Wetten Prognosen heute: wie ein Tipp entsteht, was er kostet und wer ihn annehmen darf

Updated Oktober 2026
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Ladevorgang...

Ein Tennisplatz bei Sonnenaufgang mit gespanntem Netz und feuchtem Sandbelag, niemand steht auf dem Platz.

Wer nach «Wetten Prognosen heute» sucht, sucht meist in einem von zwei Sinnen: nach dem Tipp, der das nächste Spiel richtig voraussagt, oder nach der Methode, die zu einem solchen Tipp führt. Beides hat in der Schweiz dieselbe juristische Adresse, und beide führen an der Bewilligungsfrage nicht vorbei. Diese Seite ist deshalb keine Tippliste für einzelne Partien und keine Vorhersage von Ergebnissen – sie erklärt, wie eine Prognose aus Form, Statistik und Quote entsteht, was ein Value Bet vom bloss wahrscheinlichen Ausgang unterscheidet und warum auch die beste Methode kein Ergebnis garantiert. Sie ordnet ein, welche Anbieter in der Schweiz Sportwetten überhaupt annehmen dürfen, und sie zeigt, was eine Quote über die Wahrscheinlichkeit wirklich sagt.

Der Sporttip-Kombiboost gilt nur online und verlangt mindestens vier Voraussagen mit Quote von je mindestens 1.50.

Datenstand: Oktober 19, 2026. Lizenzstatus geprüft gegen die Gespa (Interkantonale Geldspielaufsicht, Bern) und gegen die Spielregeln der beiden bewilligten Veranstalter.

Rechtslage in der Schweiz: nur zwei Veranstalter sind bewilligt

Online-Sportwetten sind in der Schweiz ein Grossspiel im Sinne des Bundesgesetzes über Geldspiele (BGS, SR 935.51, in Kraft seit dem 1. Januar 2019) und werden von der Gespa beaufsichtigt – nicht von der ESBK, die nur für Spielbanken zuständig ist. Eine Bewilligung besteht aus zwei Teilen: einer Veranstalterbewilligung und einer Spielbewilligung pro Spielart (Art. 21–25 BGS), und sie gilt ausdrücklich nur in der Schweiz (Art. 4 BGS). Die Kantone haben die Zahl der Veranstalterinnen, die Lotterien und Sportwetten durchführen dürfen, auf zwei begrenzt: die Swisslos Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft mit Sitz in Basel, deren Sportwette unter dem Namen Sporttip läuft, und die Loterie Romande mit Sitz in Lausanne, deren Angebot Jouez Sport heisst. Eine Liste weiterer bewilligter Buchmacher gibt es nicht, weil es keine gibt; die Gespa veröffentlicht lediglich die Sperrliste ausländischer Domains, die Schweizer Telekom-Anbieter per DNS blocken.

Eine Wegkreuzung im Wald, an der sich zwei Pfade im Herbstlicht gabeln, Laub bedeckt den Boden.
Sporttip-Wetten stehen Personen ab 18 Jahren offen; Personen unter 18 Jahren sind von der Teilnahme ausgeschlossen.

Diese Rechtslage gilt auch für jede Seite, die Prognosen für heute anbietet. Werbung für nicht bewilligte Angebote ist in der Schweiz verboten (Art. 74 Abs. 3 BGS) und mit einer Busse bis zu CHF 500’000 strafbar (Art. 131 BGS) – eine Prognose zu veröffentlichen, die auf einen ausländischen Anbieter verweist, ist nicht verboten, sie aber als Ort zu nennen, an dem der Tipp umgesetzt werden soll, schon. Für die Spielerin und den Spieler gilt: Wer bei einem bewilligten Anbieter wettet, ist über das Schweizer Ausschlussregister geschützt, kann eine Spielsperre gegen sich selbst eintragen lassen und bekommt im Streitfall eine Schweizer Beschwerdestelle. Wer bei einem Anbieter ohne Schweizer Bewilligung wettet, hat keines davon – die ausländische Lizenz (Malta, Curaçao, Deutschland oder anderswo) hat in der Schweiz keine Kraft, Gewinne können in einem Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden, und es findet keine Schweizer Spielsucht-Aufsicht statt. Das ist der eine grosse Schnitt, an dem sich jede Prognose für heute messen lassen muss: Der Tipp selbst ist nichts wert, wenn der Ort, an dem er gespielt werden soll, in der Schweiz nicht zulässig ist.

