Trixie-Wetten in der Schweiz: Aufbau, Recht und die zwei Veranstalter

Updated Oktober 2026
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Drei Bleistifte liegen parallel nebeneinander auf einem aufgeschlagenen leeren Notizblock auf einem Holztisch.

Aktualisiert am Oktober 19, 2026, geprüft gegen die Spielregeln und Teilnahmebedingungen Sporttip von Swisslos (Version 4.2) und das Règlement Jouez Sport der Loterie Romande (17. Auflage, September 2024).

Die Trixie besteht aus drei Tipps: Gespielt werden die drei Zweier-Kombinationen und zusätzlich die Dreier-Kombination, insgesamt also 4 Wetten.

Wer in der Schweiz auf drei Auswahlen gleichzeitig wetten möchte, stösst rasch auf den Begriff Trixie: eine Systemwette, die aus drei Doppelwetten und einer Dreifachwette besteht und damit den Einsatz vervielfacht, ohne dass jede einzelne Auswahl zwingend treffen muss. Wer sie spielen will, hat in der Schweiz nur zwei Anlaufstellen: Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport. Beide Veranstalter haben ihre eigenen Spielregeln, Einsatzlimits und Gewinngrenzen. Die Trixie ist dort keine eigene Schaltfläche, sondern sie ergibt sich aus den Regeln für Systemwetten und Mehrfachwetten. Der folgende Text erklärt den Aufbau der Trixie, ihre Mechanik gegenüber der Einzel- und der Kombinationswette, den Unterschied zum Patent, die Einsatz- und Gewinngrenzen bei den beiden Schweizer Veranstaltern und das, was das Geldspielgesetz für Systemwetten festlegt.

Rechtslage: Wer in der Schweiz Sportwetten anbieten darf

Das Schweizer Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51) ist seit dem 1. Januar 2019 in Kraft und teilt die Geldspiele in zwei Kategorien: Geldspiele in Casinos und Grossspiele. Sportwetten zählen zu den Grossspielen, und die Aufsicht liegt bei der Gespa (Interkantonale Geldspielaufsicht in Bern), nicht bei der ESBK, die nur Casinos beaufsichtigt. Für die Durchführung braucht ein Veranstalter eine Veranstalterbewilligung und pro Spiel eine Spielbewilligung (Art. 21–25 BGS); die Bewilligung gilt nur in der Schweiz (Art. 4 BGS). Das Gesetz hat die Anzahl der Veranstalter für Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt: Swisslos und die Loterie Romande.

Ein Volleyballnetz steht an einem Seeufer in der Abenddämmerung, der Sand ist leer und das Wasser glatt.
Swisslos hat ihren Sitz in Basel und veranstaltet Lotterien und Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung vom 20. Mai 2019.

Die Stellung von Swisslos und Loterie Romande

Swisslos trägt die vollständige Bezeichnung SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft mit Sitz in Basel und veranstaltet Lotterien und Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019 (IKV 2020); die Sportwetten laufen unter dem Produktnamen Sporttip. Die Loterie Romande führt ihre Sportwetten unter dem Produktnamen Jouez Sport, hat ihren Sitz faktisch in Lausanne (Avenue de Provence 14, 1001 Lausanne) und betreibt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz mit 221 Mitarbeitenden. Beide Veranstalter sind nach Schweizer Recht zugelassen, beide werden von der Gespa ausrichten beaufsichtigt.

Die Vertragsgebiete: Wer wo spielen kann

Die Schweiz ist in zwei Vertragsgebiete aufgeteilt. Swisslos bedient das Swisslos-Vertragsgebiet mit den Deutschschweizer Kantonen AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH, dazu den Kanton Tessin und das Fürstentum Liechtenstein. Die Loterie Romande bedient die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Ein Online-Konto lässt sich nur eröffnen, wenn man Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im jeweiligen Vertragsgebiet hat; wer in der Deutschschweiz lebt, spielt Sporttip, wer in der Romandie lebt, spielt Jouez Sport.

