Systemwette bei CHF 10’000. Swisslos kann die Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Wer mit kleineren Stakes spielt, kommt mit dem Mindesteinsatz aus; wer höhere Stakes platzieren will, stösst bei Systemwetten früher an die Grenze – und die Grenze ist Teil der Bewilligung, nicht der Werbung.

Die reguläre Spielzeit umfasst bei Sporttip die reguläre Spieldauer plus Nachspielzeit; Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Für Cricket heisst das: Wetten auf den Sieger eines T20 beziehen sich auf das Spielergebnis nach dem regulären Schluss; bei Test‑Matches kann eine Wette auf «Draw» sinnvoll sein, weil das Ergebnis nach Ablauf aller Innings nicht feststehen muss. Die Übersetzung der Cricket‑Regeln in Wettmärkte ist nicht trivial – wer eine Quote auf «Match Winner» annimmt, sollte prüfen, ob der Anbieter den Tie als eigenen Markt anbietet oder ob Draw dazugehört.

Bei Sporttip werden voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung nur über die «Bet‑Builder‑Funktion» kombiniert; nimmt Swisslos irrtümlich eine solche Kombination ohne diese Funktion an, kann sie die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten. Für Cricket heisst das: Wer auf «Top Batsman und Total Runs» in derselben Innings setzen will, kann das im Bet‑Builder versuchen, getrennte Märkte im selben Wettschein sind aber riskant. Wer auf Cricket‑Spezialmärkte setzt, sollte die Regelauslegung des Veranstalters lesen, bevor er setzt.

Quotenboosts bei Sporttip gelten nur online für Prematch‑Einzelwetten auf eine Voraussage, Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz; beide sind pro Wettenden nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert, bei einem Cash‑Out verfällt der Boost. Cash‑Out bei Sporttip gibt es für Einzel‑, Kombinations‑ und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online‑Wetten und nur als vollständiges Cash‑Out ohne Teilauszahlung; ein ausgeführtes Cash‑Out lässt sich nicht rückgängig machen, und eine Garantie für jeden Markt besteht nicht. Der Cash‑Out‑Betrag ist tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden. Wer Cash‑Out als Sicherheitsnetz versteht, sollte wissen, dass es keines ist – es ist ein Werkzeug des Veranstalters, kein Versprechen auf einen bestimmten Betrag.

Bei Live‑Wetten gilt die Wette unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird; Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00, und in spielentscheidenden Situationen (Elfmeter, Rote Karte, Videoschiedsrichter‑Entscheid) kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten. Für Cricket heisst das: Wenn das Wetter ein Spiel verkürzt und die DLS‑Methode greift, kann eine nach dem tatsächlichen Eintreffen des Ergebnisses platzierte Wette zur Quote 1.00 gewertet werden – das ist nicht Schikane, sondern Folge der Regel. Wer live auf Cricket wetten will, sollte mit Verzögerung rechnen und mit Quoten, die sich schneller ändern als bei Fussball.

Wie eine Quote entsteht: Quoten, Auszahlungsquote und Marge

Eine Quote ist kein Versprechen, sondern ein Preis. Der Preis spiegelt die Wahrscheinlichkeit, die der Veranstalter dem Ausgang beimisst – und gleichzeitig die Marge, die er einbehält. Wer die Marge versteht, versteht, warum zwei Anbieter mit demselben Spiel unterschiedliche Quoten zeigen: Sie schätzen die Wahrscheinlichkeit unterschiedlich und behalten unterschiedlich viel ein.

Die Auszahlungsquote (Quotenschlüssel) ist der Anteil aller Einsätze, den ein Markt langfristig an die Spielenden zurückgibt. Sie berechnet sich aus den Quoten aller Ausgänge eines Marktes: Auszahlungsquote = 1 ÷ (1/Quote₁ + 1/Quote₂ + … + 1/Quoteₙ). Die Marge des Marktes ist 100 % minus die Auszahlungsquote – das ist der Anteil, den der Veranstalter von jedem Franken Einsatz einbehält. Bei einem Zwei‑Wege‑Markt mit zwei gleich wahrscheinlichen Ausgängen ohne Marge stünden die Quoten 2.00 / 2.00, die Auszahlungsquote wäre 100 %, die Marge 0 %. Sobald der Veranstalter eine Marge einpreist, sinkt die Auszahlungsquote.