Selbstschutz: was eine Prognose nicht leisten kann, und was Limiten leisten müssen

Eine Prognose ist eine Schätzung, kein Versprechen. Auch die sorgfältigste Auswertung von Form, Heim- und Auswärtsbilanz, Tordifferenz der letzten Spiele und Head-to-Head-Daten reduziert die Unsicherheit nur, sie beseitigt sie nicht. Wer eine Quote von 1.20 sieht, sollte sich daran erinnern, dass die implizite Wahrscheinlichkeit dieser Quote bei rund 83 Prozent liegt – und dass die restlichen 17 Prozent in der Praxis regelmässig eintreten, weil Fussball nicht ausrechenbar ist. Eine Prognose ist deshalb nie ein Grund, das eigene Limit zu erhöhen, sondern ein Grund, das eigene Limit zu setzen, bevor die Wette abgegeben wird.

In der Schweiz sind die Spielenden verpflichtet, vor der ersten Online-Teilnahme Verlustlimiten für einen, sieben und 30 Tage zu setzen – bei Swisslos mit einer Oberlimite von CHF 9’999 (CHF 1’000 für unter 21-Jährige). Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden, was ein übereiltes Nachschieben von Verlusten verhindert. Zusätzlich lässt sich eine freiwillige Einzahlungslimite für 30 Tage setzen. Wer sich für einen Zeitraum von 1 bis 180 Tagen produktbezogen selbst sperren lässt, kann diese Sperre vor Fristablauf nicht aufheben; eine unbefristete Spielsperre wird im schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos und für das Fürstentum Liechtenstein. Wer in einem unbeherrschbaren Muster wettet, sollte den Weg über eine Fachstelle nehmen – die Anbieter sind verpflichtet, eine solche Stelle zu vermitteln.

Wetten ist kein Weg, Geld zu verdienen. Das ist keine Floskel, sondern Arithmetik: In jeder Quote steckt die Marge des Buchmachers, das heisst der Anteil, der bei jeder Wette im Durchschnitt beim Anbieter bleibt, egal wie die Partie ausgeht. Wer langfristig wettet, wettet gegen diese Marge, nicht gegen die Mannschaften. Prognosen verändern das nicht – sie verschieben die Marge nur in Märkte, in denen der Buchmacher die Quote weniger präzise gesetzt hat als die Spielenden, und solche Gelegenheiten sind selten und werden schnell wieder geschlossen. Wer das akzeptiert, wettet als Unterhaltung mit einem festen Budget; wer es nicht akzeptiert, sollte nicht wetten.

Wie eine Prognose entsteht: Statistik, Form und Quote als Bausteine

Statistik als Grundlage jeder Vorhersage

Eine belastbare Prognose ruht auf Zahlen, die vor dem Spiel verfügbar sind, nicht auf Bauchgefühl. Dazu gehören die Form der letzten fünf bis zehn Spiele, die Heim- und Auswärtsbilanz beider Mannschaften, das Torverhältnis insgesamt und zu Hause beziehungsweise auswärts, die direkten Duelle der letzten Jahre und – je nach Markt – die Verteilung der Tore in den jüngsten Partien. Eine Mannschaft, die zu Hause in den letzten sechs Spielen ungeschlagen ist und im Schnitt 1.8 Tore pro Spiel schiesst, gibt dem 1X2-Markt eine andere Wahrscheinlichkeit als eine Mannschaft mit drei Niederlagen in Folge und auswärts nur 0.9 Toren im Schnitt. Wichtig ist, dass die Zahlen zur gleichen Liga gehören – ein Champions-League-Spiel lässt sich nicht mit Bundesliga-Heimspielen prognostizieren, und ein Spiel nach der Winterpause trägt andere Form als das Rückspiel der Hinrunde.

Eine Wiese mit Bodennebel am frühen Morgen, in der Ferne ein einzelner Baum vor hellem Horizont.
Wird ein Sporttip-Wettereignis nicht innert 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn nachgeholt, ist die Wette ungültig; Einzelwetten werden zurückbezahlt.