Ein Eishockeypuck und ein Schläger liegen auf einer glänzenden Eisfläche, im Hintergrund verschwimmen leere Banden.
Das Patent besteht ebenfalls aus drei Tipps, umfasst aber drei Zweier-Kombinationen, eine Dreier-Kombination und drei Einzelwetten, insgesamt also 7 Wetten.

Was das Gesetz über Angebote und Märkte sagt

Die Gespa führt eine geschlossene Liste der erlaubten Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten; sie ist als Genehmigungsliste Teil der Spielbewilligung und entscheidet darüber, was überhaupt gewettet werden darf. Wetten auf Wetter, Politik oder Fernsehshows sind ausgeschlossen, Qualifikationsrunden nur, wenn sie auf der Liste stehen, Frauenwettbewerbe nur, wenn sie auf der Liste stehen, und Rangwetten nur, wenn das Ranking über die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb oder über das Podium entscheidet; Trainingsläufe sind keine zulässigen Wettereignisse. Die Liste enthält weder Eckball- noch Kartenmärkte und keinen Eintrag zu Esports; Ereignisse, an denen mehrheitlich Minderjährige beteiligt sind, sind nach Art. 25 Abs. 2 BGS ausgeschlossen. Live-Wetten sind erlaubt, vor Spielbeginn und live, sofern der Veranstalter über eine entsprechende Bewilligung verfügt; das BGS enthält keine spezifische Einschränkung einzelner Live-Märkte.

Was eine ausländische Bewilligung in der Schweiz bedeutet

Eine ausländische Bewilligung (Curaçao, Malta, Deutschland oder ein anderer Staat) hat in der Schweiz keine Geltung (Art. 6 BGS). Wer in der Schweiz ohne Schweizer Bewilligung Sportwetten organisiert, macht sich strafbar: bis zu drei Jahre Freiheitsstrafe oder Geldstrafe, bei gewerbsmässigem Betrieb bis zu fünf Jahre (Art. 130 BGS). Die Gespa führt eine Sperrliste ausländischer Domains, die Schweizer Telekomanbieter per DNS-Sperre blockieren (Art. 86–93 BGS); Ende 2025 standen 671 Domains auf der Liste, darunter Namen wie bet365. Spielerinnen und Spieler werden nicht bestraft, aber Einsätze und Gewinne können in einem Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden, und es gibt keinen Schweizer Schutz und keine Schweizer Aufsicht. Wer bei einem ausländischen Anbieter spielt, hat keinen Zugang zum Schweizer Ausschlussregister und keinen Schweizer Rechtsweg.

Spielerschutz: Limite, Sperre und Minderjährigenschutz

Eine Systemwette wie die Trixie vervielfacht den Einsatz, weil vier Wetten auf einmal gespielt werden; entsprechend wichtig ist der Schutzrahmen. Die Gespa schreibt vor, dass jeder Veranstalter eigene Limiten anbieten muss (Art. 87 VGS): Höchstwerte für täglichen, wöchentlichen oder monatlichen Einsatz oder Verlust, die von den Spielenden selbst gesetzt werden. Eine Senkung greift sofort, eine Erhöhung erst nach 24 Stunden; Swisslos und die Loterie Romande wenden in ihren Bedingungen 72 Stunden an.

Verlustlimiten bei Sporttip

Bei Sporttip müssen Spielende vor der ersten Teilnahme Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen. Die Obergrenze liegt bei CHF 9’999, für unter 21-Jährige bei CHF 1’000. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich gibt es eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage.

Selbstsperre und Zugriffssperre

Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Eine selbst gewählte Sperre kann nach drei Monaten aufgehoben werden (Art. 84 VGS), wobei eine Fachstelle einbezogen wird (Art. 81 BGS). Eine selbstgewählte Pause von bis zu sechs Monaten muss angeboten werden (Art. 89 VGS). Ausgeschlossene oder minderjährige Personen haben keinen Anspruch auf Einsätze oder Gewinne (Art. 45 BGS).