Ein Beispiel zur Veranschaulichung – nicht als zitierter Preis eines bestimmten Marktes: Ein Zwei‑Wege‑Markt mit Quoten 1.90 / 1.90 liefert eine Auszahlungsquote von 1 ÷ (1/1.90 + 1/1.90) = 1 ÷ 1,0526 ≈ 95,0 %, die Marge liegt bei rund 5,0 %. Bei 1.85 / 1.85 sinkt die Auszahlungsquote auf etwa 92,5 %, die Marge steigt auf rund 7,5 %. Bei 1.80 / 1.80 liegt die Marge bereits bei rund 10,0 %. Die Marge ist also kein Aufschlag, sondern die Differenz zwischen dem, was der Markt bei fairer Quote zurückgäbe, und dem, was er tatsächlich zurückgibt. Bei Cricket‑Märkten mit drei Ausgängen (Sieg, Tie, Draw) wird die Rechnung komplexer, und die Marge liegt typischerweise höher als bei Zwei‑Wege‑Märkten.

Das Ergebnis erscheint hier als Band mit seiner Bedingung: Bei einem illustrierenden Zwei‑Wege‑Markt mit Quoten von 1.90 / 1.90 liegt die Marge in der Grössenordnung von rund 5 %, bei 1.85 / 1.85 etwa 7–8 %, bei 1.80 / 1.80 etwa 10 %. Wer Quoten vergleicht, vergleicht nicht Zahlen, sondern Margen – und Margen vergleichen heisst, den fairen Preis vom bezahlten Preis zu trennen.

Bei Schweizer Veranstaltern sind die Margen nicht öffentlich ausgewiesen; sie sind das Ergebnis der Quoten, die im Wettprogramm erscheinen. Wer sie prüfen will, rechnet sie nach: drei Märkte, drei Ausgänge, 1 ÷ Summe der Kehrwerte, 100 % minus Auszahlungsquote. Wer eine sehr niedrige Marge sucht, sucht sie meist vergebens – Cricket ist ein Nischenmarkt, die Margen sind tendenziell höher als bei Fussball, und die Quoten reagieren träger. Wer mit kleinen Stakes spielt, kann die Marke ignorieren; wer mit grösseren Stakes spielt, sollte sie im Auge behalten.

Wer gewinnt, was: Steuern auf Cricket‑Gewinnen

Wer bei Swisslos Sporttip oder Loterie Romande Jouez Sport auf Cricket wettet und gewinnt, hat Glück und Rechenarbeit. Gewinne aus bewilligten Schweizer Grossspielen sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommensteuerfrei. Der Bundessteuerfreibetrag beträgt ab 1.1.2026 CHF 1’071’000 (2025: CHF 1’070’400), die kantonalen Freibeträge weichen davon ab – der Kanton entscheidet, nicht das Bundesrecht. Über dem Freibetrag behält der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ein; diese Verrechnungssteuer wird mit der Steuererklärung zurückgefordert, sie ist also keine Steuer, sondern ein Vorschuss. Wer mit normalen Stakes spielt, gewinnt in der Regel weit unter dem Freibetrag – keine Einkommensteuer, keine Verrechnungssteuer.