Die Quote, die der Buchmacher anbietet, enthält genau diese Einschätzung – aber in einer Form, die der Buchmacher kontrolliert. Die implizierte Wahrscheinlichkeit einer Quote q berechnet sich als 1/q, anschliessend wird der Buchmacheranteil herausgerechnet, indem die implizierten Wahrscheinlichkeiten aller Ausgänge eines Marktes aufaddiert und auf 100 Prozent normiert werden. In einem ausgeglichenen 1X2-Markt liegen die Quoten für Heimsieg, Unentschieden und Auswärtssieg typischerweise in der Gegend von 2.30, 3.30 und 3.00 – das ergibt eine Summe der implizierten Wahrscheinlichkeiten von rund 1.06, also eine Marge von etwa 6 Prozent. Das ist der Preis, den die Spielenden für jede Wette im Durchschnitt zahlen, bevor ein einziger Ball rollt.

Form, Gegner und Heimvorteil als qualitative Schicht

Statistik allein übersieht vieles. Eine Mannschaft kann in guter Form sein, aber mit drei verletzten Stammspielern antreten; ein Heimspiel kann ohne den gesperrten Captain stattfinden; ein Spieler kann nach privaten Turbulenzen unter Form spielen, ohne dass die Tabelle es zeigt. Eine Prognose, die nur Zahlen verarbeitet, ist deshalb unvollständig – sie braucht eine qualitative Schicht, die Aufstellung, Sperren, Motivation (Klassenerhalt, Titel, Pokal) und Reisebelastung berücksichtigt. Diese Schicht ist diejenige, in der sich erfahrene Beobachter von reinen Statistik-Fans unterscheiden, und sie ist zugleich diejenige, die sich am schlechtesten in Zahlen pressen lässt.

Der Heimvorteil ist in vielen Ligen real, aber nicht überall gleich gross: In der Schweizer Super League ist er ausgeprägter als in der englischen Premier League, wo Auswärtsmannschaften deutlich häufiger punkten. Wer die Form der letzten Spiele liest, muss also auch wissen, wo diese Spiele stattgefunden haben. Eine Heimbilanz von sieben Siegen aus acht Spielen sagt mehr als eine Gesamtbilanz von zehn Siegen aus 15 Spielen, und ein Auswärtssieg gegen einen Spitzenclub wiegt mehr als ein Auswärtssieg gegen ein Schlusslicht.

Was eine Quote wirklich sagt: Value Bet und faire Wahrscheinlichkeit

Eine Quote drückt eine Wahrscheinlichkeit aus – aber nicht die «wahre» Wahrscheinlichkeit, sondern die Einschätzung des Marktes, zu der auch der Buchmacheranteil gehört. Eine Quote von 2.50 bedeutet nicht, dass das Ereignis mit 40 Prozent Wahrscheinlichkeit eintritt; es bedeutet, dass der Markt es mit 40 Prozent bewertet, und der Buchmacheranteil ist bereits eingepreist. Eine faire Quote wäre die, bei der langfristig weder Spielerin noch Buchmacher gewinnen – sie liegt über der vom Buchmacher angebotenen Quote, weil sie den Buchmacheranteil herausrechnet.

Ein Value Bet liegt vor, wenn die eigene, fundiert hergeleitete Wahrscheinlichkeit eines Ausgangs höher ist als die implizierte Wahrscheinlichkeit der vom Buchmacher angebotenen Quote. Beispiel: Wer nach Analyse von Form, Heimvorteil und Aufstellung zu dem Schluss kommt, dass Heimsieg in einem bestimmten Spiel eine reale Wahrscheinlichkeit von 50 Prozent hat, der Buchmacher aber eine Quote von 2.20 anbietet (entspricht rund 45 Prozent implizierter Wahrscheinlichkeit), sieht einen Value von etwa fünf Prozentpunkten. Das ist nicht viel, aber es ist die einzige Wettart, die langfristig überhaupt eine positive Erwartung haben kann – und sie ist selten, weil der Buchmacher seinen Beruf genau darin versteht, die Quoten möglichst nahe an die reale Wahrscheinlichkeit zu setzen. Wer keine Zeit hat, eigene Wahrscheinlichkeiten zu modellieren, sollte nicht davon ausgehen, Value Bets zu finden.