Minderjährigenschutz und Identitätsprüfung

Sporttip-Wetten stehen Personen ab 18 Jahren offen; Personen unter 18 Jahren sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Wer als Wettkämpfer an einem Wettereignis teilnimmt, darf auf dieses Ereignis nicht wetten. Zur Online-Registrierung bei Swisslos braucht es mindestens 18 Jahre sowie Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Swisslos-Vertragsgebiet; es darf keine Spielsperre bestehen, und jede Person darf sich nur einmal registrieren. Die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adressdatenbanken geprüft.

Testkäufe und Aufsicht

Die Gespa testet die Verkaufsstellen: 2025 wurde in 47,5 % von 200 Fällen an Minderjährige eine Sportwette verkauft. Das ist kein Detail, das an einer Verkaufsstelle verschwiegen werden sollte, sondern ein Befund, der den Unterschied zwischen Online-Registrierung mit Ausweisprüfung und dem Verkauf an der Ladenkasse sichtbar macht.

Aufbau und Mechanik der Trixie

Die Trixie gehört zu den Full-Cover-Wetten, also zu den Wetten, bei denen alle möglichen Mehrfachwetten über eine bestimmte Anzahl von Auswahlen gespielt werden. Bei drei Auswahlen umfasst die Trixie drei Zweier-Kombinationen (Doppelwetten) und eine Dreier-Kombination (Dreifachwette), also 4 Wetten insgesamt.

Aus welchen Teilwetten die Trixie besteht

Bei einer Trixie auf die Auswahlen A, B und C ergibt sich die folgende Aufteilung:

Teilwette Auswahlen Anzahl
Doppelwette 1 A und B 1
Doppelwette 2 A und C 1
Doppelwette 3 B und C 1
Dreifachwette A, B und C 1
Gesamt 4

Was passiert, wenn nur zwei der drei Tipps treffen

Eine Trixie verzeiht einen einzigen Fehltreffer nicht, denn die Dreifachwette verliert, sobald eine Auswahl falsch ist. Treffen jedoch zwei der drei Auswahlen, gewinnen die beiden Doppelwetten, die diese beiden Auswahlen kombinieren; die Doppelwette mit der falschen Auswahl und die Dreifachwette gehen leer aus. Bei drei richtigen Tipps gewinnen alle vier Teilwetten. Wer also auf Sicherheit setzt, wählt Auswahlen mit niedrigen Quoten, damit der Verlust der Dreifachwette leichter verschmerzt wird; wer auf hohe Gewinne setzt, akzeptiert, dass die Tixie zu wenig ist, sobald ein Tipp danebengeht.

Der Unterschied zum Patent

Das Patent nutzt die gleichen drei Auswahlen wie die Trixie, fügt aber zusätzlich drei Einzelwetten hinzu, kommt also auf 7 Wetten. Das Patent federt einen einzelnen Fehltreffer besser ab, weil die beiden Einzelwetten auf die richtigen Tipps noch Gewinn bringen, kostet aber den höheren Einsatz und reagiert empfindlicher auf zwei oder drei Fehltreffer als die Trixie.

System Auswahlen Einzelwetten Doppelwetten Dreifachwetten Wetten gesamt
Trixie 3 0 3 1 4
Patent 3 3 3 1 7

Abgrenzung zur Einzel- und Kombiwette

Die Einzelwette setzt auf ein einziges Ereignis; die Kombiwette (auch Kombinationswette genannt) verbindet mehrere Auswahlen in einer einzigen Wette, deren Gesamtquote das Produkt der Einzelquoten ist und bei der alle Auswahlen treffen müssen. Die Trixie ist ein Mittelding: Sie splittet die Kombination auf mehrere Teilwetten, sodass nicht jede Auswahl treffen muss, und liegt preislich zwischen einer einzelnen Dreifachwette und einem Patent.