Wer bei einem ausländischen Anbieter gewinnt, hat eine andere Rechnung. Solche Gewinne unterliegen keiner Verrechnungssteuer, weil der Veranstalter in der Schweiz nicht zum Einbehalt verpflichtet ist. Die Einkommensteuer richtet sich nach kantonalem Recht: Die meisten Kantone besteuern solche Gewinne nicht, wenn sie aus Glücksspiel stammen; einzelne Kantone – namentlich Thurgau – behandeln Gewinne aus ausländischen Grossspielen als voll steuerbares Einkommen, unabhängig von der Höhe. Wer in einem Kanton mit strenger Praxis wohnt, sollte sich vor der ersten Auszahlung beim Steuerberater oder der kantonalen Steuerverwaltung erkundigen. Wer in einem Kanton mit liberaler Praxis wohnt, kann sich entspannen – aber nicht verlassen: Die Praxis kann sich ändern, und der Gewinn ist er, vor der Steuererklärung.

Was bei Schweizer Wetten nicht gilt: Eine Wettsteuer auf den Einsatz. Wer einen Einsatz von CHF 100 platziert, gibt CHF 100 aus, nicht CHF 105 oder CHF 110. Die Steuer entsteht erst beim Gewinn, und sie entsteht nur oberhalb des Freibetrags. Das ist ein struktureller Vorteil gegenüber Märkten, die eine Wettsteuer auf den Einsatz kennen – aber er schmälert nicht die Marge, die im Preis steckt. Wer Quoten vergleicht, vergleicht Preise, nicht Steuern; wer Steuern vergleicht, vergleicht Freibeträge, nicht Quoten.

Die Loterie Romande hat 2025 einen Gewinn von CHF 562 Mio. an die kantonalen Fonds ausgeschüttet; bei Swisslos waren es im Geschäftsbericht 2025 CHF 506 Mio. an die kantonalen Fonds und CHF 56 Mio. an die Stiftung Sportförderung Schweiz. Die Sportwetten machten 2025 bei Swisslos CHF 109 Mio. aus, 2024 CHF 122 Mio. – ein Rückgang, der zeigt, dass der Markt nicht wächst, sondern zyklisch schwankt. Cricket macht davon einen Bruchteil aus, der in keinem Geschäftsbericht separat ausgewiesen wird. Wer auf Cricket setzt, spielt nicht den Hauptmarkt, sondern einen Nischenmarkt mit begrenztem Wettprogramm.

Der Vergleich: was die zehn Marken für Schweizer Spielende taugen

Die folgende Übersicht ordnet die im Research berücksichtigten Marken nach ihrer Bewilligungslage in der Schweiz. Sie ist keine Empfehlung, sondern eine Einordnung; die Tabelle zeigt, wer in der Schweiz spielen darf und wer nicht, und sie trennt die zwei bewilligten Veranstalter sauber von den ausländischen Marken ohne Schweizer Bewilligung.

Wettanbieter Zulassung Schweiz Lizenz & Aufsicht
Swisslos Sporttip Bewilligung (Grossspiel) SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Basel; Gespa
Loterie Romande Jouez Sport Bewilligung (Grossspiel) Loterie Romande, Lausanne; Gespa
Betscore ohne Schweizer Bewilligung Lizenz nicht festgestellt; keine Kraft in der Schweiz (Art. 4 BGS)
22Bet ohne Schweizer Bewilligung Lizenz nicht festgestellt; keine Kraft in der Schweiz (Art. 4 BGS)
bet‑at‑home ohne Schweizer Bewilligung Lizenz nicht festgestellt; keine Kraft in der Schweiz (Art. 4 BGS)
Betify ohne Schweizer Bewilligung Lizenz nicht festgestellt; keine Kraft in der Schweiz (Art. 4 BGS)
ZotaBet ohne Schweizer Bewilligung Lizenz nicht festgestellt; keine Kraft in der Schweiz (Art. 4 BGS)
BetAlright ohne Schweizer Bewilligung Lizenz nicht festgestellt; keine Kraft in der Schweiz (Art. 4 BGS)
N1 Bet ohne Schweizer Bewilligung Lizenz nicht festgestellt; keine Kraft in der Schweiz (Art. 4 BGS)
BetFury ohne Schweizer Bewilligung Lizenz nicht festgestellt; keine Kraft in der Schweiz (Art. 4 BGS)

Die zwei oberen Zeilen sind die rechtliche Ausnahme: In der Schweiz gibt es nur zwei Veranstalter für Sportwetten, beide in interkantonaler Vereinbarung, beide von der Gespa beaufsichtigt. Die übrigen acht Zeilen zeigen Anbieter, die im Internet auftauchen, in der Schweiz aber keine Bewilligung haben – ihre Lizenz, gleich wo sie ausgestellt wurde, hat in der Schweiz keine Kraft. Das ist kein moralisches Urteil, sondern eine rechtliche Tatsache (Art. 4 BGS).