Die Buchmachermarge – der Anteil, den der Anbieter im Durchschnitt einbehält – lässt sich an einem einfachen Beispiel verdeutlichen. In einem ausgeglichenen Zweiwege-Markt (etwa «über 2.5 Tore / unter 2.5 Tore») mit beiden Quoten bei 1.90 ergibt sich die Auszahlungsquote als 1 / (1/1.90 + 1/1.90). Die Summe der Kehrwerte ist 1.0526, also liegt die Auszahlungsquote bei rund 95.0 Prozent. Das bedeutet: Der Buchmacher behält im Durchschnitt etwa 5.0 Prozent des Einsatzes auf diesem Markt. Bei einem realen Spiel mit 1.85 / 1.95 steigt die Marge leicht auf rund 5.0 Prozent, und sobald ein Ausgang klar favorisiert ist (1.50 / 2.70), liegt sie eher bei 5.5 bis 6.5 Prozent. Diese Marge ist der Preis, den jede Wette kostet, und sie ist der Grund, warum Prognosen, die nur Quoten abschreiben, automatisch verlieren.

Die besten Wege, Prognosen zu nutzen: Wer passt zu welchem Angebot?

Die Frage «Wer nimmt in der Schweiz Wetten auf die Spiele des Tages an?» hat in dieser Rechtslage nur eine präzise Antwort: Die Swisslos für die Deutschschweiz, das Tessin und Liechtenstein, die Loterie Romande für die Romandie. Alle anderen Anbieter, die Schweizer Spielende auf ihren Webseiten oder in ihren Apps sehen, sind in der Schweiz nicht bewilligt. Sie stehen auf der Gespa-Sperrliste oder könnten dort stehen, ihre Domains werden in der Schweiz per DNS blockiert oder könnten blockiert werden, und ihre Lizenzen in anderen Ländern haben in der Schweiz keine rechtliche Wirkung. Es ist trotzdem sinnvoll, sie zu kennen – nicht, um dort zu spielen, sondern um zu verstehen, was der Schweizer Markt an Auswahl entbehrt und was er an Schutz bietet.

Swisslos Sporttip – der einzige Anbieter für die Deutschschweiz

Swisslos ist die interkantonale Landeslotterie mit Sitz in Basel und veranstaltet Sportwetten unter dem Namen Sporttip auf der Grundlage der Interkantonalen Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen von 2019. Das Vertragsgebiet umfasst die Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH sowie das Tessin und das Fürstentum Liechtenstein – wer dort wohnt, kann ein Online-Konto eröffnen, alle anderen nicht. Sporttip bietet Einzel-, Kombi- und Systemwetten mit einem Mindesteinsatz von CHF 1 und einem Höchsteinsatz von CHF 1’000 pro Einzel- oder Kombiwette beziehungsweise CHF 10’000 pro Systemwette. Der Sporttip-Kombiboost belohnt Kombinationen mit vier oder mehr Voraussagen ab Quote 1.50 mit einem Bonus auf den Nettogewinn von 5 Prozent bei vier Voraussagen, 20 Prozent bei sieben, 40 Prozent bei zehn und 100 Prozent bei fünfzehn. Quotenboosts und Profitboosts gibt es nur online für Prematch-Einzelwetten, beide sind pro Person nur einmal nutzbar, und ein Cash-Out vorzeitig lässt einen Boost verfallen. Livewetten werden bei Sporttip auch dann angenommen, wenn das Ereignis nicht live übertragen wird; Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Ergebnisses platziert werden, werden mit Quote 1.00 gewertet, und in spielentscheidenden Situationen wie Elfmeter, Roter Karte oder VAR-Entscheidungen kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 bewerten – ein Schutz, der die Spielerin vor sich selbst und den Anbieter vor streitbaren Wetten schützt. Was die Plattform von den ausländischen Anbietern unterscheidet, ist nicht die Quote, sondern die Adresse: Hier greift das Schweizer Recht, hier zahlt die Steuerfreigrenze, hier ist die Spielsperre im Register. Für die meisten Deutschschweizer Wettenden ist Sporttip die einzige Möglichkeit, die Prognose tatsächlich umzusetzen, und wer es trotzdem woanders versucht, verlässt den Schutzraum des BGS.