Welche Wettmärkte sich eignen

Die Trixie eignet sich für Märkte, auf denen die Quoten nicht zu niedrig sind, weil sonst die Gewinne aus den Doppelwetten kaum ins Gewicht fallen. Drei Beispiele aus dem Fussball: Sieg des Favoriten zu Hause (Quote um 1,50), Auswärtssieg eines Ausssenseers (Quick une 2,50), Unentschieden in einem Derby (Quote um 3,00). Wer nur auf klare Favoriten setzt, gewinnt oft, aber der Nettogewinn aus den Doppelwetten bleibt klein; wer auf drei Aussenseiter setzt, gewinnt entweder viel oder verliert alles. Die Trixie belohnt ein ausgewogenes Verhältnis, nicht das Extrem in eine Richtung.

Einsatz, Quote und Gewinn: Wie die Trixie rechnet

Die Rechnung einer Trixie folgt drei Schritten: Quote der Teilwetten multiplizieren, mit dem Einsatz pro Teilwette multiplizieren, und das Resultat als Bandbreite angeben, weil je nach Trefferquote unterschiedliche Teilwetten gewinnen.

Beispielrechnung mit drei Quoten

Die folgende Rechnung arbeitet mit beispielhaften Quoten von 1.50, 2.00 und 2.50 und einem Einsatz von CHF 1 pro Teilwette, also einem Gesamteinsatz von CHF 4.

Szenario Gewinnende Teilwetten Bruttogewinn
Alle drei treffen 3 Doppel + 1 Dreifach (1.50 × 2.00) + (1.50 × 2.50) + (2.00 × 2.50) + (1.50 × 2.00 × 2.50) = 3.00 + 3.75 + 5.00 + 7.50 = CHF 19.25
Zwei treffen (günstigster Fall) 1 Doppel z. B. 1.50 × 2.00 = CHF 3.00
Ein Tipp oder keiner trifft keine CHF 0

Bei drei richtigen Tipps liegt der Bruttogewinn also bei CHF 19.25, was bei einem Gesamteinsatz von CHF 4 einen Nettogewinn von CHF 15.25 ergibt. Bei zwei richtigen Tipps hängt der Gewinn davon ab, welche Auswahlen treffen: Im günstigsten Fall gewinnen die beiden Doppelwetten, die diese beiden Auswahlen kombinieren, also je nach Konstellation unterschiedlich hohe Beträge. Diese Bandbreite — von einem kleinen Gewinn im günstigsten Zwei-Treffer-Fall bis zum Maximalgewinn bei drei Treffern — ist die Spanne, mit der eine Trixie kalkuliert werden muss.

Die Rolle der Marge

Jede einzelne Quote trägt eine Marge des Veranstalters. Bei drei Auswahlen mit den angenommenen Quoten 1.50, 2.00 und 2.50 ergibt sich für eine Einzelwette auf eine Auswahl mit zwei möglichen Ergebnissen (etwa Sieg/Niederlage) eine Auszahlungsquote von 1 ÷ (1/1.50 + 1/2.00 + 1/2.50) = 1 ÷ (0’667 + 0’500 + 0’400) = 1 ÷ 1’567 = 0’638, also 63,8 %; die Marge dieses Markts beträgt 36,2 %. Bei der Trixie addieren sich die Margen über alle Teilwetten, weshalb die effektive Marge der Trixie höher liegt als die einer Einzelwette. Wer die Trixie als «sichere Variante» der Dreifachkombi sieht, übersieht, dass die zusätzlichen Doppelwetten zusätzliche Marge mitbringen.

Wie der Gewinn auf den Rappen genau wird

Bei Sporttip ergibt sich der Gewinnbetrag aus Einsatz mal Quote (bei Kombinationen aus Einsatz mal Gesamtquote, dem Produkt der Einzelquoten) und wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet, dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Das heisst: Ein rechnerischer Gewinn von CHF 19’247 wird auf CHF 19.25 aufgerundet und dann auf CHF 19.25 abgerundet; ein rechnerischer Gewinn von CHF 19’258 wird auf CHF 19.26 aufgerundet und auf CHF 19.25 abgerundet.