Swisslos Sporttip – der einzige Weg für die Deutschschweiz und das Tessin

Swisslos ist die interkantonale Landeslotterie Genossenschaft mit Sitz in Basel und betreibt Sportwetten unter dem Namen Sporttip, gestützt auf die interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019. Das Vertragsgebiet umfasst die Deutschschweizer Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH, den Kanton Tessin sowie das Fürstentum Liechtenstein. Wer dort wohnt, kann sich online registrieren; die Registrierung verlangt mindestens 18 Jahre, einen Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Vertragsgebiet und eine hochgeladene Ausweiskopie, deren Daten gegen Adress‑Datenbanken geprüft werden.

Für Cricket ist Sporttip die erste und oft einzige Adresse. Was die Gespa‑Liste für Cricket freischaltet, erscheint im Programm, der Rest nicht. Die Quoten sind nicht öffentlich verglichen; sie liegen im Wettprogramm, nicht in einem Werbeversprechen. Die Mindest‑ und Höchsteinsätze (CHF 1 bis CHF 1’000, Systemwetten bis CHF 10’000) sind Teil der Spielregeln und können von Swisslos jederzeit geändert werden – sie stehen nicht zur Abstimmung.

Wer sich für Sporttip entscheidet, bekommt ein bewährtes Produkt mit Schweizer Bewilligung, Schweizer Spielsperre und Schweizer Auszahlung auf das eigene Konto – aber auch die Pflicht, vor der ersten Wette Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage zu setzen, und das Wissen, dass das Wettprogramm auf eine geschlossene Liste von Sportarten und Wetttypen beschränkt ist. Sporttip ist die richtige Wahl für jeden, der im Vertragsgebiet wohnt und Cricket‑Wetten im Rahmen des Schweizer Rechts platzieren will.

Loterie Romande Jouez Sport – das Gegenstück für die Romandie

Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Sitz ist Lausanne, Avenue de Provence 14, mit 2’350 Verkaufsstellen und 221 Mitarbeitenden. Wer in einem dieser Kantone wohnt, kann sich online registrieren; wer ausserhalb wohnt, nicht. Die Logik ist dieselbe wie bei Swisslos: Die interkantonale Konzession ist nach Sprachregionen geteilt, beide Veranstalter sind in ihrem Gebiet Monopolist, beide brauchen eine eigene Registrierung.

Jouez Sport zeigt Cricket, soweit die Gespa‑Liste es erlaubt. Die Quoten, das Wettprogramm und die Limits entsprechen den Regeln, die auch Sporttip anwendet – das ist die Folge der gemeinsamen Bewilligungslogik, nicht einer freiwilligen Koordination. Für Spielende in der Romandie ist Jouez Sport die einzige legale Adresse; alles andere ist Graumarkt oder Schwarzmarkt.

Betscore, 22Bet, bet‑at‑home, Betify, ZotaBet, BetAlright, N1 Bet, BetFury – was die acht ohne Schweizer Bewilligung taugen

Diese acht Anbieter haben eines gemeinsam: keine Schweizer Bewilligung, keine Verbindung zum Schweizer Ausschluss‑Register, keine Schweizer Rekursstelle. Ihre Lizenzen – gleich wo sie ausgestellt sind, ob in Curaçao, Malta oder Deutschland – haben in der Schweiz keine Kraft (Art. 4 BGS). Wer dort wettet, spielt ohne den Schutz, den das Schweizer Geldspielgesetz bietet: keine Spielsperre, keine Auszahlungsgarantie, kein Schweizer Sperr‑Register, keine Schweizer Aufsicht. Die Gespa kann ihre Domains auf die Sperrliste setzen, Schweizer Telekomanbieter blockieren sie via DNS, und der Anbieter kann sich strafbar machen.