Loterie Romande Jouez Sport – der einzige Anbieter für die Westschweiz

Die Loterie Romande mit Sitz in Lausanne betreibt Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura, mit 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitenden. Der Höchstgewinn pro Einzel- oder Kombiwette liegt bei CHF 300’000, für alle Gewinne eines Multiples zusammen bei CHF 1’000’000, eine Kombiwette umfasst 2 bis 10 Voraussagen, und die Quote einer Einzelwette oder die Gesamtquote einer Kombiwette muss zwischen 1.10 und 100’000 liegen. Wer in einem dieser sechs Kantone wohnt, kann ein Online-Konto eröffnen, alle anderen nicht – die Geografie der Schweizer Bewilligung ist also nicht ein Bonus, sondern eine harte Voraussetzung. Wer als Romand im Sporttip wettet, ist dort nicht zugelassen, und wer als Deutschschweizer bei Jouez Sport wettet, ebenso wenig. Die Trennung ist juristisch, nicht sportlich: Der Kanton Genf hat mit der Loterie Romande einen anderen Vertragspartner als der Kanton Zürich mit der Swisslos, und die beiden decken das Land vollständig ab, ohne sich zu überschneiden. Wer in einem Kanton wohnt, der nicht in einem der beiden Vertragsgebiete liegt – das sind nur sehr wenige Randgebiete –, hat in der Schweiz keine legale Wettmöglichkeit bei einem bewilligten Anbieter.

BetAlright, Unibet, Wettigo, Gamdom, BillyBets, ZotaBet, BetPanda, bet-at-home – Anbieter ohne Schweizer Bewilligung

Die übrigen acht Anbieter in dieser Übersicht haben keine Schweizer Bewilligung, und die Liste liest sich deshalb nicht als Empfehlung, sondern als Beschreibung dessen, was Schweizer Spielende im Internet sehen und was im Zweifel nicht bedient werden sollte. Eine ausländische Lizenz – ob Malta, Curaçao, Deutschland oder anderswo – hat in der Schweiz keine Kraft (Art. 4 BGS), die Anbieter sind nicht an das Schweizer Ausschlussregister angeschlossen, im Streitfall gibt es keine Schweizer Beschwerdestelle, und ihre Domains können auf der Gespa-Sperrliste landen. Das heisst nicht, dass diese Anbieter grundsätzlich unlauter arbeiten; viele haben in ihren Heimatmärkten funktionierende Aufsicht und langjährige Reputation. Aber für Schweizer Spielende gilt: Wer dort wettet, wettet ohne den Schutz des BGS, und wer Pech hat, dem werden Gewinne in einem Strafverfahren gegen den Anbieter möglicherweise eingezogen. Einige dieser Anbieter werben aggressiv in deutschsprachigen Märkten – sie schalten Anzeigen, schicken E-Mails, tauchen in Vergleichsportalen auf – und nutzen dabei aus, dass die Sperrliste in der Schweiz nur per DNS funktioniert und mit VPN leicht umgangen werden kann. Das ist kein Argument, sie zu nutzen, sondern ein Argument, sie zu erkennen. Die Prognose selbst ist nicht das Problem – die kann auch ein ausländischer Anbieter korrekt anbieten –, das Problem ist der Ort, an dem sie gespielt werden soll.

Überblick: Was eine Prognose leistet, was sie nicht leistet, und wer hier wettet

Eine Prognose für heute ist am Ende eine Aussage über die Wahrscheinlichkeit eines Spielausgangs, basierend auf Statistik, Form und Kontext, ausgedrückt in einer Quote, die der Buchmacher anbietet, oder in einer eigenen Modellrechnung. Sie ist nützlich, wenn sie hilft, den Markt zu verstehen – warum steht der Favorit bei 1.50, warum der Aussenseiter bei 6.00, was hat der Buchmacher übersehen, wo gibt es Value. Sie ist nutzlos, wenn sie als Vorhersage eines Ergebnisses gelesen wird, denn die Wahrscheinlichkeit, dass auch der beste Tipp danebenliegt, ist real und nicht eliminierbar. Wer das versteht, wettet mit einer klaren Vorstellung vom wahrscheinlichen Ausgang, einem festen Limit und der Bereitschaft, den Tipp zu verlieren. Wer das nicht versteht, lässt sich von jeder Quote in Versuchung führen.