Wann eine Quote 1.00 gilt

Wird ein Wettereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn (oder im Rahmen eines Turniers) nachgeholt, ist die Wette ungültig: Einzelwetten werden zurückbezahlt, in Kombinationswetten erhält die Voraussage Quote 1.00. Bei Live-Wetten gilt die Wette unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird; Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00, und in spielentscheidenden Situationen (Elfmeter, Rote Karte, Videoschiedsrichter-Entscheid) kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten.

Spezielle Regeln bei Sporttip und Jouez Sport

Die Spielregeln der beiden Veranstalter unterscheiden sich an mehreren Stellen, die für eine Trixie relevant sind: Mindesteinsatz, Höchsteinsatz, Höchstgewinn, Cash-Out und Kombiboost.

Einsatzlimits bei Sporttip

Bei Swisslos beträgt der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette CHF 1’000 und für eine Systemwette CHF 10’000. Swisslos kann die Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Bei einer Trixie mit 4 Teilwetten zu je CHF 1 liegt der Mindesteinsatz bei CHF 4; der maximale Systemwetteinsatz von CHF 10’000 erlaubt deutlich höhere Linien.

Einsatzlimits bei Jouez Sport

Bei Jouez Sport beträgt der Mindesteinsatz online CHF 2 (in Verkaufsstellen CHF 3, für Multiples CHF 2) und der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten CHF 500. Ein Wettschein mit Multiples darf insgesamt höchstens CHF 7’500 Einsatz enthalten. Eine Kombiwette umfasst 2 bis 10 Voraussagen, die Quote einer Einzelwette oder die Gesamtquote einer Kombi muss mindestens 1.10 betragen und darf 100’000 nicht übersteigen.

Höchstgewinne

Bei Sporttip gibt es keine explizite Höchstgewinngrenze in den Spielregeln Version 4.2; die Grenze wird durch den Höchsteinsatz und die maximale Gesamtquote bestimmt. Bei Jouez Sport beträgt der Höchstgewinn pro Einzel- oder Kombiwette CHF 300’000 und für alle Gewinne eines Multiples zusammen CHF 1’000’000. Eine Trixie mit sehr hohen Quoten, die über diese Limite hinausläuft, wird bei Jouez Sport entsprechend gekappt.

Cash-Out

Cash-Out bei Sporttip gibt es für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und eine Garantie für jeden Markt besteht nicht. Der Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden. Swisslos muss Cash-Out nicht für alle Wetten anbieten. Bei einer Trixie bedeutet das: Wer mit Cash-Out aussteigt, erhält den Betrag, den Swisslos in diesem Moment anbietet; ein späterer Verlust der verbleibenden Auswahl lässt sich nicht mehr abwenden.

Kombiboost

Der Sporttip-Kombiboost gilt nur online (Prematch, Live, Systemwetten) und verlangt mindestens vier Voraussagen mit Quote von je mindestens 1.50; der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn solchen Voraussagen, Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert. Für eine Trixie mit nur drei Voraussagen greift der Kombiboost damit nicht; er setzt vier Auswahlen voraus. Wer den Boost nutzen will, muss also über die Trixie hinausgehen.

Quotenboosts und Profitboosts

Quotenboosts bei Sporttip gelten nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage; Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide sind pro Wettenden nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert; bei einem Cash-Out verfällt der Boost.

Bet-Builder und abhängige Ereignisse

Bei Sporttip werden voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung nur über die «Bet-Builder-Funktion» kombiniert. Nimmt Swisslos irrtümlich eine solche Kombination ohne diese Funktion an, kann sie die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten. Für eine Trixie heisst das: Auswahlen, die aus ein- und demselben Spiel stammen, gehören in den Bet-Builder, nicht in die Trixie.

Verfall von Gewinnen

Sporttip-Gewinne, die nicht innerhalb von 26 Wochen nach der öffentlichen Bekanntmachung der Wettauswertung geltend gemacht werden, verfallen zugunsten des Zwecks der Swisslos. Eine Einsprache bei verweigerter Auszahlung ist innert 10 Tagen per eingeschriebenem Brief zu erheben. Wer eine Trixie mit höherem Gewinn laufen lässt und die Auszahlung verpasst, verliert den Gewinn vollständig.