Für Schweizer Spielende sind diese Anbieter keine Alternative zu Sporttip oder Jouez Sport – sie sind eine andere Kategorie. Wer sie nutzt, nutzt sie auf eigenes Risiko, mit ausländischem Recht und ausländischer Aufsicht; Gewinne können in einzelnen Kantonen steuerbar sein, Einsätze sind im Konfliktfall schwer zurückzufordern. Die Plattformen werden hier erwähnt, weil sie im Internet sichtbar sind und mit Cricket‑Wetten werben; sie werden nicht empfohlen, weil sie in der Schweiz nicht bewilligt sind.

Was eine Cricket‑Wette rechnerisch kostet

Cricket‑Quoten sind Preise, und Preise haben eine Marge. Wer eine Quote 1.90 / 1.90 sieht, sieht einen Markt, der auf den ersten Blick fair aussieht – beide Seiten gleich, beide Seiten scheinbar ohne Vorteil. Die Rechnung zeigt den Vorteil des Veranstalters: Bei einem Zwei‑Wege‑Markt mit Quoten 1.90 / 1.90 berechnet sich die Auszahlungsquote als 1 ÷ (1/1.90 + 1/1.90) = 1 ÷ 1,0526 ≈ 95,0 %, die Marge liegt bei rund 5,0 %. Bei einem Zwei‑Wege‑Markt mit Quoten 1.85 / 1.85 sinkt die Auszahlungsquote auf etwa 92,5 %, die Marge steigt auf rund 7,5 %. Bei 1.80 / 1.80 liegt die Marge bereits bei rund 10,0 %.

Das Ergebnis erscheint als Band: Bei einem illustrierenden Zwei‑Wege‑Markt mit gleich hohen Quoten liegt die Marge in der Grössenordnung von rund 5 % (1.90), 7–8 % (1.85) bis rund 10 % (1.80). Diese Spanne ist kein Versprechen, sondern eine Folge der Quoten, die ein Veranstalter zeigt; sie gilt für das Beispiel, nicht für ein bestimmtes Spiel. Wer Quoten vergleicht, vergleicht Margen, und Margen vergleichen heisst, den fairen Preis vom bezahlten Preis zu trennen.

Wer bei einem Cricket‑Spiel auf den Sieger wettet, wettet auf einen Zwei‑Wege‑Markt (ODI, T20) oder einen Drei‑Wege‑Markt (Test mit Draw). Im Drei‑Wege‑Markt mit Quoten 2.50 / 4.00 / 3.50 läge die Auszahlungsquote bei 1 ÷ (1/2,50 + 1/4,00 + 1/3,50) = 1 ÷ 0,9357 ≈ 106,9 % – das wäre ein Fehler des Anbieters. In der Realität sind die Quoten so kalibriert, dass die Auszahlungsquote unter 100 % liegt; je weiter darunter, desto höher die Marge. Bei Drei‑Wege‑Märkten liegt die Marge typischerweise über der von Zwei‑Wege‑Märkten, weil der Veranstalter mehr Unsicherheit einpreist.

Was die Marge für den Spielenden bedeutet, ist einfach: Von jedem CHF 100 Einsatz auf einem Markt mit 5 % Marge gehen langfristig CHF 5 an den Veranstalter, CHF 95 zurück an die Spielenden. Wer einmal wettet, merkt nichts; wer tausendmal wettet, spürt es. Die Marge ist der Preis, den der Spielende für die Dienstleistung zahlt – und sie ist nicht verhandelbar, sondern eingepreist.