Das Wichtigste in einem Satz: In der Schweiz wettet man legal nur bei Swisslos oder Loterie Romande, je nach Wohnkanton, und jede Prognose für heute endet dort, wo die Bewilligung aufhört.

Anbieter Bewilligung in der Schweiz Veranstalter / ausgewiesene Lizenz
Swisslos Sporttip Bewilligt (Veranstalter- und Spielbewilligung BGS, SR 935.51) SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Basel; Aufsicht Gespa
Loterie Romande Jouez Sport Bewilligt (Veranstalter- und Spielbewilligung BGS, SR 935.51) Société de la Loterie de la Suisse Romande, Lausanne; Aufsicht Gespa
BetAlright Ohne Schweizer Bewilligung Im Ausland ausgewiesene Lizenz, in der Schweiz ohne Wirkung
Unibet Ohne Schweizer Bewilligung Im Ausland ausgewiesene Lizenz, in der Schweiz ohne Wirkung
Wettigo Ohne Schweizer Bewilligung Im Ausland ausgewiesene Lizenz, in der Schweiz ohne Wirkung
Gamdom Ohne Schweizer Bewilligung Im Ausland ausgewiesene Lizenz, in der Schweiz ohne Wirkung
BillyBets Ohne Schweizer Bewilligung Im Ausland ausgewiesene Lizenz, in der Schweiz ohne Wirkung
ZotaBet Ohne Schweizer Bewilligung Im Ausland ausgewiesene Lizenz, in der Schweiz ohne Wirkung
BetPanda Ohne Schweizer Bewilligung Im Ausland ausgewiesene Lizenz, in der Schweiz ohne Wirkung
bet-at-home Ohne Schweizer Bewilligung Im Ausland ausgewiesene Lizenz, in der Schweiz ohne Wirkung

Die Tabelle trennt zwei Welten, die in der Werbung oft vermischt werden: zwei Veranstalter mit Schweizer Bewilligung, deren Quote sich nach dem Schweizer Markt richtet und deren Auszahlung in Schweizer Franken auf ein Schweizer Konto erfolgt, und eine Reihe ausländischer Marken ohne Schweizer Bewilligung, deren Quoten in einem anderen Marktumfeld entstehen und deren Rechtsweg nicht über die Schweizer Aufsicht läuft. Welcher dieser Anbieter für die einzelnen Spielenden in Frage kommt, ist im Grundsatz durch den Wohnkanton vorgegeben – Deutschschweizer und Tessiner zu Swisslos, Romands zu Loterie Romande. Wer aus dem einen Vertragsgebiet in das andere umzieht, muss das Konto wechseln. Wer im Ausland lebt und nur zeitweise in der Schweiz weilt, hat keinen Anspruch auf ein Schweizer Konto und fällt damit in die Gruppe der ausländischen Anbieter zurück – mit dem Verlust des Schutzes, der mit der Schweizer Bewilligung verbunden wäre.

Häufige Fragen zu Wetten Prognosen heute

Wie entsteht eine Prognose für ein Fussballspiel, und welche Daten fliessen ein?

Eine Prognose kombiniert mehrere Datenquellen: die Form der letzten Spiele beider Mannschaften (Punkte, Tore, Gegentore), die Heim- und Auswärtsbilanz, die direkten Duelle der letzten Jahre, die aktuelle Verletzungs- und Sperr-Situation und die Motivation (Klassenerhalt, Titel, Pokal, Ligaphase). Aus diesen Daten wird eine geschätzte Wahrscheinlichkeit für Heimsieg, Unentschieden und Auswärtssieg abgeleitet und mit der vom Buchmacher angebotenen Quote verglichen. Liegt die eigene Schätzung über der implizierten Wahrscheinlichkeit der Quote, spricht man von einem Value Bet.