Steuern: Was die Trixie steuerlich bedeutet

Gewinne aus Schweizer Grossspielen, also auch aus Sportwetten bei Swisslos und Loterie Romande, sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommenssteuerfrei. Der Bundesfreibetrag beträgt ab dem 1. Januar 2026 CHF 1’071’000 (im Jahr 2025 waren es CHF 1’070’400). Über dem Freibetrag zieht der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ab, die durch Deklaration des Gewinns in der Steuererklärung zurückgefordert werden kann. Der kantonale Freibetrag unterscheidet sich je nach Kanton; eine pauschale Aussage zum kantonalen Freibetrag ist nicht möglich.

Eine typische Trixie wird diesen Freibetrag nicht erreichen, weil die Gewinne bei einem Gesamteinsatz von wenigen Franken im niedrigen bis mittleren dreistelligen Bereich liegen. Es fällt also weder Einkommenssteuer noch Verrechnungssteuer an.

Anders liegt der Fall bei Gewinnen aus ausländischen Anbietern: Diese unterliegen keiner Verrechnungssteuer, aber die kantonale Steuerpraxis, etwa im Kanton Thurgau, behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen unabhängig von der Höhe als voll steuerbares Einkommen. Wer mit einer Trixie bei einem ausländischen Anbieter einen Betrag über der jeweiligen kantonalen Freibetrag-Grenze erzielt, muss diesen Gewinn in der Steuererklärung deklarieren.

Eine Wettsteuer auf den Einsatz gibt es in der Schweiz nicht; die einzige Belastung, die direkt auf der Wette lastet, ist die Marge des Veranstalters, die in jede Quote eingepreist ist. Wer genauer wissen will, wie sein Kanton Gewinne aus Sportwetten behandelt, fragt seinen Steuerberater oder die kantonale Steuerverwaltung.

Wer eine Trixie spielen will: Die zwei Schweizer Veranstalter im Vergleich

Die folgende Tabelle ordnet die beiden in der Schweiz zugelassenen Veranstalter nach ihrer Bewilligungssituation und ihrer Trägerschaft.

Veranstalter Schweizer Bewilligung Trägerschaft / Produkt
Swisslos Sporttip Veranstalter- und Spielbewilligung nach BGS (Grossspiel), Aufsicht Gespa SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft (Sitz Basel), Produkt Sporttip
Loterie Romande Jouez Sport Veranstalter- und Spielbewilligung nach BGS (Grossspiel), Aufsicht Gespa Loterie Romande (Société de la Loterie de la Suisse Romande), Produkt Jouez Sport

Die Tabelle weist beide als zugelassen aus, weil sie nach BGS beide über die erforderlichen Bewilligungen verfügen. Die Trägerschaft unterscheidet sich: Eine interkantonale Genossenschaft auf der einen, eine Westschweizer Kantonsgesellschaft auf der anderen Seite. Das Produkt, unter dem die Trixie als Systemwette läuft, heisst bei Swisslos Sporttip und bei Loterie Romande Jouez Sport.

Die zugelassenen Veranstalter im Detail

Die folgenden Abschnitte zeichnen die Profile der beiden in der Schweiz zugelassenen Veranstalter nach, wie sie in den Spielregeln und Teilnahmebedingungen stehen. Sie sind nicht nach Attraktivität sortiert, sondern nach Vertragsgebiet: Wer in welchem Kanton wohnt, hat nur eine Wahl.

Swisslos Sporttip: Was die Spielregeln festlegen

Swisslos führt die Sportwetten unter dem Produktnamen Sporttip und ist nach Schweizer Recht einer der beiden zugelassenen Veranstalter für Grossspiele. Die Bewilligung umfasst die Veranstalterbewilligung und die Spielbewilligung nach BGS (SR 935.51), die Aufsicht liegt bei der Gespa. Das Vertragsgebiet deckt die Deutschschweizer Kantone, den Kanton Tessin und das Fürstentum Liechtenstein ab. Für die Trixie als Systemwette gelten die Einsatzlimits CHF 1 bis CHF 10’000 pro Systemwette, die Marge ist in jede Quote eingepreist. Cash-Out ist verfügbar, aber nur als vollständiges Cash-Out und nur online; für die Trixie bedeutet das, dass die Auszahlung während des Spiels nur als Ganzes möglich ist. Der Kombiboost greift erst ab vier Voraussagen, nicht bei einer Trixie. Wer eine Trixie mit Auswahlen aus ein- und demselben Spiel spielen will, muss die Bet-Builder-Funktion nutzen; andernfalls kann Swisslos die Kombination für ungültig erklären.