Was ein Gewinn rechnerisch ist

Eine Quote ist kein Versprechen, sondern ein Multiplikator. Wer CHF 50 zu Quote 2.50 setzt und die Wette gewinnt, bekommt CHF 50 × 2.50 = CHF 125 zurück, der Nettogewinn ist CHF 125 − CHF 50 = CHF 75. Wer eine Kombinationswette aus zwei Ausgängen mit Quoten 2.00 und 3.00 platziert, wettet auf die kombinierte Quote 2.00 × 3.00 = 6.00; ein Einsatz von CHF 50 bringt bei Gewinn CHF 50 × 6.00 = CHF 300, der Nettogewinn ist CHF 250. Die Quoten multiplizieren sich, das ist die Mechanik der Kombiwette – und die Marge der einzelnen Märkte multipliziert sich mit, was Kombiwetten für den Veranstalter noch profitabler macht.

Die Auszahlung bei Sporttip erfolgt auf das eigene Zahlungskonto im Namen des Spielenden (Art. 50 Abs. 2 VGS). Anonyme Auszahlungen, Auszahlungen in Kryptowährungen oder Auszahlungen auf Konten Dritter sind im Schweizer Recht nicht vorgesehen. Wer bei einem ausländischen Anbieter spielt, muss mit dessen Auszahlungsregeln leben – und die können Wartezeiten, Gebühren oder Mindestbeträge enthalten, die im Schweizer Recht nicht gelten.

Cash‑Out verändert die Rechnung. Der Cash‑Out‑Betrag ist tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden. Wer vor dem Spielende aussteigt, nimmt einen Abschlag auf den möglichen Gewinn; wer durchspielt, hat die Chance auf den vollen Gewinn – aber auch das Risiko, alles zu verlieren. Cash‑Out ist eine Funktion, kein Geschenk, und sie ist nicht für jeden Markt garantiert.

Worauf es bei Cricket‑Wetten in der Schweiz ankommt

Wer in der Schweiz auf Cricket wetten will, hat drei Entscheidungen zu treffen, die unabhängig voneinander sind: die Bewilligung des Anbieters, das Format des Spiels und die Quote.

Die Bewilligung ist eine Ja‑Nein‑Frage mit zwei zulässigen Antworten: Swisslos Sporttip (Deutschschweiz, Tessin, Liechtenstein) oder Loterie Romande Jouez Sport (Romandie). Wer in einem Kanton des Vertragsgebiets wohnt, kann sich registrieren und legal spielen; wer ausserhalb wohnt, hat im Inland keine legale Option. Ausländische Anbieter sind in der Schweiz nicht bewilligt; wer sie nutzt, tut es auf eigenes Risiko, mit ausländischem Recht und ausländischer Aufsicht.

Das Format entscheidet, welche Märkte verfügbar sind. Im Test‑Match gibt es Sieg, Tie oder Draw; im ODI und T20 nur Sieg, weil die Zeit nicht ablaufen kann. Bei Regenunterbrechungen greift die Duckworth‑Lewis‑Stern‑Methode, die das Ziel der zweiten schlagenden Mannschaft neu berechnet; bei weniger als 20 ausgespielten Overs im ODI oder weniger als fünf im T20 wird das Spiel als «No Result» gewertet. Wer auf Cricket wettet, wettet auf ein Spiel, dessen Ergebnis von einer Methode abhängen kann, die nicht alle kennen.

Die Quote entscheidet, was ein Gewinn bringt – und welche Marge der Veranstalter einbehält. Bei einem Zwei‑Wege‑Markt mit gleich hohen Quoten liegt die Marge in der Grössenordnung von rund 5 % (1.90) bis rund 10 % (1.80), bei Drei‑Wege‑Märkten typischerweise höher. Wer Quoten vergleicht, vergleicht Margen, und Margen vergleichen heisst, den fairen Preis vom bezahlten Preis zu trennen.