Warum ist kein Tipp sicher, auch wenn die Quote niedrig ist?

Eine Quote von 1.20 entspricht einer implizierten Wahrscheinlichkeit von rund 83 Prozent – das heisst, der Ausgang tritt in etwa einem von sechs Fällen nicht ein. In Zahlen: Wer 100-mal hintereinander auf einen 1.20-Favoriten setzt, wird im Durchschnitt etwa 17-mal verlieren, was bei gleichbleibendem Einsatz schnell einen grösseren Verlust ergibt als die Buchmachermarge allein erklärt. Zudem können verletzungsbedingte Ausfälle, Sperren oder Wettereffekte die Form eines Spiels verändern, ohne dass die Quote darauf schon reagiert hat. Eine niedrige Quote drückt eine hohe Wahrscheinlichkeit aus, keine Sicherheit.

Was ist ein Value Bet, und wie unterscheidet er sich von einem wahrscheinlichen Ausgang?

Ein wahrscheinlicher Ausgang ist schlicht der Ausgang mit der niedrigsten Quote – der Favorit. Ein Value Bet ist ein Ausgang, dessen vom Buchmacher angebotene Quote über der Quote liegt, die sich aus der eigenen Wahrscheinlichkeitsschätzung ergibt. Beispiel: Wer die Heimmannschaft bei 50 Prozent sieht und der Buchmacher bietet 2.20 (entspricht rund 45 Prozent), liegt ein Value von etwa fünf Prozentpunkten vor. Value Bets sind die einzige Wettart mit langfristig positiver Erwartung, kommen aber selten vor und verlangen ein konsequentes eigenes Modell. Der wahrscheinliche Ausgang allein ist nie ein Value, weil die Marge eingepreist ist.

Wie wird aus einer Prognose mit Quote und Einsatz der mögliche Gewinn berechnet?

Der mögliche Gewinn berechnet sich als Einsatz mal Quote – bei einer Einzelwette mit Einsatz CHF 10 und Quote 2.50 also CHF 25, davon CHF 15 Reingewinn. Bei einer Kombiwette multiplizieren sich die Quoten der einzelnen Voraussagen zur Gesamtquote; eine Kombi aus zwei Wetten mit 1.80 und 2.20 hat die Gesamtquote 3.96, der Einsatz CHF 10 ergibt einen möglichen Gewinn von CHF 39.60. Bei Sporttip wird der Gewinnbetrag zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf fünf Rappen genau abgerundet.

Welche Veranstalter dürfen in der Schweiz Wetten auf die Spiele des Tages annehmen?

In der Schweiz dürfen nur zwei Veranstalter Sportwetten anbieten: die Swisslos mit Sporttip für die Deutschschweiz, das Tessin und Liechtenstein, und die Loterie Romande mit Jouez Sport für die Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Beide verfügen über eine Veranstalter- und eine Spielbewilligung nach dem Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51) und werden von der Gespa beaufsichtigt. Jede andere Marke, die Schweizer Spielende im Internet sehen, hat in der Schweiz keine Bewilligung – ihre Lizenzen im Ausland haben hier keine Kraft, ihre Domains können auf der Gespa-Sperrliste landen, und es gibt keine Schweizer Anlaufstelle im Streitfall.

Wie lässt sich mit Limiten und festem Budget verhindern, dass Prognosen zu Verlusten führen?

Vor der ersten Online-Teilnahme müssen Spielende bei Swisslos Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen – Senkung gilt sofort, Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich gibt es eine freiwillige Einzahlungslimite für 30 Tage. Hilfreich ist, das monatliche Wettbudget vorab auf ein separates Konto zu legen, von dem die Einsätze kommen, und sich an eine Obergrenze für die Anzahl Wetten pro Woche zu halten. Wer zwei oder drei aufeinanderfolgende Tage Verluste macht, sollte pausieren – nicht nachsetzen. Die Spielsperre für 1 bis 180 Tage lässt sich produktbezogen aktivieren und nicht vor Fristablauf aufheben; eine unbefristete Spielsperre wird ins schweizweite Register eingetragen und gilt auch für Casinos.

Inhalt erstellt vom Team «englandwetteninfo»