Was das im Profil ausmacht: Sporttip ist die einzige legale Plattform für die Deutschschweiz und das Tessin, mit klar definierten Limits, klaren Regeln für abhängige Ereignisse und einem Cash-Out, das seine eigenen Bedingungen mitbringt. Wer mit kleineren Einsätzen spielt, ist hier richtig; wer mit sehr grossen Einsätzen spielen will, findet in den CHF 10’000 pro Systemwette eine klare obere Grenze.

Loterie Romande Jouez Sport: Was das Règlement festlegt

Die Loterie Romande führt die Sportwetten unter dem Produktnamen Jouez Sport und ist der zweite in der Schweiz zugelassene Veranstalter. Auch hier umfasst die Bewilligung die Veranstalterbewilligung und die Spielbewilligung nach BGS, die Aufsicht liegt bei der Gespa. Das Vertragsgebiet deckt die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura ab. Für die Trixie als Multiple gelten die Einsatzlimits CHF 2 pro Multiple, Höchsteinsatz CHF 500 pro Einzel- oder Kombiwette, maximal CHF 7’500 Einsatz pro Wettschein mit Multiples, und Höchstgewinne von CHF 300’000 pro Wette bzw. CHF 1’000’000 für alle Gewinne eines Multiples zusammen. Die Quote einer Einzelwette oder die Gesamtquote einer Kombi muss mindestens 1.10 betragen und darf 100’000 nicht übersteigen.

Was das im Profil ausmacht: Jouez Sport ist die einzige legale Plattform für die Romandie, mit höheren Mindesteinsätzen als Sporttip, einer klaren Höchstgewinn-Grenze und einer Quote-Obergrenze von 100’000. Wer in der Westschweiz wohnt, hat keine legale Alternative; wer mit höheren Einsätzen spielen will, muss die Limits im Auge behalten.

Ausländische Anbieter ohne Schweizer Bewilligung

Die folgenden Anbieter haben keine Schweizer Bewilligung und sind deshalb in der Schweiz nicht zugelassen. Sie werden hier nur genannt, weil Suchbegriffe zu Trixie-Wetten auf sie verweisen; eine Bewertung als «sichere Wahl» oder «legale Alternative» ist ausgeschlossen. Generell gilt für alle diese Anbieter: Sie verfügen über keine Schweizer Veranstalter- oder Spielbewilligung nach BGS. Die ausländische Lizenz ist in der Schweiz rechtlich bedeutungslos (Art. 6 BGS), es gibt keinen Schutz nach Schweizer Recht, und die Domains können von der Gespa per Sperrliste blockiert werden.

Cloudbet: Anbieter ohne Schweizer Bewilligung

Cloudbet ist nicht zugelassen. Wer hier wettet, unterliegt nicht dem Schutz des BGS und hat keinen Rechtsweg.

Rollbit: Anbieter ohne Schweizer Bewilligung

Rollbit ist ein nicht zugelassener Anbieter. Spielerinnen und Spieler tragen hier das volle Risiko bei Streitigkeiten ohne Schweizer Schutz.

Sportaza: Anbieter ohne Schweizer Bewilligung

Sportaza ist ein nicht zugelassener Anbieter ohne Schutz nach Schweizer Recht.

22Bet: Anbieter ohne Schweizer Bewilligung

22Bet ist nicht zugelassen und bietet keinen Schutz für Spielerinnen und Spieler.