Wer in der Romandie wohnt und Cricket mag, landet bei Jouez Sport; wer in der Deutschschweiz oder im Tessin wohnt, landet bei Sporttip. Wer ausserhalb des Vertragsgebiets wohnt, hat im Inland keine legale Adresse – und wer dennoch spielt, sollte sich bewusst sein, dass er spielt, ohne dass das Schweizer Recht ihn schützt.

Häufige Fragen zu Cricket‑Wetten in der Schweiz

Ist Cricket bei Swisslos oder Loterie Romande verfügbar?

Cricket erscheint im Wettprogramm von Sporttip und Jouez Sport, soweit die Gespa‑Liste der bewilligten Sportarten und Wetttypen (Version 10.09.2026) es für den jeweiligen Wettbewerb vorsieht. Ist ein bestimmtes Länderspiel oder eine bestimmte Liga nicht auf der Liste, fällt die Wette aus dem Programm. Die Verfügbarkeit hängt also am Wettbewerb, nicht am Format; Cricket als Sportart ist nicht generell freigeschaltet.

Was bedeuten Test‑Match, ODI und T20 für die Wette?

Ein Test‑Match dauert bis zu fünf Tage mit täglich drei Sessions, und das Ergebnis kann Draw enden, wenn die Zeit vor Ende aller Innings abläuft. Ein ODI umfasst 50 Overs pro Innings, ein T20 deren 20. Bei ODIs und T20s gibt es keinen Draw – das Ergebnis steht am Ende der Spielzeit, ein Tie ist möglich, aber selten. Wer auf den Sieger wettet, wettet im Test also auf Sieg, Tie oder Draw; im ODI und T20 nur auf Sieg.

Wie wirkt sich die DLS‑Methode bei Regen auf eine Wette aus?

Die Duckworth‑Lewis‑Stern‑Methode berechnet das Ziel der zweiten schlagenden Mannschaft neu, wenn ein Limited‑Overs‑Spiel wegen Wetters unterbrochen wird. Bei weniger als 20 ausgespielten Overs im ODI oder weniger als fünf im T20 wird das Spiel als «No Result» gewertet – die Wette wird in der Regel ungültig, sofern die Regeln des Veranstalters nichts anderes vorsehen. Eine Wette auf das neu berechnete Ziel kann anders ausgehen, als die ursprüngliche Quote vermuten liess.

Wie berechnet sich der Gewinn bei Cricket‑Wetten?

Der Gewinn ist der Einsatz multipliziert mit der Quote, minus der Einsatz. Bei Quote 2.50 und Einsatz CHF 50 ist die Rückzahlung CHF 125, der Nettogewinn CHF 75. Bei einer Kombiwette multiplizieren sich die Quoten der einzelnen Ausgänge; die kombinierte Quote ist das Produkt, der Gewinn berechnet sich auf derselben Grundlage.

Wie lässt sich die Marge in Cricket‑Quoten abschätzen?

Die Marge berechnet sich als 100 % minus die Auszahlungsquote. Die Auszahlungsquote ist 1 ÷ (1/Quote₁ + … + 1/Quoteₙ) über alle Ausgänge eines Marktes. Bei einem Zwei‑Wege‑Markt mit Quoten 1.90 / 1.90 liegt die Auszahlungsquote bei rund 95 %, die Marge bei rund 5 %. Bei 1.85 / 1.85 liegt die Marge bei rund 7–8 %, bei 1.80 / 1.80 bei rund 10 %.

Wie werden Gewinne bei ausländischen Wettseiten besteuert?

Gewinne aus bewilligten Schweizer Grossspielen sind bis zum Freibetrag einkommensteuerfrei (Bundessteuerfreibetrag CHF 1’071’000 ab 1.1.2026, kantonal abweichend). Gewinne aus ausländischen Grossspielen unterliegen keiner Verrechnungssteuer, sind aber je nach Kanton als Einkommen steuerbar – einzelne Kantone wie Thurgau behandeln sie als voll steuerbares Einkommen unabhängig von der Höhe. Die kantonale Praxis entscheidet, nicht das Bundesrecht.

Inhalt erstellt vom Team «englandwetteninfo»