HornetBet: Anbieter ohne Schweizer Bewilligung

HornetBet ist nicht zugelassen. Eine rechtliche Absicherung oder Werbung in der Schweiz ist unzulässig.

BDMBet: Anbieter ohne Schweizer Bewilligung

BDMBet ist rechtlich nicht zugelassen und unterliegt als solcher den üblichen DNS-Sperren der Gespa.

20Bet: Anbieter ohne Schweizer Bewilligung

20Bet ist in der Schweiz nicht zugelassen und bietet keinen Schutz nach BGS.

Betify: Anbieter ohne Schweizer Bewilligung

Betify operiert in der Schweiz ohne Zulassung und unterliegt nicht den Schutzbestimmungen des BGS.

Häufige Fragen zur Trixie

Was ist eine Trixie-Wette, und aus welchen Teilwetten besteht sie?

Eine Trixie ist eine Systemwette auf drei Auswahlen und besteht aus drei Doppelwetten und einer Dreifachwette, also aus 4 Wetten insgesamt. Jede Doppelwette kombiniert zwei der drei Auswahlen, die Dreifachwette kombiniert alle drei. Im Unterschied zur Kombinationswette zahlt die Trixie auch dann einen Gewinn, wenn nicht alle Auswahlen treffen.

Wie funktioniert eine Trixie, wenn nur zwei der drei Tipps eintreffen?

Bei zwei richtigen Tipps gewinnen die beiden Doppelwetten, die genau diese beiden Auswahlen kombinieren; die dritte Doppelwette und die Dreifachwette gehen leer aus. Wie hoch der Gewinn ausfällt, hängt von den Quoten der richtigen Auswahlen ab; im günstigsten Fall liegt er bei der Doppelwette mit den höchsten Quoten.

Worin unterscheidet sich die Trixie vom Patent mit seinen sieben Wetten?

Das Patent nutzt dieselben drei Auswahlen wie die Trixie, fügt aber drei Einzelwetten hinzu und kommt damit auf 7 Wetten. Das Patent federt einen einzelnen Fehltreffer besser ab, weil die beiden Einzelwetten auf die richtigen Tipps noch Gewinn bringen; die Trixie ist günstiger im Einsatz, dafür verliert sie bei einem Fehltreffer die Dreifachwette vollständig.

Wie berechnet sich der Gesamteinsatz einer Trixie bei einem festen Einsatz pro Teilwette?

Bei einem festen Einsatz pro Teilwette ergibt sich der Gesamteinsatz als Einsatz mal Anzahl Teilwetten, also bei einer Trixie mit 4 Teilwetten und CHF 1 pro Teilwette ein Gesamteinsatz von CHF 4. Bei Sporttip liegt der Mindesteinsatz für eine Systemwette bei CHF 1 pro Teilwette, bei Jouez Sport bei CHF 2 pro Multiple.

Wird die Trixie bei Swisslos oder Loterie Romande angeboten, und wo ist das im Wettprogramm nachzulesen?

Die Trixie ist keine eigene Schaltfläche, sondern ergibt sich aus den Regeln für Systemwetten bei Sporttip und für Multiples bei Jouez Sport. Im Wettprogramm von Sporttip ist sie als Systemwette mit drei Auswahlen abgebildet, im Règlement Jouez Sport als Multiple mit drei Voraussagen. Welche Märkte kombinierbar sind, steht in den jeweiligen Spielregeln.

Wie lässt sich ein möglicher Gewinn aus den Quoten der drei Tipps rechnen, und welche Rolle spielt die Marge?

Der Gewinn jeder Teilwette ist Einsatz mal Quote, die Gesamtquote einer Doppelwette ist das Produkt der Einzelquoten. Bei drei Treffern ergibt sich der Bruttogewinn aus den drei Doppelwetten plus der Dreifachwette, also aus vier Produkten von Quoten. Die Marge des Veranstalters steckt in jeder einzelnen Quote und addiert sich über alle Teilwetten; eine Trixie trägt damit eine höhere effektive Marge als eine Einzelwette auf eine Auswahl.

Inhalt erstellt vom Team «englandwetteninfo»